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Neuzugang Ceka möchte in Dresden neu durchstarten: Was er mit Ex-Dynamo Hoti verbindet

Antalya (Türkei) – Wie ähnlich sich manche Situationen doch sind! Jason Ceka (26) kann gut nachvollziehen, wie sich sein Freund Andi Hoti (22) momentan fühlt. Denn auch Dynamos neuer Offensivspieler musste beim 1. FC Magdeburg erleben, was es bedeutet, aussortiert zu werden.

„In solchen Zeiten ist vor allem die Unterstützung von Familie und Freunden wichtig. Es ist keine einfache Phase. Zum Glück war bei mir früh klar, dass ich trotzdem nach Elversberg wechsle. So hatte ich zumindest ein konkretes Ziel und konnte darauf hinarbeiten“, berichtet der ausgeliehene Spieler von der SV Elversberg.

Ceka gesteht: „Doch als Fußballer ist es hart, wenn man weiß, dass man abgehakt wurde – aus welchen Gründen auch immer. Du trainierst weiterhin, willst spielen, doch egal, was du tust, es passiert nichts. Mental muss man in so einer Situation extrem stark sein.“

Nach drei erfolgreichen Jahren mit insgesamt 87 Einsätzen in der zweiten und dritten Liga sowie 17 Treffern und 24 Assists hatte Ceka vor der Saison 2024/25 seinen Wechselwunsch nach Elversberg offenbart. Ein Abschied wurde ihm jedoch verwehrt, und er kam nur noch zu drei Einsätzen.

Ähnlich sieht die Lage bei Hoti aus, den Dynamo gern verpflichten würde. Er durfte zuletzt nicht einmal mit zum Trainingslager des FCM fahren. Vielleicht ergibt sich noch eine Möglichkeit für einen Transfer zur SGD. Ceka selbst hätte zumindest „nichts dagegen“.

Für den 26-Jährigen ist die Zeit in Dresden eine Art Neustart. Denn nach einem enttäuschenden Jahr in Magdeburg verlief auch die bisherige Zeit in Elversberg alles andere als rund. Bei sieben Einwechslungen stand er nur 65 Minuten auf dem Feld und erzielte ein Tor.

„Es ist schwer, die Situation einzuschätzen, denn mit einem neuen Trainer, der sich erst eingewöhnen muss, spielt oft die Erfahrung eine Rolle. Besonders auf meiner Position wurden bevorzugt Spieler eingesetzt, die schon länger dabei sind. Wenn man mit Elversberg gut gestartet ist, fällt es schwer, Veränderungen vorzunehmen. Es gab daher nicht viele Gründe, etwas zu ändern“, erklärt der Flügelspieler.

Ceka sieht vor allem die Chance, neu anzufangen. „Ich setze mich selbst nicht unter zu großen Druck. Ich glaube, ich starte hier bei null – und das ist auch genau das Richtige für mich“, sagt der gebürtige Essener.

„Meine persönlichen Ziele stehen zunächst nicht im Vordergrund. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft in der 2. Liga bleibt. Da ist es mir egal, wenn ich zehn Spiele mache und dabei keine Torvorlagen liefere.“