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Individuelle Fehler beim FCM: Die Lösung liegt auf und neben dem Spielfeld

Magdeburg – Auch bei der Pressekonferenz im Vorfeld des anstehenden Duells gegen den Karlsruher SC bleibt die Defensivleistung des 1. FC Magdeburg ein zentrales Thema. Trainer Petrik Sander (65) richtet dabei deutliche Worte an seine Mannschaft.

„Wir müssen diese individuellen Patzer abstellen, das ist die klare Aufgabe“, erläutert Sander gewohnt nüchtern. Er erinnert daran, dass Fußball nun mal ein Sport voller Fehler sei und der FCM sich häufig durch eigene Unachtsamkeiten in Bedrängnis bringe: „Ganz egal, was man macht – wenn solche groben individuellen Fehler passieren, wird es schwer. Wir können uns nicht immer auf Mateusz Zukowski verlassen.“

Für den 65-Jährigen liegt die Lösung aber nicht nur beim Einzelnen. Auch als Team sei es möglich, diese individuellen Fehler zu minimieren. Sander betont, dass es vor allem darauf ankomme, „nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern auch miteinander zu kommunizieren, wenn ein Mitspieler einen Fehler macht“. Der erfahrene Trainer weiß, dass dies „keineswegs einfach“ sei, es aber der „nächste Schritt“ sein müsse.

Eine taktische Umstellung, die womöglich zu weniger spektakulärem Fußball bei den Elbestädtern führen könnte, steht für das Trainerteam nicht zur Debatte: „Wir könnten den Bus parken, lange Bälle spielen und vorne hoffen, dass Gott oder Mateusz Zukowski helfen. Doch das entspricht nicht unserem Stil“, winkt Sander ab. Er möchte an seinem bewährten Konzept festhalten, das abgesehen von den Ergebnissen gut funktioniert.

Selbstverständlich ist dem Coach bewusst, dass der Ball in den vergangenen Partien zu häufig im eigenen Tor landete: „Die Basis ist die Abwehrarbeit. Darauf baut man Spiele auf. Wenn hinten nicht die Null steht, wird das Ganze natürlich schwieriger.“

„Ich bin überzeugt, dass es eine hohe Qualität ist, auf Schalke drei Tore zu erzielen. Wir hatten auch andere Spiele, in denen wir Rückstände nicht drehen konnten“, fasst Sander die positiven Aspekte des Spitzenspiels zusammen. „Wir waren immer in der Lage, zurückzuschlagen. Bis zum 2:4 haben wir wirklich ein starkes Spiel gezeigt.“

Zugleich beschreibt er den weiteren Weg und hebt hervor, wie wichtig der Glaube an sich selbst ist: „Wir sollten unserem Weg treu bleiben und Vertrauen schenken. Natürlich wird es Tage geben, an denen einzelne Spieler dieses Vertrauen nicht zurückgeben können. Dann darf man nicht sofort mit dem Finger zeigen, sondern muss in Gesprächen herausfinden, woran es liegt.“

Damit bekräftigt er die eingeschlagene Richtung, die offenbar nach dem Samstagsspiel festgelegt wurde. Kommunikation auf individueller Ebene ebenso wie innerhalb der Mannschaft, damit die Spieler klare Rückmeldungen zu ihren Erwartungen erhalten und die Trainer die Abläufe auf dem Platz besser verstehen können.

Seit dem 29. November warten die Anhänger des 1. FC Magdeburg vergeblich auf einen Heimsieg. Gegen den Karlsruher SC, der auswärts bislang schwächelte, haben sie nun alle Möglichkeiten in der eigenen Hand.

Tabelle 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Meister der Liga am Saisonende steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen muss in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern.