zurück

HSV-Blog: Winterzugang Grönbaek zurück im Training – Capaldo droht Blitz-Rückkehr?

Hamburg – Erleichterung pur! Nach zwei Niederlagen vor eigenem Publikum meldete sich der HSV mit einem 2:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg eindrucksvoll zurück.

Einmal mehr spielte Luka Vuskovic eine entscheidende Rolle, was auch Ex-Sportvorstand Jonas Boldt auf den Plan rief. Zudem gab es positive Nachrichten vom Trainingsgelände.

In unserem HSV-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten zu Mannschaft, möglichen Transfers und weiteren Entwicklungen im Volkspark auf dem Laufenden.

Am Dienstag startete der HSV mit der Vorbereitung auf das wichtige Spiel am Samstag gegen den 1. FC Köln. Mit von der Partie war auch der im Winter verpflichtete Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich sehr, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er benötigt noch etwa eine Woche, um uneingeschränkt mit der Gruppe zu trainieren, ohne spezielle Vorgaben. Ich hoffe, dass er bald wieder eingreifen kann“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35).

Nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnten aus Belastungsgründen Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22). Auch Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten ihr Reha-Training individuell.

Besonders Capaldo könnte gegen Köln jedoch schon wieder auf dem Platz stehen. „Es könnte passen – wir peilen eine Punktlandung an. Ziel ist, dass es funktioniert“, so Polzin, mahnte aber zugleich: „Als Trainer ist man manchmal eher Träumer als Realist.“

Beim 2:1-Erfolg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler auf dem Feld. Der Innenverteidiger war an der Entstehung beider Strafstöße beteiligt und verwandelte einen – wenn auch mit etwas Glück – selbst.

Im Gespräch bei Sky90 lobte der ehemalige HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) den jungen Kroaten: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er hob zudem die fußballerische Leidenschaft der gesamten Familie Vuskovic hervor.

Gleichzeitig übte Boldt auch Kritik an seinem früheren Klub: „Es ist fast ein bisschen riskant, ihm so viel Verantwortung aufzubürden“, erklärte er. „Er erzielte fünf sehr wichtige Tore. Beide Elfmeter gegen Wolfsburg gehen auf sein Konto.“ Obwohl Vuskovic eigentlich Verteidiger ist, spielt er eine enorm bedeutende Rolle im Offensivspiel des HSV. Wie auch Rayan Philippe (25) kommt er auf fünf Saisontore.

Insgesamt hat Vuskovic großen Einfluss auf das Team. Boldt ist überzeugt, dass der HSV ohne den 19-Jährigen nicht auf dem zehnten Tabellenplatz stehen würde: „Die zwei Spiele vor seiner Ankunft waren weit entfernt vom Bundesliga-Niveau. Er bringt einen enormen Schub.“

Christian Eriksen (34) hatte Wolfsburg zwar zunächst in Führung gebracht, doch durch zwei Elfmeter – verwandelt von Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) – drehte der HSV die Begegnung und schrieb Bundesliga-Geschichte.

Rekordhalter für die meisten Elfmeter in einem Spiel bleibt die Saison 1965/66 in der Partie zwischen Gladbach und Borussia Dortmund, als es fünf Strafstöße gab, von denen aber nur vier verwandelt wurden. Das Endergebnis lautete 5:4 für Dortmund.

Die großen Vereine stehen Schlange: Der HSV muss damit rechnen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob der junge Kroate dort bleibt, ist jedoch noch offen.

Der 19-Jährige steht inzwischen bei vielen europäischen Top-Klubs auf dem Radar, zuletzt wurde auch dem FC Barcelona Interesse nachgesagt.

Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Spekulationen: „Im Moment kann ich dazu nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin zum HSV und konzentriert sich voll auf den Verein. In genau zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihfrist und offizieller Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“

Nach dem Erfolg in Wolfsburg dürfte HSV-Profi Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert sein – denn in der Volkswagen Arena erlebte er eine Horror-Halbzeit.

Der Innenverteidiger, der gegenüber Warmed Omari (25) den Vorzug erhalten hatte, spielte sich in der 18. Minute mit einem folgenschweren Fehlpass ins Abseits, hatte dabei aber noch Glück, dass Wolfsburg daraus kein Kapital schlagen konnte.

Nur zwei Minuten später geriet er endgültig in die Pechsträhne: Beim Versuch zu klären, traf er VfL-Spieler Yannick Gerhardt (31) am Kopf, was einen Strafstoß zur Folge hatte. Christian Eriksen (34) verwandelte diesen sicher zur Führung der Gastgeber.

Elfadli erhielt für das Foul die Gelbe Karte und hätte kurz vor der Pause beinahe eine weitere Verwarnung bekommen, die einen Platzverweis bedeutet hätte. Nach einer klaren Ansage von Schiedsrichter Florian Exner (35) blieb Trainer Merlin Polzin (35) nichts anderes übrig, als den Deutsch-Libyer zur Halbzeit auszuwechseln.

Verantwortlich für die Leitung der Bundesliga-Partie zwischen VfL Wolfsburg und HSV war Schiedsrichter Florian Exner (35).

Bisher hat Exner fünf Spiele mit Beteiligung der Rothosen gepfiffen, mit einer Bilanz von drei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage.

Bei Wolfsburg sieht das Bild anders aus: In drei Begegnungen mit Exner als Unparteiischem gelang nur ein Sieg, die anderen zwei wurden verloren.

Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic (19) weitergeht, ist noch offen. Bleibt er beim HSV, um gemeinsam mit seinem Bruder Mario aufzulaufen? Wird er von Tottenham zurückgeholt? Oder wechselt er sogar zu einem ganz anderen Klub?

Sky berichtet, dass Letzteres möglich sei: Demnach beobachtet der FC Barcelona den kroatischen Abwehrspieler genau, da sich dort im Sommer eine Lücke in der Innenverteidigung auftun könnte.

Besonders spannend ist, dass Vuskovic den gleichen Berater hat wie Barca-Coach Hansi Flick (61), nämlich Pini Zahavi (83).

Eine bittere Nachricht: Der HSV muss in den kommenden Wochen auf Bakery Jatta (27) verzichten.

Wie der Verein mitteilte, zog sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung im hinteren linken Oberschenkel zu. Bereits in der 29. Minute wurde er ausgewechselt.

Unter Trainer Merlin Polzin (35) hatte Jatta lange keine Rolle gespielt, kämpfte sich jedoch Ende 2025 zurück und stand seitdem in zehn von zwölf Partien auf dem Feld.

HSV-Fans sollten aufhorchen: Die DFL hat am Donnerstag die Ansetzungen für die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga festgelegt. Der HSV tritt unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen zweimal samstags um 15.30 Uhr und einmal sonntags um 17.30 Uhr an.

Die Termine im Überblick:

Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV gegen FC Augsburg

Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart gegen HSV

Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen gegen HSV

Sören Storks (37) wird am Mittwochabend die Nachholpartie gegen Bayer 04 Leverkusen leiten.

Der Schiedsrichter aus Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen) pfiff bereits vor einigen Monaten ein Spiel der Rothosen, das Hamburg trotz Unterzahl und hitziger Schlussphase spät für sich entscheiden konnte.

Damals zeigte Storks Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem sich der Norweger viel zu robust in einem Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) verhielt.

Insgesamt hat Storks bislang erst fünf Erst- und Zweitliga-Partien mit Hamburger Beteiligung gepfiffen. Die Bilanz spricht dabei klar für den HSV: Nur einmal verlor die Mannschaft unter seiner Leitung.

Besteht Grund zur Sorge für HSV-Fans? Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich nach dem Aufstieg in die Bundesliga als einer der stärksten Keeper etabliert – doch sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Der Schlussmann erklärte kürzlich, dass Gespräche über seine Zukunft laufen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, hat der 33-Jährige im Zuge dessen seinen Berater gewechselt und sich offenbar einvernehmlich von seiner bisherigen Agentur getrennt.

Der Verein zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht. Was dies für Heuer Fernandes' Zukunft bedeutet, bleibt ungewiss: Möglicherweise will er sich dadurch eine bessere Verhandlungsposition verschaffen oder sondiert andere Optionen.

Fábio Vieira (25) trägt maßgeblich dazu bei, dass der HSV eine solide Saison spielt. Nach seiner Leihe vom FC Arsenal hat er sich zum Leistungsträger entwickelt. Doch wie sieht seine Zukunft aus?

SPORT BILD berichtet, dass der Portugiese entschieden habe, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich nach seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.

Vieira fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und kann sich vorstellen, dauerhaft zu bleiben. Das Hauptproblem ist jedoch finanzieller Natur: Die Kaufoption beträgt mehr als 20 Millionen Euro – eine Summe, die als zu hoch gilt.

Dennoch hoffen die Verantwortlichen, die Ablöse noch reduzieren zu können – insbesondere wenn Vieira selbst einen festen Wechsel anstrebt. Wie es ausgeht, bleibt offen.

Diagnose: Im Spiel gegen Leipzig zog sich Nicolas Capaldo eine Bauchmuskelverletzung zu, wie eine MRT-Untersuchung am Montag im Athletikum am Volkspark ergab.

Der Argentinier wird dem HSV laut Vereinsangaben „einige Wochen“ fehlen. Gegen RB wurde er bereits nach rund 20 Minuten ausgewechselt. Zunächst war man von einer Adduktorenverletzung ausgegangen.

So wenige Gästefans wie selten zuvor: Beim Heimspiel gegen RB Leipzig war das Volksparkstadion mit 57.000 Zuschauern zwar erneut ausverkauft, doch die Anzahl der mitgereisten Leipziger Anhänger war mit rund 1.500 sehr gering.

Zum Vergleich: Selbst der abgeschlagene Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte mit knapp 2.100 Fans mehr mit.

Bereits im März beim torlosen Unentschieden gegen SV Elversberg hatten nur etwa 1.000 Gästefans den Weg nach Hamburg gefunden.

Bittere Rückschläge: Neben der Niederlage gegen Leipzig verlor der HSV am Sonntagabend auch noch zwei Verteidiger.

Miro Muheim (27) erhielt vom Schiedsrichter Bastian Dankert (45) für ein grobes Foul seine fünfte Gelbe Karte und wird deshalb das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei, vier Spieler, die als Ersatz infrage kommen“, sagte Trainer Merlin Polzin (35).

Auch um Nicolas Capaldo (27) gibt es Sorgen: Der Argentinier musste nach wenigen Minuten mit Beschwerden im Oberschenkel- bzw. Adduktorenbereich vom Platz und wirkte sichtlich mitgenommen.

Polzin berichtete, dass sich Capaldo beim Sprint verletzt habe, und kündigte für Montag weitere Untersuchungen an. Ein Einsatz gegen Leverkusen scheint fraglich, möglicherweise droht sogar eine längere Ausfallzeit.

Schiedsrichter Bastian Dankert (45) muss im hitzigen Volkspark einen kühlen Kopf bewahren, wenn er das Duell zwischen HSV und RB Leipzig pfeift.

Die Hamburger bestritten bisher 18 Spiele mit Dankert als Unparteiischem, mit einer Bilanz von sieben Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen – eine eher negative Statistik für die Rothosen.

Leipzig dagegen absolvierte unter Dankerts Leitung 17 Partien mit einer positiven Bilanz: neun Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen.

Gute Voraussetzungen für einen weiteren glanzvollen Abend im Volkspark: Der HSV kann am Sonntag gegen RB Leipzig nahezu in Bestbesetzung antreten.

Bis auf die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) stehen laut Trainer Merlin Polzin (35) alle Spieler „heiß und einsatzbereit“ zur Verfügung.

Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss am Sprunggelenk wieder eine Option für den Kader. Ob er tatsächlich zum Einsatz kommt, entscheidet sich etwa eine Stunde vor Spielbeginn.

Positives Feedback gab es auch von Matthias Ginter (32), Profi beim SC Freiburg, der sich im Podcast „Copa TS“ lobend über den HSV äußerte.

Ginter verglich die Entwicklung des VfB Stuttgart, der vor wenigen Jahren noch Zweitligist war und mittlerweile DFB-Pokalsieger sowie Champions-League-Teilnehmer ist, mit der des HSV und traut den Hamburgern ähnlichen Aufstieg zu.

„Klar, sie haben viel mit Leihspielern gearbeitet“, sagte der 32-Jährige und bezog sich damit auf die Verpflichtungen von Luka Vuskovic (19), Fábio Vieira (25) und Co. Auch wenn es fraglich ist, ob der HSV alle Spieler halten kann, sieht er gute Voraussetzungen.

„Sie sind als Stadt, Verein und Stadion etwas ganz Besonderes“, lobte Ginter und zeigte sich überzeugt, dass der HSV bald wieder in den oberen Tabellenregionen mitmischen wird.

Auch vom Trainingsplatz kommen gute Nachrichten: Albert Sambi Lokonga (26) kehrte am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück. Am Dienstag hatte er nach seinem Außenbandriss noch individuell mit Reha-Coach Sebastian Capel gearbeitet.

„Unser Ziel ist, dass Sambi im Laufe der Woche wieder einsteigt und womöglich am Wochenende wieder im Kader steht. Bei Yussuf (Poulsen, 31) achten wir aufgrund einer langen Trainingswoche und seiner Vorgeschichte besonders auf die Belastung. Er wird ab morgen wieder mit der Mannschaft trainieren und am Wochenende zur Verfügung stehen“, erklärte Coach Merlin Polzin (35) am Dienstag.

Yussuf Poulsen (31) nahm vorerst aus Belastungsgründen kürzer, während Albert Grönbaek (24) weiterhin individuell an seinem Comeback arbeitete.

Seit über sechseinhalb Jahren spielt Daniel Heuer Fernandes (33) für den HSV und war dabei nicht immer unumstritten. Trotzdem setzte er sich regelmäßig durch und trug maßgeblich dazu bei, dass der Aufsteiger nach 23 Spieltagen deutlich über dem Strich steht.

Experte Stefan Effenberg (57) brachte den Torwart nun sogar ins Gespräch für die Nationalmannschaft: „Er hat es verdient, als Backup bei einer Weltmeisterschaft ins Blickfeld zu rücken“, sagte Effenberg im ‚Doppelpass‘. „Ferro ist zu 100 Prozent loyal, auch in schwierigen Situationen, und würde sich perfekt ins Team einfügen.“

Effenberg sieht in Heuer Fernandes einen wichtigen Erfolgsfaktor für den HSV: „Er entscheidet Spiele und holt Punkte. Es spricht nichts dagegen, ihn als dritten Torwart mitzunehmen.“

Beim HSV werden diese Worte gerne gehört – dennoch wecken seine Leistungen Begehrlichkeiten, insbesondere da sein Vertrag im Sommer ausläuft. „Wir führen gute Gespräche. Ferro weiß, was er am HSV hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist ein wichtiger Rückhalt“, betonte Sportdirektor Claus Costa (41).

Silvan Hefti (28) hatte beim HSV keine Chance und sucht sein Glück nun in der nordamerikanischen MLS bei D.C. United. Sein Debüt verlief vielversprechend.

Beim Saisonauftakt stand Hefti in der Startelf und spielte durch. Sein Team bezwang Philadelphia Union mit 1:0.

Auch Ex-Kapitän Sebastian Schonlau feierte beim 1:0-Erfolg der Vancouver Whitecaps sein erstes Mal seit August wieder ein Kaderplatz, wurde jedoch nicht eingewechselt.

Fábio Vieira (25) sorgt beim HSV immer wieder für Highlights, doch eine Verlängerung seines Aufenthalts am Volkspark ist ungewiss.

„Fabio ist ein außergewöhnlicher und fantastischer Spieler, der sich täglich besser integriert“, lobte Sportdirektor Claus Costa (41) im ‚Doppelpass‘. „Wir sind froh, dass wir ihn für ein Jahr leihen konnten.“

Vieira kam auf Leihbasis von Arsenal und der HSV besitzt eine Kaufoption über 20 Millionen Euro – zu teuer, um sie zu ziehen.

„20 Millionen für einen Spieler zu zahlen, ist unrealistisch“, sagte Costa, sieht aber trotzdem Chancen auf einen Verbleib. „Letztlich braucht es ein klares Commitment vom Spieler. Im Sommer bewerten wir die Situation neu.“

Robert Braun (30) wird am Freitagabend das Auswärtsspiel des HSV beim FSV Mainz 05 leiten. Beide Klubs pfiff er in dieser Saison bereits einmal.

Für den HSV sind die Erinnerungen nicht die besten: Das Spiel in Augsburg am 11. Spieltag endete mit einer 0:1-Niederlage. Unter Braun gewannen die Rothosen außerdem eine Zweitliga-Partie, eine weitere endete unentschieden.

Mainz dagegen erreichte unter Brauns Leitung überraschend Mitte Dezember ein 2:2 gegen Bayern München und gewann vor drei Jahren ein DFB-Pokalspiel mit ihm als Schiedsrichter.

Im Auswärtsspiel in Mainz fehlen dem HSV am Freitag die verletzten Alexander Rössing-Lelesiit (19), Albert Sambi Lokonga (26) und Albert Grönbaek (24) sowie der gesperrte Luka Vuskovic (18). Bei Kapitän Nicolás Capaldo (27) steht noch ein Fragezeichen.

Trainer Merlin Polzin (35) erklärte: „Capaldo war die Woche gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht voll mittrainieren. Er möchte unbedingt spielen und fühlt sich fit.“ Die endgültige Entscheidung sollte am Donnerstag fallen.

Capaldo kehrte schließlich auf den Trainingsplatz zurück und steht damit für die Partie in Mainz zur Verfügung.

Der Fall Jean-Luc Dompé (30) und seine Alkoholfahrt sorgten für Aufsehen. Mittlerweile arbeitet der HSV-Profi wieder daran, auf dem Platz zu überzeugen. Am vergangenen Spieltag feierte er sein Comeback und kam gegen Union Berlin (3:2) für 18 Minuten zum Einsatz.

Die Verantwortlichen scheinen ihm verziehen zu haben. Trainer Merlin Polzin (35) sagte: „Das Thema haben wir intensiv behandelt. Für mich und den Verein war klar, dass wir Haltung zeigen müssen. Trotzdem geht es nicht darum, jemanden zu verurteilen, sondern als Team zusammenzustehen – in guten wie in schlechten Zeiten.“

Dompé zeige sich einsichtig. „Mir ist wichtig, dass wir einen Cut machen, damit er wie alle anderen die Chance bekommt, sich sportlich für die Startelf zu empfehlen“, so Polzin. Ob er bereits am Freitag in Mainz spielt, ist offen. Vermutlich wird erneut Winter-Neuzugang Philip Otele (26) starten.

Gegen Mainz 05 muss Luka Vuskovic (18) wegen einer Gelbsperre zuschauen. Stand jetzt bleiben ihm damit noch elf Einsätze im HSV-Trikot – oder mehr?

Trainer Merlin Polzin (35) antwortete auf die Frage nach einem Verbleib Vuskovics: „Ich bin Optimist und glaube an fußballromantische Geschichten, auch wenn sie schwer vorstellbar sind.“

„Wir wollen unbedingt, dass er das HSV-Trikot weiterhin trägt, gerade im Zusammenspiel mit seinem Bruder Mario, der Mitte November seine Dopingsperre beendet. Beide könnten dann gemeinsam für den HSV spielen.“

Entscheidend sei aber die Absprache mit Tottenham Hotspur: „Es gibt klare vertragliche Regelungen zwischen den Vereinen. Wir sind dankbar, dass wir letzten Sommer eine Lösung gefunden haben, auch mit Tottenham. Ähnliches muss für den Sommer gelingen.“

Nach der fünften Gelben Karte im Spiel gegen Union Berlin fehlt Vuskovic dem HSV am Freitag in Mainz. Die Sperre bringt ihm aber auch einige trainingsfreie Tage.

Trainer Polzin erläuterte: „Luka hat nicht nur bei uns jedes Spiel absolviert, sondern war auch während der Länderspielzeiten viel für die Nationalmannschaften unterwegs. Es war wichtig, dass er sich jetzt eine Pause gönnt und den Kopf frei bekommt.“

Vuskovic soll am Dienstagabend nach Hamburg zurückkehren und auch die Reise nach Mainz antreten. „Er hat darum gebeten, weil er unbedingt dabei sein möchte – ein gutes Zeichen.“

Wer ihn gegen Mainz ersetzt, ist noch offen. „Daniel Elfadli ist mit dieser Position vertraut, er spielte sie zu Saisonbeginn. Auch Warmed Omari konnte heute wieder mehr trainieren und wäre eine Option für Freitag“, so Polzin.

Drei Wochen nach seiner Alkoholfahrt darf Jean-Luc Dompé (30) beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen.

Der Franzose war vorläufig suspendiert worden, nachdem bei einer Polizeikontrolle Ende Januar ein Promillewert von 1,4 festgestellt wurde. Nach seiner Entlassung aus dem Gewahrsam fuhr er mit einem E-Scooter weiter und beging eine weitere Straftat.

Der HSV verhängte neben der Suspendierung auch eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich gegen den Flügelspieler.

Winter-Neuzugang Albert Grönbaek hat sich im Training eine Faszienverletzung zugezogen und muss vorerst kürzertreten.

Eine am 11. Februar durchgeführte MRT-Untersuchung im Athleticum am Volkspark ergab die Diagnose. Der 24-jährige Offensivspieler wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen.

Ende Januar war Grönbaek per Leihe von Stade Rennes nach Hamburg gekommen.

Albert Sambi Lokonga erlitt einen Außenbandriss im Sprunggelenk und wird dem HSV einige Wochen fehlen, wie der Verein mitteilte.

Die Diagnose wurde am Montagnachmittag mittels MRT-Untersuchung im Athleticum bestätigt.

Luka Vuskovic (18) hat bewiesen, dass er beim HSV angekommen ist und sich in Hamburg immer wohler fühlt.

„Es gefällt mir sehr gut hier. Ich spreche zwar noch kein Deutsch, lerne es aber gerade. Hamburg ist wunderschön und nach Split meine absolute Lieblingsstadt“, sagte der junge Verteidiger im kroatischen ‚tportal‘. Er wohne zentral in Stadionnähe. Freunde, Familie und seine Freundin besuchen ihn häufig.

Was ihm weniger gefällt, sind die Pflichten im Haushalt: „Wenn ich alleine bin, muss ich alles selbst erledigen, da gibt es keine Alternative“, so Vuskovic.

Zum Glück helfen ihm seine Familie und Partnerin bei Besuchen, sodass er auch abseits des Spielfelds gut zurechtkommt.

Im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Samstag (0:2) musste Albert Sambi Lokonga bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Der 26-Jährige zog sich eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zu. Am Montag soll entschieden werden, wie lange der HSV-Profi ausfällt.

Die Schwere der Verletzung wird mithilfe einer Kernspintomografie bestimmt.

Im Spiel gegen Heidenheim muss der HSV neben Alexander Rössing-Lelesiit (19) und Fabio Baldé (20) auch auf Nicolas Capaldo (27) verzichten.

Der Argentinier sah im Spiel gegen Bayern München seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit als wichtiger Stammspieler im Mittelfeld. Capaldo absolvierte 17 von 19 möglichen Partien und stand nur einmal nicht in der Startelf.

Auch Jean-Luc Dompé (30) steht weiterhin nicht zur Verfügung, da er nach seiner Alkoholfahrt gesperrt ist.

1. Bundesliga Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.