Herthas Torschütze Dudziak bleibt trotz Treffer Ersatzspieler: Rutscht überraschend ER in die Anfangsformation?
Berlin – Hertha steht unter enormem (Siegs-)Druck. Nachdem die Mannschaft bereits zwei Mal wichtige Punkte liegen ließ, ist gegen Darmstadt nun ein Erfolg Pflicht, wenn die Berliner im Rennen um den Aufstieg weiterhin eine Rolle spielen wollen.
Der Tabellenzweite hat bereits sieben Zähler Vorsprung, bei einer Niederlage wären es sogar zehn Punkte Rückstand. Dann würde Darmstadt sogar die Spitze übernehmen, während Herthas angekündigte Aufholjagd weiter an Schwung verliert.
Besonders der Ausfall des vielversprechenden Talents Kennet Eichhorn (16) bereitet den Berlinern Probleme, obwohl Jeremy Dudziak (30) zuletzt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen konnte. Sowohl im Spiel gegen Schalke als auch in Karlsruhe brachte der Mittelfeldspieler viel Dynamik ins Team und sicherte dem Club mit seinem Treffer beim KSC immerhin einen Punkt.
Trotzdem wird er am Sonntag vorerst erneut nur von der Ersatzbank aus ins Spiel kommen: „Wir konnten Jerry zweimal einwechseln und er war dabei stets eine echte Belebung für unsere Mannschaft. So einen Spieler hat ein Trainer natürlich gern auf der Bank. Für den Spieler selbst ist das sicherlich nicht die Wunschvorstellung“, erklärte Stefan Leitl (48) und machte klar, dass Dudziak nicht in der Startelf stehen wird: „Am Sonntag definitiv wieder von der Bank aus.“
Die besten Aussichten auf einen Platz im zentralen Mittelfeld hat Kevin Sessa (26), der bereits in Karlsruhe in der Anfangsformation stand und mit seiner Balleroberung großen Anteil am 1:1 hatte. „Kevin hat seine Aufgabe in Karlsruhe sehr ordentlich erledigt. Er trainiert gut, daher spricht erst einmal nichts dagegen, Veränderungen vorzunehmen“, so Leitl.
Allerdings ist die Aufstellung noch nicht endgültig festgelegt. „Andererseits haben wir einen Gegner vor uns, der sehr körperbetont spielt, viele große Spieler aufweist und bei Standardsituationen gefährlich ist. Deshalb kommt auf der Sechs auch Pascal Klemens in Frage“, ließ Leitl durchblicken.
Der 1,86 Meter große Abwehrspieler würde den Berlinern vor allem in der Luft mehr Präsenz verleihen. Allerdings fehlt ihm derzeit noch die Spielpraxis. Aufgrund einer schweren Sprunggelenksverletzung musste das Hertha-Talent fast die gesamte Hinrunde pausieren. Sein Comeback feierte er erst beim 1:1 gegen Bielefeld. Nun könnte er womöglich erstmals in der Startelf stehen.
Für John Anthony Brooks (33), der seit seinem Wechsel vor etwa eineinhalb Jahren erstmals wieder im Kader steht, käme der Einsatz hingegen zu früh. Klar ist aber, dass Hertha gegen Darmstadt endlich ihre Chancen nutzen muss. „Ich spüre keine Nervosität, sondern eher eine gewisse Wut“, erklärte der 48-Jährige.
Wenn man so spielt wie zuletzt, „dann sollte man die Spiele auch gewinnen, denn es gibt Phasen in der Saison, in denen man vielleicht nicht so gut performen kann, wie wir es zuletzt getan haben.“