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Schreiber übernimmt Schuld an Dynamos Niederlage: „Ohne meine Fehler ...“

Paderborn – „Als Torwart bist du manchmal der Held, manchmal der Buhmann!“ Dieses Zitat von Oliver Kahn (56) bringt treffend zum Ausdruck, dass Fehler von Schlussmännern besonders ins Auge fallen. Denn wenn sie patzen, führt das häufig zu Gegentoren – so auch beim 1:2 von Dynamo in Paderborn, als SGD-Keeper Tim Schreiber (23) gleich zweimal einen Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte.

Der 23-Jährige zeigte sich nach der Partie deutlich enttäuscht, übernahm jedoch ohne Umschweife die volle Verantwortung für die Pleite. „Das gehört zum Fluch und Segen eines Torhüters dazu. Ich finde, wir haben insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht. Ohne meine beiden individuellen Patzer hätten wir definitiv etwas Zählbares mitnehmen können“, sagte er.

Besonders schmerzlich sei das Ergebnis, weil die Mannschaft – und auch er selbst, so fair müsse man sein – ansonsten eine starke Vorstellung gezeigt habe. „Ich habe einige gute Paraden gezeigt, aber die beiden Szenen mit den hohen Bällen gehen eindeutig auf meine Kappe.“

Die Gegentore analysierte Schreiber mit kritischem Blick: „Beim ersten Gegentor sehe ich den Ball sehr spät, entscheide mich dennoch, rauszugehen, bin aber leider eine Spur zu spät. Beim zweiten ist es im Grunde dieselbe Situation. Ich habe mir die Szenen noch nicht im Detail angesehen, aber das sind zwei Fehler, die ich ganz klar zu verantworten habe.“

Er erschwerte sich die Situationen zusätzlich selbst durch die Vielzahl an Gegenspielern im Strafraum und die Flugbahn der Bälle: „Es waren keine klassischen hohen Flanken, sondern Bälle mit viel Drall, die früh absinken. Das erschwert die Einschätzung erheblich.“

Es ärgert ihn, dass nun der Fokus auf ihm liegt. Dass er die erste Auswärtspleite der Rückrunde auf seine Fehler zurückführt, spricht für seine Haltung.

Gleichzeitig muss man auch anmerken: Vor dem Ausgleich hätte es längst 2:0 oder sogar 3:0 für seine Mannschaft stehen können. „Wir starten gut aus der Kabine, spielen weiter unseren Fußball und hätten das 2:0 erzielen können. Stattdessen fällt durch meinen Fehler das 1:1 und anschließend nach einer Ecke das 1:2. In der 2. Liga geht das dann schnell.“

Trotzdem will Schreiber den Blick nach vorne richten: „Wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Mal bist du der Held, mal passieren solche Sachen. Wichtig ist, dass ich für die Mannschaft da bin. Die Jungs wissen, dass mir solche Fehler normalerweise nicht passieren.“

Mit Blick auf die verbleibenden Partien zeigte er sich kämpferisch: „Es stehen noch sieben Spiele an. Jetzt gilt es, weiterzumachen und an unsere Stärke zu glauben.“ Am liebsten schon am Karsamstag im Heimspiel gegen Hertha.

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2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga erklärt folgendes: Wer am Saisonende an erster Stelle steht, wird Zweitliga-Meister und steigt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Platz. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.