St.-Pauli-Blog: Kapitän Jackson Irvine nach Rückkehr in die Startelf zur achten Niederlage in Folge
Hamburg – Der FC St. Pauli verlor am Sonntagabend (17:30 Uhr) mit 0:1 gegen Union Berlin und kassierte damit bereits die achte Niederlage in Folge in dieser Saison.
Diese negative Serie stellt einen neuen Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte der Kiezkicker dar. Als nächstes steht für die Hamburger das Auswärtsspiel gegen Spitzenreiter Bayern München in der Allianz-Arena an.
In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und alles, was sich am Millerntor tut.
Nach längerer Verletzungspause stand Kapitän Jackson Irvine gegen Union Berlin erstmals wieder in der Startelf, konnte jedoch auch dieses Mal eine weitere Niederlage nicht verhindern.
„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, resümierte der sichtlich enttäuschte Jackson Irvine nach der 0:1-Pleite am Sonntag. „Heute hatten wir ein wenig Pech. Es lief einfach nicht für uns. Uns fehlten ein bisschen Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch etwas Glück – von allem ein bisschen.“
Beim Gegentor zum 0:1 war auch Irvine nicht optimal positioniert. Rani Khedira hatte sich viel zu frei bewegt, sodass ihm der Ball nach einem Einwurf über Umwege zugespielt wurde und er anschließend ins Tor traf.
Dennoch betonte der Kapitän, dass man sich jetzt keinesfalls auf die Negativserie konzentrieren, sondern den Blick nach vorne richten wolle. „Wir müssen weiter an uns glauben und uns gegenseitig motivieren. Was geschehen ist, ist passiert. Nächste Woche haben wir wieder die Möglichkeit, ein Spiel zu gewinnen.“
Die Aufstellungen zum Duell zwischen dem FC St. Pauli und Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) kehrt nach langer Verletzungspause in die Anfangsformation zurück.
FC St. Pauli (Aufstellung): Vasilj – Mats – Wahl – Sands – Irvine (C) – Smith – Pyrka – Fujita – Oppie – Hountondji – Pereira Lage
Union Berlin (Aufstellung): Ronnow – Leite – Doekhi – Kemlein – Burke – Khedira – Ansah – Querfeld – Rothe – Illic – Trimmel (C)
Die Partie am Sonntagabend wird von Schiedsrichter Tobias Stieler geleitet, der bereits fünfmal für Spiele des FC St. Pauli zuständig war (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen).
Der 44-jährige Referee lebte lange in Hamburg, ist aber Anfang des Jahres nach Sölden bei Freiburg gezogen. Dadurch verschoben sich seine sogenannten Ansetzungssperren: Er darf nun wieder Begegnungen beider Hamburger Vereine begleiten, nicht jedoch mehr die Partien des Teams von Julian Schuster (40). Nach seinem Einsatz beim Spiel gegen Borussia Dortmund im März ist dies das zweite Spiel seit dem Umzug.
Das letzte Spiel unter Stielers Leitung verloren die Braun-Weißen mit 0:2.
Torwart Nikola Vasilj (29) kehrte mit gemischten Gefühlen von seiner Länderspielreise zurück: Mit Bosnien-Herzegowina verpasste er die direkte WM-Qualifikation knapp durch einen späten Gegentreffer.
Für den Schlussmann und seine Mannschaft bleiben im März noch zwei entscheidende Partien. Im Play-off-Halbfinale trifft Bosnien-Herzegowina auf Wales. Der Sieger dieses Duells spielt anschließend gegen den Gewinner der Begegnung zwischen Italien und Nordirland, wie aus der Auslosung vom Donnerstag hervorging.
Nach und nach kehren die FC St.-Pauli-Nationalspieler ins Training an der Kollaustraße zurück. Besonders gute Laune verbreitet Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.
Seine Mitspieler hatten das nicht unbemerkt gelassen, wie ein Instagram-Video zeigt: Zunächst kam Nikola Vasilj (29) nach einer emotionalen Achterbahnfahrt ins Training und beglückwünschte Ceesay, lobte dessen Entwicklung ausdrücklich.
Kurz darauf begrüßte auch Danel Sinani (28) den Torschützen und gratulierte herzlich. Ceesay dankte höflich, stellte aber auch scherzhaft die Frage, warum Sinani seinen Anruf nicht beantwortet habe. Die Antwort lautete: „Er nervt mich alle fünf Minuten.“
Zusätzlich zu Nikola Vasilj waren weitere sechs Spieler des FC St. Pauli bei Länderspielen im Einsatz.
Für Connor Metcalfe und Jackson Irvine endete der Auftritt mit der australischen Nationalmannschaft enttäuschend: Die Socceroos verloren gegen Kolumbien mit 0:3, wobei Irvine als Kapitän spielte und beide vorzeitig ausgewechselt wurden.
Karol Mets wurde beim 4:2-Sieg Estlands gegen Zypern in der 80. Minute eingewechselt, ähnlich erging es Joel Chima Fujita, der beim 3:0-Erfolg Japans gegen Bolivien erst in der 77. Minute eingewechselt wurde.
Abdoulie Ceesay glänzte im 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit zwei Toren – seine Treffer zwei und drei im siebten Länderspiel. Andreas Hountondji verlor mit Benin mit 0:3 gegen Burkina Faso.
Die bosnische Nationalmannschaft verpasste die direkte WM-Qualifikation, nachdem sie im dramatischen Gruppenspiel in Österreich nur ein 1:1 erreichte.
Nach der frühen Führung durch Haris Tabakovic (12. Minute) hielt Vasilj lange den Kasten sauber, doch in der 77. Minute gelang Michael Gregoritsch der umjubelte Ausgleich, der Österreich den Gruppensieg sicherte. Bosnien-Herzegowina muss nun über die Play-offs hoffen, sich im März in zwei K.o.-Spielen durchzusetzen.
Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation mit einer Niederlage: Im letzten Gruppenspiel unterlagen sie Nordirland mit 0:1.
Luxemburg blieb ohne Punkt und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz in der Gruppe der deutschen Nationalmannschaft. Die Leistung der Mannschaft spiegelte dies jedoch nicht wider, da sie sich durchaus mehrere Zähler durch couragierte Auftritte verdient gehabt hätte.
Traurige Meldung aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin verstarb am Samstag während eines Benefiz-Legendenspiels in seiner Heimat, wie der ukrainische Fußballverband mitteilte.
Der frühere Mittelfeldspieler war zusammen mit anderen Veteranen im Einsatz, als er plötzlich zusammenbrach. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe konnte sein Leben nicht gerettet werden.
Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.
Nach zuletzt schwachen Leistungen in der St.-Pauli-Mannschaft konnte Torhüter Nikola Vasilj bei der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen tanken: Mit Bosnien-Herzegowina gelang ihm in der WM-Qualifikation ein 3:1-Sieg gegen Rumänien.
Vasilj überzeugte mit mehreren starken Paraden und darf weiter von der WM-Teilnahme träumen: Am Dienstag (20:45 Uhr) folgt das entscheidende Duell gegen Tabellenführer Österreich. Die Playoffs sind für Bosnien-Herzegowina bereits sicher, ein Sieg würde allerdings die direkte Qualifikation bedeuten.
Neben Vasilj standen am Samstag auch Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) für Australien im Einsatz. In einem Testspiel gegen Venezuela verloren sie mit 0:1. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute aufs Feld.
Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen als Präsident des FC St. Pauli wiedergewählt.
Er trat ohne Gegenkandidaten an. Von fast 1000 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten 894 für ihn. Göttlich steht seit 2014 an der Spitze des Vereins und beginnt nun seine vierte und letzte Amtszeit.
Neben der Wahl stellte er die langfristigen Pläne für die Erweiterung des Millerntor-Stadions vor. Ziel sei es, die Kapazität auf 40.000 bis 50.000 Plätze zu erhöhen.
Für Danel Sinani gehört das Spiel mit der luxemburgischen Nationalmannschaft gegen Deutschland zu einem der bisherigen Höhepunkte seiner Karriere – er steht in der Startelf.
Das Hinspiel hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst.
Karol Mets hatte am Donnerstagabend in Norwegen wenig Erfolg: Mit Estland verloren die Kiezkicker-Abwehrspieler mit 1:4 (0:0). Superstar Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth trafen kurz nach der Pause jeweils doppelt, ehe Robi Saarma noch den Ehrentreffer erzielte.
Besser lief es für Joel Chima Fujita, der beim 2:0-Testspielsieg Japans gegen Ghana in der 68. Minute eingewechselt wurde.
Während der Länderspielpause verzichtet der FC St. Pauli auf ein Testspiel, in der Winterpause ist das jedoch anders.
Am 4. Januar (15:30 Uhr) absolviert die Mannschaft am Millerntor eine Art Generalprobe gegen Werder Bremen, bevor eine Woche später der Saisonstart gegen RB Leipzig folgt.
Bei der bevorstehenden Länderspielpause sind insgesamt acht Spieler des FC St. Pauli für ihre Nationalteams im Einsatz, darunter WM-Qualifikationsspiele und Freundschaftspartien.
Die Übersicht:
Jackson Irvine und Connor Metcalfe: Testspiele mit Australien gegen Venezuela (15. November, 2 Uhr) und Kolumbien (19. November, 2 Uhr)
Karol Mets: WM-Qualifikation mit Estland gegen Norwegen (13. November, 18 Uhr) und Testspiel gegen Zypern (18. November, 19 Uhr)
Joel Chima Fujita: Testspiele mit Japan gegen Ghana (14. November, 11:20 Uhr) und Bolivien (18. November, 11:15 Uhr)
Abdoulie Ceesay: Testspiel mit Gambia gegen Kuwait (18. November)
Andréas Hountondji: Testspiel mit Benin gegen Burkina Faso (18. November)
Danel Sinani: WM-Qualifikation mit Luxemburg gegen Deutschland (14. November, 20:45 Uhr) und Nordirland (17. November, 20:45 Uhr)
Nikola Vasilj: WM-Qualifikation mit Bosnien-Herzegowina gegen Rumänien (15. November, 20:45 Uhr) und Österreich (18. November, 20:45 Uhr)
Die Aufstellungen werden wie üblich eine Stunde vor Anpfiff veröffentlicht. Folgende Mannschaften starten:
SC Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Lienhart, Günter – M. Eggestein, Manzambi, Beste, Y. Suzuki, Grifo – Adamu
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Metcalfe – Kaars, Pereira Lage
Bei den Kiezkickern ersetzen Pyrka, Metcalfe und Kaars Saliakas (Adduktorenverletzung), Sinani und Afolayan (beide auf der Bank).
Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag hat der FC St. Pauli mit personellen Engpässen zu kämpfen. Neben David Nemeth fällt auch Adam Dzwigala weiterhin aus.
Trainer Alexander Blessin erklärte: „Er hat muskuläre Probleme an den seitlichen Bauchmuskeln. Anfangs war es schmerzhaft, doch mittlerweile kann er sich wieder bewegen. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.“
Auch bei Manolis Saliakas besteht noch Unsicherheit. „Wir müssen schauen, wie es ihm geht“, so Blessin.
Positiv hingegen entwickelt sich der Heilungsprozess bei Ricky-Jade Jones, der sein Reha-Programm absolviert. „Wir wollen ihm die Länderspielpause zur Erholung geben. Ich bin zuversichtlich, dass er spätestens danach wieder mit der Mannschaft trainieren kann“, erklärte der Trainer.
Die St.-Pauli-Genossenschaft hat offiziell die Mehrheitsanteile am Millerntor-Stadion übernommen, wie der Verein am Donnerstag mitteilte.
Damit gehört die Spielstätte nun den Mitgliedern des Vereins, was als ein „historischer Moment“ bezeichnet wurde.
Der Klub betonte, nun aus eigener Kraft wichtige Investitionen vorantreiben zu können, beispielsweise den Ausbau des Leistungszentrums an der Kollaustraße, so Wilken Engelbracht, kaufmännischer Geschäftsführer des FC St. Pauli.
St.-Pauli-Anhänger aufgepasst: Die DFL hat die Bundesliga-Spieltage 13 bis 19 terminiert, darunter auch das Rückspiel im Stadtderby gegen den HSV im Januar.
Die Spiele im Überblick:
In der vergangenen Saison zählte Nikola Vasilj zu den besten Torhütern der Bundesliga, und auch in dieser Spielzeit überzeugt er trotz einiger Fehler.
Daher haben bereits englische Premier-League-Klubs wie der FC Brentford und Brighton & Hove Albion, bei denen Ex-Trainer Fabian Hürzeler aktiv ist, den Torwart gescoutet.
Vasiljs Vertrag läuft noch bis zum Sommer, sein Marktwert wird auf etwa 4,5 Millionen Euro geschätzt.
Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker: Verteidiger Adam Dzwigala fällt mit einer Bauchmuskelverletzung mehrere Wochen aus.
Bereits beim Spiel am Samstag gegen Gladbach fehlte der Pole im Kader.
Ob er beim Spiel gegen Freiburg am Sonntag wieder dabei sein kann, steht noch nicht fest; ein Einsatz nach der Länderspielpause gegen Union Berlin ist ebenfalls fraglich.
Beim 0:4 gegen Gladbach versagten nicht nur die Spieler des FC St. Pauli, sondern auch die halbautomatische Abseitstechnologie am Millerntor.
Beim 0:1 durch Haris Tabakovic (15. Minute) lieferte die Technik ein falsches Ergebnis.
St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich äußerte gegenüber Sky: „Das ist ärgerlich, weil man ja bezahlt, um eine Leistung zu erhalten. Wenn man diese nicht bekommt, sollte man zumindest fragen dürfen, ob man das Geld irgendwann zurückbekommt.“
Bereits zum dritten Mal in dieser Saison funktionierte die Technik nicht einwandfrei. Laut DFB wurde die falsche Abseitslinie an einem Verteidiger gezogen, was vom Videoassistenten beim obligatorischen Plausibilitätscheck korrigiert wurde.
Göttlich zeigte sich gespannt, wie die Schiedsrichter-GmbH, die mehr Geld erhalten hat, die Probleme erklären wird.
Sky-Experte Dietmar Hamann sprach von „Wettbewerbsverzerrung“, wenn die Technik in acht Stadien funktioniere, in einem aber dauerhaft nicht.
St. Pauli und Borussia Mönchengladbach treffen Anfang Dezember erneut im DFB-Pokal-Achtelfinale aufeinander.
Sportchef Andreas Bornemann erklärte: „Der Pokal ist ein großartiger Wettbewerb. Wir werden versuchen, ins Viertelfinale einzuziehen, auch wenn unser Hauptfokus momentan auf der Liga liegt.“
Trainer Alexander Blessin freut sich auf die Revanche: „Auswärts bei Gladbach zu spielen ist eine große Herausforderung. Natürlich hätten wir lieber zu Hause gespielt, aber wir geben alles, um im Pokal Wiedergutmachung für die Ligapleite zu leisten.“
Das Spiel findet am 2. oder 3. Dezember statt; die genaue Anstoßzeit wird noch festgelegt.
Nach dem Debakel gegen Gladbach fordert Trainer Alexander Blessin eine gründliche Aufklärung.
Präsident Oke Göttlich stellte klar, dass der Cheftrainer nicht zur Diskussion stehe: „Wenn ich nicht gefragt worden wäre, hätte ich nicht eine Sekunde darüber nachgedacht.“
Er sieht die Niederlagenserie als erklärbar an, auch wenn die Art und Weise des letzten Spiels schmerzhaft war. „Wir wissen, dass wir volle Energie brauchen, um in dieser Liga zu bestehen, und das müssen wir schnellstmöglich wieder zeigen.“
Die Aufstellungen für das Kellerduell am Samstag sind bekannt:
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie – Pereira Lage, Afolayan, Sinani
Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt, Ullrich, Honorat, Neuhaus – Tabakovic
Schiedsrichter Robert Hartmann wird die Partie leiten.
Unter ihm hat St. Pauli eine eher negative Bilanz: Von 16 Spielen gewann der FCSP lediglich vier. In der vergangenen Saison leitete Hartmann drei Partien, die mit zwei Unentschieden und einer Niederlage endeten.
Der erhoffte Sieg im DFB-Pokal am Dienstagabend kann als „Türöffner“ für die kommenden Ligaspiele dienen, ist Trainer Alexander Blessin überzeugt.
Er sagte: „Natürlich gibt es keine Garantie, dass wir danach sofort wieder punkten, aber das gibt einen positiven Schub.“
Die Niederlagenserie von fünf Spielen in Folge sei auch für ihn neu gewesen. Der dramatische Einzug ins Achtelfinale helfe dabei, wieder befreiter aufzuspielen.
Im besten Fall kann dieser Vertrauensschub beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr/Sky) helfen, die Pleitenserie zu beenden.
Die Aufstellungen für die zweite Pokalrunde am Millerntor:
FC St. Pauli: Voll, Mets, Wahl, Sands, Smith, Pyrka, Fujita, Afolayan, Oppie, Metcalfe, Hountondji
TSG Hoffenheim: Baumann, Hranac, Prömel, Avdullahu, Asllani, Bernado, Lemperle, Hajdari, Prass, Kramaric, Touré
Am Dienstagabend (20:45 Uhr) empfängt St. Pauli zum zweiten Mal binnen zwei Wochen die TSG Hoffenheim – diesmal im DFB-Pokal.
Trainer Blessin setzt dabei auf eine besondere Veränderung: Ben Voll (23) wird statt Nikola Vasilj (29) das Tor hüten.
Der Coach betonte jedoch, dass sich an der Nummer eins im Tor nichts ändere: „Ben hat super trainiert und bekommt seine Chance. Niko ist einer der besten Torhüter der Bundesliga, hat uns oft gerettet. Wir haben gestern gesprochen, ob er mal einen freien Tag möchte, aber er will bei der Mannschaft sein und Ben unterstützen – das zeigt seinen Charakter.“
Abgesehen von Langzeitverletzten ist der gesamte Kader einsatzbereit, was die Hoffnung auf den ersten Erfolg nährt: „Die Jungs ziehen mit, sind gewillt, und ich habe volles Vertrauen, dass wir den Karren aus dem Dreck ziehen.“
TAG24-Tipp:
Auch unsere Redaktion glaubt, dass die Kiezkicker genug haben, frustriert vom Platz zu gehen. Da ein Pokalspiel eine besondere Bedeutung habe, nutzt die Mannschaft die Gelegenheit, um der TSG zu zeigen, was in ihr steckt. Unsere Sportreporterin prognostiziert einen 2:1-Heimsieg.
Im Heimspiel gegen Hoffenheim verloren die Kiezkicker mit 0:3 – unter anderem wegen einer instabilen Defensive.
Torwart Nikola Vasilj äußerte sich nach dem Spiel genervt: „Wir sprechen seit meiner Rückkehr aus dem Nationalteam über Defensive, und dann kassieren wir drei Tore – das ist eindeutig zu viel.“ Ausfall von Hauke Wahl dürfe keine Ausrede sein.
Auch Louis Oppie kritisierte: „Wenn es vorne nicht läuft und hinten keine Stabilität mehr da ist, wird es eng. Wir müssen wieder investieren und alles dafür tun, das eigene Tor zu verteidigen. Die Basics müssen wieder stimmen.“
Trainer Blessin forderte mehr Trainingsfleiß und Intensität: „Wir müssen schleunigst die richtige Haltung zeigen, vor allem vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt.“
Startaufstellungen zum Spiel:
FC St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Smith, La. Ritzka – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Kaars, Pereira Lage
TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Hajdari, Bernardo – Burger, Avdullahu, Kramaric, Touré – Lemperle, Asllani
Die Kiezkicker fühlen sich in Hamburg wohl: Bisher holte die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin nur in der Hansestadt Punkte.
Von den sieben Zählern aus sechs Spieltagen wurden vier am Millerntor und drei im Volksparkstadion gegen den HSV geholt. Mit einem Sieg gegen Hoffenheim könnten die Kiezkicker nicht nur ihr spezielles Hamburger Punktekonto ausbauen, sondern auch tabellarisch am HSV vorbeiziehen.
Statistisch gesehen hat St. Pauli die Nase vorn: Von sechs Spielen musste Hoffenheim drei Niederlagen hinnehmen, zwei Begegnungen endeten unentschieden, nur ein Sieg gelang der TSG.
Schiedsrichter Sven Jablonski (35) wird die Partie um 17:30 Uhr anpfeifen.
TAG24-Tipp:
Das Duell gegen Hoffenheim wird eng, aber mit der Unterstützung des tobenden Millerntors gewinnen die Kiezkicker knapp mit 2:1.
Trainer Blessin gab bekannt, dass Hauke Wahl aufgrund von Trainingsrückständen wahrscheinlich am Sonntag nicht spielen kann.
Wahl fühle sich noch schwach, „wir müssen abwarten, wie die Nacht verläuft“, so der Coach.
Bei Jackson Irvine stehe einem Einsatz nichts im Weg. Karol Mets absolvierte in Estland trotz fehlender Abstimmung 90 Minuten, was Blessin zwar missfiel, der Abwehrspieler fühle sich aber „super“ und sei heiß auf die Partie.
Joel Chima Fujita ist nach Frust in der Nationalmannschaft motiviert, seine Emotionen am Sonntag auf dem Platz herauszulassen. Auch Andreas Hountondji ist einsatzbereit.
David Nemeth fällt weiterhin aus, kann aber inzwischen ohne Krücken laufen. „Jetzt geht es um das Comeback, das dauert aber noch etwas“, erklärte Blessin.
Herber Rückschlag für St.-Pauli-Stürmer Andreas Hountondji: Mit Benin verpasste er die WM-Teilnahme 2026.
Der hohe 0:4-Auswärtssieg Nigerias sowie der gleichzeitige Sieg Südafrikas verhinderten die Qualifikation für das Turnier in den USA.
Hountondji stand bis zu seiner Auswechslung in der 56. Minute auf dem Platz, konnte aber auch nichts mehr für sein Team ausrichten.
Karol Mets und Estland spielten zeitgleich 1:1 gegen Moldawien, was die Mannschaft auf dem vierten Gruppenplatz festhält und die WM-Teilnahme unwahrscheinlich macht.
Danel Sinani kehrte ins luxemburgische Nationalteam zurück und stand beim 0:2 gegen die Slowakei in der Startelf, spielte durch.
Die Niederlage war die vierte in vier Gruppenspielen und half der deutschen Nationalmannschaft nicht.
Karol Mets feierte am Samstagabend nach elf Monaten Verletzungspause sein Comeback bei Estland.
Bei der 1:3-Niederlage gegen Italien wurde er in der 62. Minute eingewechselt.
Vor dem Duell zwischen Connor Metcalfe und James Sands mit ihren Nationalteams spielten Australien und die USA gegen andere Gegner.
Australien gewann trotz Unterlegenheit mit 1:0 gegen Kanada, Metcalfe spielte 83 Minuten. Sands verfolgte das 1:1 zwischen den USA und Ecuador von der Bank, möglich, dass er im direkten Duell mit Metcalfe sein Debüt feiert.
Positive Nachrichten aus Dänemark: Ex-Kiezkicker Simon Makienok wurde erstmals Vater.
Er und seine Partnerin Ida-Sophia bekamen am 6. Oktober einen Sohn namens Sixten, wie Makienok auf Instagram mitteilte.
Andréas Hountondji steht kurz vor dem WM-Traum: Mit Benin gewann er das vorletzte Gruppenspiel in Ruanda mit 1:0 und verteidigte die Tabellenführung vor Südafrika.
Im letzten Spiel könnte schon ein Punkt zur WM-Teilnahme reichen, allerdings könnten die „Super Eagles“ Nigerias mit einem Sieg noch vorbeiziehen.
Abdoulie Ceesay musste die 3:4-Niederlage Gambias gegen Gabun von der Bank aus verfolgen.
Joel Chima Fujita spielte fünf Minuten beim 2:2 von Japan gegen Paraguay und erlebte so noch den späten Ausgleich mit.
In der WM-Qualifikation erlitt Nikola Vasilj mit Bosnien-Herzegowina einen Rückschlag: Gegen Zypern kassierte er in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 2:2, obwohl sein Team nach 36 Minuten 2:0 führte.
Österreich zog durch ein 10:0 gegen Malta vorbei und führt die Gruppe H mit zwei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger an.
Arkadiusz Pyrka feierte sein Debüt in der polnischen A-Nationalmannschaft. Beim 1:0 gegen Neuseeland wurde er in der 73. Minute eingewechselt.
Der FC St. Pauli wurde in der Sportwirtschaft mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Die Jury ehrte den Verein als Vorreiter bei der nachhaltigen Transformation für seinen ganzheitlichen und verbindlichen Ansatz, Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu leben.
Besonders gelobt wurden die Bio-Qualität bei Merchandising und Catering, das Engagement für Inklusion und Barrierefreiheit sowie das soziale Engagement im Stadtteil.
Die ehemalige Nationalspielerin Turid Knaak war zu Gast in Tommi Schmitts Podcast „Copa TS“ und präsentierte interessante Statistiken.
Mehrere Bundesliga-Clubs spielen laut Daten besser als ihr Tabellenplatz vermuten lässt – allen voran der FC St. Pauli.
Knaak bezeichnete die Kiezkicker, die seit dem letzten Bundesliga-Wochenende auf Rang zehn stehen, als „eines der besten Teams datenbasiert“. Sie stimmte der Einschätzung von Christoph Kramer zu, dass St. Pauli bis zum Saisonende um einen Europa-Platz mitspielen werde.
„Sie spielen unfassbar guten Fußball. Wenn sie jetzt noch effektiver werden und mehr Torchancen kreieren, könnte es eine sehr gute Saison werden – zumindest spielerisch“, betonte Knaak.
Eigentlich wollte St. Pauli in der Länderspielpause ein Testspiel absolvieren, doch wegen zahlreicher Nationalspieler und angeschlagener Profis wurde die Partie gegen Hannover 96 abgesagt, bestätigte Trainer Alexander Blessin.
Stattdessen soll es drei intensive Trainingseinheiten an der Kollaustraße geben.
Folgende Nationalspieler fehlen:
Nach der unnötigen Niederlage in Bremen war der Frust bei St. Pauli groß – ebenso die Kritik an der kurzen Nachspielzeit von vier Minuten, die aus Sicht der Kiezkicker viel zu knapp bemessen war.
Sportchef Andreas Bornemann zeigte bereits während der Anzeige der Nachspielzeit durch den Vierten Offiziellen seinen Unmut. Auch nach dem Spiel äußerte Trainer Alexander Blessin Kritik: „Mir fehlt eine einheitliche Regelung.“
Mal gebe es zehn Minuten Nachspielzeit, ohne dass man verstehe, warum, dann wieder nur vier Minuten, wie in Bremen, was zu kurz sei. „Der DFB verteilt das, wie er will. Vielleicht komme ich beim nächsten Mal mit einem Taschenrechner.“
Hauke Wahl äußerte ebenfalls Unverständnis: „Ich habe kurz mit dem Schiedsrichter gesprochen. Er sagte, es gäbe eine automatische Zeit, die sogar unterschritten wurde. Das kann ich nicht nachvollziehen.“
Die Nachspielzeit von vier Minuten sei zu kurz gewesen, insbesondere da es zwei Verletzungsunterbrechungen gab. Der Schiedsrichter konnte das nicht richtig erklären, so Wahl.
Überraschend fehlte bei der 0:1-Pleite in Bremen ein Kiezkicker auf dem Spielbericht: Andréas Hountondji. Trainer Blessin erklärte, dass der Stürmer schon unter der Woche Knieprobleme hatte.
„Es wurde punktiert, die Flüssigkeit ist aber nicht dramatisch“, sagte er. Am Sonntag steht eine weitere Untersuchung an, danach wird entschieden, ob Hountondji zur Nationalmannschaft nachreist. „Die haben erst am Freitag, es ist eine lange Woche für ihn.“
Sportlich hätte Oladapo Afolayan dem FC St. Pauli bei der Niederlage am Samstag helfen können, hätte er sich nicht selbst im Weg gestanden.
Trainer Blessin nannte disziplinarische Gründe für seine Nichtberücksichtigung beim Warmmachen. „Was soll ich machen?“ meinte er ratlos.
Afolayan war zu einem Treffen unpünktlich erschienen. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, so Blessin. Um was für eine Art Meeting es sich handelte, wurde nicht genannt.
Karol Mets fehlt dem FC St. Pauli seit fast einem Jahr wegen hartnäckiger Patellasehnen-Probleme. Gegen Bayer Leverkusen stand er erstmals wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Auch ohne Spielpraxis wurde er für die estnische Nationalmannschaft nominiert. Trainer Blessin sagte, man habe mit Mets gesprochen, wolle aber nicht festlegen, ob er Einsatzzeiten vor dem Spiel gegen Italien bekommt. Das hänge davon ab, ob er bei den Profis oder in der U23 spielt.
Die personelle Lage bei den Kiezkickern bleibt angespannt: Gegen Werder Bremen fallen weiterhin Langzeitverletzte wie David Nemeth sowie Jackson Irvine und Ricky-Jade Jones aus.
„Jackson macht Fortschritte, ist im Plan“, so Blessin. Gleiches gelte für Jones, der in zwei Wochen ins Mannschaftstraining zurückkehren könne.
Adam Dzwigala war leicht angeschlagen, wird aber sicher mitreisen.
Mit James Sands hat der FC St. Pauli einen weiteren Nationalspieler zu bieten: Der US-Amerikaner wurde erstmals in den Kader der Nationalmannschaft berufen, bestätigte Trainer Blessin.
„Das freut mich sehr, weil er viel dafür getan hat. Das ist eine Anerkennung für seine Arbeit. Ich hätte auch Mauricio Pochettino anrufen können, aber er hat es selbst erkannt“, erklärte der Coach.
Die USA bestreiten zwei Länderspiele gegen Ecuador (11. Oktober) und Australien (15. Oktober), wo möglicherweise ein Duell zwischen Sands und Metcalfe ansteht.
Gute Nachrichten für Andréas Hountondji: Durch eine Wertung im Westen Afrikas darf Benin weiter von der WM 2026 träumen.
Südafrika wurde wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Akteurs im Qualifikationsspiel gegen Lesotho bestraft, das 2:0 wurde mit 0:3 gewertet. Benin übernahm dadurch die Tabellenführung in der Gruppe C.
Scott Banks konnte sich am Millerntor noch nicht durchsetzen und wurde in die englische dritte Liga zum FC Blackpool ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln.
Dort zeigte der 24-Jährige gute Leistungen, erzielte im Pokal einen Doppelpack und wurde Mitte September erstmals in der Liga von Beginn an eingesetzt. Bei diesem Einsatz zog er sich jedoch eine Verletzung zu, die etwa vier Wochen Pause bedeutet.
FC St. Paulis Athletiktrainer Karim Rashwan erhielt vom DFB für ein Bundesliga-Spiel ein Innenraumverbot.
Ihm wurde unsportliches Verhalten vorgeworfen: Er hatte sich im Spiel gegen Bayer Leverkusen nach einer nicht gegebenen Ecke heftig beim vierten Offiziellen beschwert und bekam die Rote Karte.
Die Aufstellungen für das Spiel gegen Bayer Leverkusen:
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Hountondji, Pereira Lage
Leverkusen: Flekken – Quansah, Badé, Tapsoba – Tape, Andrich, Aleix Garcia, Grimaldo, M. Tillman, Ben Seghir – Schick
Schiedsrichter Martin Petersen pfeift das Heimspiel am Samstag um 15:30 Uhr.
Für ihn und den FC St. Pauli ist es das zehnte gemeinsame Spiel. Die Statistik spricht tendenziell für den FCSP: In neun Begegnungen gab es vier Unentschieden, zwei Niederlagen und drei Siege für St. Pauli.
TAG24-Tipp:
Die Redaktion rechnet damit, dass die Niederlagenserie unter Petersen auf zwei Spiele begrenzt bleibt. Die Kiezkicker werden mit der Unterstützung des heimischen Publikums mindestens einen Punkt gegen die Werkself holen.
Robert: 1:1
Alice: 2:1
Oliver Kahn war zu Gast in der Kult-Talkshow „Inas Nacht“ und wurde zur großen Hamburger Frage befragt: HSV oder St. Pauli?
„Das ist eine gemeine Frage“, antwortete der Torwart-Titan und blickte zurück auf seine Zeit bei Karlsruher SC. „Als wir noch gegen St. Pauli im alten Stadion gespielt haben, war die Kabine kleiner als hier. Man musste durch eine Kneipe auf den Platz, das hatte schon was.“
Die Atmosphäre beeindruckte Kahn. „Da ging die Post ab, und ich habe mal das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte kassiert.“
Am 12. April 1992 erzielte Dirk Zander nach zwölf Sekunden für St. Pauli das 1:0, Kahn stand noch nicht einmal im Tor.
Generell lobte der ehemalige Bayern-Keeper den Verein: „Was die aufgebaut haben, ist wirklich stark.“
Nach der Niederlage in Stuttgart zeigte sich die Mannschaft in den Trainingseinheiten selbstkritisch und motiviert, die Leistung zu verbessern, berichtete Trainer Alexander Blessin.
Er sieht im Sommer-Umbruch und Trainerwechsel bei Bayer Leverkusen eine Chance, da die Mannschaft noch in der Findungsphase sei. „Das hat man gegen Gladbach gesehen. Für uns ist das eine Möglichkeit, da noch zu punkten.“
Bayer Leverkusen musste sich gegen Gladbach mit einem Remis begnügen.
Der FC St. Pauli hat den Vertrag mit Abwehrspieler Hauke Wahl verlängert, teilte der Verein am Montag mit.
Der 31-jährige Hamburger wechselte zur Saison 2023/24 von Holstein Kiel zum FCSP und wurde schnell zum Leistungsträger. Er trug maßgeblich zum Aufstieg und Klassenerhalt bei, absolvierte bislang 77 Pflichtspiele, davon 37 in der Bundesliga.
Wahl erklärte: „Es waren zwei sehr schöne und erfolgreiche Jahre, in denen sich der Verein und ich weiterentwickelt haben. Es war für mich immer klar, über die Saison hinaus zu bleiben. In meiner Heimatstadt Hamburg Bundesligafußball zu spielen, ist ein Traum.“
Die Niederlagenserie hält an: Im zehnten Bundesliga-Jahr hat St. Pauli am vierten Spieltag erneut nicht gewinnen können und verlor am Freitag mit 0:2 beim VfB Stuttgart.
In früheren Jahren gelang den Kiezkickern maximal ein Punkt am vierten Spieltag, etwa gegen Bayer Uerdingen (1:1, 1990/91), den HSV (1:1, 2010/11) und RB Leipzig (0:0, 2024/25).
Gegen Saarbrücken, Karlsruhe, Gladbach, Bayern und Stuttgart gab es Niederlagen.
Danel Sinani hatte einen schwachen Auftritt und musste etwa 15 Minuten vor Schluss nach einem Zweikampf ausgewechselt werden.
Trainer Blessin erläuterte: „Er hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, das tat weh.“ Sinani wurde behandelt, ging aber humpelnd vom Platz.
Seine Auswechslung war ohnehin geplant, da die Offensive insgesamt nicht gut funktionierte. Gegen Leverkusen dürfte er wieder dabei sein.
Andréas Hountondji blieb erstmals nach drei Toren in drei Spielen ohne Treffer.
Er kam schwer ins Spiel und wurde nach etwa 60 Minuten ausgewechselt, für ihn kam Martijn Kaars. Hountondji stellte jedoch einen neuen Bundesliga-Geschwindigkeitsrekord für St. Pauli auf: 35,4 km/h, schneller als Philipp Treu mit 34,68 km/h.
Vor dem Spiel gegen Stuttgart fehlen weiterhin zahlreiche Profis.
Trainer Blessin bestätigte, dass Jackson Irvine wegen muskulärer Probleme ausfällt, ebenso Karol Mets, der sich jedoch auf dem Weg der Besserung befindet. Abdoulie Ceesay stand erst zwei Einheiten wieder im Mannschaftstraining.
Ricky-Jade Jones macht Fortschritte, und David Nemeth durchläuft einen langwierigen Rehabilitationsprozess.
Besser sieht es bei Andréas Hountondji aus, der am Dienstag nur eingeschränkt trainieren konnte und einsatzbereit ist.
Der FC St. Pauli ist mit sieben Punkten aus drei Spielen gut in die Saison gestartet und beeindruckt Experten.
Christoph Kramer sagte im Podcast „Copa TS“ von Tommy Schmidt: „St. Pauli spielt bis in die 30er Spieltage um Europa mit. Ich habe alle drei Spiele gesehen, und das gefällt mir richtig gut.“
Er lobte den facettenreichen Fußball, die gute Defensive und das hohe Pressing sowie den Spielaufbau von hinten heraus.
Obwohl viele Neuzugänge unbekannt waren, hat Kramer sich mit den Spielern anfreunden können und findet, dass es Spaß macht, ihnen zuzuschauen.
Andréas Hountondji erzielte in seinen ersten drei Spielen jeweils ein Tor – ein Novum für den FC St. Pauli.
Gegen Augsburg hatte er allerdings in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten, traf oft falsche Entscheidungen und verschoss einen Elfmeter, bei dem der Abpraller glücklich zu ihm zurückkam.
Zur Halbzeit wurde er ausgewechselt. Trainer Blessin begründete: „Andreas hatte nicht die gewohnten Tiefenläufe, kam oft zum Ball, war nach den Länderspielen müde.“
Hountondji zeigte sich mit der Auswechslung einverstanden. Trainer Blessin brachte Martijn Kaars ins Spiel, der eine weitere Offensivoption darstellt.
Vor Spielbeginn gegen Augsburg gab es eine Gedenkminute für Regisseur Tarek Ehlail (†43), der am 29. August bei einem Unfall ums Leben kam.
Ehlail war in der Hamburger Filmszene bekannt, insbesondere für „Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor“, ein Film über den FC St. Pauli, der 2011 beim Max-Ophüls-Festival gezeigt wurde.
Vor dem Derby gegen den HSV spazierte Joel Chima Fujita barfuß über den Rasen im Volksparkstadion in Richtung HSV-Fans.
„Ich habe mir die HSV-Fans angeschaut, aber das hat mich nicht gestört“, sagte der Japaner in einem vereinseigenen Video.
Er macht das vor jedem Spiel, außer bei schlechten Platzverhältnissen, da fühle er die Energie nicht so gut.
Seine Routine diene dazu, die Atmosphäre und die Qualität des Rasens zu spüren. Beim Heimspiel am Millerntor wird es freundlicher zugehen.
Mit gemischten Gefühlen fliegen die weiteren vier St.-Pauli-Nationalspieler am Mittwoch zu ihren Teams.
Torwart Nikola Vasilj verlor mit Bosnien-Herzegowina das Spitzenspiel gegen Österreich mit 1:2 – das erste Mal in fünf Spielen.
Bosnien-Herzegowina liegt punktgleich, aber mit einem Spiel mehr, an der Tabellenspitze.
Andréas Hountondji feierte mit Benin einen 4:0-Sieg gegen Lesotho und erzielte seinen dritten Länderspieltreffer, wodurch Benin auf Rang zwei kletterte und von den Play-offs träumen darf.
Connor Metcalfe gewann mit Australien auch das zweite Spiel gegen Neuseeland mit 3:1 und spielte 86 Minuten.
Joel Chima Fujita stand gegen Mexiko nicht auf dem Platz, spielte aber gegen die USA durch – konnte die 0:2-Niederlage jedoch nicht verhindern.
Für Danel Sinani lief der Abend bitter: Mit Luxemburg verlor er gegen die Slowakei trotz starker Leistung mit 0:1.
Sinani spielte durch, traf zweimal nur den Pfosten und kassierte in der Nachspielzeit seine zweite Gelbe Karte, wodurch er das Hinspiel gegen Deutschland verpassen wird.
Teamkollege Arkadiusz Pyrka hatte keinen Einsatz beim 3:1-Polensieg gegen Finnland.
Mit einem 6:0-Erfolg gegen San Marino feierte Nikola Vasilj mit Bosnien-Herzegowina einen gelungenen Start in die WM-Qualifikation.
Der Torwart hielt seinen Kasten sauber, musste aber nur vier Schüsse abwehren und erlebte einen ruhigen Abend.
Andréas Hountondji wurde beim 1:0-Sieg Benins gegen Simbabwe in der 54. Minute ausgewechselt.
Danel Sinani und Luxemburg starteten mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Nordirland in die WM-Qualifikation.
Sinani lieferte die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:1.
Arkadiusz Pyrka wurde erstmals für das Nationalteam nominiert, saß aber beim überraschenden 1:1 in den Niederlanden auf der Bank.
Connor Metcalfe spielte 74 Minuten für Australien gegen Neuseeland, Elias Saad erzielte für Tunesien beim 3:0 gegen Liberia sein erstes Länderspieltor per Freistoß.
Die DFL hat die Spieltage sechs bis zwölf terminiert – St. Pauli trifft dabei dreimal samstags um 15:30 Uhr an. Die Saison beginnt im Oktober bei Werder Bremen.
Schlechte Nachrichten: David Nemeth musste sich einer Operation an der linken Adduktorensehne unterziehen und fällt vorerst aus.
Der Abwehrspieler hatte seit zwei Wochen Probleme, weshalb diese Entscheidung getroffen wurde.
Die zweite DFB-Pokalrunde führt St. Pauli am 28. Oktober um 20:45 Uhr gegen Hoffenheim am Millerntor.
Trainer Blessin lobte nach dem 1:1 gegen Holstein Kiel in einem Testspiel besonders die erste Halbzeit und die wichtige Leistung von James Sands im zentralen Mittelfeld.
In der zweiten Hälfte hatte die Mannschaft Probleme und lief viel dem Ball hinterher, dennoch sei es ein guter Test ohne Verletzungen gewesen.
Das Testspiel endete 1:1, wobei Markus Müller für Kiel in der 56. Minute ausglich.
Beide Trainer wechselten zur Halbzeit umfangreich durch.
Das Testspiel in Kiel begann mit folgender Startelf bei St. Pauli:
Voll – Dzwigala, Robatsch, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Schmitz, Ahlstrand, Pereira Lage – Kaars, Afolayan
Klar, wir versorgen Euch weiterhin mit allen News rund um Euren Lieblingsverein.