St.-Pauli-Blog: Kiezkicker mit einer Änderung – Afolayan erneut nicht im Spieltagskader
Hamburg – Am vergangenen Sonntag erlitt der FC St. Pauli gegen Union Berlin die achte Niederlage in Folge in dieser Saison.
Diese Serie stellt einen Negativrekord in der Geschichte des Hamburger Traditionsvereins dar. Die nächste Begegnung führt die Mannschaft nun ausgerechnet in die Allianz Arena, wo der aktuelle Tabellenführer Bayern München wartet.
In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und weitere Neuigkeiten vom Millerntor.
Diese Elf soll vor allem eine weitere Klatsche verhindern: Etwa eine Stunde vor dem Anpfiff gegen die Bayern veröffentlichte der FC St. Pauli seine Startformation.
Im Vergleich zur Partie gegen Union Berlin gibt es eine Anpassung: Lars Ritzka übernimmt den Platz von Louis Oppie, der auf der Bank Platz nimmt. Offensivspieler Oladapo Afolayan ist erneut nicht im Kader vertreten.
Die Aufstellung des FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Wie steht es um Oladapo Afolayan (28)? Der Angreifer wurde zuletzt aus „sportlichen Gründen“ nicht berücksichtigt. Ob er am Samstag gegen die Bayern wieder zum Team stoßen wird, beantwortete Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag vielsagend: Er sehe bei allen Spielern die Bereitschaft, alles zu geben. Das lässt darauf schließen, dass auch Afolayan im Training eine positive Reaktion gezeigt hat.
Gleichzeitig kündigte Blessin aufgrund der guten personellen Situation zugleich „härtere Entscheidungen“ an – insbesondere da Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) nun wieder einsatzbereit sind.
Normalerweise ist er der Fels in der Brandung: Nikola Vasilj. Doch in den vergangenen Spielen unterliefen dem Torwart der Kiezkicker immer wieder kleinere Fehler, für die er Verantwortung übernimmt.
„Die Fehler passierten in einer entscheidenden Phase, das ist nicht leicht zu verarbeiten“, gestand Vasilj. Dennoch wolle er das Vergangene hinter sich lassen, nach vorne blicken und der Mannschaft helfen, aus der anhaltenden Negativserie auszubrechen.
„In den letzten beiden Spielen habe ich Verbesserungen erkannt. Wir besitzen die Qualität, um die Krise zu überwinden. Die Tabelle zeigt, dass noch alles offen ist. Wir müssen optimistisch bleiben und weiterhin an das glauben, was wir im Vorjahr erreicht haben.“
Eine solche Verlustserie hat Vasilj selbst bisher nicht erlebt: „Oft wird gefragt, warum wir in den ersten drei Partien so stark waren und was danach geschah. Im Fußball lassen sich nicht alle Dinge erklären.“
Schmerzhaft für den FC St. Pauli: Das Sportgericht des DFB verhängte eine Geldstrafe von 125.600 Euro – verantwortlich hierfür sind die Fans.
Beim 2:0-Derbysieg gegen den Hamburger SV Ende August kam es im Volksparkstadion zu massivem Einsatz von Pyrotechnik, was das Sportgericht als „unsportliches Verhalten“ wertete.
Von der Summe kann der Verein 41.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, deren Nachweis bis zum 30. Juni 2026 erbracht werden muss.
Erfolgsmeldung für Carlo Boukhalfa (26): Der ehemalige Kiezkicker erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute den Siegtreffer zum 1:0-Heimerfolg des FC St. Gallen gegen den FC Lausanne-Sport. Damit bleibt das Team aus der Schweiz auf dem dritten Tabellenplatz.
Boukhalfa erzielte in seinem 13. Saisonspiel bereits seinen sechsten Treffer. Für St. Pauli gelangen ihm in drei Jahren lediglich vier Tore in 56 Einsätzen.
Ebenfalls erfreulich: Nach seiner Verletzung absolvierte Lukas Daschner (27) sein zweites Spiel, er wurde in der 41. Minute eingewechselt.
Beim Spiel gegen Union Berlin kehrte der lange verletzte Kapitän erstmals wieder in die Startelf zurück, konnte die erneute Niederlage der Kiezkicker aber nicht verhindern.
„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, erklärte Jackson Irvine nach der knappen 0:1-Niederlage sichtlich enttäuscht. „Wir hatten heute etwas Pech. Es lief einfach nicht für uns. Uns fehlten ein wenig Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch etwas Glück – insgesamt ein bisschen von allem.“
Als das Tor für die Gäste fiel, stand er zu weit entfernt vom Torschützen. Rani Khedira wurde viel zu frei gelassen, als ihm nach einem Einwurf der Ball über Umwege zugespielt wurde und anschließend ins Tor ging.
Trotzdem wolle man sich nicht in der Vergangenheit verlieren, sondern nach vorne schauen, betonte der Kapitän. „Wir müssen weiter an uns glauben und uns gegenseitig motivieren. Was geschehen ist, ist geschehen, nächste Woche gibt es erneut die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“
Die Aufstellungen für die Begegnung FC St. Pauli gegen Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) steht nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf.
FC St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage
Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)
Das Spiel am Sonntagabend um 17.30 Uhr leitet Schiedsrichter Tobias Stieler.
Der erfahrene Unparteiische pfiff bisher erst fünf Partien des FC St. Pauli (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen), da er lange in Hamburg wohnte. Anfang des Jahres zog der Jurist nach Sölden bei Freiburg im Breisgau um.
Seitdem haben sich seine sogenannten „Ansetzungssperren“ verschoben. Nun darf er wieder für beide Hamburger Clubs pfeifen, aber nicht mehr für die Mannschaft von Julian Schuster. Nach seinem Einsatz im März beim Spiel St. Pauli gegen Borussia Dortmund wird dies die zweite Partie seit seinem Wegzug sein. Das letzte Spiel unter seiner Leitung endete mit einer 0:2-Niederlage für die Braun-Weißen.
Mit gemischten Gefühlen kehrte Nikola Vasilj (29) von seiner Länderspielreise zurück. Mit Bosnien-Herzegowina verpasste er nur knapp die direkte WM-Qualifikation durch einen späten Gegentreffer.
Für den Torhüter und sein Team stehen nun im März noch zwei entscheidende Spiele an. Im Play-off-Halbfinale trifft Bosnien auf Wales. Der Sieger spielt gegen den Gewinner aus der Partie Italien gegen Nordirland, wie die Auslosung am Donnerstag ergab.
Immer mehr Nationalspieler des FC St. Pauli kehren ins Training an der Kollaustraße zurück. Besonders gut gelaunt zeigte sich Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.
Dies blieb auch den Teamkollegen nicht verborgen, wie ein Instagram-Video zeigt. Nikola Vasilj, der nach einer emotionalen Achterbahnfahrt ins Trainingszentrum eintraf, begrüßte Ceesay herzlich und lobte seine Entwicklung.
Kurz darauf kam auch Danel Sinani (28) zurück und gratulierte Ceesay zu den Toren. Ceesay bedankte sich und fragte scherzhaft, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert hatte. Die Antwort: „Er nervt mich alle fünf Minuten.“
Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Qualifikation einen Rückschlag hinnehmen musste, waren sechs weitere Kiezkicker international aktiv.
Für Connor Metcalfe und Jackson Irvine endete die USA-Reise enttäuschend. Gegen Kolumbien verloren die Socceroos, mit Irvine als Kapitän, mit 0:3. Beide Spieler wurden vorzeitig ausgewechselt.
Karol Mets wurde beim 4:2-Sieg Estlands auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt. Joel Chima Fujita kam beim 3:0-Erfolg Japans gegen Bolivien in der 77. Minute aufs Feld.
Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit seinen zwei Toren, die seine Gesamtzahl auf drei in sieben Länderspielen steigerten. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.
In einem dramatischen Gruppenfinale hat Nikola Vasilj mit Bosnien-Herzegowina die direkte WM-Qualifikation verpasst. Das 1:1 in Österreich bedeutet den Umweg über die Play-offs.
Nach der frühen Führung durch Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic (12. Minute) hielt Vasilj lange seinen Kasten sauber. In der 77. Minute erzielte Michael Gregoritsch den Ausgleich für Österreich, der den Gruppensieg sicherte. Bosnien muss nun hoffen und in zwei entscheidenden Spielen im März bestehen.
Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation mit einer Enttäuschung. Im letzten Gruppenspiel in Nordirland verlor Luxemburg mit 0:1 und blieb punktlos.
Der letzte Platz in der Gruppe spiegelt jedoch nicht die Leistungen wider, die das Team oft couragiert zeigte und sich den einen oder anderen Punkt verdient hätte.
Traurige Nachrichten aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin verstarb am Samstag während eines Benefiz-Legendenspiels in seiner Heimat.
Der ehemalige Mittelfeldspieler war plötzlich zusammengebrochen und trotz medizinischer Hilfe gestorben. Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt arbeitete er als Scout für Metalist 1925 Charkiw.
Wichtig: Nach zuletzt schwachen Leistungen im Trikot des FC St. Pauli konnte Keeper Nikola Vasilj bei der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen tanken.
Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Quali mit 3:1 gegen Rumänien. Vasilj zeigte einige starke Paraden und darf weiter von der WM-Teilnahme träumen. Das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich findet am Dienstag (20.45 Uhr) statt. Die Playoffs sind bereits sicher, ein Sieg würde die direkte Qualifikation bedeuten.
Neben Vasilj waren am Samstag Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit Australien im Einsatz. Ihr Testspiel gegen Venezuela ging mit 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute ins Spiel.
Der amtierende Vereinspräsident Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
Es gab keine Gegenkandidaten. 894 der knapp 1000 stimmberechtigten Mitglieder unterstützten den Präsidenten, der seit 2014 an der Spitze des Vereins steht und nun seine vierte, letzte Amtszeit antritt.
Neben der Wahl erläuterte Göttlich die langfristigen Pläne für den Ausbau des Millerntor-Stadions. Ziel sind 40.000 bis 50.000 Zuschauerplätze.
Für Danel Sinani zählt das kommende Spiel mit der luxemburgischen Nationalmannschaft gegen Deutschland zu den Highlights seiner Karriere. Er steht in der Startelf.
Das Hinspiel verpasste er aufgrund einer Gelbsperre.
Für Karol Mets gab es am Donnerstagabend in Norwegen nichts zu holen. Mit Estland verlor der Abwehrspieler mit 1:4. Superstar Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth erzielten kurz nach der Pause jeweils zwei Treffer. Den Ehrentreffer für Estland erzielte Robi Saarma.
Joel Chima Fujita lief es etwas besser. Beim 2:0-Testspielerfolg Japans gegen Ghana wurde der Mittelfeldspieler in der 68. Minute eingewechselt.
Während der Länderspielpause verzichtet der FC St. Pauli auf ein Testspiel, in der Winterpause ist das anders.
Wie der Verein bekanntgab, bestreiten die Kiezkicker am 4. Januar (15.30 Uhr) am Millerntor ein Vorbereitungsspiel gegen Werder Bremen als Generalprobe vor dem Ligastart eine Woche später gegen RB Leipzig.
In der bevorstehenden Länderspielpause sind acht Spieler des FC St. Pauli für ihre Nationalteams im Einsatz. Dabei stehen sowohl WM-Qualifikationsspiele als auch Freundschaftsspiele an.
Übersicht:
Jackson Irvine und Connor Metcalfe: Testspiele mit Australien gegen Venezuela (15. November, 2 Uhr) und Kolumbien (19. November, 2 Uhr)
Karol Mets: WM-Quali mit Estland gegen Norwegen (13. November, 18 Uhr) und Testspiel gegen Zypern (18. November, 19 Uhr)
Joel Chima Fujita: Testspiele mit Japan gegen Ghana (14. November, 11:20 Uhr) und Bolivien (18. November, 11:15 Uhr)
Abdoulie Ceesay: Testspiel mit Gambia gegen Kuwait (18. November)
Andréas Hountondji: Testspiel mit Benin gegen Burkina Faso (18. November)
Danel Sinani: WM-Quali mit Luxemburg gegen Deutschland (14. November, 20:45 Uhr) und Nordirland (17. November, 20:45 Uhr)
Nikola Vasilj: WM-Quali mit Bosnien-Herzegowina gegen Rumänien (15. November, 20:45 Uhr) und Österreich (18. November, 20:45 Uhr)
Wie gewohnt werden die Aufstellungen eine Stunde vor Spielbeginn veröffentlicht. Zur Begegnung SC Freiburg gegen FC St. Pauli treten folgende Startelfen an:
SC Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Lienhart, Günter – M. Eggestein, Manzambi, Beste, Y. Suzuki, Grifo – Adamu
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Metcalfe – Kaars, Pereira Lage
Bei den Kiezkickern rücken Pyrka, Metcalfe und Kaars für Saliakas (Adduktorenverletzung), Sinani und Afolayan (beide auf der Bank) in die Startelf.
Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag hat der FC St. Pauli mit personellen Herausforderungen zu kämpfen. Neben David Nemeth fällt auch weiterhin Adam Dzwigala aus. „Er hat muskuläre Probleme im Bereich der seitlichen Bauchmuskulatur. Anfangs war es schmerzhaft, doch er kann sich mittlerweile wieder bewegen. Wie lange er ausfallen wird, ist noch unklar“, erläuterte Trainer Alexander Blessin.
Auch bei Manolis Saliakas besteht noch ein Fragezeichen aufgrund einiger Probleme. „Wir müssen noch abwarten, wie es ihm geht“, so Blessin.
Positiv hingegen verläuft der Heilungsprozess bei Ricky-Jade Jones, der seine Reha-Übungen absolviert hat. „Wir gönnen ihm noch die Länderspielpause. Ich bin optimistisch, dass er spätestens danach wieder zur Verfügung steht“, erklärt der Trainer.
Die FC St. Pauli-Genossenschaft hat die Mehrheit am Millerntor-Stadion übernommen, wie der Verein am Donnerstag mitteilte.
Damit besitzen die Mitglieder nun offiziell das Stadion, was der Klub als „historischen Moment“ bezeichnet.
Wilken Engelbracht, kaufmännischer Geschäftsführer, betonte, dass der Verein dadurch wichtige Investitionen aus eigener Kraft vorantreiben kann, wie etwa den Ausbau des Leistungszentrums an der Kollaustraße.
Wichtige Termine für die Fans: Die DFL hat die Bundesliga-Spieltage 13 bis 19 mit exakten Anstoßzeiten veröffentlicht, darunter auch das Rückspiel des Stadtderbys gegen den HSV im Januar.
Die Spiele im Überblick:
In der letzten Saison gehörte Nikola Vasilj zu den besten Torhütern der Bundesliga und überzeugt auch in der aktuellen Spielzeit trotz einiger Fehler.
Deshalb sind Premier-League-Klubs wie FC Brentford und Brighton & Hove Albion, wo Ex-Trainer Fabian Hürzeler tätig ist, auf ihn aufmerksam geworden.
Sein Vertrag läuft bis zum kommenden Sommer, sein Marktwert wird auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.
Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker: Verteidiger Adam Dzwigala fällt wegen einer Bauchmuskelverletzung mehrere Wochen aus. Bereits am Samstag war er bei der Niederlage gegen Gladbach nicht im Kader.
Sein Einsatz gegen den SC Freiburg am Sonntag ist ausgeschlossen, ob er nach der Länderspielpause gegen Union Berlin wieder dabei sein kann, ist derzeit offen.
Beim 0:4 gegen Gladbach versagte nicht nur St. Pauli, sondern auch die halbautomatische Abseitstechnologie am Millerntor. Beim 0:1 durch Haris Tabakovic lieferte die Technik ein falsches Ergebnis.
„Natürlich ist das ärgerlich, schließlich zahlt man dafür“, sagte Präsident Oke Göttlich gegenüber Sky. „Wenn man das nicht bekommt, muss man zumindest fragen, ob man das Geld irgendwann zurückbekommt.“
Es war bereits die dritte Fehlfunktion in dieser Saison. Laut DFB wurde die falsche Abseitslinie an einem falschen Verteidiger gezogen, was vom Videoassistenten beim Plausibilitätscheck korrigiert wurde.
Göttlich zeigte sich gespannt, welche Erklärungen die Schiedsrichter-GmbH mit ihrem erhöhten Budget liefert.
Sky-Experte Dietmar Hamann sprach von einer „Wettbewerbsverzerrung“, wenn die Technik in acht Stadien funktioniere, aber an einem nicht – und das in dieser Saison wiederholt.
St. Pauli und Borussia Mönchengladbach trafen erst kürzlich in der Bundesliga aufeinander, Anfang Dezember gibt es die nächste Begegnung – im DFB-Pokal-Achtelfinale.
Sportdirektor Andreas Bornemann kommentierte: „Der Pokal ist ein großartiger Wettbewerb, in dem wir natürlich ins Viertelfinale einziehen wollen – auch wenn unser Fokus derzeit auf der Liga liegt.“
Trainer Alexander Blessin freut sich auf die Revanche: „Auswärts bei Gladbach zu spielen, ist eine große Herausforderung. Wir hätten natürlich lieber zuhause gespielt, aber wir werden alles geben, um im Pokal Wiedergutmachung für die Liga-Niederlage zu leisten.“
Die Partien werden am 2. und 3. Dezember ausgetragen, die genaue Anstoßzeit wird noch bekanntgegeben.
Die 0:4-Pleite gegen Gladbach hinterließ beim FC St. Pauli viele Fragen. Trainer Blessin forderte eine ehrliche Aufarbeitung.
Er selbst stellt sich der Kritik, doch Präsident Oke Göttlich stellte klar, dass die Trainerposition nicht zur Diskussion stehe. „Wäre ich nicht darauf angesprochen worden, hätte ich nicht einmal darüber nachgedacht.“
Er könne die Niederlagenserie nachvollziehen, so Göttlich, „das kann einem Club wie St. Pauli passieren. Die Niederlage tut trotzdem weh, vor allem wegen der Art und Weise. Wir wissen, dass wir volle Energie brauchen, um in der Liga zu bestehen, und das müssen wir schnellstmöglich wieder zeigen.“
Eine Stunde vor Anpfiff sind die Aufstellungen für das Kellerduell bekannt:
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie – Pereira Lage, Afolayan, Sinani
Borussia M'Gladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt, Ullrich, Honorat, Neuhaus – Tabakovic
Schiedsrichter Robert Hartmann wird die Partie leiten.
Unter ihm haben die Kiezkicker eine durchwachsene Bilanz: Von 16 Spielen konnten sie nur vier gewinnen. In der vergangenen Saison leitete Hartmann drei St.-Pauli-Begegnungen, mit zwei Unentschieden und einer Niederlage.
Der erhoffte Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Dienstagabend kann laut Alexander Blessin ein wichtiger Impuls für die kommenden Ligaspiele sein.
„Natürlich garantiert der Pokalsieg nicht automatisch Punkte in den nächsten Spielen, aber er gibt einen Schub in die richtige Richtung.“
Fünf Niederlagen in Folge mitzumachen sei auch für ihn neu. Der Einzug ins Achtelfinale helfe der Mannschaft, „wieder freier atmen zu können.“
Idealerweise sorgt dieser Schub im nächsten Heimspiel gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) für das Ende der Pleitenserie.
Die Aufstellungen für die zweite DFB-Pokalrunde am Millerntor:
FC St. Pauli: Voll, Mets, Wahl, Sands, Smith, Pyrka, Fujita, Afolayan, Oppie, Metcalfe, Hountondji
TSG Hoffenheim: Baumann, Hranac, Prömel, Avdullahu, Asllani, Bernado, Lemperle, Hajdari, Prass, Kramaric, Touré
Um 20.45 Uhr treffen die Kiezkicker zum zweiten Mal binnen zwei Wochen auf die TSG Hoffenheim – diesmal im Pokal.
Trainer Alexander Blessin nimmt eine besondere Änderung vor: Ben Voll wird anstelle von Nikola Vasilj im Tor stehen und die Angriffe der Kraichgauer abwehren.
Er betonte aber, dass dies nichts an der Nummer eins im Tor ändere:
„Ben hat großartig trainiert und bekommt seine Chance. Niko ist einer der besten Bundesliga-Torhüter und hat uns oft gerettet. Ich habe mit ihm gesprochen, ob er eine Verschnaufpause braucht, da er viel unterwegs war. Er möchte aber bei der Mannschaft sein und Ben unterstützen – das zeigt seinen Charakter. Die Torwart-Teams funktionieren hervorragend.“
Abgesehen von Langzeitverletztem David Nemeth stehen alle Spieler zur Verfügung. „Wir müssen wieder als Einheit auftreten. Die Jungs ziehen mit, sind motiviert und fokussiert. Deshalb habe ich volles Vertrauen, dass wir die Krise überwinden.“
TAG24-Tipp:
Auch TAG24 glaubt daran, dass die Kiezkicker genug haben, frustriert vom Platz zu gehen. Ein Pokalspiel hat einen anderen Charakter als ein Liga-Spiel – deshalb wird die Blessin-Elf die Chance nutzen, der TSG zu zeigen, was in der Mannschaft steckt. Ergebnisprognose: 2:1 für Hamburg.
Im Heimspiel gegen Hoffenheim kassieren die Kiezkicker eine 0:3-Niederlage – unter anderem aufgrund einer instabilen Defensive.
„Seit meiner Rückkehr aus dem Nationalteam sprechen wir über defensive Stabilität, und heute kassieren wir drei Gegentore – das ist eindeutig zu viel“, ärgerte sich Torhüter Nikola Vasilj nach dem Spiel. Dass Hauke Wahl fehlte, diene nicht als Entschuldigung.
Auch Louis Oppie kritisierte: „Wenn es vorne nicht läuft und hinten die Stabilität fehlt, wird es sehr schwierig. Wir müssen wieder mehr investieren und alles dafür tun, unser Tor zu verteidigen. Zunächst müssen die Basics stimmen.“
Trainer Blessin forderte nach dem Spiel gegen den auswärtsstarken Gegner eine Steigerung der Trainingsintensität „und das schnellstmöglich“, mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt.
Die Startformationen zum Spiel um 17.30 Uhr:
FC St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Smith, La. Ritzka – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Kaars, Pereira Lage
TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Hajdari, Bernardo – Burger, Avdullahu, Kramaric, Touré – Lemperle, Asllani
Die Kiezkicker fühlen sich in Hamburg offenbar sehr wohl – die bisher erzielten Punkte holten sie ausschließlich zuhause.
Bisher gewann St. Pauli vier Punkte am Millerntor und drei im Volksparkstadion gegen den HSV. Mit einem Sieg gegen Hoffenheim würden sie nicht nur ihr spezielles Hamburger Punktekonto aufstocken, sondern auch die Tabellenposition gegenüber dem HSV verbessern.
Die Bilanz spricht für die Hamburger: In sechs Begegnungen kassierte die TSG drei Niederlagen gegen St. Pauli, zwei Partien endeten unentschieden, nur einmal gewannen die Kraichgauer.
Die Begegnung um 17.30 Uhr leitet Schiedsrichter Sven Jablonski (35).
TAG24-Tipp:
Das Spiel gegen Hoffenheim wird eng, doch mit der Unterstützung des tobenden Millerntors gewinnt St. Pauli knapp mit 2:1.
Hauke Wahl konnte zuletzt nicht regelmäßig trainieren und wird am Sonntag wohl fehlen, teilte Blessin in der Pressekonferenz mit. „Er fühlt sich noch geschwächt, wir müssen abwarten, wie er über Nacht reagiert.“
Jackson Irvine steht voraussichtlich zur Verfügung. Er trainierte wieder voll mit. Dass Karol Mets in Estland ohne Absprache 90 Minuten spielte, missfiel Blessin, dennoch fühle sich der Verteidiger „super“ und ist motiviert.
Joel Chima Fujita ist nach „Natio-Frust“ entschlossen, seine Emotionen im Spiel rauszulassen. Auch Andreas Hountondji ist einsatzbereit gegen Hoffenheim.
David Nemeth fällt weiter aus, kann aber inzwischen die Krücken ablegen. „Jetzt geht es ums Comeback, das dauert aber noch etwas“, sagte Blessin.
Schlechte Nachrichten für St.-Pauli-Stürmer Andreas Hountondji (23): Mit Benin verpasste er bereits am 10. Spieltag die WM-Teilnahme 2026.
Der 4:0-Erfolg Nigerias sowie der gleichzeitige Sieg von Südafrika verhinderten die Qualifikation. Hountondji wurde in der 56. Minute ausgewechselt und konnte nichts mehr ausrichten.
Zur gleichen Zeit spielte Karol Mets mit Estland 1:1 gegen Moldau. Damit bleibt Estland auf dem vierten Platz und hat kaum Chancen auf die WM-Teilnahme.
Nach dem verpassten Spiel gegen Deutschland kehrte Danel Sinani ins luxemburgische Nationalteam zurück.
Im Spiel gegen die Slowakei stand er in der Startelf und absolvierte die volle Spielzeit, konnte jedoch die 0:2-Niederlage nicht verhindern. Es war die vierte Niederlage im vierten Gruppenspiel für Luxemburg.
Karol Mets feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback.
Beim 1:3 gegen Italien wurde er in der 62. Minute eingewechselt.
Vor dem direkten Aufeinandertreffen der Kiezkicker Connor Metcalfe und James Sands testeten Australien und die USA gegen andere Gegner.
Metcalfe spielte 83 Minuten beim 1:0-Sieg Australiens gegen Kanada. Sands verfolgte das 1:1 der USA gegen Ecuador von der Bank. Eventuell feiert er im Kiezkicker-Duell sein Nationalmannschaftsdebüt.
Gute Nachrichten aus Dänemark: Ex-Kiezkicker Simon Makienok ist erstmals Vater geworden.
Am 6. Oktober kam Sohn Sixten zur Welt, wie Makienok auf Instagram mitteilte.
Andréas Hountondji ist seinem Traum von der WM-Teilnahme ein Stück nähergekommen.
Mit Benin verteidigte er mit einem 1:0-Sieg in Ruanda die Tabellenführung in der Gruppe vor Südafrika. Ein Punkt im letzten Spiel gegen Nigeria könnte zur Qualifikation reichen, allerdings könnten die „Super Eagles“ mit einem Sieg noch vorbeiziehen.
Abdoulie Ceesay musste die 3:4-Niederlage Gambias gegen Gabun von der Bank verfolgen.
Joel Chima Fujita stand bei Japans 2:2 gegen Paraguay fünf Minuten auf dem Platz und erlebte den späten Ausgleich mit.
Nikola Vasilj erlitt mit Bosnien-Herzegowina einen Rückschlag in der WM-Qualifikation.
Gegen Zypern kassierte der Torwart in der Nachspielzeit per Elfmeter den 2:2-Ausgleich, obwohl Bosnien nach 36 Minuten bereits mit 2:0 führte.
Österreich zog durch ein 10:0 gegen Malta vorbei und führt die Gruppe nun mit zwei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger an.
Arkadiusz Pyrka feierte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft Polens.
Beim 1:0-Sieg gegen Neuseeland wurde er in der 73. Minute eingewechselt.
Der FC St. Pauli wurde in der Sportbranche mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Der Verein wurde für seinen umfassenden, verbindlichen und strukturell verankerten Ansatz in Sachen Nachhaltigkeit gewürdigt, so der FCSP am Mittwoch.
Insbesondere in Merchandising und Catering setzt der Klub auf Bio-Produkte. Auch das Engagement für Inklusion, Barrierefreiheit und soziale Projekte im Stadtteil wurde hervorgehoben.
Die ehemalige Nationalspielerin Turid Knaak war zu Gast im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt und präsentierte interessante Zahlen.
Mehrere Bundesligaclubs spielen laut Statistik besser als ihr Tabellenplatz vermuten lässt – an erster Stelle der FC St. Pauli.
Die Kiezkicker, aktuell Tabellenzehnter, seien „eines der spielstärksten Teams datenseitig in der Liga“, so Knaak, die auch die Einschätzung von Fußballkollege Christoph Kramer teilt, dass St. Pauli bis zum Saisonende um Europa mitspielen wird.
„Sie spielen hervorragenden Fußball. Wenn sie jetzt noch die Chancen besser nutzen, könnte das eine sehr gute Saison werden, zumindest spielerisch“, betonte die Expertin.
Eigentlich war für St. Pauli in der Länderspielpause ein Testspiel gegen Hannover 96 geplant, doch aufgrund zahlreicher Nationalspieler und angeschlagener Profis wurde die Partie abgesagt.
Trainer Alexander Blessin bestätigte, stattdessen werde man drei intensive Einheiten an der Kollaustraße absolvieren.
Folgende Nationalspieler fehlen:
Nach der unnötigen Niederlage in Bremen war der Frust bei St. Pauli groß, ebenso der Unmut über die nur vierminütige Nachspielzeit, die aus Sicht der Kiezkicker zu kurz bemessen war.
Sportchef Andreas Bornemann zeigte bereits während der Anzeige der Nachspielzeit seinen Unmut. Auch nach dem Spiel äußerte sich Trainer Alexander Blessin kritisch und forderte eine einheitliche Regelung.
„Mal sind es zehn Minuten, wo man nicht versteht, wofür, dann wieder nur vier, was viel zu kurz ist. Da kommt vom DFB eine schöne Aufteilung, wie das zustande kommt. Vielleicht komme ich beim nächsten Mal mit dem Rechenschieber“, sagte Blessin ironisch.
Hauke Wahl zeigte ebenfalls Unverständnis: „Ich verstehe das nicht. Ich sprach kurz mit dem Schiedsrichter, der sagte, es gibt eine automatische Zeit, die sogar unterschritten wurde. Das kann ich nicht nachvollziehen.“
Obwohl zwei Verletzungen behandelt wurden, seien vier Minuten zu kurz gewesen, so Wahl weiter. Der Schiedsrichter konnte ihm keine plausible Erklärung liefern.
Bei der 0:1-Niederlage in Bremen fehlte überraschend Andréas Hountondji im Kader.
Trainer Blessin erklärte, der Stürmer hatte bereits unter der Woche Knieprobleme. „Es wurde punktiert. Die Flüssigkeit ist nicht schlimm“, sagte er. Eine weitere Untersuchung steht am Sonntag an.
Ob Hountondji zur Nationalmannschaft von Benin reisen kann, wird dann entschieden. „Die spielen erst am Freitag, deshalb hat er eine lange Woche. Ich glaube nicht, dass es eine schwerwiegende Verletzung ist“, zeigte sich Blessin optimistisch.
Oladapo Afolayan hätte St. Pauli gegen Bremen durchaus helfen können, stand sich aber selbst im Weg.
„Es gab disziplinarische Gründe“, erklärte Blessin, weshalb der Offensivspieler beim Warmmachen außen vor blieb. Der Trainer wirkte fast ratlos: „Was soll ich machen?“
Afolayan war wohl unpünktlich zu einem Treffen erschienen. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, so Blessin. Details zum Meeting nannte er nicht.
Seit fast einem Jahr fehlt Karol Mets mit hartnäckigen Problemen an der Patellasehne. Beim letzten Spiel gegen Bayer Leverkusen stand er erstmals wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Er wurde dennoch für die Nationalmannschaft Estlands nominiert. „Wir haben mit ihm gesprochen“, sagte Blessin, wollte aber nicht sagen, ob es Vorgaben zu seiner Einsatzzeit gibt.
„Es hängt davon ab, ob er am Wochenende spielt oder nicht. Ich würde es begrüßen, wenn er vor dem Spiel gegen Italien ein paar Minuten bekommt.“ Ob das im Profiteam oder in der U23 geschieht, ließ Blessin offen.
Die personelle Lage bei den Kiezkickern bleibt angespannt. Gegen Werder Bremen muss Trainer Blessin weiterhin auf Langzeitverletzten David Nemeth sowie Jackson Irvine und Ricky-Jade Jones verzichten.
„Jackson macht Fortschritte und ist gut im Plan“, erklärte der Coach, ähnlich bei Jones. „Ich denke, er kann in zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining sein. Es geht darum, wann er wieder Körperkontakt verträgt. Es sieht gut aus.“
Entwarnung bei Adam Dzwigala, der zwar angeschlagen war, aber zur Mannschaftsreise mitfährt.
Der FC St. Pauli darf sich über einen weiteren Nationalspieler freuen: James Sands wurde erstmals in den US-Nationalkader berufen, wie Blessin am Donnerstag mitteilte.
„Das freut mich sehr, weil er viel dafür getan hat“, sagte der Trainer. „Das ist eine Belohnung für seine Arbeit. Ich hätte sonst auch Mauricio Pochettino angerufen, aber das war nicht nötig. Er ist ein guter Trainer, der es selbst erkannt hat.“
Die USA bestreiten zwei Länderspiele, am 11. Oktober gegen Ecuador und am 15. Oktober gegen Australien. Möglicherweise kommt es dort zum Duell zwischen Sands und Metcalfe.
Gute Nachrichten für Andréas Hountondji (23): Mit Benin darf der St.-Pauli-Stürmer weiter von der WM 2026 träumen.
Die FIFA sanktionierte Südafrika, weil diese im März in einem Qualifikationsspiel gegen Lesotho einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzten. Das 2:0 für Südafrika wurde nun zu einem 0:3 für Lesotho gewertet.
Dadurch übernahm Benin mit Hountondji die Tabellenführung in Gruppe C. Zwei Spieltage bleiben noch.
Am Millerntor konnte Scott Banks noch nicht durchstarten. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde der 24-Jährige an den englischen Drittligisten FC Blackpool ausgeliehen.
Bei Blackpool überzeugte er, erzielte im Pokal einen Doppelpack und durfte Mitte September erstmals in der Liga von Beginn an spielen. Dort verletzte sich Banks erneut, nachdem er zuvor bei St. Pauli wegen eines Kreuzbandrisses lange ausgefallen war.
Die Ausfallzeit wird voraussichtlich kürzer als beim Kreuzbandriss, Trainer Steve Bruce rechnet mit etwa vier Wochen.
FC St. Paulis Athletiktrainer Karim Rashwan erhielt vom DFB-Sportgericht ein Innenraumverbot für ein Bundesliga-Spiel.
Dem 42-Jährigen wurde unsportliches Verhalten vorgeworfen. Er hatte sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit im Spiel gegen Bayer Leverkusen (1:2) heftig über einen nicht gegebenen Eckball beim vierten Offiziellen beschwert. Schiedsrichter Martin Pedersen zeigte ihm daraufhin die Rote Karte.
Die Aufstellungen für das Spiel gegen Bayer Leverkusen:
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Hountondji, Pereira Lage
Bayer Leverkusen: Flekken – Quansah, Badé, Tapsoba – Tape, Andrich, Aleix Garcia, Grimaldo, M. Tillman, Ben Seghir – Schick
Das Heimspiel am Samstag um 15.30 Uhr leitet Schiedsrichter Martin Petersen.
Für Petersen und St. Pauli ist es ein kleines Jubiläum: Er pfeift zum zehnten Mal ein Spiel der Hamburger.
Statistisch gesehen spricht die Bilanz leicht für St. Pauli: Von neun Partien gab es vier Unentschieden, drei Siege für die Braun-Weißen und zwei Niederlagen.
TAG24-Tipp:
Die Redaktion ist überzeugt, dass die Niederlagenserie unter Petersen auf zwei bleibt. St. Pauli wird mindestens einen Punkt gegen die Werkself holen.
Robert tippt 1:1, Alice prognostiziert 2:1 für St. Pauli.
Am Donnerstag war Oliver Kahn zu Gast in der Kult-Talkshow „Inas Nacht“ und wurde in Hamburg mit der entscheidenden Frage konfrontiert: HSV oder St. Pauli?
„Das ist eine fiese Frage“, antwortete der Torwart-Riese und erinnerte sich an seine Zeit beim Karlsruher SC. „Als wir damals noch gegen St. Pauli im alten Stadion spielten, war die Kabine kleiner als hier. Wenn man auf den Platz wollte, musste man durch eine Kneipe gehen – das hatte schon etwas.“
Auch die Atmosphäre beeindruckte ihn: „Da ging richtig die Post ab, und ich habe dort das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte kassiert.“
Am 12. April 1992 erzielte Dirk Zander nach nur zwölf Sekunden das Tor gegen Kahn. „Du standest noch nicht mal im Tor, und schon stand es 1:0 für St. Pauli.“
Generell lobte Kahn die Entwicklung des Vereins: „Was sie aufgebaut haben, ist wirklich beeindruckend.“
Im Training nach der Niederlage in Stuttgart und während der Vorbereitung auf das Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen zeigte sich die Mannschaft selbstkritisch und motiviert, es besser zu machen, so Trainer Alexander Blessin (52).
„Man hat die richtige Reaktion im Training gesehen“, sagte er.
Diese Einstellung gilt es am Wochenende in Punkte umzuwandeln. Gegen Leverkusen sieht Blessin aufgrund des Umbruchs und Trainerwechsels des Gegners eine Chance. „Sie sind noch in der Findungsphase, das hat man gegen Gladbach gesehen. Das ist auch für uns eine Chance, da die Eingespieltheit noch fehlt.“
Leverkusen teilte gegen Gladbach die Punkte.
Der FC St. Pauli verlängerte den Vertrag mit Verteidiger Hauke Wahl.
Der 31-jährige Hamburger wechselte zur Saison 2023/24 von Holstein Kiel an das Millerntor und wurde sofort Leistungsträger. Er trug maßgeblich zum Aufstieg und Klassenerhalt bei und absolvierte bisher 77 Pflichtspiele, davon 37 in der Bundesliga.
„Es waren zwei schöne und erfolgreiche Jahre, in denen sich der Verein und ich weiterentwickelt haben. Für mich war immer klar, dass ich über die Saison hinaus bleiben möchte. In meiner Heimatstadt Bundesliga-Fußball zu spielen, ist das Größte für mich. Deshalb werde ich alles dafür tun, dass wir erstklassig bleiben“, erklärte Wahl.
Die Serie hält an: Auch im zehnten Bundesliga-Jahr gelang St. Pauli am vierten Spieltag kein Sieg. Am Freitag unterlagen die Kiezkicker dem VfB Stuttgart mit 0:2.
In den Vorjahren holten sie höchstens einen Punkt am vierten Spieltag – gegen Bayer Uerdingen (1990/91, 1:1), HSV (2010/11, 1:1) und RB Leipzig (2024/25, 0:0).
Gegen Saarbrücken (1977/78, 0:4), Karlsruher SC (1988/89, 1:3; 1996/97, 0:4), Gladbach (1989/90, 1:4), Bayern (2001/02, 0:2) und Stuttgart gab es Niederlagen.
Danel Sinani hatte keinen guten Tag. Er war weniger auffällig als zuvor und musste etwa 15 Minuten vor Schluss nach einem Zweikampf ausgewechselt werden.
„Er hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, das tat weh“, erklärte Blessin. Sinani wurde behandelt, ging aber humpelnd vom Feld und zeigte an, dass er nicht weiterspielen kann.
Die Auswechslung war geplant, „weil unser Angriff vorne nicht gut funktionierte. Wir hatten uns schon vorher überlegt, etwas zu ändern“, sagte Blessin. Gegen Bayer Leverkusen dürfte Sinani wieder fit sein.
Nach drei Toren in drei Spielen blieb Hountondji am Freitag in Stuttgart erstmals torlos. Wie gegen Augsburg kam der Angreifer schwer ins Spiel und hatte wenige Aktionen.
Nach gut einer Stunde wurde er ausgewechselt, für ihn kam Martijn Kaars. Zuvor stellte Hountondji mit 35,4 km/h einen neuen Bundesliga-Geschwindigkeitsrekord für St. Pauli auf (vorher Philipp Treu mit 34,68 km/h).
Beim VfB Stuttgart fehlten am Freitag mehrere Spieler. Trainer Blessin erklärte, Jackson Irvine fällt aufgrund muskulärer Probleme aus, ebenso Karol Mets, der sich aber auf einem guten Weg befindet. Abdoulie Ceesay konnte erst zwei Trainingseinheiten mitmachen.
Ricky-Jade Jones hat kräftig Fortschritte gemacht, „der Ball kommt jetzt auch dazu“, sagte Blessin. David Nemeth befindet sich in einem „langwierigen Prozess“.
Andréas Hountondji konnte am Dienstag nur eingeschränkt trainieren, steht aber zur Verfügung.
Mit sieben Punkten aus drei Spielen startete der FC St. Pauli beachtlich in die Saison. Das beeindruckt auch Experten: Christoph Kramer sagte im Podcast „Copa TS“, dass St. Pauli lange um Europa mitspielen werde.
Der Weltmeister von 2014 ist begeistert von dem variantenreichen Spiel der Kiezkicker. „Sie verteidigen gut, pressen stark und spielen einen klar strukturierten Ball von hinten heraus. Das macht richtig Spaß.“
Er sah alle drei Spiele und lobte die Transfers: „Sie haben super eingekauft. Anfangs kannte ich viele Namen nicht, aber ich werde langsam warm mit ihnen. Es macht großen Spaß zuzusehen.“
Andréas Hountondji erzielte in seinem dritten Spiel das dritte Tor – eine Premiere für einen St.-Pauli-Stürmer.
Gegen Augsburg hatte er in der ersten Halbzeit jedoch Schwierigkeiten, traf viele falsche Entscheidungen und verschoss einen Elfmeter, bei dem er Glück hatte, dass der Abpraller ihm erneut vor die Füße fiel.
Zur Halbzeit wurde er ausgewechselt. „Andreas hatte nicht die gewohnten Tiefenläufe und kam dem Ball oft entgegen“, erklärte Blessin. „Er war nach den Länderspielen für Benin etwas müde.“
Hountondji nahm die Auswechslung gelassen, und sein Trainer brachte mit Martijn Kaars eine weitere Offensivoption.
Beim Anpfiff der Partie St. Pauli gegen Augsburg gab es eine Gedenkminute für den verstorbenen Regisseur Tarek Ehlail (†43).
Ehlail, bekannt für seinen Film „Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor“, war am 29. August bei einem Verkehrsunfall auf der A1 tödlich verunglückt.
Vor dem Derby gegen den HSV lief St. Paulis Neuzugang Joel Chima Fujita barfuß über den Rasen des Volksparkstadions direkt auf die HSV-Fans zu.
„Ich habe die HSV-Fans angeschaut, aber das hat mich nicht gestört“, sagte er in einem vereinseigenen Video.
Er mache das vor jedem Spiel, außer bei schlechten Platzverhältnissen, „da würde ich meine Energie nicht so gut spüren.“
Die Barfuß-Aktion ist seine Routine, um die Atmosphäre und den Zustand des Rasens zu spüren. Am nächsten Heimspieltag wird es freundlicher zugehen.
Die übrigen vier Nationalspieler von St. Pauli fliegen am Mittwoch mit gemischten Gefühlen zu ihren Teams.
Torwart Nikola Vasilj verlor mit Bosnien-Herzegowina in der WM-Qualifikation gegen Österreich mit 1:2 – die erste Niederlage im fünften Spiel. Trotzdem liegt Bosnien punktgleich an der Tabellenspitze.
Andréas Hountondji und Benin feierten einen 4:0-Sieg über Lesotho, bei dem Hountondji seinen dritten Länderspieltreffer erzielte. Benin springt damit an Nigeria vorbei auf Rang zwei und hofft auf die Play-offs.
Connor Metcalfe gewann mit Australien 3:1 gegen Neuseeland und spielte 86 Minuten.
Joel Chima Fujita stand gegen Mexiko nicht auf dem Platz, spielte gegen die USA jedoch durch, konnte eine 0:2-Niederlage aber nicht verhindern.
Für Danel Sinani verlief der Abend bitter. Mit Luxemburg traf der Kiezkicker auf die Slowakei – den DFB-Bezwinger – und zeigte eine starke Leistung, wobei er zweimal nur den Pfosten traf.
Das Spiel endete 0:1 durch ein Tor in der 90. Minute. Luxemburg belegt damit den letzten Rang in der Gruppe.
Doppelt bitter: Sinani erhielt in der Nachspielzeit seine zweite Gelbe Karte in diesem Wettbewerb und verpasst somit das Hinspiel gegen Deutschland im Oktober.
Auch Arkadiusz Pyrka hatte keinen Grund zur Freude. Polen gewann zwar 3:1 gegen Finnland, der Außenverteidiger stand aber nicht im Kader.
Nikola Vasilj feierte am Samstag mit Bosnien-Herzegowina einen 6:0-Kantersieg gegen San Marino. Wie im Derby gegen den HSV hielt der Keeper seinen Kasten sauber und hatte einen ruhigen Abend mit nur vier gehaltenen Schüssen.
Auch Andréas Hountondji kam zum Einsatz, wurde jedoch in der 54. Minute beim Stand von 0:0 ausgewechselt und konnte den späteren Sieg nur von der Seitenlinie verfolgen.
Danel Sinani und Luxemburg starteten mit einer Niederlage in die WM-Qualifikation.
Im Heimspiel gegen Nordirland unterlagen sie mit 1:3 (1:1). Sinani bereitete den zwischenzeitlichen Ausgleich vor.
Erstmals für die polnische A-Nationalmannschaft wurde Arkadiusz Pyrka nominiert. Das überraschende 1:1 in den Niederlanden erlebte er nur von der Bank.
Erfolgreich waren zwei St.-Pauli-Profis: Connor Metcalfe spielte 74 Minuten beim Sieg Australiens gegen Neuseeland, Elias Saad, der bis zum Sommer bei St. Pauli war und nun für den FC Augsburg spielt, erzielte beim 3:0 Tunesiens gegen Liberia seinen ersten Länderspieltreffer per Traumfreistoß.
Die DFL hat die Spieltage sechs bis zwölf terminiert. Der FC St. Pauli hat vorerst keine Top-Spiele. Drei der Partien finden samstags um 15.30 Uhr statt. Im Oktober startet St. Pauli bei Werder Bremen.
Die Ansetzungen im Überblick:
Schlechte Nachrichten von der Kollaustraße: Verteidiger David Nemeth (24) musste sich einer Operation an der linken Adduktorensehne unterziehen.
Er hatte rund zwei Wochen mit Problemen zu kämpfen, worauf die Entscheidung für den Eingriff fiel. Nemeth steht dem Verein bis auf Weiteres nicht zur Verfügung.
Der DFB hat die zweite DFB-Pokalrunde terminiert. Die Partie FC St. Pauli gegen TSG 1899 Hoffenheim findet am Dienstag, 28. Oktober, um 20.45 Uhr am Millerntor statt.
Nach dem Unentschieden gegen Holstein Kiel äußerte sich Trainer Alexander Blessin.
„Die erste Halbzeit war richtig gut. Man sah, wie wir nach vorne gespielt haben und welche Bewegungen es gab. Ein zentraler Mittelfeldspieler wie James Sands ist enorm wichtig, er leitete Marvin Schmitz gut ein“, so der 52-Jährige.
In der zweiten Halbzeit hatte das Team Probleme, lief viel dem Ball hinterher, zeigte aber Einsatz. „Es war ein kleiner Bruch im Spiel. Insgesamt war es ein guter Test, jeder bekam Spielminuten. Wichtig ist, dass sich niemand verletzt hat.“
Das Testspiel endete 1:1 zwischen St. Pauli und Kiel.
Beide Trainer wechselten viel. Kiel tauschte einen Spieler aus, St. Pauli nahm vier Wechsel vor: Saliakas, Kaars, Afolayan und Ritzka verließen das Feld; dafür kamen Ruhr, Becker, Kaba und Stevens.
In der 56. Minute glichen die Gastgeber durch Markus Müller aus.
Zur Halbzeit tauschte St. Pauli viermal, Kiel ebenfalls vier Spieler.
Pause in Kiel: St. Pauli führt verdient mit 1:0, Torschütze Oladapo Afolayan.
Nach einer Ecke brachte Erik Ahlstrand den Ball erneut in den Strafraum, wo Afolayan das Leder mit der Hacke im Tor versenkte.
Beim Test gegen Holstein Kiel traten beide Teams mit folgender Startelf an:
St. Pauli: Voll – Dzwigala, Robatsch, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Schmitz, Ahlstrand, Pereira Lage – Kaars, Afolayan
Kiel: Weiner – Rosenboom, Ivezic, Johansson, Roslyng – Niehoff, Schwab, R. Wagner, Tolkin – Harres, Skrzybski
Die Begegnung fand ohne Zuschauer statt, wurde aber im Livestream übertragen.
Der FC St. Pauli verleiht Offensivspieler Scott Banks (23) an den englischen Drittligisten FC Blackpool, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen.
Banks war 2023 zunächst ausgeliehen und 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet worden. Verletzungen und starke Konkurrenz schränkten seine Einsätze ein.
Sportchef Andreas Bornemann betonte die Bedeutung regelmäßiger Spielzeit für Banks’ Entwicklung und sah die Leihe als den besten Schritt. In der U23 ist ein Einsatz wegen seiner Staatsbürgerschaft nicht möglich.
Im Stadtderby gegen den Hamburger SV (0:2) erzielte Adam Dzwigala sein erstes Erstligator und wurde in die „Elf des Tages“ gewählt.
Das stärkte sein Selbstbewusstsein, wie er gegenüber TAG24 erklärte:
„Es ist ein tolles Gefühl, auch für die Statistik. Ich bin überglücklich, gerade in diesem Spiel getroffen zu haben. Wir wissen, was dieses Derby bedeutet“, sagte der 29-Jährige, blieb aber bescheiden:
„Das Tor gibt mir viel Selbstvertrauen, aber es ist nur ein Spiel. Es stehen viele weitere Partien an. Wir haben gemeinsam gefeiert, aber jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel.“
Seit fünf Jahren ist Dzwigala beim FC St. Pauli – damals als „Probespieler“ gekommen, heute Bundesliga-Profi. Hat sich ein Traum für ihn erfüllt?
„Ja, hundertprozentig. Hätte mir vor fünf, sechs Jahren jemand gesagt, dass ich so ein Tor schießen werde, hätte ich es nicht geglaubt. Ich hätte es nicht erwartet, aber ich bin hier und sehr glücklich darüber.“
Am Montag fehlten neben den Länderspiel-Reisenden auch Hauke Wahl, Scott Banks und Karol Mets im Training.
Während Wahl und Banks im Gym trainierten, absolvierte Mets individuelle Übungen am Spielfeldrand mit und ohne Ball.
Der FC St. Pauli muss in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen einen Bundesligisten antreten: TSG Hoffenheim ist am 28. oder 29. Oktober zu Gast am Millerntor.
Die Auslosung mit Dr. Felix Brych am Sonntagabend ergab diese Heimbegegnung. Sportchef Andreas Bornemann freut sich über die Heimspielzusage: „Das war unser einziger Wunsch. Hoffenheim ist gut in die Saison gestartet und wird eine harte Aufgabe.“
Mit Unterstützung der Fans will das Team ins Achtelfinale einziehen.
Die Saison ist erst zwei Spieltage alt, und schon steht die erste Länderspielpause bevor. Sechs Kiezkicker sind für ihre Nationalmannschaften unterwegs.
Torwart Nikola Vasilj will mit Bosnien-Herzegowina nach neun Punkten aus drei Spielen weiter punkten (San Marino am 6. September, Österreich am 9. September).
Danel Sinani und Luxemburg starten ihre WM-Qualifikation gegen Nordirland (4. September) und die Slowakei (7. September), ehe im Oktober das Duell gegen Deutschland folgt.
Arkadiusz Pyrka wurde erstmals für Polen berufen. Polen muss in der WM-Quali gegen die Niederlande (4. September) und Finnland (7. September) punkten.
Auch Andréas Hountondji und Benin stehen vor wichtigen Spielen gegen Simbabwe (5. September) und Lesotho (9. September), um die WM-Chance zu wahren.
Connor Metcalfe und Joel Chima Fujita sind mit Australien bzw. Japan bereits qualifiziert und bestreiten nur Testspiele.
Metcalfe trifft in zwei Freundschaftsspielen auf Neuseeland (5. und 9. September), Fujita spielt gegen Mexiko (7. September) und USA (10. September).
Der neue St.-Pauli-Neuzugang Martijn Kaars wurde nach nur zwei Tagen zum Derbyhelden.
„Die letzten zwei Tage waren verrückt und sehr schnell“, sagte der 26-Jährige nach dem Derbysieg. „Es waren zwei großartige Tage, die ich mir nur wünschen konnte. Derbysieg, 30 Minuten Einsatz, jetzt Tabellenführer – unfassbar.“
Er verdankt seinen Kaderplatz vor allem dem Vertrauen von Trainer Blessin, der ihn bei frühere Stationen begleitet hat.
„Er ist fit, ich wollte ihm direkt zeigen, wie wichtig er für uns sein wird mit seiner Arbeit gegen den Ball und seinen Läufen. Wir freuen uns auf ihn.“
Ohne gemeinsames Training wurde Kaars überraschend eingewechselt und überzeugte. „Das ist Intuition. Die Jungs wussten, dass ich schnell bin und gerne in die Tiefe gehe. Danel Sinani hat viele Bälle in die Tiefe gespielt. Es war gut, obwohl wir nie zusammen trainiert haben. Es wird nur besser.“
Eric Smith, der nach dem Derby-Boom nicht über seine Zukunft sprechen wollte, soll laut Medien stark umworben sein.
Der ehemalige englische Meister Leicester City soll großes Interesse am Schweden haben, der allerdings wohl nicht abgeneigt ist.
Die Vereinsführung blockierte aber eine erste Anfrage. Sportchef Bornemann sagte: „Es ist eine Auszeichnung, wenn Spieler bei anderen Clubs Interesse wecken. Aber zum jetzigen Zeitpunkt des Transferfensters werden wir keine Schlüsselspieler abgeben.“ Smith bleibt wohl am Millerntor.
Nach dem Derby folgt die Länderspielpause, in der traditionell ein Testspiel ausgetragen wird.
Am 3. September um 13.30 Uhr trifft St. Pauli auswärts auf Holstein Kiel. Das Spiel findet ohne Zuschauer statt, ist aber im Livestream zu sehen.
Trainer Blessin kann im Derby nicht auf alle Spieler zurückgreifen. Neben David Nemeth fehlen auch Jackson Irvine, Karol Mets und Ricky-Jade Jones. Ein Update:
„Jacko hat die ersten Schritte im Mannschaftstraining gemacht, war schon teilweise integriert und hat keine Probleme gezeigt. Wir möchten das Tempo erhöhen.“
Auch Mets macht Fortschritte. „Er kann schneller laufen, das Knie hält. Es geht mehr um muskuläre Dinge. Wir wollen bald Tempo steigern.“
Jones arbeitet nach Schulterverletzung an seiner Rückkehr. „Er ist bei etwa 80 Prozent, braucht noch etwas Zeit und trainiert viel im Kraftraum.“
Nachdem Blessin sich zunächst zurückhielt, kommt nun doch Bewegung in den Kader.
Martijn Kaars steht kurz vor einer Verpflichtung vom 1. FC Magdeburg. Der Niederländer erzielte in der vergangenen Saison 19 Tore und trifft auch in dieser Spielzeit bereits zweimal nach drei Spielen.
Ein Foto einer E-Mail zwischen St. Pauli und Magdeburg löste einen Skandal aus. Magdeburg erstattete Anzeige wegen Datenschutzverletzung.
Die 1. FC Magdeburg verurteilte die Veröffentlichung scharf und beklagte den Schaden für den Verein und die Fans.
Das Transferfenster ist bis 1. September geöffnet, St. Pauli sucht weiterhin Verstärkungen.
Immer wieder fällt dabei der Name Noah Weißhaupt, der während seiner Leihe am Millerntor großen Anteil am Klassenerhalt hatte, aber bei seinem Stammverein SC Freiburg kaum Chancen bekommt und voraussichtlich geht.
Trainer Blessin sagte, man habe keinen Kontakt mehr. „Wir können uns in diesem Preissegment nicht bedienen. Aber es sind noch ein paar Tage, lasst euch überraschen.“
Nach vorzeitigem Trainingsabbruch von Eric Smith und Oladapo Afolayan gab es Entwarnung.
David Nemeth erlitt eine Verletzung, die ihn länger ausfallen lässt.
Abdoulie Ceesay zog sich im Spiel gegen den BVB einen schweren Schnitt zu und musste danach genäht werden. „Er hatte es selbst nicht bemerkt, sein Schuh war kaputt“, berichtete Blessin.
Während eines intensiven Trainings bekam Eric Smith einen Schlag auf die Wade und verließ das Training nach Rücksprache mit dem Trainer.
Oladapo Afolayan zeigte keine erkennbaren Probleme.
Danel Sinani beendete sein Training vorzeitig ohne ersichtlichen Grund – vermutlich zur Belastungssteuerung.
Afolayan und Pyrka pausierten bei Sprintübungen, stiegen aber später wieder ein.
Karol Mets erschien später und begann sein Individualprogramm.
Unter Beobachtung von Ex-Kiezkickers Johannes Flum startete das Team gegen 11:45 Uhr mit der Derby-Vorbereitung.
Nicht dabei waren Nemeth, Mets, Jones, Ceesay und Banks. Besonders bei letzterem deutet die Abwesenheit auf eine baldige Leihe hin.
Trainer Blessin versammelte die Mannschaft vor dem Aufwärmen kurz im Kreis.
Nikola Vasilj baute seine beeindruckende Serie bei Strafstößen aus.
Am Samstag parierte er seinen fünften Elfmeter, diesmal gegen BVB-Stürmer Serhou Guirassy. Nur einmal wurde er vom Punkt bezwungen (Wolfsburgs Mohamed Amoura letzte Saison).
Mit einer Quote von 83 Prozent gehaltenen Strafstößen führt der Bosnier die Bundesliga-Rangliste an und hat seinen Vorsprung auf Freiburgs Noah Atubolu (vier von sieben gehalten) ausgebaut.
Er war auch der einzige Torhüter, der am ersten Spieltag einen Elfmeter parierte.
Wegen der Verletzung von David Nemeth stellte Trainer Blessin gegen Dortmund die Abwehr um und setzte auf Adam Dzwigala.
„Die letzten drei Wochen war Adam sehr präsent und gut“, begründete Blessin seine Wahl.
Es sei eher eine Entscheidung für Dzwigala gewesen, nicht gegen Lars Ritzka, der ebenfalls gut gespielt hätte.
Dzwigala zeigte eine solide Leistung, erhielt aber früh Gelb und war beim Dortmunder Führungstreffer unglücklich.
Blessin überlegte, ihn zur Halbzeit auszuwechseln, entschied sich aber dagegen, da Dzwigala kämpferisch sehr viel gebe.
Zum Saisonstart gab es am Millerntor jede Menge Konfetti und „Hells Bells“ – was den Spielern zu schaffen machte.
„Das blieb an den Schuhen hängen, und die Sicht war in den ersten Minuten eingeschränkt“, sagte Danel Sinani nach dem Spiel. Zahlreiche Spieler beschwerten sich beim Schiedsrichter, da sie den Ball kaum sehen konnten.
„Mir ging es genauso. Es fühlte sich an wie Karneval auf St. Pauli.“
Wegen des Windes konnte das Konfetti nicht sofort entfernt werden. Schiedsrichter Jöllenbeck entschied, das Spiel fortzusetzen und erst zur Halbzeit zu säubern.
Die BVB-Profis zeigten Unverständnis: „Das war ein bisschen irregulär, denn Stollen sind scharf. Wenn man plötzlich so etwas wie einen Fleischspieß unter den Füßen hat, ist das ärgerlich“, sagte Trainer Niko Kovac.
Am Ende mussten beide Teams damit leben, wobei der Ärger bei Dortmund eher über den verpassten Sieg überwog.
Im ersten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund musste St. Pauli ohne den verletzten David Nemeth auskommen.
Blessin bestätigte den Ausfall aufgrund muskulärer Probleme im Adduktorenbereich.
Für Nemeth gibt es drei mögliche Nachfolger: Adam Dzwigala, Lars Ritzka oder Jannik Robatsch. Blessin hat eine Tendenz, will sich aber erst zwei Tage vor dem Spiel festlegen.
Die Leistung von Dapo Afolayan im Pokalspiel gegen Eintracht Norderstedt ließ zu wünschen übrig. Trainer Blessin kritisierte auch dessen Körpersprache.
Laut „The Guardian“ steht der Engländer kurz vor einem Abschied vom FC St. Pauli.
Dem Bericht zufolge interessieren sich Leicester City, West Bromwich Albion, Blackburn Rovers sowie Gent FC und KRC Genk aus Belgien für den Offensivspieler.
Ab heute versorgen wir Euch in diesem Blog mit schnellen News rund um Euren Lieblingsverein. Wir liefern Fotos vom Training, Stimmen aus Pressekonferenzen und berichten über die heißesten Gerüchte der Kiezkicker.