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St.-Pauli-Blog: Kiezkicker feiern gegen Werder Bremen einen historischen Erfolg

Hamburg – Mit dem 2:1-Erfolg am Sonntag gegen Werder Bremen hat sich der FC St. Pauli auf den Relegationsplatz verbessert, sodass der direkte Klassenerhalt wieder in greifbare Nähe rückt.

Während James Sands in ungewohnter Position auf dem Feld stand, gönnte sich Karol Mets einige erfrischende Getränke. Dieser Sieg stellte für den Klub einen historischen Meilenstein dar.

Alle Neuigkeiten zum Team, möglichen Transfers und alles Weitere rund ums Millerntor-Stadion findet Ihr in unserem St.-Pauli-Blog.

Der Triumph gegen Werder Bremen war nicht nur von großer Bedeutung, sondern auch eine historische Marke. Das 2:1 stellte den 50. Heimerfolg des FC St. Pauli in der Bundesliga dar.

Bislang konnten die Kiezkicker gegen Bremen nur zwei Pflichtspiele gewinnen: Zum einen das erste Bundesliga-Duell in der Saison 1977/78 mit 3:1 und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen überraschend mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz konnte demnach etwas verbessert werden, bleibt aber insgesamt mit drei Siegen, fünf Unentschieden und 13 Niederlagen weiterhin negativ.

Die Erleichterung bei den Spielern des FC St. Pauli nach dem 2:1 gegen Werder Bremen war spürbar, und dementsprechend wurde ausgiebig gefeiert.

"Ich werde mir ein oder zwei Bier gönnen", verriet Verteidiger Karol Mets (32). "Das Spiel war hart umkämpft, aber der Sieg war verdient."

Aus Sicht des Esten spielten die Kiezkicker zunächst zu nachlässig und verloren viele Bälle zu leicht, doch nach der Pause präsentierten sie sich deutlich verbessert. "Wir hatten viele gute Szenen und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklicherweise, aber Glück muss man sich auch erarbeiten", ergänzte Mets. Am Ende setzte sich St. Pauli mit 2:1 durch und überholte Bremen auf dem Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war seine Rolle am Sonntag ungewohnt. Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, nachdem er bis auf eine verletzungsbedingte Pause immer in der Startelf stand.

Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nach dem Spiel seine Entscheidung: "Es ging auch um eine gewisse Frische." Zusätzlich war mit Eric Smith (29) wieder eine erstklassige Alternative zurück im Kader.

Dennoch fiel die Entscheidung Blessin schwer. "James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber enorm wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen", erklärte er.

In den nächsten Spielen könnte Sands häufiger diese Erfahrung machen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position agieren.

Mit einem Erfolg könnte der FC St. Pauli am Abstiegskonkurrenten Werder Bremen vorbeiziehen. Die Wichtigkeit der Begegnung ist daher enorm – das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

"Der Druck ist hoch, das kann man nicht wegdiskutieren", sagte der Australier vor dem Spiel im Interview bei DAZN. "Es ist ein bedeutendes Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen."

Irvine war sich bewusst, dass ein Sieg einen großen Schritt bedeuten würde. Umso erfreulicher, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammkräfte zurückkehren.

Auch Trainer Alexander Blessin macht auf Irvine einen souveränen Eindruck. "Er wirkt ruhig und fokussiert", so der Kapitän.

Ein seltenes Ereignis: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17.30 Uhr) die entscheidende Partie zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen pfeifen. Der ausgebildete Zimmermann leitete bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.

St. Pauli verbindet mit Storks vor allem die Partie gegen Heidenheim im November, die man mit 2:1 für sich entschied, obwohl Eric Smith (29) eine umstrittene Rote Karte erhielt. Unter seiner Leitung gab es zudem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.

Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Duell gegen Werder Bremen erreichte beide Teams eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der in Polen geborene und in Ostfriesland aufgewachsene Trainer spielte zwischen 1960 und 1972 über 300 Pflichtspiele für Werder Bremen. Anschließend übernahm er das Traineramt bei den Grün-Weißen (1971–1975).

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti arbeitete Piontek auch bei St. Pauli, wo er die Kiezkicker in 39 Zweitligaspielen betreute.

Weitere Details zum Tod von Sepp Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Manolis Saliakas (29) agierte beim 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und krönte seinen Auftritt mit dem Führungstor zum 1:0 – ein besonderer Moment.

"Ich habe schon beim Zuspiel ans Jubeln gedacht", berichtete der Grieche nach dem Spiel. "Ich hatte viel Platz." Saliakas ließ den Ball elegant über den Spann gleiten und erzielte ein sehenswertes Tor. "Es ist ein tolles Gefühl, besonders wenn es so ein wichtiges Tor ist."

Der anschließende Jubel war deutlich: Der 29-Jährige steckte sich den Ball unter sein Trikot und hielt den Daumen im Mund. "Meine Frau ist schwanger", verriet er stolz. "Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni."

Zum Glück befindet sich der Verein gerade in der Sommerpause, sodass Saliakas sich ganz auf seine werdende Vaterrolle konzentrieren kann.

Der FC St. Pauli braucht gegen den Abstiegskonkurrenten dringend Punkte, während der VfB Stuttgart im Kampf um Champions-League-Plätze ist. Mit einem Sieg könnten die Schwaben zudem einen neuen Bundesliga-Rekord aufstellen.

Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele jeweils deutlich: 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Sollte ihnen nun auch am Millerntor ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied gelingen, würden sie Bundesliga-Geschichte schreiben.

Ein solcher Erfolg ist bislang keinem Verein gelungen. Der VfB liegt aktuell gleichauf mit dem FC Bayern (2x), RB Leipzig (2x) und VfL Bochum.

Am Samstag (15.30 Uhr) wird Benjamin Brand (36) die Begegnung zwischen St. Pauli und Stuttgart leiten. Den Betriebskaufmann pfiff in dieser Saison bereits beide Teams.

Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine respektable Bilanz: Von 16 Spielen wurden sieben gewonnen, zwei endeten unentschieden. In dieser Saison leitete Brand das 1:2 von St. Pauli gegen Freiburg.

Beim VfB sieht das Bild anders aus: Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage stehen zu Buche. Er leitete zuletzt den 3:3-Kracher der Schwaben beim BVB am 11. Spieltag.

Dem FC St. Pauli droht beim Spiel gegen Stuttgart erneut der Ausfall zweier wichtiger Spieler. „Bei Hauke Wahl (31) besteht zwar noch Hoffnung, doch die schwindet täglich. Für das Spiel am Samstag wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine leise Hoffnung, dass er dabei sein kann“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Sonst steht ihm der erwartete Kader zur Verfügung.

Das Defensiv-Duo fehlte bereits bei der Pokal-Pleite in Leverkusen am Dienstag.

Wegen des Ausfalls von Ricky-Jade Jones (23) erhält ein Spieler aus der U23 eine Chance. "Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl. Wir werden sehen, wen wir nehmen", so Blessin.

Der englische Stürmer zog sich im Viertelfinale gegen Leverkusen einen Riss des Syndesmosebands am rechten Sprunggelenk zu und muss operiert werden.

„Das ist hart und trifft uns sehr“, erklärte Alexander Blessin vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Champions-League-Aspiranten VfB Stuttgart. „Vor allem seine Schnelligkeit war beeindruckend.“

Jones soll am kommenden Montag operiert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass der Angreifer verletzt ausfällt: Kurz nach seiner Ankunft in Hamburg musste er nach einer Schulter-OP mehrere Monate pausieren. Erst im Dezember bestritt er sein erstes Ligaspiel für St. Pauli.

Ex-Nationaltorwart René Adler war beim Pokalspiel in Leverkusen als ZDF-Experte im Einsatz und analysierte nach der Partie die Lage der Kiezkicker.

"Schon in Augsburg hat man gesehen, dass wir gut ins Spiel fanden, die besseren Chancen hatten und eigentlich führen müssten", erklärte er und zog Parallelen zum Spiel am Dienstag. "Das ist der rote Faden in dieser Saison: Gerade gegen stärkere Gegner spielen wir oft gut, manchmal sogar besser."

Was jedoch fehlt, sind die Tore. "Irgendwann muss so ein glückliches, billiges Tor fallen", meinte Adler. Er riet Trainer Alexander Blessin weiter daran zu arbeiten: „Torschusstraining, Automatismen – und irgendwann braucht man auch das nötige Matchglück.“

Wenn St. Pauli fleißig weitermacht, werde das Glück zurückkommen, war der Experte überzeugt. „Mehr kann man nicht tun.“

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Spieltage 25 bis 27 mit genauer Anstoßzeit festgelegt. Für den FC St. Pauli bedeutet das konkret:

Ein weiterer Rückschlag für St. Pauli: Im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen fallen sowohl Hauke Wahl (31) als auch Eric Smith (29) aus. Smith hatte sich in Augsburg verletzt und konnte nicht rechtzeitig genesen.

Deshalb stellte Trainer Alexander Blessin die Mannschaft um. James Sands (25) rückt ins Abwehrzentrum, für ihn übernimmt Neuzugang Mathias Rasmussen (28) dessen Position im Mittelfeld.

Ein schlechtes Omen? Florian Badstübner (35) wird am Dienstagabend (20.45 Uhr) das Pokalspiel zwischen St. Pauli und Leverkusen leiten.

Unter seiner Leitung konnte St. Pauli nur eine von neun Partien gewinnen. Zuletzt pfiff er das 2:3 in München in der Vorsaison.

Für Leverkusen ist die Bilanz etwas besser: Zwei von vier Spielen unter Badstübner wurden gewonnen. Auch sein letzter Einsatz bei der Werkself war in der Vorsaison, ein 2:2 gegen Werder Bremen.

Oladapo Afolayan (28) hat den FC St. Pauli noch in der Wintertransferperiode verlassen. Da er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte, veröffentlichte er einen emotionalen Beitrag auf Instagram.

"Drei Jahre lang war Hamburg mein Zuhause, und ihr habt mich und meine Frau mit offenen Armen empfangen. Wir haben viele besondere Momente geteilt und Außergewöhnliches erreicht", bedankte sich der 28-Jährige bei den Anhängern. Es falle ihm schwer, diese Worte zu schreiben.

"Ihr habt mir geholfen, einige meiner Träume zu verwirklichen – einen Meistertitel zu gewinnen und in der Bundesliga zu spielen. Es war mir eine Ehre, das Trikot zu tragen und für euch zu spielen."

Zum Schluss bedankte er sich bei einigen Wegbegleitern, darunter Ex-Trainer Fabian Hürzeler (32). Der Name von Alexander Blessin wurde jedoch nicht erwähnt.

Das Kapitel St. Pauli ist für Oladapo Afolayan (28) beendet. Der Offensivspieler wechselte zu den Blackburn Rovers. Trotz Differenzen mit Trainer Alexander Blessin fand dieser keine negativen Worte zum Abschied.

"Dapo ist ein verdienstvoller St. Pauli-Spieler, der insbesondere in der Aufstiegssaison viel geleistet hat", lobte der 52-Jährige.

Dass sich die Wege trennten, sei für alle das Beste gewesen. "So wie es lief, war es nicht schön, aber das gehört zum Fußball dazu", erklärte Blessin.

Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wohl keine Teamkollegen mehr sein. Laut „Football League World“ scheiterte der Transfer des Rechtsverteidigers zu Blackburn Rovers.

Dennoch steht eine Rückkehr bevor: Sein ehemaliger Verein Oxford United, bei dem er vor dem Wechsel zu St. Pauli spielte, soll großes Interesse zeigen.

Die Zeit drängt, denn der englische Zweitligist kämpft gegen den Abstieg und steht unter Druck.

Oladapo Afolayan (28) ging voran, nun könnte Fin Stevens (22) folgen. Der Rechtsverteidiger hat bei St. Pauli kaum Chancen und könnte – wie Afolayan – zu den abstiegsbedrohten Blackburn Rovers wechseln.

Laut „Football League World“ steht dort Ryan Alebiosu (24) vor einem Wechsel. Sollte dieser zustande kommen, wäre Stevens die Alternative.

Bei St. Pauli hat der zweifache walisische Nationalspieler keine Perspektive. In eineinhalb Jahren bestritt er lediglich zwei Pflichtspiele, in dieser Saison stand er zwar siebenmal im Kader, wurde aber nicht eingesetzt.

Die Nachricht kam nicht überraschend: Oladapo Afolayan (28) verlässt den FC St. Pauli und wechselt zum englischen Zweitligisten Blackburn Rovers.

Der Offensivspieler war vor knapp drei Jahren an die Elbe gekommen und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Insgesamt bestritt er 93 Spiele, erzielte 16 Tore und bereitete sieben weitere vor.

Er trug maßgeblich zum Aufstieg bei, insbesondere mit seinem Doppelpack im vorletzten Spiel gegen Osnabrück. In der vergangenen Saison zeichnete sich jedoch ab, dass seine Rolle abnahm, er kam zunehmend als Joker zum Einsatz.

Nach der letzten Saison kritisierte er öffentlich Trainer Alexander Blessin und dessen Spielstil – der Beginn vom Ende. In dieser Saison spielte er kaum noch und schaffte es zuletzt nicht mehr in den Kader.

Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum FC St. Pauli. Ihm dürfte nicht entgangen sein, wo aktuell bei den Kiezkickern die Schwäche liegt – in der Chancenverwertung.

Der Japaner könnte daher schnell gebraucht werden. Bereits am Samstag absolvierte er eine Trainingseinheit mit dem Athletiktrainer, am Sonntag trainierte er mit der zweiten Mannschaft.

"Am Montag beginnen wir schon mit der Vorbereitung auf Leverkusen, ich kann mir gut vorstellen, dass Taichi im Kader steht", erklärte Trainer Blessin. „Mit seiner Größe und Spielweise kann er uns sofort helfen.“

Jetzt geht es schnell: Nach der Verpflichtung von Taichi Hara (26) könnte Oladapo Afolayan (28) bald St. Pauli verlassen. Der Engländer spielt keine Rolle mehr und könnte Bewegung in die Personalie bringen.

Aus England ist zu hören, dass die Blackburn Rovers großes Interesse zeigen. St. Pauli dürfte bei einem Angebot keine Hindernisse in den Weg legen.

Beim Auswärtsspiel in Augsburg fehlte der 28-Jährige erneut im Kader.

Für das Auswärtsspiel bei Augsburg muss St. Pauli auf zwei Verteidiger verzichten. Adam Dzwigala (30) leidet an einer Grippe, Hauke Wahl (31) ist angeschlagen und wurde nicht rechtzeitig fit.

Ein schlechtes Omen? Sascha Stegemann (41) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Partie bei Augsburg leiten.

Unter seiner Leitung holte St. Pauli in 13 Spielen nur drei Siege, dazu zwei Unentschieden und acht Niederlagen. In dieser Saison leitete er bereits die 0:2-Pleite bei Stuttgart am vierten Spieltag.

Aber auch Augsburg hat unter Stegemann eine schwache Bilanz: Fünf Siege aus 26 Partien, zwölf Niederlagen.

Tomoya Ando (27) startete beim FC St. Pauli vielversprechend. Gegen Dortmund überzeugte er 45 Minuten, gegen Leipzig sogar 90. Gegen Ende der Nachholpartie zeigte sich aber leichte Ermüdung.

„Er hat eine hervorragende Leistung gezeigt“, lobte Trainer Blessin. „Mit seiner Qualität, Ruhe und Zweikampfstärke hat er die volle Spielzeit durchgehalten.“ Nach dem Spiel habe Ando jedoch „etwas gespürt“, doch am Donnerstag habe es bereits besser ausgesehen.

Dass Ando so schnell Fuß fasste, überraschte etwas. „Er hatte drei Wochen Pause und ist erst seit drei Wochen wieder fit“, erklärte der Trainer. Da Adam Dzwigala nun aus der Gelbsperre zurückkehrt, bleibt abzuwarten, ob Ando erneut spielt. „Wir müssen das Verletzungsrisiko abwägen. Momentan sieht es aber gut aus.“

Es ist eine kleine Überraschung, dass Kapitän Jackson Irvine (32) aktuell für St. Pauli aufläuft. Nach erneuten Beschwerden am operierten linken Fuß war eine Rückkehr nicht erwartet worden. Dennoch stand er in den letzten beiden Spielen auf dem Platz.

„Es ist immer schmerzbedingt, wie er es schafft. Wir kontrollieren das jede Woche“, erklärte Trainer Blessin. Wie lange Irvine noch spielen kann, ist unklar.

„Es hängt davon ab, wie er den Schmerz unterdrücken kann“, so Blessin. „Ob mit 400er oder 800er Ibuprofen, wir wollen es nicht überstrapazieren.“

Der Fokus liege auf Zeit und Besserung. „Ich bin froh, dass er dabei ist. Großes Lob an ihn, dass er trotz Schmerzen hilft. Er ist unser Kapitän und sehr wichtig für die Mannschaft“, betonte der Trainer.

Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli bereits zwei Japaner im Kader, dazu kommt Zeugwart Kenta Kambara. Bald könnte mit Taichi Hara (26) ein dritter hinzukommen.

„Das sind tolle Charaktere mit einer starken Mentalität“, sagte Trainer Blessin. Vor seiner Zeit bei St. Pauli hatte er schon mit zwei Japanern zusammengearbeitet. „Sie setzen sehr schnell um, was man von ihnen verlangt, weil sie eine hohe Arbeitsmoral haben.“

Zur Personalie Hara hielt sich der Coach noch bedeckt: „Mal sehen, was noch passiert.“

Gegen Leipzig zeigte St. Pauli eine starke Leistung und legte rund 128 Kilometer zurück. Einige Spieler klagten danach über kleinere Beschwerden, doch ein Ausfall droht nicht.

„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfällt“, sagte Trainer Blessin. Am Mittwoch fühlten sich einige Spieler noch nicht gut, am nächsten Tag war das bereits besser.

Für das Spiel gegen Augsburg dürfte derselbe Kader wie gegen Leipzig zur Verfügung stehen, mit der wahrscheinlichen Rückkehr von Adam Dzwigala nach Gelbsperre. Dafür dürfte Jannik Robatsch (21) weichen müssen.

Weiterhin fehlen die langzeitverletzten David Nemeth (24), Connor Metcalfe (26) und Andréas Hountondji (23).

Tomoya Ando (27) überzeugte bei seinem Startelf-Debüt gegen Leipzig. Abwehrchef Hauke Wahl (31) lobte ihn.

„Ein super Spiel“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen am Ball gefunden. „Zum Ende wurde er etwas müde, was nicht verwunderlich ist, da er im Dezember zuletzt 90 Minuten gespielt hatte.“

Ando passe gut ins Team, trotz der Sprachbarriere, so Wahl: „Er spricht kaum Deutsch und kommuniziert vor allem über Kenta. Das ist nicht einfach – in einer fremden Stadt, einem fremden Land und ohne Sprache so zu spielen. Dafür habe ich großen Respekt.“

Die beiden Abwehrspieler hätten bislang wenig gesprochen, doch es gebe bereits kleine Verständigungen. „Er ist ein guter Junge“, ist Wahl überzeugt. „Ich habe mal einen Scherz über Kenta gemacht, da hat er sogar mitgelacht.“

In Zukunft könnten sie öfter gemeinsam spielen, Ando ist mehr als nur eine Alternative in der Defensive.

Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (26) hat St. Pauli bereits zwei Japaner verpflichtet, bald könnte der dritte folgen: Medienberichten zufolge steht der Klub vor der Verpflichtung von Taichi Hara (26).

Kyoto Sanga, Haras aktueller Verein, bestätigte bereits, dass der 1,91 Meter große Stürmer den Klub verlassen und ins Ausland wechseln möchte. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Mit Hara reagiert St. Pauli auf die anhaltende Offensivschwäche. Besonders vorteilhaft: Sein Vertrag endet am 31. Januar, sodass er ablösefrei zu haben wäre.

Auch Danel Sinani (28) durfte sich gegen Leipzig über einen Startelfeinsatz freuen. Nach einer Verletzungspause war es sein zweiter Einsatz 2026. Im Stadtderby erhielt er ab der 65. Minute Einsatzzeit.

Trainer Blessin zeigte sich zufrieden, auch wenn Sinani einige Entscheidungen beim nächsten Mal besser treffen sollte – das waren sich Spieler und Trainer einig.

„Ich ärgere mich über zwei Bälle, die ich zu leicht verloren habe“, reflektierte Sinani nach dem Spiel. Blessin bewertete seinen Einsatz differenziert: „In der Schwächephase hatte er weniger Ballbesitz, aber am Anfang hat er mit seiner Ballsicherheit und Körperarbeit geholfen. Auch im Offensivspiel hat er gute Pässe gebracht.“

Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seinen Einsatz gewartet und ihn sich hart erarbeitet, bestätigte Trainer Blessin nach dem 1:1 gegen Leipzig.

„Er hat nie den Kopf hängen lassen und deshalb verdient gespielt“, lobte der Coach. Saliakas gab sein erstes Startelfspiel seit dem 1. November und brachte wichtige Dynamik über rechts.

Zwei Gründe für seine lange Pause: Arkadiusz Pyrka (23) spielte zuletzt sehr gut auf dieser Position, und Saliakas verpasste aufgrund von Verletzungen zwei komplette Vorbereitungen.

Der FC St. Pauli sucht dringend Verstärkung für den Angriff. Laut argentinischem Sportjournalisten Uriel Lugt haben die Kiezkicker Rodrigo Castillo (26) von Lanús ins Visier genommen.

Der abstiegsbedrohte Bundesligist soll ein Leihangebot unterbreitet haben, das Lanús jedoch ablehnte. Ob der Argentinier, der erst im Sommer kam und in 16 Spielen sieben Tore erzielte, sofort weiterhelfen kann, ist fraglich – es wäre sein erster Wechsel außerhalb Argentiniens.

„Das Transferfenster ist ja noch offen“, scherzte St.-Pauli-Coach Alexander Blessin vor dem Spiel gegen Leipzig. Kommt noch Verstärkung für den Sturm?

Nach den Verpflichtungen von Mathias Rasmussen (28) fürs zentrale Mittelfeld und Tomoya Andō (27) für die Abwehr habe man nun mehr Flexibilität. Sportchef Andreas Bornemann (54) verhandle wohl auch mit einem Stürmer, Details sind offen.

Scott Banks‘ Zeit beim englischen Drittligisten FC Blackpool ist vorbei. Der 24-Jährige spielt künftig für Barnsley FC, um mehr Spielpraxis zu sammeln.

Banks war seit Sommer 2025 auf Leihbasis bei Blackpool und kam zu 14 Einsätzen mit einem Tor.

Er wechselte im August 2023 erst auf Leihbasis zu St. Pauli und wurde im Sommer 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet. Bislang bestritt er 16 Spiele für die Kiezkicker.

Der FC St. Pauli hoffte lange auf die Rückkehr von Morgan Guilavogui (27), doch der Franzose entschied sich für die MLS in den USA. Laut „Abendblatt“ unterschrieb er bei Real Salt Lake City einen Vertrag bis 2029.

Der US-Klub soll sechs Millionen Euro Ablöse plus Boni geboten haben – eine Summe, die St. Pauli nicht hätte stemmen können.

Sportchef Andreas Bornemann (54) wird nun eine andere Verstärkung für den Angriff suchen müssen.

St. Paulis Sprinter Ricky-Jade Jones (23) stellte im Derby gegen den HSV einen neuen Saisonrekord auf: Mit 36,46 km/h war er der schnellste Spieler dieser Spielzeit.

Der Rekord entstand nach einer eigenen Ecke, als Jones im folgenden Konter eilig zurücklief und eine HSV-Flanke im eigenen Strafraum per Kopf klärte.

Für das Nachholspiel gegen RB Leipzig am Dienstag fehlt FCSP-Abwehrspieler Adam Dzwigala (30). Nach der fünften gelben Karte muss er zuschauen. Trainer Blessin hat zwei Optionen.

Entweder gibt Winter-Neuzugang Tomoya Ando (27) sein Startelfdebüt, der gegen Dortmund gute Ansätze zeigte, oder Eric Smith (29) rückt ins Abwehrzentrum und Hauke Wahl (31) besetzt seine gewohnte Position rechts in der Dreierkette – Letzteres gilt nach der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) als wahrscheinlich.

Blessin wollte sich nach dem Derby nicht festlegen.

Eintracht Frankfurt sucht nach dem Rauswurf von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut „Bild“ stehen neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) auf der Liste.

Der FCSP-Coach hatte Eintracht vor zwei Jahren im Conference-League-Achtelfinale mit Union Saint-Gilloise besiegt – das scheint Eindruck hinterlassen zu haben. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, bleibt abzuwarten.

Gute Nachrichten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte beim Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, wie Trainer Blessin (52) am Mittwoch verkündete.

Der Australier befindet sich noch in der Testphase, die Belastungstests liefen aber gut. Dennoch müsse man genau beobachten, wie sein Körper in den kommenden Tagen reagiert. Gerade bei einem Highlight-Spiel sei seine Präsenz in der Kabine und auf der Bank wichtig.

Auch Danel Sinani (28) könnte zurückkehren, bei Connor Metcalfe (26) ist die Lage noch ungewiss.

Schiedsrichterchef Knut Kircher (56) äußerte sich gegenüber Journalisten zu zwei umstrittenen Entscheidungen vom letzten Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).

Schlotterbeck erhielt nur Gelb – zur Bestürzung von Trainer Blessin, der eine Rote Karte forderte: „Er spielt den Ball nicht, steigt knöchelhoch ein – das ist normalerweise Rot.“

Kircher zeigte sich zwar froh, dass beide Fälle einheitlich behandelt wurden, hätte sich aber strengere Strafen gewünscht.

„Am liebsten wäre mir, wir hätten konsequent Rot gezeigt und den VAR einschalten lassen“, sagte er.

Vor dem Derby gegen den HSV sprach Hauke Wahl (31) über den Umgang mit Ricky-Jade Jones (23) nach dessen Fehler. Die Antwort war deutlich.

„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man sich schuldig fühlt“, erklärte Wahl. „Aber das war nicht seine Schuld.“ Fußball sei ein Sport, in dem Fehler passieren, betonte der Verteidiger. „Das haben wir ihm mehrfach gesagt.“

Man gewinne und verliere gemeinsam, machte Wahl klar. „Er war geknickt, aber bekam viel Rückhalt.“

Kapitätn Jackson Irvine (32) nahm am Dienstag überraschend am Training teil. Er machte bei Pass- und Spielsituationen mit, verließ aber nach etwa 45 Minuten den Platz.

Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiterhin, Danel Sinani trainierte nur eingeschränkt.

Nach mehr als einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und gab sein Pflichtspieldebüt. Am Ende ärgerte er sich über die knappe 2:3-Niederlage.

„Es war eine besondere Atmosphäre und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte Ando nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“

Er blickte bereits voraus: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen es unbedingt gewinnen.“

Vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund äußerte sich Eric Smith (29) am Sky-Mikrofon zur Situation bei St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und täglich hart arbeiten, um da rauszukommen.“

Er schöpft Hoffnung daraus, dass das Team in einer ähnlichen Lage bereits letzte Saison war.

Ein gutes Omen? Schiedsrichter Harms Osmers (40) wird die Partie am Samstag gegen Dortmund leiten. Unter seiner Leitung trafen die Kiezkicker bereits einmal auf den BVB und gewannen.

2022 besiegte der damalige Zweitligist den BVB im DFB-Pokal-Achtelfinale im leeren Millerntor-Stadion mit 2:1. Ein Treffer von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel sorgten für den Sieg, Haalands Ehrentreffer reichte nicht.

Eine Wiederholung dieses Erfolgs wäre beim Klub sehr willkommen.

Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) ist ein schwerer Schlag. Noch ist unklar, wie es mit dem Australier weitergeht. „Das wird sich in den nächsten zehn Tagen klären“, sagte Trainer Blessin (52).

Eine weitere Operation ist nicht ausgeschlossen. Es erfolgen fast tägliche MRT-Untersuchungen am Knöchel sowie Gespräche mit dem Operateur. Wie es endet, kann Blessin nicht vorhersagen. „Das ist für mich als Außenstehenden schwer einzuschätzen.“

Falls eine erneute OP nötig wird, wäre die Saison wohl beendet und damit auch die WM-Teilnahme. Nach der ersten OP dauerte die Genesung sechs Monate.

Die späte Niederlage gegen Wolfsburg hat bei St. Pauli Spuren hinterlassen. „Es tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation. Wir sind es leid“, sagte Kapitän Eric Smith (29).

„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus Fehlern lernen.“ St. Pauli hatte die zweite Halbzeit unter Kontrolle, kassierte aber kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.

„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir setzen es nicht um“, ärgerte sich Smith. „Wir haben nicht die besten Einzelspieler, daher ist gegenseitige Hilfe umso wichtiger – was wir nicht ausreichend tun.“

Nach der Niederlage wollte Alexander Blessin (52) nicht über den von Hauke Wahl (31) verursachten Handelfmeter sprechen – ebenso wenig über das Verhalten von Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.

Stattdessen äußerte sich Sky-Experte Didi Hamann (52) kritisch: „Die Reaktion von Bauer ist eine Frechheit und Unsportlichkeit, die geahndet werden sollte.“

„Solche Reaktionen kennt man aus fernen Ländern. Er ist noch neu als Bundesliga-Cheftrainer, aber das sollte er lassen.“

Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte erst auf Weiterspielen entschieden, erst nach VAR-Eingriff gab er Strafstoß.

Beim Spiel in der Volkswagen-Arena herrschte ab der 60. Minute bedrückende Stille. Offenbar gab es einen medizinischen Notfall, weshalb beide Fanlager ihren Support einstellten.

In der 72. Minute gab es kurz Applaus, dann wurden die Gesänge wieder aufgenommen. Der Stadionsprecher informierte, dass die betroffene Person versorgt wird und stabil ist.

Endlich startet der FC St. Pauli wieder in die Saison. Für Kapitän Eric Smith (28) dauerte die Pause besonders lang, da er vor Weihnachten gesperrt war.

„Es fühlt sich sehr lang an“, sagte der Schwede vor dem Spiel. Aufgrund der schwierigen Lage begann die Vorbereitung früh. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern.“

St. Pauli muss weiter auf den verletzten Jackson Irvine verzichten. „Das ist ein harter Schlag, aber wir machen das Beste draus. Für jedes Team ist es schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, so Smith, der mit drei Punkten ins Jahr 2026 starten möchte.

Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32): Der Verein gab am Dienstagnachmittag bekannt, dass der Kapitän erneut ausfällt. Am linken Fuß treten wieder Probleme auf.

Im April letzten Jahres wurde der 32-Jährige wegen einer knöchernen Stressreaktion am Fuß operiert. Erst im Oktober feierte er sein Comeback und bewies seine wichtige Rolle.

Trainer Blessin muss erneut auf den Ausfall reagieren.

Ein gutes Omen? Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) das Spiel bei Wolfsburg leiten – eine positive Nachricht für St. Pauli.

Unter seiner Leitung gewann St. Pauli zwölf von 22 Spielen, darunter die letzten drei in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren. Willenborg pfiff Bayer Leverkusen öfter als St. Pauli, wobei die Kiezkicker mehr Siege erzielten.

Bei Wolfsburg gewann Willenborg fünf von acht Spielen, drei gingen verloren.

Seine Assistenten sind Robert Wessel (40) und Eric Müller (35). Als VAR fungiert Sören Storks (37).

Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Der Klub besitzt im Sommer zudem eine Kaufoption.

Ahlstrand erhielt bei St. Pauli kaum Einsatzzeiten, obwohl er Fortschritte zeigte, wie Sportchef Bornemann (56) bestätigte. Die starke Konkurrenz sei sein Hauptproblem.

In zwei Jahren absolvierte er lediglich sechs Kurzeinsätze (41 Minuten) bei den Profis, dafür überzeugte er in der U23 in der Regionalliga Nord. Nun darf er sich zumindest bis Saisonende auf höherem Niveau beweisen.

Wegen der Wetterlage ist noch unklar, ob das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) planmäßig stattfinden kann.

Der Verein teilte am Donnerstag mit, dass man die Entwicklung abwarten muss, um eine Entscheidung treffen zu können.

„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, stehen im kontinuierlichen Austausch mit Experten, Behörden, DFL, Dienstleistern und weiteren Beteiligten“, hieß es. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

St. Pauli verbindet mit Schiedsrichter Florian Exner (35) keine guten Erinnerungen. Er wird am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen RB Leipzig leiten.

Der gelernte Jurist aus Münster hatte bei seinem Debüt im Topspiel gegen Greuther Fürth einen 3:2-Sieg gepfiffen. Nach seinem zweiten Einsatz gab es jedoch viel Diskussion.

Exner leitete in der Vorsaison das 0:1 des VfB Stuttgart am Millerntor. Dabei zeigte er Siebe Van der Heyden (27) die Rote Karte und kurz darauf Nikola Vasilj (30) eine Ampelkarte – Letzterer musste von Mitspielern zurückgehalten werden, um eine Konfrontation zu vermeiden.

Erik Ahlstrand (24) kam bei St. Pauli bislang kaum zum Zug, auch sein guter Auftritt im Testspiel gegen Werder Bremen dürfte daran wenig ändern.

Sportchef Bornemann (54) zeigte sich zwar zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, machte aber klar, dass man einem Wechsel unter Umständen nicht im Wege steht.

Wie die schwedische Zeitung „Expressen“ berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zu Heracles Almelo in den Niederlanden.

Bislang kam der 24-Jährige nur zu fünf Kurzeinsätzen in der Liga und einem im DFB-Pokal.

St. Pauli reagierte auf die Verletzung von Simon Spari (23) und holte mit Emil Gazdov (22) einen weiteren Torwart. Er wird vom CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen und die Kiezkicker sicherten sich eine Kaufoption.

„Emil ist sehr dynamisch und explosiv, strahlt Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut lange Bälle und scheut sich nicht, das Tor zu verlassen. Auch im Spielaufbau agiert er ruhig“, lobte Trainer Blessin (52) den Neuzugang.

Gazdov hat neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet, spielte später bei Pacific FC und von Oktober 2020 bis Februar 2022 in der U19 des 1. FC Nürnberg. Danach kehrte er nach Kanada zurück und wechselte 2025 zu Montreal. Zuletzt war er für sechs Monate an Valour FC ausgeliehen.

Gazdov sagte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die Herausforderung in Hamburg und möchte die Zeit optimal nutzen, um mich fußballerisch weiterzuentwickeln und viele Erfahrungen in der Bundesliga zu sammeln.“

Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) findet vor Zuschauern statt. Für Fans, die wegen der Witterung oder anderen Gründen nicht kommen können, gibt es eine Alternative.

Tickets können bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal angeboten werden, um sie an andere Fans weiterzugeben oder Erstattungen zu erhalten.

Auch ein späteres Einstellen ist möglich. Zudem denkt der Verein über ein Gratis-Ticket für ein anderes Testspiel nach.

Ein bitterer Jahresbeginn für Andreas Hountondji (23): Wegen eines Haarrisses am linken Sprunggelenk fällt der Stürmer auf unbestimmte Zeit aus.

Der FC St. Pauli teilte am Freitag mit, dass sich der 23-Jährige die Verletzung im Auswärtsspiel gegen Mainz am 21. Dezember zugezogen hat. Die Diagnose wurde mit weiteren Untersuchungen bestätigt.

Bundesliga-Tabelle

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.