Dynamo nach 89 Tagen erstmals wieder außerhalb der Abstiegszone – sogar der Gegner zeigt sich begeistert
Dresden – Das fühlt sich richtig gut an! Bevor Florian Kohfeldt (43) sich zwar kritisch, aber stets sachlich über die Schiedsrichterleistung äußerte, nahm sich der Trainer von SV Darmstadt 98 ausführlich Zeit, um Dynamo Dresden mit zahlreichen lobenden Worten zu würdigen. Und das vollkommen zu Recht!
„Es war genau die Atmosphäre im Stadion, die ich mir erhofft hatte. Ich liebe es, hier zu spielen. Das war ein großartiger Flutlichtabend“, schwärmte er von der Stimmung im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion vor 30.460 Zuschauern.
Er fuhr fort: „Herzlichen Glückwunsch an Dynamo und auch an dich, Thomas, für eine Mannschaft, vor der ich bereits vor dem Spiel großen Respekt hatte und die ich nach wie vor sehr hoch einschätze. Denn so Fußball zu spielen, wie es diese Mannschaft im Abstiegskampf der 2. Liga – und auch in der ersten Liga – zeigt, ist alles andere als gewöhnlich. Den Raum auf dem Platz so clever zu nutzen, viel Ballbesitz zu haben und es dem Gegner selbst unter Druck schwer zu machen, den Ball zu sichern: Das verdient Anerkennung und Punkte.“
Und genau diese Punkte sammelt Dynamo fleißig! Nach sieben Partien in der Rückrunde stehen mittlerweile zwölf Zähler zu Buche, womit die Mannschaft für das Jahr 2026 zu den Top fünf der 2. Bundesliga gehört.
In der Gesamtwertung rangiert die Mannschaft aufgrund einer schwachen Hinrunde zwar „nur“ auf Platz 14 – doch dieser Rang tut der Mannschaft enorm gut!
Zum ersten Mal seit dem 14. Spieltag (damals Platz 15) befindet sich Schwarz-Gelb nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Und das, obwohl die letzten vier Begegnungen ausnahmslos gegen direkte Aufstiegskandidaten stattfanden.
„Für die Psyche ist es unglaublich wichtig, endlich da unten rauszukommen. Mit dem Heimsieg haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt. Aber wir dürfen nicht selbstgefällig werden, die Saison ist noch lange nicht vorbei. Jetzt heißt es erst recht, Vollgas zu geben“, erklärt Robert Wagner (22).
Sein Teamkollege Vincent Vermeij (31) gibt zu, „nicht allzu oft auf die Tabelle zu schauen“. Trotzdem gesteht auch der Stürmer, dass die starken Leistungen der vergangenen Wochen und die daraus resultierenden Erfolge der Mannschaft richtig guttun: „Das kann man definitiv so sagen. Wichtig ist, dass wir noch einige Siege einfahren, um uns ein wenig Luft zu verschaffen. Wir arbeiten weiter hart, und ich bin überzeugt, dass wir noch einige Dreier holen werden.“
Trotz der großen Freude sah Trainer Thomas Stamm (43) nach dem 3:1-Erfolg gegen Darmstadt auch einen Aspekt, den er kritisch betrachtet: „Nach dem 3:0 hätten wir im 4-4-1 System bleiben müssen. Das war eine taktisch unglückliche Entscheidung von mir. Ich glaube, dann wäre die Dynamik, die hinten raus aufkam, nicht entstanden“, so der Schweizer.
Doch das blieb eine Randnotiz – denn die Mannschaft macht derzeit einfach richtig Spaß.
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2. Bundesliga Tabelle
Die Bedeutung der Tabelle der 2. Bundesliga ist wie folgt: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Meister der 2. Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse auszuspielen.