Klassenverbleib gemütlich von der Couch aus? So sieht Köln-Coach Wagner die Situation
Von Christian Johner
Köln – René Wagner (37), Trainer des 1. FC Köln, hofft darauf, den Verbleib in der Bundesliga bereits am Sonntag entspannt zuhause auf dem Sofa feiern zu können.
„Für mich ist es ein ganz gewöhnlicher Sonntag wie nach jedem anderen Spiel auch. Wenn wir dieses Wochenende bequem auf der Couch sitzen und die Möglichkeit besteht, dann heißt das, dass wir gewonnen haben“, erläuterte der 37-Jährige vor dem Spiel seiner Mannschaft beim 1. FC Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky).
Er fügte hinzu: „Dann werde ich sicherlich mit einem breiten Lächeln dasitzen. Alles andere liegt nicht mehr in unserer Hand.“
Mit einem Sieg könnten die Kölner einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Um diesen auch rechnerisch zu sichern, braucht der FC allerdings nicht nur einen eigenen Erfolg, sondern auch Patzer der Konkurrenz.
Sowohl der FC St. Pauli gegen den FSV Mainz 05 als auch der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg dürfen an diesem Wochenende nicht gewinnen.
„Selbst wenn wir am Wochenende siegen, ist die Saison damit noch nicht beendet. Im Gegenteil: Dann stehen noch zwei weitere Partien an, in denen wir guten Fußball zeigen und punkten wollen“, betonte Wagner.
Für ihn bedeutet das Spiel eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Von Januar bis Mai des vergangenen Jahres war der 37-Jährige unter Steffen Baumgart (54) Co-Trainer beim 1. FC Union. Nun trifft Wagner auf Baumgarts Nachfolgerin Marie-Louise Eta (34).
„Ich habe dort eine sehr lehrreiche Zeit erlebt, doch momentan blende ich alles andere aus. Darüber denke ich nicht nach, sondern wir konzentrieren uns voll und ganz auf uns“, unterstrich der FC-Trainer.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Spitzenreiter am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) hat die Möglichkeit, in der sogenannten Relegation den Verbleib in der Liga zu sichern. Der Gegner kommt dabei vom dritten Platz der 2. Bundesliga.