Vom Europa-Held zum Trainer in Deutschland? Zweitligist kurz vor Verpflichtung
Karlsruhe – Die Trainersuche beim Karlsruher SC scheint ein Ende gefunden zu haben: Maximilian Senft (36) soll den Zweitligisten zur kommenden Saison übernehmen.
Wie "Sky Sport" und die "Badischen Neuesten Nachrichten" am Mittwoch übereinstimmend berichten, sind die Verhandlungen nahezu abgeschlossen, nur die offizielle Bekanntgabe steht noch aus.
Diese könnte sich allerdings verzögern, da der 36-Jährige mit der SV Ried das Finale der Europacup-Playoffs erreicht hat und ab Freitag (Rückspiel am Montag) mit dem Team aus Oberösterreich gegen Rapid Wien um den Einzug in die Conference League kämpft.
Eine beeindruckende Leistung, vor allem wenn man bedenkt, dass die SV Ried über das zweitkleinste Budget der österreichischen Bundesliga verfügt. Dieser Erfolg scheint auch bei den Verantwortlichen des KSC großen Eindruck zu hinterlassen.
Am Wildparkstadion soll Senft den langjährigen Trainer Christian Eichner (43) ablösen, dessen Abschied zum Saisonende der Verein bereits Anfang April bekanntgegeben hatte.
Der gebürtige Sinsheimer stand über sechs Jahre an der Seitenlinie des Karlsruher SC, doch nach einer turbulenten Spielzeit sowohl auf als auch neben dem Platz wolle man laut Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann (45) frischen Wind und neue Impulse setzen.
Für Senft bedeutet die zweite Station als Cheftrainer auf Profi-Ebene viel Arbeit, denn beim KSC steht ein tiefgreifender Umbruch bevor. Erst am Mittwoch wurde beispielsweise der Wechsel des Leistungsträgers David Herold (23) zu Borussia Mönchengladbach offiziell bestätigt. Zudem werden unter anderem Philipp Förster (31), Fabian Schleusener (34) und Dzenis Burnic (27) den Klub verlassen.
Der gebürtige Wiener, der für eine intensive und pressingorientierte Spielweise bekannt ist, konnte in persönlichen Gesprächen offenbar alle übrigen Kandidaten am meisten von sich überzeugen.
Seit seiner Übernahme im März 2023 gelang es ihm zwar nicht, die SV Ried als „Feuerwehrmann“ vor dem Abstieg zu retten, im Vorjahr führte er die „Wikinger“ jedoch zurück in die österreichische Bundesliga. Nun könnte er seine Erfolgsgeschichte mit der Qualifikation für den Europapokal abschließen.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Ende der Saison ist Meister der 2. Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweitplatzierten Verein. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.