HSV-Blog: Junge Dänen im Fokus der Rothosen
Hamburg – Der Klassenerhalt für den Hamburger SV ist gesichert, sodass die letzten beiden Begegnungen der Saison mit Ruhe angegangen werden können.
Währenddessen planen die Verantwortlichen bereits die Mannschaft für die kommende Spielzeit, und die Spekulationen um mögliche Neuverpflichtungen nehmen Fahrt auf.
In unserem HSV-Blog halten wir euch stets über alle aktuellen Entwicklungen rund um das Team, mögliche Transfers und Neuigkeiten aus dem Volksparkstadion auf dem Laufenden.
Mit dem gesicherten Verbleib in der Liga richtet der HSV den Blick auf die neue Saison. Dabei scheint ein junger dänischer Mittelfeldspieler ins Visier der Rothosen geraten zu sein.
Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, beschäftigt sich der Klub offenbar mit Silas Andersen (21) vom schwedischen Pokalsieger BK Häcken. Der Vertrag des 21-Jährigen läuft bis 2029, weshalb eine Ablösesumme in Millionenhöhe zu erwarten ist.
Zudem gibt es noch weitere Interessenten für Andersen, unter anderem soll der 1. FC Köln bereits im Winter erste Kontakte aufgenommen haben. Der 1,90 Meter große Mittelfeldspieler zieht also die Aufmerksamkeit mehrerer Clubs auf sich.
Der HSV bereitet sich aktuell auf das letzte Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg vor. Am Mittwoch fehlten dabei jedoch einige Profis.
So musste Otto Stange (19) aufgrund einer Erkältung pausieren, während Jordan Torunarigha (28) nach seiner Kollision mit Ansgar Knauff (24) im Spiel gegen Frankfurt eine Krafttrainingseinheit absolvierte. Trainer Merlin Polzin (35) kündigte jedoch an, dass Torunarigha am Donnerstag wieder auf dem Platz stehen soll.
Auch bei Miro Muheim (28) gibt es positive Signale: Nach der Annahme eines Saisonabbruchs kann der Schweizer nun wieder individuell trainieren. Ein Einsatz am Sonntag ist zwar möglich, aber sicher ist ein Comeback zum Saisonfinale in Leverkusen geplant.
Luka Vuskovic (19) beeindruckt mit herausragenden Leistungen und hat sich damit ins Rampenlicht gespielt. Kein Wunder, dass der HSV den jungen Kroaten gerne halten möchte – allerdings besitzen zunächst die Tottenham Hotspur die Rechte an ihm.
Die Londoner kämpfen derzeit gegen den Abstieg in der Premier League, wollen Vuskovic aber bei einem Klassenerhalt unbedingt behalten. Laut dem englischen Boulevardblatt „The Sun“ war sogar Sportdirektor Johan Lange (46) kürzlich in Hamburg, um über eine deutliche Gehaltserhöhung zu verhandeln.
Ob sich die Spurs den Verbleib des Talents sichern können, ist offen – neben dem HSV haben auch mehrere Topvereine ihr Interesse bekundet.
HSV-Sportdirektor Claus Costa (41) reiste am Montagabend nach Dänemark, um das Spiel zwischen dem FC Midtjylland und Viborg FF (3:3) zu beobachten. Dies geht aus einem Beitrag des dänischen Sportjournalisten Mathias Hauge Jacobsen hervor.
Jacobsen vermutet, dass Costa dabei vor allem den Viborg-Spieler Thomas Jörgensen (20) genau unter die Lupe genommen hat. „Er wäre eine ideale Verstärkung für den HSV“, schrieb der Journalist.
Der zentrale Mittelfeldspieler hat mit starken Darbietungen das Interesse zahlreicher Clubs geweckt – neben dem HSV soll auch die TSG Hoffenheim an ihm dran sein. Jörgensens Vertrag in Viborg läuft noch bis Sommer 2028, sein Marktwert wird auf etwa vier Millionen Euro geschätzt.
Ein herber Rückschlag ereilte Alexander Rössing-Lelesiit (19). Nachdem sich der Norweger gerade erst von einer Syndesmoseverletzung erholt hatte, zog er sich erneut eine Sprunggelenksverletzung zu und wird operiert werden müssen.
Wie der HSV am Dienstag mitteilte, hatte sich der 19-Jährige vergangene Woche beim Training erneut am Sprunggelenk verletzt. Nach Untersuchungen bestätigte sich die Diagnose.
Rössing-Lelesiit hatte sich zu Jahresbeginn in einem Derby gegen den FC St. Pauli bei einem Zweikampf verletzt und fiel seitdem aus. Er hatte zuletzt wieder ins Mannschaftstraining zurückgefunden und stand kurz vor der Rückkehr in den Kader. Nun ist jedoch erneut eine lange Pause unvermeidbar.
Der HSV plant jetzt endgültig für eine weitere Saison in der ersten Liga. Dabei sucht man unter anderem nach einem neuen Stürmer.
Nach Angaben von Sky haben die Verantwortlichen ein Auge auf Noel Futkeu (23) von Greuther Fürth geworfen. Der Angreifer erzielte in dieser Saison bereits 17 Treffer und führt zusammen mit Mateusz Zukowski von Magdeburg die Torjägerliste der 2. Bundesliga an.
Futkeu wird Fürth am Saisonende definitiv verlassen. Eintracht Frankfurt hat eine Rückkaufoption über 1,3 Millionen Euro gezogen und will den Stürmer nun profitabel weiterveräußern. Bei einem Marktwert von rund fünf Millionen Euro dürfte dies keine große Herausforderung sein.
Erfahrene Hand am Mikrofon: Schiedsrichter Deniz Aytekin (47) wird die Traditionsbegegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem HSV leiten.
Unter seiner Leitung hat Frankfurt bislang 38 Spiele absolviert, mit einer negativen Bilanz von 13 Siegen, sechs Unentschieden und 19 Niederlagen.
Für den HSV fällt die Statistik noch ernüchternder aus: In 34 Partien gelangen lediglich acht Siege, dazu neun Remis und 17 Niederlagen.
Ein Schock für die HSV-Frauen: Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin brach Abwehrspielerin Magou Doucoure (25) am Freitag noch auf dem Spielfeld zusammen.
Die Verteidigerin wurde sofort medizinisch versorgt und anschließend ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gebracht.
Per X meldete der Klub inzwischen Entwarnung. Doucoure sei beim Verlassen des Stadions im Krankenwagen bereits ansprechbar und stabil gewesen.
Im Sommer könnte der HSV eines seiner vielversprechenden Eigengewächse verlieren. Verschiedene Onlineportale, darunter „transfers_nl“, berichten, dass der niederländische Meister PSV Eindhoven Interesse an Fábio Baldé (20) zeigt. Auch einige portugiesische Spitzenclubs sollen Interesse bekunden.
Bei PSV bereitet man sich auf die Abgänge der Stammspieler Couhaib Driouech und Esmir Bajraktarevic vor und sucht nach passenden Ersatzspielern. Baldé könnte sowohl auf der Flügelposition als auch in der Außenverteidigung zum Einsatz kommen.
Der gebürtige Hamburger hat beim HSV noch einen Vertrag bis Sommer 2029 und eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro. Sein Marktwert wird jedoch auf etwa drei Millionen Euro geschätzt.
Darauf haben viele gewartet: Luka Vuskovic (19) kehrte am Dienstag nach seiner Knieprellung auf den Trainingsplatz zurück. Er absolvierte eine individuelle Einheit mit Reha-Coach Sebastian Capel.
„Wir hoffen, die Belastung bei ihm nun schrittweise steigern zu können. Wir wollen ihn behutsam wieder aufbauen. Es stehen noch drei Spiele an, daher müssen wir genau abwägen“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35) nach der Einheit. „Es gibt uns ein gutes Gefühl, dass seine Schmerzen nachgelassen haben, er Fortschritte macht und unbedingt wieder spielen möchte.“
Ob es für einen Einsatz am Samstag (15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt reicht, ist noch offen.
Voll einsatzbereit waren dagegen Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompé (30). Yussuf Poulsen (31) absolvierte noch ein reduziertes Training. „Bei ‚Yussi‘ war es heute noch etwas vorsichtiger. Wir werden ihn in dieser Saison wohl nicht mehr zu 100 Prozent fit bekommen, aber er gibt alles, um der Mannschaft zu helfen“, so Polzin. Einsätze über die volle Spielzeit schloss er aus.
Am Dienstag wurden außerdem die Trainingsumfänge von Robert Glatzel (32), Nicolas Capaldo (27) und Bakery Jatta (27) gesteuert.
Der HSV ist weiterhin auf der Suche nach einem Nachfolger für den ehemaligen Sportvorstand Stefan Kuntz (63), der Anfang Januar nach Vorwürfen sexueller Belästigung entlassen wurde.
Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, soll der Auswahlprozess kurz vor dem Abschluss stehen. Eine Aufsichtsratssitzung zur finalen Entscheidung sei bereits geplant.
Obwohl Sportdirektor Claus Costa (41) Chancen auf eine Beförderung eingeräumt wurden, deutet inzwischen alles darauf hin, dass der Verein eine externe Lösung bevorzugt.
Freudige Nachrichten von Robert Glatzel (32): Der HSV-Stürmer wird zum dritten Mal Vater. Dies bestätigte der Angreifer nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim im „Sky“-Interview.
Seinen Jubel nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch einen Elfmeter widmete Glatzel bereits dem Nachwuchs. Er hielt sich den Ball unter das Trikot und zeigte die bekannte Nuckel-Geste.
Der Offensivspieler und seine Frau Natasa haben bereits zwei Töchter, Elea (9) und Alicia (7). Diesmal erwarten sie einen Sohn, so Glatzel.
Im Bundesliga-Topspiel hat Schiedsrichter Robert Schröder (40) das Kommando auf dem Platz. Er leitet die Begegnung zwischen dem HSV und Hoffenheim.
Unter Schröders Leitung absolvierte der HSV bisher sieben Spiele mit einer leicht negativen Bilanz: zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen.
Für Hoffenheim sieht die Statistik besser aus: Von 14 Partien unter Schröder gewannen die Schwaben sieben, spielten dreimal unentschieden und verloren nur zweimal.
HSV-Profi Philip Otele wird nach seiner Roten Karte im Nordderby gegen Werder Bremen für zwei Spiele gesperrt. Dies entschied das DFB-Sportgericht am Freitag.
Die Rothosen legten gegen die Entscheidung Einspruch ein. Am Freitag fand am DFB-Campus in Frankfurt eine mündliche Verhandlung statt, bei der neben Otele auch Sportdirektor Claus Costa und Rechtsdirektor Dr. Philipp Winter anwesend waren.
Nach dem Ausfall von Abwehrchef Luka Vuskovic (19) kassierte der HSV in zwei Spielen sieben Gegentore. Wie instabil ist die Mannschaft in den entscheidenden Momenten?
Neben der Defensive fallen im Spiel gegen Hoffenheim auch Miro Muheim (28, Sprunggelenk) und Kapitän Yussuf Poulsen (31) aus. Der Einsatz von Sambi Lokonga (26) ist ebenfalls fraglich. Trainer Merlin Polzin (35) möchte sich jedoch nicht von den Ausfällen entmutigen lassen.
„Es bringt nichts, in der Vergangenheit zu verweilen. Ich habe volles Vertrauen in die Jungs, die in der Drei- oder Fünferkette spielen, dass sie das als Team auffangen“, erklärte er bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Dabei solle niemand „ersetzt“ werden, sondern jeder auf seiner Position mit seinen individuellen Stärken „gut verteidigen und Lösungen finden“.
Der HSV arbeitet mit dem bald startenden Genossenschaftsprojekt „Supporters Trust“ am Ausbau des Volksparkstadions. „Nach den erforderlichen Genehmigungen soll unmittelbar mit der Kapazitätserweiterung begonnen werden, sodass im Verlauf der kommenden Saison mehr als 58.000 Zuschauer im Stadion Platz finden können“, erklärte HSV-Präsident Henrik Köncke in einem Interview.
Die Bauarbeiten sollen bereits im Sommer starten, langfristig wird sogar eine Kapazität von über 60.000 Fans angestrebt. Zudem plant der Klub Verbesserungen bei sanitären Anlagen und im Catering.
Die Gründungsversammlung der Genossenschaft ist für den 5. Mai vorgesehen, der operative Startzeitpunkt steht jedoch noch nicht fest. Zunächst werden 18.870 Anteile zu je 887 Euro ausgegeben. Der Verein rechnet mit Einnahmen von etwa 16 Millionen Euro.
Bereits jetzt haben sich neben Vereinsikonen wie Horst Hrubesch auch Trainer Merlin Polzin und einzelne Spieler an dem Projekt beteiligt.
HSV-Profi Philip Otele (27) hatte im Nordderby bei Werder Bremen nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte erhalten. Schiedsrichter Florian Exner (35) hatte nach Ansicht der Bilder „rohes Spiel“ geahndet.
Das DFB-Sportgericht verhängte zu Wochenbeginn eine Zwei-Spiele-Sperre. Der HSV reichte jedoch Einspruch ein und machte klar, nur einer Sperre über eine Partie zuzustimmen.
Am Freitag wird der Fall mündlich verhandelt, dann fällt das endgültige Urteil.
Verstärkt sich der HSV mit einem jungen Talent von Paris Saint-Germain? Laut der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ sollen die Rothosen Interesse an Mathis Jangéal (17) zeigen.
Der Offensivspieler, der bereits zwei Einsätze für die Profis des Champions-League-Siegers absolvierte, gilt als großes Talent und wird von zahlreichen Klubs umworben.
Auch das „Hamburger Abendblatt“ berichtete über das Interesse des HSV an Jangéal, bislang sind jedoch keine konkreten Schritte bekannt. Ob ein Transfer zustande kommt, hängt auch davon ab, in welcher Liga der HSV in der kommenden Saison spielt.
Nach dem Verletzungsschock um Miro Muheim (28) bleibt auch der Einsatz von Luka Vuskovic (19) fraglich. Bei beiden Spielern ist unklar, ob sie noch in dieser Saison auflaufen können.
„Ich sehe gute Chancen, dass Luka im Endspurt noch einmal zur Verfügung stehen wird. Er ist extrem ehrgeizig und will unbedingt spielen. Daher sind wir optimistisch. Wir müssen allerdings abwarten, geduldig sein und hoffen, dass er schnell zurückkehrt“, erklärte Sportdirektor Claus Costa (41).
Ähnliche Hoffnungen hegt man auch bei Muheim: „Er wird alles dafür geben, möglichst bald wieder einsatzfähig zu sein. Im besten Fall können wir auf ihn ganz am Ende der Saison noch zählen.“
Positiv sind die Nachrichten von Alexander Rössing-Lelesiit (19). Der Nachwuchsspieler trainierte nach seiner Syndesmose-Verletzung bereits wieder mit der Mannschaft und darf auf eine baldige Rückkehr hoffen.
Außerhalb des Kaders trainieren weiterhin Yussuf Poulsen (31), Albert Sambi Lokonga (26) und Jean-Luc Dompé (30).
Eine bittere Nachricht für den HSV: Miro Muheim (28) zog sich im Derby in Bremen eine Verletzung am vorderen Syndesmoseband im rechten Sprunggelenk zu. Dies gab der Verein am Dienstag bekannt.
Für den achtfachen Schweizer Nationalspieler bedeutet die Verletzung, dass die Saison bei nur noch vier ausstehenden Spielen voraussichtlich beendet ist.
Muheim zählte in dieser Spielzeit zu den absoluten Leistungsträgern und sammelte die meisten Einsatzminuten bei den Rothosen.
Eine weitere Hiobsbotschaft: Der HSV könnte länger auf Leistungsträger Luka Vuskovic (19) verzichten müssen. Laut „BILD“ ist die Knieverletzung des Kroaten schwerwiegender als zunächst angenommen.
Ein Einsatz im kommenden Heimspiel gegen Hoffenheim (Samstag, 18.30 Uhr) gilt als sehr unwahrscheinlich. Auch bei Albert Sambi Lokonga (26, Oberschenkel) und Miro Muheim (28, Knie) steht der Einsatz auf der Kippe.
Einziger Lichtblick an einem ansonsten enttäuschenden HSV-Tag war Stürmer Robert Glatzel (32). Der Angreifer zeigte im Derby gegen Werder Bremen eine starke Leistung, gekrönt von seinem Traumtor zum 1:1-Ausgleich.
Teamkollege Nicolai Remberg (25) lobte Glatzel für sein „überragendes Spiel“, und auch Trainer Merlin Polzin (35) betonte, dass der 32-Jährige weiterhin „den Unterschied ausmachen kann“.
Trotz der Niederlage zeigte sich Glatzel zufrieden mit seinem Treffer und seiner Leistung. Nach einer schwierigen Saison hat er sich mit dieser Darbietung für den Endspurt in Stellung gebracht.
Vor und nach dem Nordderby kam es im HSV-Fanblock zu Pyrotechnik. Vermutlich deshalb rückte die Polizei mit Einsatzkräften in den Block ein.
Wie ein Polizeisprecher am Abend mitteilte, war es im Bereich der Sanitäranlagen zu einem Feuer gekommen. Als Polizei und Feuerwehr eingriffen, wurden sie von HSV-Anhängern attackiert. Verletzte soll es glücklicherweise keine gegeben haben.
Aaron Hunt (39) und Merlin Polzin (35) kreuzten in dieser Saison ein Jahr lang beim HSV ihre Wege. Während Hunt noch Spieler war, war Polzin Co-Trainer unter Daniel Thioune (51). Dass Polzin nun als Cheftrainer fungiert, überraschte Hunt.
„Ehrlich gesagt hätte ich ihm das nicht zugetraut“, sagte Hunt im Interview auf hsv.de. „Seine analytische Kompetenz war als Spieler immer erkennbar, aber zwischen Co- und Cheftrainer liegen Welten. Ich hätte nie gedacht, dass er Cheftrainer wird.“
Dennoch freue sich Hunt über Polzins Entwicklung. „Man sieht, dass die Mannschaft ihm voll vertraut und als Einheit auftritt. Das Team hat eine klare Spielweise und eine gemeinsame Identität. Merlin hat vieles richtig gemacht, dafür habe ich großen Respekt.“
HSV-Legende Horst Hrubesch wird heute 75 Jahre alt und darf sich auf eine besondere Ehrung freuen.
„Bei Horst geben wir richtig Gas“, kündigte Trainer Merlin Polzin an. „Wenn wir nicht live singen können, dann sicherlich per Video.“
Hrubesch und der gut 40 Jahre jüngere Polzin sind seit dem Saisonendspurt 2020/21 befreundet. Damals versuchten sie gemeinsam, den HSV nach der Entlassung von Daniel Thioune noch in die Bundesliga zu führen, verpassten das Ziel aber knapp auf Platz vier.
Auch heute stehen Polzin und Hrubesch im engen Austausch. Der ehemalige Stürmer ist dabei durchaus kritisch, aber stets wertschätzend. „Das schätze ich sehr“, sagte Polzin, der zum Geburtstag am liebsten einen Derbysieg schenken würde.
Trainer Polzin steht in regelmäßigem Kontakt mit dem wegen Dopings gesperrten Innenverteidiger Mario Vuskovic, dem Bruder von Luka Vuskovic (19). Vor dem Nordderby gegen Werder Bremen berichtete er von häufigen Telefonaten und Videocalls.
Er erinnerte sich gerne an einen besonderen Sieg vor vier Jahren, bei dem Mario in der Schlussphase seinen Anteil hatte. „Das war ein wichtiger Erfolg“, sagte der Coach. „Für Mario war es der erste Einsatz für den HSV.“
Wegen der Dopingsperre darf der 24-Jährige derzeit nicht für den HSV spielen. „Wir stehen weiter in Kontakt. Mario bleibt ein wichtiger Teil des Teams“, betonte Polzin. „Wir freuen uns sehr, wenn er in der kommenden Saison wieder für uns aufläuft.“
Trainer und Spieler pflegen also ein gutes Verhältnis, auch wenn sie sich gelegentlich über Luka kritisch austauschen. Dennoch steht der familiäre Zusammenhalt bei den Vuskovic-Brüdern an erster Stelle.
Wie erwartet stuft die Polizei das brisante Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am kommenden Samstag als Hochrisikospiel ein.
Um die Sicherheit zu gewährleisten, erhält die Bremer Polizei Unterstützung aus Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen, Niedersachsen sowie von der Bundespolizei, wie die Polizei Bremen am Mittwochnachmittag mitteilte.
Für die Fans bedeutet dies Einschränkungen bei der Anreise zum Weserstadion. Der Weg entlang des Weserufers wird am Samstagnachmittag zwischen der Sankt-Jürgen-Straße und dem Stadion für Heimfans gesperrt. Zudem wird der Osterdeich für den Autoverkehr zwischen Sielwall und Stader Straße rund zweieinhalb Stunden vor Anpfiff sowie etwa eine Stunde nach Spielende geschlossen sein.
Die Polizei empfiehlt Heimfans, mehr Zeit für die Anreise einzuplanen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
Wer übernimmt die vakante Position des Sportvorstands beim HSV? Diese Frage ist seit dem Abschied von Stefan Kuntz (63) unbeantwortet.
Laut „BILD“ haben die Rothosen Gespräche mit dem ehemaligen Profi Stefan Reuter (59) geführt. Der Weltmeister von 1990 arbeitet derzeit als Berater im Management des FC Augsburg, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.
Reuter soll wieder Interesse an einer „ersten Reihe“ haben, nachdem er elf Jahre als Geschäftsführer Sport beim FCA tätig war.
Der neue Impuls soll von Ex-Profi Rodolfo Cardoso (57) ausgehen, der ab sofort Cheftrainer der HSV-Frauen ist. Die bisherige Trainerin Liese Brancao (44) sowie Co-Trainer Gerhard Waldhart (48) wurden freigestellt.
Vorstand Eric Huwer (42) erklärte: „Nach gründlicher Analyse der sportlichen Entwicklung und intensiven Gesprächen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist. Ziel ist es, die gesetzten Ziele zu erreichen, indem wir dem Team mit Rodolfo Cardoso neuen Schwung, frische Energie und Lockerheit im Schlussspurt verleihen.“
Cardoso selbst betonte: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und darauf, die Mannschaft in dieser entscheidenden Phase zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass wir schnell etwas bewegen und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen werden. In den verbleibenden vier Spielen gilt es, als geschlossene Einheit aufzutreten.“
Die HSV-Frauen stehen derzeit auf dem 12. Tabellenplatz – mit nur drei Punkten Abstand zum direkten Abstiegsplatz.
Ein Wochenende zum Vergessen erlebte Ex-HSV-Profi Lewis Holtby (35). Mit seinem niederländischen Klub NAC Breda kam er beim 1:1 gegen Fortuna Sittard nicht über ein Remis hinaus und zog sich außerdem eine Verletzung zu.
In der ersten Halbzeit wurde Holtby von Justin Hubner (22) oberhalb des Knöchels hart getroffen, TV-Bilder zeigten eine blutige Fleischwunde am Schienbein. Holtby wurde auf dem Feld behandelt und verbunden, bevor er humpelnd das Spielfeld verließ.
Wenige Stunden nach dem Spiel postete er auf Instagram ein Foto seines bandagierten Beins und schrieb: „Ein paar Stiche und Eis. Ich bin bald zurück, danke für eure Nachrichten.“ Außerdem teilte er eine Entschuldigung von Hubner, der schrieb: „Mein Freund, ich hoffe, dein Bein ist okay. Es war nie meine Absicht, dich so zu treffen.“ Holtby nahm die Entschuldigung an: „Mach dir keine Sorgen, so etwas passiert.“
Schiedsrichter Sven Jablonski (35) wird am Sonntag die Partie zwischen Stuttgart und dem HSV leiten.
Die Rothosen blicken auf eine positive Bilanz unter Jablonskis Leitung zurück: Von sechs Begegnungen gewann der HSV vier, spielte einmal unentschieden und verlor einmal.
Auch Stuttgart kann unter Jablonski auf solide Werte verweisen: Von 14 Spielen gelangen sieben Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen.
Eine gute Nachricht gibt es von HSV-Profi Emir Sahiti (27), der zu seinem Leihverein Maccabi Tel Aviv zurückgekehrt ist. Nach dem Angriff auf den Iran und den damit verbundenen Angriffen auf Israel hatte Sahiti das Land zwischenzeitlich verlassen.
Lange war ungewiss, wie es für den Offensivspieler weitergeht. Wie auf Instagram-Beiträgen des israelischen Klubs zu sehen ist, bereitet Sahiti sich nun auf das anstehende Spiel am Sonntag gegen Hapoel Be’er Sheva vor.
Für ihn wird es ein ganz besonderes Spiel: Stuttgarts Stürmer Ermedin Demirovic (28) wurde in Hamburg geboren und spielte zehn Jahre lang in der Jugend des HSV. Nun kommt es am Sonntag (17.30 Uhr) zum Wiedersehen.
„Es ist das erste Mal, dass ich in der Bundesliga gegen den HSV spielen kann“, sagte Demirovic, der im Hinspiel aufgrund einer Verletzung fehlte. „Ich freue mich riesig auf das Spiel.“
Auch seine Familie, die viele HSV-Anhänger stellt, fiebert mit. „Ich habe oft erzählt, dass ich die Raute noch im Herzen trage“, gestand der Angreifer.
„Wenn man als Kind zehn Jahre in einem Verein verbringt, der einen ausbildet und prägt, sodass man an eine Profikarriere denken kann, ist man dankbar. Der HSV wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.“
Gute Nachrichten aus dem Volkspark: Nicolas Capaldo (27) absolvierte am Donnerstag erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings.
Der Argentinier hatte wegen einer Bauchmuskelverletzung die letzten fünf Pflichtspiele verpasst. Ob er für die Auswärtspartie in Stuttgart eine Option ist, ist noch unklar.
Besorgniserregend ist die Lage bei Luka Vuskovic (19), der wegen einer Knieprellung bereits den zweiten Tag in Folge pausierte. Sein Einsatz in Stuttgart ist fraglich.
Zum vierten Mal in dieser Saison wurde Luka Vuskovic (19) von der DFL zum „Rookie of the Month“ gewählt und stellte damit den bisherigen Rekord von Victor Boniface (25), damals bei Bayer Leverkusen, ein.
Der 19-Jährige hat noch zwei Monate Zeit, den Bundesliga-Rekord weiter auszubauen. Neben der Auszeichnung im März erhielt Vuskovic die Trophäe bereits im September, Oktober und Januar.
Endlich war es soweit: Nach seinem Wechsel in der Winterpause feierte Albert Grönbaek (24) am Samstag beim 1:1 gegen den FC Augsburg sein HSV-Debüt und zeigte sich überglücklich.
„Die Atmosphäre war unglaublich. Ich bin stolz darauf, wie die Mannschaft die schwierige Phase gemeistert hat“, sagte der Däne. „Natürlich freue ich mich auch über mein Debüt. Es war ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit wieder 20 Minuten auf dem Platz zu stehen.“
Dass es so lange gedauert hat, lag an einer Muskelverletzung, die sich Grönbaek unmittelbar nach seiner Ankunft zuzog. „Man hat gesehen, wie sehr ihm das wehgetan hat“, erklärte Sportdirektor Claus Costa (41). „Er war wirklich enttäuscht und verärgert. So deutlich habe ich das selten erlebt. Er will unbedingt helfen.“
Nicht nur der Spieler freute sich über das Debüt, auch die Verantwortlichen waren erleichtert. Wie es weitergeht, ist jedoch offen. „Man zieht kein Fazit nach 25 Minuten, sondern nach einigen Wochen. Wir müssen weitere Eindrücke sammeln“, so Costa.
In den kommenden Spielen kämpft Grönbaek auch um seine Zukunft, denn der HSV besitzt eine Kaufoption. Überzeugt er weiterhin, könnte die Leihe am Ende für beide Seiten ein Erfolg werden.
Der HSV startete am Dienstag in die neue Trainingswoche und bereitet sich damit auf die Partie am Sonntag (17.30 Uhr) vor. Erstmals nach seiner Oberschenkelverletzung trainierte Bakery Jatta (27) wieder voll mit.
Jean-Luc Dompé (30) und Nicolas Capaldo (27) absolvierten individuelle Einheiten, wobei Capaldo sein Programm bereits am Morgen abgeschlossen hatte und nicht auf dem Platz zu sehen war.
Positiv sind die Nachrichten von Yussuf Poulsen (31), der nach seiner Verletzung erstmals wieder mit dem Ball arbeiten konnte. Reha-Coach Sebastian Capel (40) betreute ihn dabei.
Youngster Alexander Rössing-Lelesiit (19) befindet sich laut Verein nach seinem Syndesmosebandriss weiterhin im Aufbautraining, während Torwart Hannes Hermann (21) aufgrund einer Augeninfektion fehlte.
Erfreulich für den HSV: Miro Muheim (28) wurde nach seiner Roten Karte gegen den FC Augsburg (1:1) vom DFB-Sportgericht nur für ein Spiel gesperrt. Der Verein akzeptierte das Urteil bereits.
Muheim hatte in der 64. Minute den Ball verloren und anschließend FCA-Stürmer Anton Kade (22) gestoppt, woraufhin Schiedsrichter Deniz Aytekin (47) ihn vom Platz stellte.
Wahrscheinlich milderte das Gericht das Urteil, weil Aytekin das Foul als unsportliches Verhalten und nicht als Notbremse bewertete. Normalerweise würde dies zwei Spiele Sperre bedeuten. Für den HSV ist es positiv, dass Muheim nur im Spiel gegen Stuttgart fehlt und im Nordderby gegen Werder Bremen wieder mitwirken kann.
Die Leihe von Emir Sahiti (27) zu Maccabi Tel Aviv begann erfolgreich, mit vier Toren und einer Vorlage in fünf Pflichtspielen.
Doch seit dem Krieg im Iran und der unsicheren Lage im Nahen Osten wird der Kosovare laut israelischen Medien voraussichtlich nicht mehr für Maccabi auflaufen.
Nach seiner Flucht hält er sich in Kroatien auf, wo er mit seiner Familie Sicherheit gefunden hat. Sahiti fehlte bereits beim Trainingslager auf Zypern und beim Ligaauftakt, bei dem Tel Aviv 4:1 gegen Hapoel Haifa gewann.
Wie es nach Saisonende weitergeht, ist unklar. Maccabi besitzt eine Kaufoption, wird diese aber nach aktuellem Stand nicht ziehen.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga zeigt folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Clubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil und spielt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Verbleib in der höchsten Spielklasse.