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HSV-Blog: Jean-Luc Dompé gerät mit einem Fan aneinander

Hamburg – Der Hamburger SV beginnt am Mittwoch mit der letzten Trainingswoche der Saison, bevor am Samstag um 15:30 Uhr die Auswärtsbegegnung bei Bayer Leverkusen ansteht.

Für den ehemaligen Torwart Daniel Peretz könnte sich nach einem turbulenten Spielabend der Traum von der Premier League noch erfüllen. Jean-Luc Dompé hingegen zog erneut abseits des Spielfelds die Aufmerksamkeit auf sich.

In unserem HSV-Blog halten wir euch über alle Entwicklungen rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und weitere Themen aus dem Volksparkstadion auf dem Laufenden.

Jean-Luc Dompé (30) zeigte sich in dieser Spielzeit beim HSV nur selten in überzeugender Form. Stattdessen sorgte der flinke Franzose vor allem neben dem Spielfeld für Schlagzeilen. Im Januar wurde er nach einer Alkoholfahrt suspendiert und mit einer Rekordstrafe belegt.

Beim letzten Heimspiel der Saison am vergangenen Wochenende fehlte der Offensivspieler im Kader. Trainer Merlin Polzin (35) erklärte, dass Dompé nicht zu 100 Prozent fit sei, um das Team unterstützen zu können. Diese Bemerkung war für viele Fans deutlich.

So postete ein Anhänger auf X, dass er sich freue, demnächst am Strand zu liegen, sobald „Jean-Luc Dompé endlich die Stadt Hamburg verlassen hat“. Doch mit dieser provokativen Aussage hatte er nicht mit Dompés Antwort gerechnet. Der Profi konterte prompt und schrieb unter den Beitrag: „My contract is 2027“ und fügte einen Kussmund-Emoji hinzu.

Wie auch immer – Dompés Zukunft beim HSV bleibt unklar, da er an seine bisherigen Leistungen nicht anknüpfen konnte und wiederholt verletzungsbedingt ausfiel.

Der vorzeitige Abbruch seiner Leihe und der Wechsel zu FC Southampton erweisen sich für Daniel Peretz (24) als echter Glücksgriff. Dank einer Serie von 20 ungeschlagenen Spielen sicherte sich der Torhüter mit den Saints als Viertplatzierter den Einzug in die Aufstiegs-Playoffs zur Premier League – die erste Hürde wurde damit genommen.

Nach einem torlosen Hinspiel stand am Dienstagabend das Rückspiel gegen FC Middlesbrough auf dem Programm, das äußerst ereignisreich verlief. Bereits nach fünf Minuten musste Peretz hinter sich greifen, doch noch vor der Halbzeitpause gelang seinem Team der Ausgleich in der Nachspielzeit.

Beim Spiel kam es auch zu turbulenten Szenen abseits des Spielfelds: Der deutsche Trainer Tonda Eckert (33) sorgte fast für einen Skandal. Der vierte Offizielle konnte gerade noch verhindern, dass Eckert während eines klärenden Gesprächs mit Schiedsrichter und Middlesbrough-Coach Kim Hellberg (38) handgreiflich wurde.

Sportlich blieben Tore bis weit in die Verlängerung aus, ehe Southampton den entscheidenden Treffer erzielte und sich so für das große Finale am 23. Mai im Wembley-Stadion qualifizierte. Dort treffen sie auf Hull City, den ehemaligen Klub des früheren HSV-Trainers Tim Walter (50).

Die Planungen für die kommende Saison beim HSV laufen bereits auf Hochtouren. Die Rothosen sind dabei auch auf der Suche nach einer möglichen Alternative für Linksverteidiger Miro Muheim (28) – und sollen womöglich fündig geworden sein.

Dem „Sky“-Reporter Dennis Bayer zufolge haben die Hamburger den 21-jährigen Hennes Behrens vom 1. FC Heidenheim ins Visier genommen. Der gebürtige Frankfurter ist seit Januar von TSG 1899 Hoffenheim an den FCH ausgeliehen und zeigt dort starke Leistungen.

Neben dem HSV soll auch der Aufsteiger FC Schalke 04 an Behrens interessiert sein. Die von Hoffenheim geforderten fünf Millionen Euro Ablöse seien für die Knappen allerdings zu hoch.

Eine große Ehre für Nicolas Capaldo (27)! Der Leistungsträger des HSV wurde in den vorläufigen Kader Argentiniens für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada berufen. Der argentinische Verband veröffentlichte die 55-köpfige Liste am Montag.

Bislang kam der 27-Jährige nur für die U23 des amtierenden Weltmeisters zum Einsatz (neun Länderspiele), sein Debüt in der A-Nationalmannschaft steht noch aus.

Ob Capaldo es ins endgültige Aufgebot schafft und an der Seite von Weltstar Lionel Messi (38) um die Titelverteidigung kämpfen kann, wird sich noch zeigen.

Die Zukunft von William Mikelbrencis (22) bleibt weiterhin offen: Der Vertrag des Außenverteidigers beim HSV läuft im Sommer aus, bislang konnte keine Einigung über eine Vertragsverlängerung erzielt werden.

Wie das Portal „FussballTransfers.com“ berichtet, könnte der Franzose den Verein verlassen, aber dennoch in der Bundesliga bleiben. Sowohl Borussia Mönchengladbach als auch Aufsteiger FC Schalke 04 sollen Interesse zeigen.

Alternativ sei auch ein Wechsel ins Ausland denkbar. So gäbe es mehrere Optionen, unter anderem bei FC Girona, Parma Calcio und einem Klub aus der französischen Ligue 1.

Ein unvergesslicher Tag für HSV-Youngster Louis Lemke (16): Beim Heimsieg gegen Freiburg gab der Nachwuchsspieler sein Profi-Debüt für die Rothosen – ein besonderer Moment auch für den Verein.

Mit 16 Jahren und 214 Tagen ist Lemke nun der jüngste Profi, der je für den HSV zum Einsatz kam. Er übertraf damit Omar Megeed, der bei seinem Debüt im August 2022 16 Jahre und 359 Tage alt war.

Auch Shafiq Nandja (19) feierte bei dieser Partie sein Debüt im Profiteam.

Ein erfahrener Schiedsrichter ist beim Duell zwischen dem HSV und Freiburg im Einsatz: Felix Zwayer (44) pfeift die Partie.

Mit ihm als Unparteiischem hat der HSV 32 Spiele bestritten – mit einer positiven Bilanz von 14 Siegen, sieben Unentschieden und elf Niederlagen.

Der SC Freiburg absolvierte bisher 31 Partien unter Zwayers Leitung, weist jedoch eine leicht negative Statistik auf: elf Siege, acht Remis und zwölf Niederlagen.

Ab Sommer trennt sich der HSV von Nachwuchstalent Moritz Reimers (19). Der Flügelspieler wechselt zu Holstein Kiel, wo er unter seinem früheren Trainer Tim Walter (50) einen Vertrag bis 2030 unterschrieb, wie der Zweitligist am Freitag bekanntgab.

„Moritz hat konstant überdurchschnittliche Leistungen in den Nachwuchsmannschaften des HSV und beim DFB gezeigt. In seiner ersten Herren-Saison in der Regionalliga fiel er durch sein auffälliges Spiel auf und zeigte sein großes Entwicklungspotenzial“, erklärte Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe (48).

Reimers kam 2021 in den HSV-Nachwuchs und spielte in dieser Saison für die U21 in der Regionalliga, wo er 17 Einsätze mit zwei Toren und acht Vorlagen absolvierte. Zudem lief er sechsmal für die deutsche U19-Nationalmannschaft auf.

„Die Gespräche mit Holstein Kiel waren von Anfang an sehr positiv. Der Klub verfolgt einen klaren Plan und steht für mutigen Fußball sowie die Förderung junger Talente. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung und darauf, bald im Holstein-Trikot zu spielen“, sagte Reimers.

Großer Jubel herrscht bei der U17 des HSV! Das Team von Trainer Tim Reddersen hat das Finale des Hamburger Pokals erreicht.

Im Halbfinale gewannen die Youngster am Mittwochabend mit 1:0 gegen den Stadtrivalen FC St. Pauli. Das entscheidende Tor erzielte Hüseyin Berk Cakallioglu.

Am 7. Juni trifft die U17 im Finale auf den USC Paloma.

Nachdem der Klassenerhalt gesichert ist, plant der HSV bereits die nächste Saison. Dabei sollen die Rothosen einen dänischen Mittelfeldspieler im Visier haben.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, dass sich der Klub mit Silas Andersen (21) vom schwedischen Pokalsieger BK Häcken beschäftigt. Der Mittelfeldspieler steht allerdings noch bis 2029 unter Vertrag und dürfte mehrere Millionen Euro Ablöse kosten.

Neben dem HSV gibt es weitere Interessenten für Andersen. So soll unter anderem der 1. FC Köln bereits im Winter ein Auge auf den 1,90 Meter großen Spieler geworfen haben.

Der HSV hat mit den Vorbereitungen für das letzte Heimspiel der Saison gegen Freiburg begonnen. Am Mittwoch fehlten jedoch einige Profis beim Training.

Während Otto Stange (19) aufgrund einer Erkältung pausierte, absolvierte Jordan Torunarigha (28) nach seinem Zusammenprall im Spiel gegen Frankfurt mit Ansgar Knauff (24) eine Einheit im Kraftraum. Trainer Merlin Polzin (35) kündigte an, dass Torunarigha am Donnerstag wieder voll mittrainieren soll.

Auch bei Miro Muheim (28) gibt es positive Nachrichten: Nachdem man zunächst von einem Saison-Aus ausging, kann der Schweizer bereits wieder individuell trainieren. Eventuell könnte Muheim am Sonntag wieder im Kader stehen, ein Einsatz am letzten Spieltag in Leverkusen ist jedoch auf jeden Fall vorgesehen.

Luka Vuskovic (19) hat sich mit seinen starken Auftritten beim HSV in den Vordergrund gespielt. Kein Wunder, dass die Rothosen den jungen Kroaten gerne halten würden. Doch aktuell haben die Tottenham Hotspur das Sagen.

Die Londoner kämpfen derzeit gegen den Abstieg in der Premier League. Sollte der Klassenerhalt gelingen, soll Vuskovic auf jeden Fall gehalten werden. Laut der englischen Boulevardzeitung „The Sun“ war Sportdirektor Johan Lange (46) kürzlich sogar in Hamburg, um über eine deutliche Gehaltserhöhung zu verhandeln.

Ob die Spurs den Spieler letztlich behalten können, ist jedoch fraglich. Neben dem HSV haben auch zahlreiche Top-Klubs Interesse bekundet.

HSV-Sportdirektor Claus Costa (41) besuchte am Montagabend in Dänemark das Spiel FC Midtjylland gegen Viborg FF (3:3), wie ein Tweet des dänischen Sportjournalisten Mathias Hauge Jacobsen zeigte.

Der Grund für den Besuch: Costa soll sich den Viborg-Profi Thomas Jörgensen (20) genauer angesehen haben. „Er würde perfekt zum HSV passen“, schrieb Jacobsen.

Der zentrale Mittelfeldspieler überzeugte durch starke Leistungen und steht auch bei weiteren Vereinen auf dem Zettel. Neben dem HSV soll unter anderem TSG Hoffenheim Interesse zeigen. Jörgensens Vertrag in Viborg läuft bis Sommer 2028, sein Marktwert wird auf vier Millionen Euro geschätzt.

Ein Rückschlag für Alexander Rössing-Lelesiit (19): Nachdem er sich von einer Syndesmose-Verletzung zurückgekämpft hatte, ist der Norweger erneut verletzt und muss operiert werden.

Wie der HSV am Dienstag mitteilte, zog sich der 19-Jährige in der vergangenen Trainingswoche eine neue Sprunggelenksverletzung zu, die Untersuchungen bestätigten.

Rössing-Lelesiit hatte sich Anfang des Jahres im Derby gegen den FC St. Pauli bei einem Zweikampf verletzt und fiel seitdem aus. Er war gerade wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und kurz vor einer Rückkehr in den Kader – nun der erneute Rückschlag mit längerer Ausfallzeit.

Der HSV kann sich endgültig auf eine weitere Saison in der Bundesliga einstellen. Im Zuge der Kaderplanung steht unter anderem ein neuer Stürmer im Fokus.

Laut Sky haben die Verantwortlichen ein Auge auf Noel Futkeu (23) von Greuther Fürth geworfen. Der Angreifer erzielte in dieser Saison bereits 17 Tore und führt zusammen mit Mateusz Zukowski von Magdeburg die Torjägerliste der 2. Liga an.

Futkeu wird Fürth nach Saisonende definitiv verlassen. Eintracht Frankfurt zog eine Rückkaufoption über 1,3 Millionen Euro und plant nun, den Stürmer gewinnbringend weiterzuverkaufen. Angesichts eines Marktwertes von rund fünf Millionen Euro sollte das kein Problem sein.

Ein erfahrener Schiedsrichter wird das Traditionsduell zwischen Eintracht Frankfurt und dem HSV leiten: Deniz Aytekin (47) ist der Unparteiische.

Unter seiner Regie bestritten die Frankfurter bisher 38 Spiele mit einer leicht negativen Bilanz: 13 Siege, sechs Unentschieden und 19 Niederlagen.

Für den HSV sieht es noch düsterer aus: Von 34 Spielen unter Aytekins Leitung konnten die Rothosen nur acht gewinnen, spielten neunmal unentschieden und verloren 17 Partien.

Schlechte Nachrichten für die HSV-Frauen: Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin brach Abwehrspielerin Magou Doucoure (25) am Freitag noch auf dem Spielfeld zusammen.

Sie wurde medizinisch versorgt und anschließend ins Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) gebracht.

Via X gab der Verein inzwischen Entwarnung: Beim Verlassen des Stadions sei Doucoure im Krankenwagen bereits wieder ansprechbar und stabil gewesen.

Der HSV könnte im Sommer eines seiner vielversprechenden Eigengewächse verlieren. Wie mehrere Online-Portale, darunter „transfers_nl“, berichten, ist der niederländische Meister PSV Eindhoven an Fábio Baldé (20) interessiert. Auch einige portugiesische Topvereine sollen den Spieler beobachten.

PSV bereitet sich auf mögliche Abgänge der Stammspieler Couhaib Driouech und Esmir Bajraktarevic vor und sucht nach geeigneten Ersatzspielern. Baldé könnte als Flügelstürmer oder Außenverteidiger eine Option sein.

Der gebürtige Hamburger steht beim HSV noch bis 2029 unter Vertrag und besitzt eine Ausstiegsklausel über 20 Millionen Euro. Sein aktueller Marktwert wird allerdings auf etwa drei Millionen Euro geschätzt.

Endlich zurück auf dem Trainingsplatz: Luka Vuskovic (19) absolvierte am Dienstag nach seiner Knieprellung eine individuelle Einheit mit Reha-Coach Sebastian Capel.

„Wir hoffen, die Belastung für ihn schrittweise erhöhen zu können und ihn langsam wieder aufzubauen. Es sind noch drei Spiele zu absolvieren, daher wägen wir genau ab“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35) nach der Einheit. „Es ist ein gutes Gefühl, dass seine Schmerzen nachgelassen haben und er die nächsten Schritte machen konnte. Er will unbedingt wieder auf den Platz.“

Ob Vuskovic bereits am Samstag (15:30 Uhr) im Spiel bei Eintracht Frankfurt wieder einsatzbereit ist, bleibt jedoch offen.

Voller Einsatz beim Training zeigten am Dienstag zudem Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompé (30). Yussuf Poulsen (31) trainierte noch eingeschränkt. „Yussi war heute noch etwas zurückhaltend. Wir werden ihn wohl in dieser Saison nicht mehr zu 100 Prozent fit bekommen, aber er hat alles gegeben, um der Mannschaft helfen zu können“, sagte Polzin über seinen Kapitän und schloss Einsätze über 90 Minuten aus.

Die Belastungen bei Robert Glatzel (32), Nicolas Capaldo (27) und Bakery Jatta (27) wurden ebenfalls gesteuert.

Der HSV sucht weiterhin einen Nachfolger für den ehemaligen Sportvorstand Stefan Kuntz (63), der den Klub Anfang Januar nach Vorwürfen sexueller Belästigung verlassen hatte.

Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, steht der Auswahlprozess kurz vor dem Abschluss. Eine Aufsichtsratssitzung, in der die finale Entscheidung fallen soll, ist bereits angesetzt.

Obwohl auch Sportdirektor Claus Costa (41) Chancen auf eine Beförderung eingeräumt wurden, deutet alles darauf hin, dass der Klub sich für eine externe Lösung entscheiden wird.

Freudige Nachrichten von Robert Glatzel (32): Der HSV-Stürmer wird zum dritten Mal Vater. Dies bestätigte der Angreifer nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim im Interview mit „Sky“.

Seinem zukünftigen Nachwuchs widmete Glatzel bereits seinen Jubel nach dem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Hoffenheim, als er sich den Ball unter das Trikot steckte und die bekannte Nuckel-Geste zeigte.

Der Offensivspieler und seine Frau Natasa haben bereits zwei Töchter, Elea (9) und Alicia (7). Dieses Mal wird es ein Junge, so Glatzel.

Im Bundesliga-Topspiel zwischen dem HSV und Hoffenheim wird der erfahrene Schiedsrichter Robert Schröder (40) als Unparteiischer fungieren.

Mit Schröder an der Pfeife haben die Rothosen bisher sieben Spiele bestritten, mit einer leicht negativen Bilanz: zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen.

Für Hoffenheim sieht die Statistik positiver aus: Vier Siege, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen unter Schröders Leitung.

HSV-Profi Philip Otele wurde nach seiner Roten Karte im Nordderby gegen Werder Bremen für zwei Spiele gesperrt. Das entschied das DFB-Sportgericht am Freitag.

Der HSV hatte gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt. Am Freitag fand am DFB-Campus in Frankfurt eine mündliche Verhandlung statt, bei der neben Otele auch Sportdirektor Claus Costa und Rechtsdirektor Dr. Philipp Winter anwesend waren.

Nach dem Ausfall von Abwehrchef Luka Vuskovic (19) kassierte der HSV in zwei Spielen sieben Gegentore. Wie stabil ist die Mannschaft in solchen entscheidenden Momenten?

Neben der Defensive fehlen im Spiel gegen die TSG Hoffenheim auch Miro Muheim (28, Sprunggelenk) und Kapitän Yussuf Poulsen (31). Der Einsatz von Sambi Lokonga (26) ist ebenfalls fraglich. Cheftrainer Merlin Polzin (35) möchte jedoch die Ausfälle nicht als Ausrede gelten lassen.

„Es bringt nichts, der Vergangenheit nachzutrauern. Ich habe volles Vertrauen in die Jungs, die in der Dreier- oder Fünferkette spielen, dass sie das als Team auffangen“, sagte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Dabei ginge es nicht darum, jemanden zu ersetzen, sondern vielmehr, auf der eigenen Position mit den individuellen Stärken „gut zu verteidigen und Lösungen zu finden“.

Dank des bald startenden Genossenschaftsprojekts „Supporters Trust“ arbeitet der HSV am Ausbau des Volksparkstadions. „Nach den notwendigen Genehmigungen soll die Erweiterung der Kapazität unmittelbar beginnen und im Verlauf der kommenden Saison eine Zuschauerzahl von mehr als 58.000 erreicht werden“, erklärte HSV-Präsident Henrik Köncke in einem Vereinsinterview.

Die Bauarbeiten sollen bereits im Sommer starten, langfristig sollen sogar mehr als 60.000 Fans ins Stadion passen. Zudem plant der Club die Erweiterung der sanitären Einrichtungen und eine Verbesserung des Caterings.

Die Gründungsversammlung der Genossenschaft ist für den 5. Mai angesetzt, wann der operative Start erfolgt, steht noch nicht fest. Insgesamt wird es zunächst 18.870 Anteile geben, die jeweils 887 Euro kosten. Der Verein rechnet mit Einnahmen von rund 16 Millionen Euro.

Bisher haben sich neben Vereinslegenden wie Horst Hrubesch auch Trainer Merlin Polzin und einzelne Spieler an diesem Projekt beteiligt.

Philip Otele (27) vom HSV hatte im Nordderby gegen Werder Bremen am Samstag nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung eine Rote Karte erhalten. Schiedsrichter Florian Exner (35) wertete die Aktion als „rohes Spiel“.

Das DFB-Sportgericht verhängte eine Zwei-Spiele-Sperre, gegen die der HSV Einspruch einlegte. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass sie nur mit einer Sperre von einem Spiel einverstanden seien.

Die mündliche Verhandlung findet am Freitag um 12:30 Uhr statt. Dann wird das endgültige Urteil verkündet.

Verstärkt sich der HSV mit einem Talent von Paris Saint-Germain? Laut der französischen Zeitung „Le Parisien“ haben die Rothosen offenbar Interesse an Mathis Jangéal (17).

Der offensive Spieler, der bereits zweimal für die Profis des Champions-League-Siegers zum Einsatz kam, gilt als großes Nachwuchstalent und steht bei zahlreichen Klubs auf dem Zettel.

Auch das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, dass der HSV sich mit Jangéal beschäftigt – bisher jedoch ohne konkrete Fortschritte. Ob ein Transfer zustande kommt, hängt auch davon ab, in welcher Liga der HSV in der kommenden Saison spielt.

Nach dem Verletzungs-Schock von Miro Muheim steht beim HSV weiterhin ein Fragezeichen hinter Luka Vuskovic. Bei beiden Spielern ist unklar, ob sie diese Saison noch einmal zum Einsatz kommen.

„Ich sehe gute Chancen, dass Luka im Saisonfinale nochmal zur Verfügung steht. Er ist sehr ehrgeizig und will unbedingt noch einmal spielen. Daher sind wir optimistisch. Wir müssen abwarten, geduldig sein und hoffen, dass er uns schnell wieder helfen kann“, sagte Sportdirektor Claus Costa (41) zur Personalie Vuskovic.

Ähnlich äußerte sich Costa zu Muheim: „Er tut alles, um schnell zurückzukehren. Im besten Fall kann er uns zum Ende der Saison noch einmal unterstützen.“

Positive Neuigkeiten gab es von Alexander Rössing-Lelesiit (19): Nach seiner Syndesmose-Verletzung trainierte er wieder mit der Mannschaft und darf auf ein baldiges Comeback hoffen.

Abseits des Teams absolvierten Yussuf Poulsen (31), Albert Sambi Lokonga (26) und Jean-Luc Dompé (30) weiterhin individuelle Einheiten.

Ein herber Rückschlag für den HSV: Miro Muheim (28) zog sich im Derby in Bremen eine Verletzung des vorderen Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk zu, teilte der Klub am Dienstag mit.

Für den Schweizer Nationalspieler bedeutet dies angesichts der verbleibenden vier Spieltage aller Voraussicht nach das Saison-Aus.

Muheim gehörte in dieser Spielzeit zu den absoluten Leistungsträgern und war der Spieler mit den meisten Einsatzminuten bei den Rothosen.

Eine weitere Hiobsbotschaft könnte der längere Ausfall von Leistungsträger Luka Vuskovic (19) sein. Wie „BILD“ berichtet, ist die Knieschädigung des Kroaten ernster als zunächst angenommen.

Ein Einsatz beim Heimspiel gegen Hoffenheim (Samstag, 18:30 Uhr) ist daher sehr unwahrscheinlich. Auch hinter den Einsätzen von Albert Sambi Lokonga (26, Oberschenkel) und Miro Muheim (28, Knie) steht ein großes Fragezeichen.

Der einzige Lichtblick an einem ansonsten enttäuschenden HSV-Tag war Stürmer Robert Glatzel (32): Im Derby gegen Werder zeigte er eine starke Leistung, gekrönt durch seinen Traumtreffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Teamkollege Nicolai Remberg (25) lobte den Angreifer für ein „überragendes Spiel“. Auch Trainer Merlin Polzin (35) hob hervor, dass Glatzel noch immer den Unterschied ausmachen könne.

Glatzel selbst war zwar enttäuscht über die Niederlage, zeigte sich aber zufrieden mit seinem Tor und der eigenen Leistung. Nach einer schwierigen Saison hat sich der Torjäger damit für die Endphase in Stellung gebracht.

Vor und nach Abpfiff des Nordderbys zündeten Chaoten aus dem HSV-Fanblock Pyrotechnik auf dem Spielfeld und anderen Bereichen des Stadions. Die Polizei rückte daraufhin mit Einsatzkräften in den HSV-Block vor.

Wie ein Sprecher am Abend mitteilte, hatte sich ein Feuer im Bereich der Sanitäranlagen entzündet. Polizei und Feuerwehr wurden beim Eingreifen von HSV-Fans angegriffen. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Eine Saison lang kreuzten sich die Wege von Aaron Hunt (39) und Merlin Polzin (35) beim HSV. Während Hunt noch aktiver Profi war, fungierte Polzin als Co-Trainer unter Daniel Thioune (51). Dass Polzin später Cheftrainer werden würde, überraschte Hunt.

„Ich muss ehrlich sagen, dass ich ihm das nicht zugetraut hätte“, gab Hunt im Interview auf hsv.de zu. „Seine Expertise in Analysen und Gesprächen war als Spieler schon spürbar, aber zwischen Co- und Cheftrainer besteht ein großer Unterschied. Ich hatte ihn nie so auf dem Schirm, dass er mal Cheftrainer wird.“

Hunt freut sich jedoch über dessen Entwicklung: „Man sieht, dass ihm die Mannschaft zu 100 Prozent folgt und eine Einheit ist. Das Team hat eine klare Handschrift und weiß genau, wofür es steht. Merlin hat also vieles richtig gemacht – Hut ab!“

Hamburgs Fußball-Legende Horst Hrubesch feiert heute seinen 75. Geburtstag und darf sich auf ein besonderes Ständchen freuen.

„Bei Horst geben wir Vollgas“, kündigte HSV-Trainer Merlin Polzin an. „Wenn wir nicht live singen können, werden wir es sicherlich per Video machen.“

Hrubesch und der 40 Jahre jüngere Polzin sind seit der Saison 2020/21 befreundet. Damals sollten sie nach der Entlassung von Daniel Thioune den Aufstieg schaffen, scheiterten aber knapp mit Platz vier.

Auch heute stehen Polzin und Hrubesch häufig im Kontakt. Der ehemalige Stürmer ist kritisch, aber stets wertschätzend, was Polzin sehr schätzt. „Das möchte ich nicht missen“, sagte der Trainer, der Hrubesch zum Geburtstag am liebsten einen Derbysieg schenken würde.

Polzin hält auch Kontakt zu Mario Vuskovic, dem wegen Dopings derzeit gesperrten Bruder von HSV-Verteidiger Luka Vuskovic (19). „Wir telefonieren, machen Videocalls. Mario ist und bleibt ein wichtiger Teil der Mannschaft“, erklärte der 35-Jährige vor dem Nordderby gegen Bremen. „Wir können es kaum erwarten, dass er in der nächsten Saison wieder für uns spielt.“

Trainer und Spieler pflegen ein gutes Verhältnis, auch wenn es in einer Sache kleine Meinungsverschiedenheiten gibt. „Ich versuche manchmal, über Mario etwas Kritisches über Luka loszuwerden“, schmunzelte Polzin. Der familiäre Zusammenhalt stehe aber über allem.

Wie erwartet stuft die Polizei das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV am kommenden Samstag als Hochrisikospiel ein.

Die Bremer Einsatzkräfte werden dabei von Kräften aus Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen, Niedersachsen und der Bundespolizei unterstützt, teilte die Polizei Bremen am Mittwochnachmittag mit.

Fans müssen zudem mit Einschränkungen bei der Anreise zum Weserstadion rechnen. So wird der Weg am Weserufer ab der Sankt-Jürgen-Straße bis zum Stadion für Heimfans am Samstagnachmittag gesperrt. Außerdem wird der Osterdeich für Fahrzeuge zwischen Sielwall und Stader Straße etwa zweieinhalb Stunden vor Anpfiff und etwa eine Stunde nach dem Spielende blockiert.

Die Polizei empfiehlt Heimfans, mehr Zeit für die Anreise einzuplanen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Wer wird neuer Sportvorstand beim HSV? Diese Frage ist nach dem Abgang von Stefan Kuntz (63) weiterhin offen.

Wie „BILD“ berichtet, haben die Rothosen Gespräche mit Ex-Profi Stefan Reuter (59) geführt. Der Weltmeister von 1990 arbeitet derzeit als Berater beim FC Augsburg, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.

Reuter sei laut Bericht erneut an einer Führungsposition im Fußball interessiert, nachdem er elf Jahre als Geschäftsführer Sport beim FCA tätig war.

Rodolfo Cardoso (57), ehemaliger HSV-Profi mit 137 Pflichtspielen für die Rothosen, übernimmt ab sofort das Amt des Cheftrainers der HSV-Frauen. Die bisherige Trainerin Liese Brancao (44) sowie Co-Trainer Gerhard Waldhart (48) wurden freigestellt.

„Nach gründlicher Analyse der sportlichen Entwicklung und intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten kamen wir zu dem Entschluss, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist. Ziel ist es, mit Rodolfo Cardoso dem Team neuen Schwung, Energie und Lockerheit für den Endspurt zu geben“, erklärte Vorstand Eric Huwer (42).

Cardoso sagte: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und darauf, die Mannschaft in dieser entscheidenden Phase zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass wir schnell etwas bewegen und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen werden. Nun gilt es, in den verbleibenden vier Spielen als geschlossene Einheit aufzutreten.“

Die HSV-Frauen stehen aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz – mit nur drei Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsrang.

Tabelle 1. Bundesliga

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) muss in die Relegation um den Klassenerhalt – dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.