St.-Pauli-Blog: Siegtreffer in letzter Minute – Boukhalfa glänzt weiterhin
Hamburg – Am Sonntag unterlag der FC St. Pauli im Duell gegen Union Berlin und erlitt damit die achte Niederlage in Folge in dieser Saison.
Dies stellt einen Negativrekord in der Historie des Kiezklubs dar. Das nächste Spiel bestreiten die Hamburger in der Allianz Arena gegen den Spitzenreiter Bayern München.
In unserem St.-Pauli-Blog findet Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und weitere Neuigkeiten vom Millerntor.
Carlo Boukhalfa (26) zeigt weiterhin starke Leistungen! Am Sonntag erzielte der ehemalige Kiezkicker per Elfmeter in der 89. Minute den entscheidenden Treffer zum 1:0-Heimsieg des FC St. Gallen gegen den FC Lausanne-Sport. Die Espen halten damit weiterhin den dritten Tabellenplatz.
Für Boukhalfa war es bereits sein sechstes Saisontor im 13. Spiel, während er in seinen drei Jahren bei St. Pauli lediglich vier Treffer in 56 Einsätzen erzielen konnte.
Ebenso erfreulich: Nach seiner Verletzung feierte Lukas Daschner (27) sein Comeback und kam in der 41. Minute ins Spiel.
Gegen Union Berlin stand der lange ausgefallene Kapitän erstmals wieder in der Startelf, konnte jedoch eine erneute Niederlage der Kiezkicker nicht verhindern.
"Ein Unentschieden hätte unserem Spielverlauf entsprochen", resümierte ein sichtlich enttäuschter Jackson Irvine nach der 0:1-Niederlage am Sonntag. "Wir hatten heute etwas Pech. Es lief einfach nicht für uns. Uns fehlte ein wenig Selbstvertrauen, Überzeugung und vielleicht auch etwas Glück – von allem ein bisschen."
Beim Gegentor war er zu weit vom Torschützen entfernt. Rani Khedira stand viel zu frei, als ihm nach einem Einwurf der Ball über Umwege zugespielt wurde und ins Tor ging.
Dennoch wolle man sich nicht auf die Rückschläge konzentrieren, sondern optimistisch nach vorne blicken, so der Kapitän. "Wir müssen weiterhin an uns glauben und uns gegenseitig antreiben. Was geschehen ist, können wir nicht ändern, aber nächste Woche haben wir erneut die Chance, ein Spiel zu gewinnen."
Die Aufstellungen für das Spiel FC St. Pauli gegen Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) kehrt nach langer Verletzungspause erstmals wieder in die Anfangsformation zurück.
FC St. Pauli Aufstellung: Vasilj – Mats – Wahl – Sands – Irvine (C) – Smith – Pyrka – Fujita – Oppie – Hountondji – Pereira Lage
Union Berlin Aufstellung: Ronnow – Leite – Doekhi – Kemlein – Burke – Khedira – Ansah – Querfeld – Rothe – Illic – Trimmel (C)
Die Partie am Sonntagabend um 17:30 Uhr wird von Schiedsrichter Tobias Stieler geleitet, der für St. Pauli eine bedeutende Begegnung pfeift.
Der erfahrene Referee hat bisher erst fünf Partien der Kiezkicker betreut (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen), was daran liegt, dass er zuvor lange in Hamburg wohnte. Anfang des Jahres zog der Jurist jedoch nach Sölden bei Freiburg im Breisgau.
Daher verschoben sich seine sogenannten "Ansetzungssperren". Nun darf Stieler wieder beide Hamburger Vereine pfeifen, allerdings nicht mehr die Spiele von Julian Schusters Mannschaft. Nach seinem Einsatz im März gegen Borussia Dortmund wird die heutige Begegnung seine zweite nach dem Umzug sein.
Unter seiner Leitung verloren die Braun-Weißen zuletzt mit 0:2.
Nikola Vasilj (29) kehrte mit gemischten Gefühlen von seiner Länderspielreise zurück, da Bosnien-Herzegowina durch einen späten Gegentreffer knapp die direkte WM-Qualifikation verpasste.
Dem Torwart und seinem Team stehen im März noch zwei Playoff-Spiele bevor. Im Halbfinale treffen sie zunächst auf Wales, der Sieger spielt gegen den Gewinner der Begegnung zwischen Italien und Nordirland, wie die Auslosung am Donnerstag ergab.
Nach und nach kehren die Nationalspieler des FC St. Pauli zum Training an der Kollaustraße zurück. Besonders gut gelaunt zeigte sich Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.
Das blieb auch seinen Mitspielern nicht verborgen, wie ein Instagram-Video zeigt: Nikola Vasilj (29) kam nach einer emotionalen Achterbahnfahrt direkt zu Ceesay und lobte dessen Entwicklung.
Kurz darauf traf auch Danel Sinani (28) ein und gratulierte dem Torschützen. Ceesay bedankte sich, fragte aber scherzhaft, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert habe. Die Antwort: "Der nervt mich alle fünf Minuten."
Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Quali einen Rückschlag hinnehmen musste, waren auch sechs weitere Kiezkicker im Einsatz.
Connor Metcalfe und Jackson Irvine erlebten mit Australien eine Enttäuschung, als die Socceroos gegen Kolumbien mit 0:3 verloren. Beide Spieler wurden vorzeitig ausgewechselt.
Karol Mets wurde beim 4:2-Erfolg Estlands auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt. Joel Chima Fujita kam beim 3:0-Sieg Japans gegen Bolivien erst in der 77. Minute aufs Feld.
Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit einem Doppelpack – seine Tore zwei und drei im siebten Länderspiel. Andreas Hountondji musste mit Benin eine 0:3-Niederlage gegen Burkina Faso hinnehmen.
Mit Bosnien-Herzegowina verpasste Nikola Vasilj die direkte WM-Qualifikation. Im dramatischen Gruppenspiel in Österreich reichte es nur zu einem 1:1, sodass nun die Playoffs anstehen.
Nach einer frühen Führung durch Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic (12. Minute) hielt Vasilj lange dicht, doch Michael Gregoritsch erzielte in der 77. Minute den Ausgleich, der den Gastgebern den Gruppensieg sicherte.
Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation enttäuschend. Das letzte Gruppenspiel in Nordirland wurde mit 0:1 verloren.
Luxemburg blieb somit ohne Punkte und belegte den letzten Gruppenplatz hinter der deutschen Nationalmannschaft. Die Leistungen des Teams spiegelten dieses Ergebnis allerdings nicht wider, denn sie hätten sich durchaus den einen oder anderen Punkt verdient.
Traurige Nachrichten aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin starb am Samstag während eines Benefizspiels in seiner Heimat, wie der ukrainische Fußballverband bekanntgab.
Der einstige Mittelfeldspieler war plötzlich zusammengebrochen und verstarb trotz sofortiger medizinischer Versorgung.
Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli sowie Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.
Nach zuletzt schwachen Leistungen im St.-Pauli-Trikot konnte Torwart Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft etwas Selbstbewusstsein tanken. In der WM-Quali gewann Bosnien-Herzegowina mit 3:1 gegen Rumänien.
Vasilj zeigte einige starke Paraden und kann weiter von einer WM-Teilnahme träumen: Am Dienstag (20:45 Uhr) steht das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich an. Die Playoffs sind bereits sicher, ein Sieg würde jedoch die direkte Qualifikation bedeuten.
Außerdem waren am Samstag Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit Australien aktiv. Im Testspiel gegen Venezuela unterlagen sie mit 0:1. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute aufs Feld.
Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen als Präsident des FC St. Pauli bestätigt.
Er hatte keine Gegenkandidaten. 894 von fast 1000 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten für den seit 2014 amtierenden Clubchef, der damit seine vierte und letzte Amtszeit antritt.
Neben der Wahl stellte Göttlich die langfristigen Pläne für den Ausbau des Millerntor-Stadions vor. Ziel sei eine Kapazität von 40.000 bis 50.000 Plätzen.
Für Danel Sinani wird das Spiel gegen Deutschland eines der Highlights seiner Karriere sein. Der Kiezkicker steht in der Startelf der luxemburgischen Nationalmannschaft.
Das Hinspiel hatte er wegen Gelb-Sperre verpasst.
Für Karol Mets verlief der Abend in Norwegen enttäuschend: Estland verlor mit 1:4. Erling Haaland und Alexander Sørloth trafen jeweils doppelt, lediglich Robi Saarma gelang der Ehrentreffer.
Besser schnitt Joel Chima Fujita ab, der beim 2:0-Testspielsieg Japans gegen Ghana in der 68. Minute eingewechselt wurde.
Während der aktuellen Länderspielpause verzichtet der FC St. Pauli auf ein Testspiel, in der Winterpause ist dies anders.
Wie der Verein mitteilte, spielen die Kiezkicker am 4. Januar (15:30 Uhr) eine Art Generalprobe gegen Werder Bremen am Millerntor, bevor eine Woche später die Saison gegen RB Leipzig beginnt.
Während der nächsten Länderspielpause sind acht Spieler von St. Pauli für ihre Nationalmannschaften im Einsatz, darunter Qualifikations- sowie Freundschaftsspiele.
Die Übersicht:
Jackson Irvine und Connor Metcalfe: Testspiele mit Australien gegen Venezuela (15. November, 2 Uhr) und Kolumbien (19. November, 2 Uhr)
Karol Mets: WM-Qualifikation mit Estland gegen Norwegen (13. November, 18 Uhr) und Testspiel gegen Zypern (18. November, 19 Uhr)
Joel Chima Fujita: Freundschaftsspiele mit Japan gegen Ghana (14. November, 11:20 Uhr) und Bolivien (18. November, 11:15 Uhr)
Abdoulie Ceesay: Testspiel mit Gambia gegen Kuwait (18. November)
Andréas Hountondji: Testspiel mit Benin gegen Burkina Faso (18. November)
Danel Sinani: WM-Quali mit Luxemburg gegen Deutschland (14. November, 20:45 Uhr) und Nordirland (17. November, 20:45 Uhr)
Nikola Vasilj: WM-Qualifikation mit Bosnien-Herzegowina gegen Rumänien (15. November, 20:45 Uhr) und Österreich (18. November, 20:45 Uhr)
Wie üblich werden die Aufstellungen eine Stunde vor Spielbeginn veröffentlicht. Beide Teams starten mit folgender Elf:
SC Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Lienhart, Günter – M. Eggestein, Manzambi, Beste, Y. Suzuki, Grifo – Adamu
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Metcalfe – Kaars, Pereira Lage
Bei den Kiezkickern rücken Pyrka, Metcalfe und Kaars für Saliakas (Adduktorenverletzung), Sinani und Afolayan (beide Bank) in die Startformation.
Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag hat St. Pauli mit Personalproblemen zu kämpfen. Neben David Nemeth wird auch Adam Dzwigala weiterhin fehlen.
Trainer Alexander Blessin erklärte: „Er hat muskuläre Beschwerden im seitlichen Bauchbereich. Anfangs war es schmerzhaft, aber mittlerweile kann er sich wieder bewegen. Wie lange seine Ausfallzeit noch dauert, ist unklar.“
Auch bei Manolis Saliakas gibt es noch Fragezeichen. „Wir müssen sehen, wie es bei ihm aussieht.“
Positiv läuft es bei Ricky-Jade Jones, der sein Rehabilitationsprogramm absolviert hat. „Wir wollen ihm die Länderspielpause noch geben. Ich bin guter Dinge, dass er spätestens danach wieder zur Verfügung steht“, so Blessin.
Die Genossenschaft des FC St. Pauli hat die Mehrheit am Millerntor-Stadion übernommen, wie der Klub am Donnerstag mitteilte.
Somit besitzen die Mitglieder nun offiziell die Arena. Der Verein bezeichnete dies als einen „historischen Moment“.
Wilken Engelbracht, kaufmännischer Geschäftsführer, betonte, dass der Verein dadurch wichtige Investitionen aus eigener Kraft vorantreiben könne, etwa den Ausbau des Leistungszentrums an der Kollaustraße.
St.-Pauli-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Mittwoch die genauen Anstoßzeiten der Bundesliga-Spieltage 13 bis 19 bekanntgegeben, darunter auch das Rückspiel im Stadtderby gegen den HSV im Januar.
Die Spiele im Überblick:
In der vergangenen Saison zählte Nikola Vasilj zu den besten Torhütern der Bundesliga und überzeugt auch in dieser Spielzeit trotz einiger Fehler.
Kein Wunder, dass andere Clubs auf ihn aufmerksam geworden sind. Laut SportBild beobachten derzeit die Premier-League-Vereine FC Brentford und Brighton & Hove Albion, bei denen Ex-Trainer Fabian Hürzeler an der Seitenlinie steht, den Schlussmann.
Sein Vertrag läuft noch bis zum kommenden Sommer, sein Marktwert liegt bei rund 4,5 Millionen Euro.
Eine bittere Nachricht für die Kiezkicker: Abwehrspieler Adam Dzwigala fällt wegen einer Bauchmuskelverletzung mehrere Wochen aus. Schon am Samstag fehlte der Pole im Kader bei der Niederlage gegen Gladbach.
Wann er wieder einsatzbereit ist, bleibt unklar. Für das Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag steht er definitiv nicht zur Verfügung, ob er nach der Länderspielpause gegen Union Berlin wieder dabei sein kann, ist offen.
Bei der 0:4-Klatsche gegen Gladbach versagte nicht nur die Mannschaft, sondern auch die halbautomatische Abseitstechnologie am Millerntor. Beim 0:1 durch Haris Tabakovic lieferte sie ein falsches Ergebnis.
„Das ist natürlich ärgerlich, denn man zahlt ja dafür, um verlässliche Entscheidungen zu bekommen“, erklärte St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich gegenüber Sky. „Wenn das nicht der Fall ist, darf man auch fragen, ob man das Geld vielleicht zurückbekommt.“
Dies war bereits das dritte Mal in dieser Saison, dass die Technik versagte. Der DFB erläuterte, dass beim Check der Abseitsentscheidung in der 15. Minute eine falsche Abseitslinie gezogen wurde, weil sie am falschen Abwehrspieler angelegt war.
Der Videoassistent stellte den Fehler beim Plausibilitätscheck fest und korrigierte die Linie selbst. Göttlich meinte, er sei gespannt, welche Erklärung die Schiedsrichter-GmbH dafür findet, obwohl sie in dieser Saison mehr Geld erhalten habe.
Sky-Experte Dietmar Hamann sprach sogar von einer „Wettbewerbsverzerrung“, wenn die Abseitstechnologie an acht Stadien funktioniere, in einem aber nicht – und das konstant.
Gerade erst traf St. Pauli in der Bundesliga auf Borussia Mönchengladbach, Anfang Dezember kommt es zum Wiedersehen im DFB-Pokal-Achtelfinale.
Sportchef Andreas Bornemann sagte dazu: „Der Pokal ist ein großartiger Wettbewerb, in dem wir natürlich versuchen wollen, ins Viertelfinale einzuziehen – auch wenn unser Fokus aktuell auf der Liga liegt.“
Trainer Alexander Blessin blickt der Rückkehr nach Gladbach gespannt entgegen: „Auswärts bei Gladbach zu spielen, ist eine große Herausforderung. Natürlich hätten wir lieber zu Hause gespielt, aber wir werden alles geben, um im Pokal Revanche für die Ligapleite zu nehmen.“
Gespielt wird am 2. und 3. Dezember, die genauen Anstoßzeiten werden noch bekanntgegeben.
Das 0:4 gegen Gladbach hinterließ einige Fragen beim FC St. Pauli. Trainer Alexander Blessin verlangte eine ehrliche Aufarbeitung.
Er selbst will und muss sich hinterfragen, steht aber nicht zur Debatte. „Der Cheftrainer gehört nicht dazu“, betonte Präsident Oke Göttlich im ZDF-Interview. „Wäre ich nicht darauf angesprochen worden, hätte ich nicht eine Sekunde darüber nachgedacht.“
Göttlich ordnete die Niederlagenserie realistisch ein. „So etwas kann dem FC St. Pauli eben passieren. Trotzdem tut die Niederlage weh, gerade auch wegen der Art und Weise. Wir wissen, dass wir volle Energie brauchen, um in dieser Liga zu bestehen, und das müssen wir schnellstmöglich umsetzen.“
Eine Stunde vor Spielbeginn sind die Mannschaftsaufstellungen für das Kellerduell veröffentlicht:
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie – Pereira Lage, Afolayan, Sinani
Borussia M'Gladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt, Ullrich, Honorat, Neuhaus – Tabakovic
Schiedsrichter Robert Hartmann leitet am Samstag die Partie St. Pauli gegen Gladbach.
Unter dem 40-jährigen Diplom-Betriebswirt haben die Kiezkicker eine negative Bilanz: Von 16 Begegnungen wurden nur vier gewonnen. In der vergangenen Saison pfiff Hartmann drei Spiele der Hamburger, mit zwei Unentschieden und einer Niederlage.
Der erhoffte Sieg am Dienstagabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals könnte ein „Türöffner“ für die kommenden Ligaspiele sein, ist Cheftrainer Alexander Blessin überzeugt.
„Natürlich gibt uns das keine Garantie für Punkte in den nächsten Spielen, aber insgesamt ist das ein richtiger Schub in die richtige Richtung.“
Fünf Niederlagen in Serie mit seiner Mannschaft zu erleben, sei auch für ihn neu. Der knappe Einzug ins Pokal-Achtelfinale ermögliche nun wenigstens „wieder freier atmen zu können“.
Im Idealfall könnte dieses Selbstvertrauen am kommenden Heimspiel gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr/Sky) helfen, die Negativserie zu beenden.
Folgende Startaufstellungen bestreiten die zweite DFB-Pokalrunde am Millerntor:
FC St. Pauli: Voll, Mets, Wahl, Sands, Smith, Pyrka, Fujita, Afolayan, Oppie, Metcalfe, Hountondji
TSG Hoffenheim: Baumann, Hranac, Prömel, Avdullahu, Asllani, Bernado, Lemperle, Hajdari, Prass, Kramaric, Touré
Am Dienstagabend (20:45 Uhr) treffen die Kiezkicker zum zweiten Mal binnen zwei Wochen auf die TSG Hoffenheim – diesmal in der K.O.-Runde des DFB-Pokals.
Trainer Alexander Blessin (52) nimmt eine besondere Änderung vor: Ben Voll (23) wird anstelle von Nikola Vasilj (29) im Tor stehen und die Schüsse der Kraichgauer abwehren.
Dies ändere jedoch nichts an der Nummer eins im Tor. „Ben hat sehr gut trainiert und bekommt seine Chance“, betonte Blessin. „Niko ist einer der besten Torhüter der Bundesliga und hat uns schon häufig gerettet. Ich habe mit ihm gesprochen, ob er mal einen freien Tag braucht, da er viel unterwegs war. Er will aber bei der Mannschaft sein und Ben unterstützen – das zeigt seinen Charakter. Die Torwartmannschaft ist hervorragend aufgestellt.“
Abgesehen vom langzeitverletzten David Nemeth (24) stehen alle Spieler zur Verfügung. „Wir müssen wieder als Einheit auftreten. Die Jungs ziehen mit, sind motiviert und klar im Kopf. Deshalb habe ich volles Vertrauen, dass wir den Karren aus dem Dreck ziehen.“
TAG24-Tipp:
Auch TAG24 ist überzeugt, dass die Kiezkicker genug haben, frustriert vom Platz zu gehen. Da Pokalspiele bekanntlich einen anderen Charakter haben als Ligaspiele, nutzt die Blessin-Elf die Chance, der TSG zu zeigen, was in ihr steckt. Unsere Sportreporterin tippt auf einen 2:1-Heimsieg der Hamburger.
Im Heimspiel gegen Hoffenheim unterliegen die Kiezkicker mit 0:3, unter anderem weil die Defensive zu instabil war. Läuft es plötzlich weder vorne noch hinten?
„Seit ich aus dem Nationalteam zurück bin, reden wir über defensive Stabilität, und jetzt kassieren wir drei Tore – das ist eindeutig zu viel“, zeigte sich Torwart Nikola Vasilj (29) nach dem Spiel genervt. Dass Hauke Wahl fehlte, dürfe keine Entschuldigung sein.
Auch Louis Oppie (23) kritisierte: „Wenn es vorne nicht läuft und hinten die Stabilität fehlt, wird es schwer. Wir müssen wieder investieren und alles geben, um unser Tor zu verteidigen. Zunächst müssen die Basics stimmen.“
Trainer Blessin forderte ebenfalls: „Wir brauchen eine richtige Trainingsmentalität und müssen die Intensität schnellstmöglich wieder steigern“, mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt.
So starten beide Teams um 17:30 Uhr:
FC St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Smith, La. Ritzka – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Kaars, Pereira Lage
TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Hajdari, Bernardo – Burger, Avdullahu, Kramaric, Touré – Lemperle, Asllani
Die Kiezkicker fühlen sich in Hamburg sichtlich wohl. Die Mannschaft von Alexander Blessin holte bislang alle Punkte zu Hause. Auswärts blieben die Braun-Weißen sowohl tor- als auch punktlos.
Von sieben Zählern aus sechs Spielen stammen vier vom Millerntor und drei aus dem Volksparkstadion beim HSV. Mit einem Sieg gegen Hoffenheim würde St. Pauli nicht nur das Hamburger Punkte-Konto aufbessern, sondern auch in der Tabelle am HSV vorbeiziehen.
Die Statistik spricht klar für St. Pauli: In sechs Duellen mit den Kraichgauern kassierte Hoffenheim drei Niederlagen, zwei Spiele endeten unentschieden, nur einmal ging die TSG als Sieger vom Platz.
Schiedsrichter Sven Jablonski (35) wird die Begegnung anpfeifen.
TAG24-Prognose:
Das Spiel gegen Christian Ilzers Mannschaft wird eng, doch mit dem tobenden Millerntor im Rücken schafft es die Kiez-Elf, einen knappen 2:1-Heimsieg einzufahren.
Hauke Wahl konnte lange nicht trainieren und wird am Sonntag voraussichtlich nicht auflaufen, gab Alexander Blessin am Freitag bekannt. "Er fühlt sich noch geschwächt, wir müssen sehen, wie er die Nacht übersteht.“
Jackson Irvine steht dem Team hingegen wohl zur Verfügung, nachdem er zuletzt vollständig trainiert hat. Dass Karol Mets in Estland ohne Absprache 90 Minuten spielte, stört den Trainer zwar, doch der Abwehrspieler fühle sich „super“ und ist heiß auf die Partie.
Joel Chima Fujita hat Frust über die Nationalmannschafts-Pleite, will aber seine Emotionen am Sonntag auf dem Platz abladen. Auch Benin-Nationalspieler Andréas Hountondji ist voll einsatzfähig.
David Nemeth fällt weiterhin aus, kann jedoch mittlerweile ohne Krücken gehen. „Jetzt geht es darum, am Comeback zu arbeiten, das dauert aber noch etwas“, so Blessin.
Herber Rückschlag für St.-Pauli-Stürmer Andreas Hountondji: Mit Benin verpasste er die Qualifikation für die WM 2026.
Der deutliche 0:4-Sieg Nigerias sowie der parallele Erfolg von Südafrika verhinderten die Reise in die USA.
Der Kiezkicker stand bis zur Auswechslung in der 56. Minute auf dem Platz, konnte aber nichts mehr bewirken.
Zur gleichen Zeit spielte Karol Mets mit Estland 1:1 gegen Moldau. Das Team belegt weiterhin den vierten Platz und wird vermutlich ebenfalls die WM verpassen.
Danel Sinani kehrte nach verpasstem Duell mit Deutschland in die luxemburgische Nationalmannschaft zurück. Gegen die Slowakei stand er 90 Minuten in der Startelf, konnte eine 0:2-Niederlage aber nicht verhindern.
Dies war die vierte Niederlage in Folge für Luxemburg in der Gruppe.
Karol Mets feierte nach elfmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Beim 1:3 gegen Italien wurde er in der 62. Minute eingewechselt.
Vor dem direkten Duell zwischen Connor Metcalfe und James Sands testeten Australien und die USA gegen andere Gegner.
Australien gewann trotz Unterlegenheit mit 1:0 gegen Kanada, Metcalfe spielte 83 Minuten. Sands verfolgte das 1:1 der USA gegen Ecuador von der Bank und könnte im Aufeinandertreffen mit Metcalfe sein Nationalmannschafts-Debüt feiern.
Positive Nachrichten aus Dänemark: Ex-Kiezkicker Simon Makienok ist erstmals Vater geworden, wie er auf Instagram mitteilte.
Seine Partnerin Ida-Sophia brachte am 6. Oktober einen Sohn namens Sixten zur Welt.
Andréas Hountondjis Traum von der WM-Teilnahme rückt näher. Mit einem 1:0-Sieg gegen Ruanda verteidigte Benin die Tabellenführung vor Südafrika.
Im letzten Spiel könnte bereits ein Punkt gegen Nigeria für die Qualifikation reichen, doch die „Super Eagles“ haben mit einem Sieg noch Chancen auf den ersten Platz.
Abdoulie Ceesay hingegen musste die 3:4-Niederlage Gambias gegen Gabun von der Bank aus mitansehen.
Joel Chima Fujita spielte fünf Minuten beim 2:2 Japans gegen Paraguay und erlebte den Last-Minute-Ausgleich auf dem Platz mit.
In einem dramatischen WM-Qualifikationsspiel kassierte Nikola Vasilj in der Nachspielzeit per Elfmeter den späten 2:2-Ausgleich gegen Zypern. Nach einer 2:0-Führung verlor Bosnien-Herzegowina damit die Tabellenführung an Österreich.
Arkadiusz Pyrka feierte bei seinem Debüt für Polen einen 1:0-Sieg gegen Neuseeland. Er wurde in der 73. Minute eingewechselt.
Der FC St. Pauli wurde in der Sportbranche mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet, wie der Verein am Mittwoch bekanntgab.
Die Jury ehrte den Klub als Vorreiter der nachhaltigen Entwicklung und lobte den umfassenden, verbindlichen und strukturell verankerten Ansatz, Nachhaltigkeit in allen Vereinsbereichen zu leben.
Im Merchandising und Catering setzt der Club weitgehend auf Bio-Produkte. Außerdem würdigte die Jury das Engagement in Sachen Inklusion, Barrierefreiheit und das soziale Engagement im Stadtteil.
Die ehemalige Nationalspielerin Turid Knaak war zu Gast im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt und präsentierte interessante Statistiken.
Mehrere Bundesliga-Clubs sind laut Daten besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt – allen voran der FC St. Pauli.
Spielerisch seien die Kiezkicker, die zuletzt auf Platz zehn stehen, „eines der datenseitig besten Teams der Liga“. Knaak würde auch die These von Fußballkollege Christoph Kramer unterschreiben, dass St. Pauli bis Saisonende um Europa mitspielen werde.
„Sie spielen unfassbar guten Fußball. Wenn sie ihre Chancen besser nutzen, kann das eine sehr gute Saison werden – zumindest von der Spielanlage her“, betonte sie.
Eigentlich wollte St. Pauli in der Länderspielpause ein Testspiel absolvieren, doch aufgrund vieler Nationalspieler und angeschlagener Akteure wurde die Partie gegen Hannover 96 abgesagt, bestätigte Trainer Alexander Blessin.
Stattdessen sind drei intensive Trainingseinheiten am Millerntor geplant.
Folgende Nationalspieler fehlen:
Nach der unnötigen Niederlage in Bremen war bei St. Pauli großer Frust spürbar – ebenso über die nur vierminütige Nachspielzeit, die aus Sicht der Kiezkicker viel zu kurz war.
Bereits bei der Anzeige der Nachspielzeit durch den Vierten Offiziellen zeigte Sportchef Andreas Bornemann seine Unzufriedenheit. Auch nach dem Spiel blieb die Kritik bestehen.
„Ich muss aufpassen, was ich sage“, sagte Trainer Blessin. „Mir fehlt eine einheitliche Regelung. Mal sind es zehn Minuten, die man nicht versteht, wofür, dann nur vier Minuten, die zu kurz sind. Das ist wieder eine schöne Aufteilung vom DFB. Beim nächsten Mal komme ich vielleicht mit dem Rechenschieber.“
Auch Hauke Wahl äußerte Unverständnis: „Ich habe kurz mit dem Schiedsrichter gesprochen. Er sagte, die automatische Zeit sei sogar drunter gewesen. Das kann ich nicht nachvollziehen.“
Die vierminütige Nachspielzeit wurde als zu knapp bemessen angesehen, vor allem da zwei Verletzungen behandelt werden mussten. „Der Schiedsrichter konnte mir das auch nicht wirklich erklären“, so Wahl.
Andréas Hountondji fehlte bei der 0:1-Pleite in Bremen überraschend im Kader. Trainer Blessin erklärte, der Stürmer habe Knieprobleme gehabt.
„Die Flüssigkeit im Knie ist nicht dramatisch“, sagte er. Am Sonntag steht eine weitere Untersuchung an, um zu entscheiden, ob Hountondji zur Nationalmannschaft von Benin reisen kann.
Sportlich hätte Oladapo Afolayan St. Pauli bei der Niederlage am Samstag helfen können, doch er stand aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader.
Blessin nannte als Grund, dass Afolayan bei einem Meeting unpünktlich war. „Wer zu spät kommt, wird bestraft“, sagte der Trainer. Um welche Art Meeting es sich handelte, ließ er offen.
Karol Mets fehlt St. Pauli seit fast einem Jahr mit Problemen an der Patellasehne. Beim letzten Spiel gegen Bayer Leverkusen stand er erstmals wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Trotz fehlender Spielpraxis wurde er für die estnische Nationalmannschaft nominiert. Trainer Blessin sagte, man habe mit Mets gesprochen, wolle aber noch nicht festlegen, wie viel Einsatzzeit er bekommen soll.
Die Personalsituation bei den Kiezkickern bleibt angespannt. Gegen Werder fehlen weiterhin David Nemeth, Jackson Irvine und Ricky-Jade Jones.
„Jackson macht Fortschritte, ist gut im Plan“, sagte Blessin. Gleiches gelte für Jones, der in zwei Wochen wohl wieder ins Mannschaftstraining zurückkehrt.
Bei Nemeth sprach der Trainer von einem „langwierigen Prozess“. Adam Dzwigala ist trotz grippaler Beschwerden mit dabei.
Mit Freude verkündet Trainer Alexander Blessin, dass James Sands erstmals in den Kader der US-Nationalmannschaft berufen wurde.
„Das freut mich sehr, weil er viel dafür getan hat“, sagte Blessin. „Es ist eine Belohnung für seine Arbeit.“ Die USA spielen am 11. Oktober gegen Ecuador und am 15. Oktober gegen Australien, wo es möglicherweise zum Aufeinandertreffen mit Connor Metcalfe kommt.
Gute Nachrichten für Andréas Hountondji (23): Die Nationalmannschaft Benins hat durch eine Wertung am grünen Tisch die Chance auf die WM 2026 gewahrt.
Die FIFA wertete ein Qualifikationsspiel von Südafrika gegen Lesotho (2:0) wegen eines nicht spielberechtigten Akteurs mit 0:3 für Lesotho. Damit übernahm Benin die Tabellenführung vor Südafrika.
Scott Banks konnte sich am Millerntor noch nicht durchsetzen und wurde an den englischen Drittligisten FC Blackpool verliehen, um Spielpraxis zu sammeln.
Dort überzeugte der 24-Jährige, verletzte sich aber im September bei seinem ersten Startelfeinsatz in der Liga. Trainer Steve Bruce rechnet mit einer Ausfallzeit von etwa vier Wochen.
FC St. Paulis Athletiktrainer Karim Rashwan erhielt vom DFB ein Innenraumverbot für ein Bundesliga-Spiel wegen unsportlichen Verhaltens.
Im Spiel gegen Bayer Leverkusen (1:2) hatte er sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit heftig über eine nicht gegebene Ecke beim vierten Offiziellen beschwert und wurde vom Schiedsrichter mit Rot bestraft.
Die Aufstellungen vor dem Spiel:
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Hountondji, Pereira Lage
Leverkusen: Flekken – Quansah, Badé, Tapsoba – Tape, Andrich, Aleix Garcia, Grimaldo, M. Tillman, Ben Seghir – Schick
Schiedsrichter Martin Petersen pfeift das Heimspiel gegen die Werkself am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr.
Für Petersen ist es das zehnte Spiel mit St. Pauli. Die Bilanz ist ausgeglichen: vier Unentschieden, zwei Niederlagen, drei Siege für die Kiez-Elf.
TAG24-Tipp:
Die Redaktion geht davon aus, dass die Niederlagenserie unter Petersen auf zwei Spiele begrenzt bleibt. Die Kiezkicker holen mit Heimvorteil mindestens einen Punkt gegen Leverkusen.
Robert: 1:1
Alice: 2:1
Oliver Kahn war am Donnerstagabend zu Gast in der Sendung „Inas Nacht“ und wurde zur alles entscheidenden Frage in Hamburg befragt: HSV oder St. Pauli?
„Das ist eine fiese Frage“, antwortete der Torwart-Titan und erinnerte sich an seine Erfahrungen. „Als wir noch gegen St. Pauli im alten Stadion spielten, war die Kabine kleiner als hier. Man musste zum Platz durch eine Kneipe gehen – das hatte schon seinen Charme.“
Auch die Atmosphäre beeindruckte Kahn: „Da ging die Post ab, und ich habe damals das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte kassiert.“ Am 12. April 1992 traf Dirk Zander nach zwölf Sekunden für St. Pauli, als Kahn noch gar nicht richtig im Tor stand.
Der langjährige Bayern-Keeper lobte außerdem die Entwicklung des Vereins: „Was die dort aufgebaut haben, ist wirklich stark.“
Nach der Niederlage in Stuttgart zeigten sich die Spieler in den Trainingseinheiten selbstkritisch und motiviert, es besser zu machen, berichtete Trainer Blessin.
Er sieht gegen Bayer Leverkusen eine Chance, da die Werkself nach dem Trainerwechsel noch in der Findungsphase sei. „Das hat man auch gegen Gladbach gesehen. Das ist für uns eine Chance, weil noch keine große Eingespieltheit besteht.“
Der FC St. Pauli hat den Vertrag mit Abwehrspieler Hauke Wahl verlängert, gab der Verein am Montag bekannt.
Der 31-jährige Hamburger war zur Saison 2023/34 von Holstein Kiel gekommen und wurde sofort zum Leistungsträger. Wahl trug maßgeblich zum Aufstieg und zum Klassenerhalt bei und bestritt bislang 77 Pflichtspiele, davon 37 in der Bundesliga.
Wahl erklärte: „Die letzten zwei Jahre waren sehr schön und erfolgreich. Der Verein und ich haben uns weiterentwickelt. Für mich war immer klar, dass ich bleiben will. Was kann man sich mehr wünschen, als in der Heimatstadt Hamburg Bundesliga zu spielen? Ich werde alles dafür geben, um den Klassenerhalt zu sichern.“
Auch im zehnten Bundesliga-Jahr konnte St. Pauli am vierten Spieltag nicht gewinnen: Beim VfB Stuttgart setzte es eine 0:2-Niederlage.
In früheren Jahren holten die Braun-Weißen maximal einen Punkt am vierten Spieltag, unter anderem gegen Bayer Uerdingen, den HSV und RB Leipzig.
Anders verliefen die Spiele gegen Saarbrücken, den Karlsruher SC, Gladbach, Bayern und jetzt den VfB, die allesamt verloren gingen.
Danel Sinani hatte einen schwachen Tag: Er fiel nicht so auf wie zuvor und musste etwa 15 Minuten vor Schluss nach einem Zweikampf ausgewechselt werden.
Blessin erklärte: „Er hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, das hat wehgetan.“ Sinani humpelte vom Platz. Seine Auswechslung war bereits geplant, da die Offensive nicht gut funktionierte.
Für das nächste Spiel gegen Bayer Leverkusen wird Sinani voraussichtlich wieder einsatzbereit sein.
Andréas Hountondji blieb nach drei Toren in drei Spielen erstmals ohne Treffer und zeigte sich in Stuttgart wenig aktiv.
Nach rund 60 Minuten wurde er ausgewechselt, für ihn kam Martijn Kaars. Vorher stellte Hountondji aber mit 35,4 km/h eine neue Bundesliga-Bestmarke für St.-Pauli-Spieler auf.
Der bisherige Rekordhalter war Philipp Treu mit 34,68 km/h.
Für das Spiel gegen Stuttgart fehlen weiterhin viele Spieler. Jackson Irvine fällt wegen Muskelproblemen aus, ebenso Karol Mets, der sich aber auf einem guten Weg befindet, sowie Abdoulie Ceesay, der erst zwei Trainingseinheiten absolviert hat.
Ricky-Jade Jones macht Fortschritte und ist bald wieder einsatzfähig. David Nemeth befindet sich noch in einem langwierigen Genesungsprozess.
Andréas Hountondji konnte am Dienstag zwar nur eingeschränkt trainieren, steht aber zur Verfügung.
Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen legte der FC St. Pauli einen starken Saisonstart hin, was auch Experten beeindruckt.
Christoph Kramer sagte im Podcast „Copa TS“: „St. Pauli spielt bis weit in die Saison hinein um Europa mit. Ich habe alle drei Spiele gesehen und war begeistert.“
Der Weltmeister von 2014 lobte den facettenreichen Fußball der Kiezkicker: „Sie verteidigen gut, pressen hoch und spielen mit klaren Abläufen von hinten heraus. St. Pauli macht richtig Spaß.“
Kramer hat sich an die Spieler gewöhnt und freut sich auf weitere Spiele.
Andréas Hountondji erzielte im dritten Spiel in Folge ein Tor – ein Novum für einen St.-Pauli-Stürmer –, hatte im Spiel gegen Augsburg aber Schwierigkeiten und verschoss einen Elfmeter.
Er wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Blessin meinte, Hountondji habe nach den Länderspielen für Benin etwas ermüdet gewirkt. Der Trainer brachte mit Martijn Kaars eine frische Offensivkraft.
Vor dem Anpfiff gegen Augsburg gab es eine Gedenkminute für den am 29. August verstorbenen Regisseur Tarek Ehlail (†43), der sich mit dem Film „Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor“ einen Namen gemacht hatte.
Vor dem Derby gegen den HSV sorgte Joel Chima Fujita für Aufmerksamkeit, als er barfuß auf den Rasen des Volksparkstadions ging – mitten auf die HSV-Fans zu.
Er erklärte in einem vereinseigenen Video, dass er sich die Fans angeschaut habe, das ihn aber nicht störte. Er mache das vor jedem Spiel, außer bei schlechten Platzbedingungen.
Der Mittelfeldspieler wolle so die Atmosphäre im Stadion und die Qualität des Rasens spüren – eine Routine vor jedem Spiel. Am Sonntag gegen den FC St. Pauli wird es freundlicher zugehen.
Mit gemischten Gefühlen reisen die letzten vier Nationalspieler von St. Pauli am Mittwoch ab: Nikola Vasilj verlor mit Bosnien-Herzegowina das wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich mit 1:2 – die erste Niederlage im fünften Spiel.
Obwohl punktgleich, liegt Bosnien-Herzegowina mit einem Spiel mehr weiterhin an der Tabellenspitze.
Andréas Hountondji und Benin feierten dagegen einen 4:0-Sieg gegen Lesotho und rückten auf den zweiten Tabellenplatz vor.
Connor Metcalfe gewann mit Australien sein zweites Spiel gegen Neuseeland mit 3:1 und stand 86 Minuten auf dem Platz.
Joel Chima Fujita musste gegen Mexiko zuschauen, spielte aber gegen die USA durch und konnte die 0:2-Niederlage nicht verhindern.
Für Danel Sinani lief der Abend bitter: Gegen die Slowakei zeigte er eine starke Leistung, traf zweimal den Pfosten, verlor aber mit Luxemburg 0:1 und kassierte eine zweite Gelbe Karte, die ihn im Hinspiel gegen Deutschland fehlen lässt.
Arkadiusz Pyrka hatte ebenso wenig Grund zur Freude. Polen gewann gegen Finnland, doch er stand nicht im Kader.
Nikola Vasilj feierte mit Bosnien-Herzegowina einen 6:0-Kantersieg gegen San Marino und hielt seinen Kasten sauber.
Auch Andréas Hountondji kam zum Einsatz, wurde aber beim Stand von 0:0 ausgewechselt und sah den Siegtreffer von der Seitenlinie.
Danel Sinani und Luxemburg starteten mit einer Niederlage in die WM-Qualifikation. Gegen Nordirland verlor das Team vor heimischem Publikum mit 1:3, Sinani lieferte die Vorlage zum 1:1.
Erstmals wurde Arkadiusz Pyrka für Polen nominiert, musste aber für das 1:1 gegen die Niederlande auf der Bank Platz nehmen.
Connor Metcalfe spielte 74 Minuten für Australien gegen Neuseeland und sah den Siegtreffer.
Elias Saad, der bis zum Sommer noch für St. Pauli spielte, erzielte beim 3:0-Triumph Tunesiens über Liberia sein erstes Länderspieltor – einen Traumfreistoß.
Die DFL hat die Spieltage sechs bis zwölf terminiert. Der FC St. Pauli hat zunächst keine Spitzenspiele. Dreimal treten die Kiezkicker samstags um 15:30 Uhr an. Im Oktober starten sie bei Werder Bremen.
Schlechte Nachrichten von der Kollaustraße: David Nemeth musste sich einer Operation an der linken Adduktorensehne unterziehen und wird dem Verein auf unbestimmte Zeit fehlen.
Die zweite Runde des DFB-Pokals ist terminiert: FC St. Pauli trifft am Dienstag, 28. Oktober, um 20:45 Uhr auf TSG 1899 Hoffenheim am Millerntor.
Trainer Blessin lobte nach dem 1:1 gegen Holstein Kiel die Leistung in der ersten Halbzeit, kritisierte aber die zweite Hälfte seines Teams.
Bei den zahlreichen Wechseln kamen bei St. Pauli unter anderem Ruhr, Becker, Kaba und Stevens ins Spiel.
Der FC St. Pauli verleiht Offensivspieler Scott Banks an den FC Blackpool in die englische dritte Liga, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen.
Banks war zuvor bei Crystal Palace unter Vertrag, konnte sich aber aufgrund von Verletzungen und Konkurrenz kaum durchsetzen.
Adam Dzwigala erzielte im Stadtderby gegen den HSV sein erstes Bundesliga-Tor und schaffte es in die „Elf des Tages“ des Kicker.
Der 29-Jährige zeigte sich selbstbewusst, betonte aber auch die Bedeutung der kommenden Spiele.
Im Training am Montag fehlten neben den Nationalspielern auch Hauke Wahl, Scott Banks und Karol Mets, die individuell trainierten.
Nach der Auslosung trifft St. Pauli in der zweiten DFB-Pokalrunde auf Hoffenheim am 28. oder 29. Oktober am Millerntor. Sportchef Bornemann freut sich besonders über das Heimspiel.
Die Saison hat gerade erst begonnen, doch sechs St.-Pauli-Spieler sind bereits für ihre Nationalteams unterwegs.
Die Liste und Termine umfassen WM-Qualifikation und Freundschaftsspiele.
Neuzugang Martijn Kaars machte nach seinem kurzfristigen Einsatz im Derby großen Eindruck und freut sich über den Erfolg.
Eric Smith steht offenbar im Fokus englischer Klubs, doch St. Pauli will ihn nicht vor Saisonende abgeben.
Das Derby gegen den HSV wird von einem Testspiel gegen Holstein Kiel in der Länderspielpause begleitet – allerdings ohne Zuschauer, im Livestream zu sehen.
Trainer Blessin gab Updates zu Verletzungen und Rehamaßnahmen, unter anderem bei Jackson Irvine, Karol Mets und Ricky-Jade Jones.
Ein Leak einer E-Mail über einen möglichen Transfer von Martijn Kaars sorgte für Wirbel und eine Anzeige des 1. FC Magdeburg.
Im Transferfenster wird weiterhin nach Verstärkungen gesucht – unter anderem fällt der Name Noah Weißhaupt.
Dapo Afolayan steht laut englischen Medien kurz vor einem Wechsel, nachdem er zuletzt mit schlechter Körpersprache aufgefallen war.
Ab sofort versorgen wir Euch hier im Blog mit schnellen Neuigkeiten, Trainingseindrücken, Pressekonferenz-Stimmen und Gerüchten rund um die Boys in Brown.