Vertrag läuft aus: So bleibt Brekalo bei Hertha
Berlin – Josip Brekalo (27) wollte unbedingt zu Hertha BSC wechseln – und hat voll überzeugt. In nur sieben Partien erzielte der Kroate bereits drei Treffer und bereitete zwei weitere vor. Das weckt Hoffnungen auf mehr. Doch wird der Spieler, der eigentlich zu stark für die 2. Bundesliga ist, auch in der kommenden Saison in der Hauptstadt bleiben?
Sein aktueller Vertrag endet im Sommer, doch bei der Alten Dame besteht eine Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die Wahrscheinlichkeit, dass Brekalo trotz des verpassten Aufstiegs mit Hertha in der 2. Liga weitermacht, ist durchaus hoch.
Wie die Bild-Zeitung berichtet, muss der Dribbelkünstler mindestens in der Hälfte der Spiele von Beginn an auf dem Platz gestanden haben. Nach seinem Wechsel saß der 27-Jährige beim 3:0 gegen Elversberg zunächst auf der Bank, stand beim darauffolgenden Spiel gegen Hannover (2:3) bereits in der Anfangsformation. Es folgten vier weitere Einsätze in der Startelf – insgesamt also fünf.
Da die Rückrunde zum Zeitpunkt seiner Vertragsunterzeichnung schon im Gange war und er höchstens 14 Ligapartien bestreiten kann, fehlen ihm nur noch zwei Einsätze als Stammspieler.
Schon nach dem Heimspiel gegen Kaiserslautern am 11. April könnte sich sein Vertrag automatisch verlängert haben – sofern er auch am kommenden Samstag in Dresden in der Startelf steht. Davon ist auszugehen.
Brekalo überzeugt nicht nur auf den Außenbahnen, sondern auch als zentraler Spielmacher. Beim 5:2-Auswärtssieg in Düsseldorf durfte der Kroate erstmals als „hinter der Spitze“ agieren. Ein zukunftsträchtiges Modell? „Schon bei seiner Verpflichtung haben wir betont, dass er nicht nur auf den Flügel gehört. Ich denke, ihr habt gesehen, warum“, so Trainer Stefan Leitl (48).
Der ehemalige Profi von Stuttgart und Wolfsburg erlebt in Berlin eine Renaissance, nachdem seine Karriere zuletzt ins Stocken geraten war. Seit seinem endgültigen Abschied aus Wolfsburg 2023 stand Brekalo bei vier Vereinen unter Vertrag, doch weder bei Florenz, Hajduk Split, Kasimpasa noch zuletzt bei Real Oviedo fand der frühere Bundesliga-Spieler sein Glück. Bei Hertha scheint er hingegen angekommen zu sein – und zwar wohl auch über diese Saison hinaus.