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Pauli bereitet Sorgen: Dynamos stabile Defensive der Rückrunde steht vor dem Bruch!

Dresden – Droht die erfolgreiche Innenverteidigung von Dynamo Dresden, die in den ersten vier Spielen der Rückrunde überzeugt hat, auseinanderzufallen? Während Thomas Keller (26) fit ist und gesetzt bleibt, hat Julian Pauli (20) bis Freitag noch nicht wieder am Training teilgenommen. Bei der Partie auf Schalke kollidierte er mit Nikola Katic (29) kopfüber, setzte das Spiel trotz Verletzung mit einem Turban fort. Allerdings bringt Pauli eine Vorgeschichte mit.

Im DFB-Achtelfinale im Dezember 2024 beim 1. FC Köln zog er sich bei einem Kopfballduell mit Marton Dardai (24) gegen Hertha BSC eine Verletzung zu. Pauli berichtete von einer „völligen Orientierungslosigkeit“ und sagte, „dass ich nicht mehr wusste, wie ich nach Hause kommen soll“.

Nach der schweren Gehirnerschütterung war eine mehrmonatige Pause erforderlich. Zahlreiche Versuche eines Comebacks scheiterten zunächst. In Köln verlor er dadurch den Anschluss, weshalb der U21-Nationalspieler vorübergehend nach Dresden ausgeliehen wurde.

Auf Schalke platzte die alte Verletzung wieder auf, weshalb Dynamo nun mit großer Vorsicht agiert.

„Er hat so etwas schon einmal erlebt. Aufgrund seiner Vorgeschichte gehen wir besonders behutsam mit ihm um. Bisher verlief der Heilungsprozess zufriedenstellend. Dennoch steht die Gesundheit für uns immer an erster Stelle“, betont Dynamos Trainer Thomas Stamm (42). Ein unnötiges Risiko wird er bei Pauli keinesfalls eingehen.

Zum Glück mangelt es Dynamo nicht an Alternativen in der Innenverteidigung. Claudio Kammerknecht (26), Lars Bünning (27), Friedrich Müller (20) und auch Lukas Boeder (28) können auf dieser Position eingesetzt werden. Während das zuerst genannte Trio in Gelsenkirchen nicht im Kader stand, saß Boeder auf der Bank. Es ist gut möglich, dass nun einer von ihnen ins kalte Wasser geworfen wird und sich beweisen muss.

Ein weiteres „Problem“ hat Stamm auf der Sechser-Position, falls Kofi Amoako (20) spielbereit sein sollte. Robert Wagner (22) ist nach seiner Sperre wieder einsatzfähig, doch Luca Herrmann (26) überzeugte beim FC gerade auf dieser Position. Ein harter Konkurrenzkampf ist also vorprogrammiert.

Unabhängig davon, wer letztlich auf dem Platz steht: Dresden will im vierten Spiel der Rückrunde (zwei Unentschieden, eine Niederlage) endlich den ersten Sieg gegen die SVE einfahren.

„Bereits im Hinspiel in Elversberg beim 2:2 haben wir gegen eine technisch versierte Mannschaft gut mithalten können. Das stärkt unser Vertrauen. Wir brauchen uns vor den Spitzenmannschaften nicht zu verstecken, sollten jedoch wissen, dass sie uns das Leben schwer machen, weil sie uns taktisch fordern und sehr variabel agieren“, warnt Stamm.

Gleichzeitig gesteht er: „Die letzten Begegnungen haben uns Selbstvertrauen gegeben.“