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Lemmer übernimmt bei Dynamo die Rolle auf der linken Außenbahn: „Inspirieren lassen und umsetzen“

Dresden – Was Arjen Robben und Franck Ribéry einst beim großen FC Bayern München meisterhaft beherrschten, dient bei Dynamo Dresden in den kommenden Wochen als Orientierung. Jason Ceka und Jakob Lemmer sollen künftig über die Außenbahnen für Gefahr sorgen!

„Natürlich versuche ich, mich davon inspirieren zu lassen und es dann auf dem Platz umzusetzen“, erzählt Lemmer, der gegen Fürth auf der ungewohnten linken Seite zum Einsatz kam und sich prompt mit einem Tor belohnte.

Er ergänzt: „Links zu spielen ist für mich noch etwas ungewohnt, schließlich ist es ein anderer Fuß. Dennoch kann ich auch mit links flanken und vor allem meine Stärken ausspielen. Ich kann nach innen ziehen und den Abschluss suchen. Das ist von der linken Seite aus oft etwas leichter.“

Winterneuzugang Ceka fühlt sich trotz seines starken linken Fußes auf der rechten Außenbahn deutlich wohler, weshalb Trainer Thomas Stamm daraus eine clevere Lösung machte. Nils Fröling (krankheitsbedingt ausgefallen) und Lemmer sollen als Rechtsfüßer von der gegenüberliegenden Seite kommen.

„Die Frage ist immer: Will man die Spieler eher in den Zwischenräumen sehen oder sollen die Außenverteidiger durch hereinziehende oder zentral agierende Flügelspieler verstärkt ins Spiel eingebunden werden? Wichtig ist, dass sie auf beiden Seiten einsetzbar sind“, erläutert Dynamos Cheftrainer.

Stamm erklärt: „Lemmers größte Stärke ist der Abschluss. Wenn er von links kommt, kann er öfter seinen starken Fuß einsetzen und so bessere Schusswinkel finden.“

Dennoch entstand Lemmers 2:0-Treffer aus einer zentralen Position. Sein Schuss aus etwa 30 Metern schien fast ein wenig aus der Situation heraus entstanden.

„Ich wollte es einfach mal probieren und habe den Ball gut getroffen. Der Torwart war wohl etwas überrascht“, so der Torschütze.

„Ob der Schuss dann haltbar ist oder nicht, sieht man auch im Training. Aus solchen Distanzpositionen ist die Wahrscheinlichkeit für ein Tor immer sehr hoch“, unterstreicht Stamm.

„Es freut mich, dass er sich mit einem Treffer belohnt hat und dadurch vielleicht mehr Selbstvertrauen gewinnt. Schließlich braucht es Zeit, wenn man über lange Zeit nur auf der rechten Seite gespielt hat“, fügt er hinzu.

Der Schweizer Trainer möchte sich jedoch nicht auf ein Zweitliga-‘Robbery’-Duell festlegen: „Wenn wir das Gefühl haben, es macht mehr Sinn, mit Jason oder einem anderen Linksfuß auf der Gegenseite zu agieren, können wir das von Spiel zu Spiel anpassen.“

Tabellenstand 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der 2. Bundesliga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einem Relegationsduell gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg bzw. den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.