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Leverkusen-Nachholspiel nur drei Tage nach Heimniederlage: Hat der HSV überhaupt eine Chance?

Hamburg – Nach der Heimniederlage gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende steht für den HSV bereits drei Tage später die nächste anspruchsvolle Begegnung im Volksparkstadion an (Mittwoch, 20.30 Uhr). Mit Bayer 04 Leverkusen wartet eine weitere Spitzenmannschaft darauf, die Heimstärke der Rothosen zu brechen.

HSV-Trainer Merlin Polzin (35) räumte bei der Pressekonferenz am Dienstag ein, dass die Leistung gegen Leipzig letztlich nicht ausgereicht habe.

Gleichzeitig müsse man aber „die Realität im Blick behalten“: In der Bundesliga gäbe es nun einmal Teams, die stärker seien als man selbst.

„Wir müssen hundertprozentig alles geben und mit voller Intensität auftreten, um überhaupt eine Chance zu haben“, unterstrich der 35-Jährige mit ernstem Gesichtsausdruck. Das Spiel gegen Leipzig habe dies deutlich gezeigt.

Trotzdem freue man sich auf solche Partien, die Duelle gegen Mannschaften mit hoher Qualitätsklasse.

Für seine Spieler sei es etwas ganz Besonderes, zum ersten Mal gegen Meisterspieler wie Patrik Schick (30), Robert Andrich (31) oder Alejandro Grimaldo (30) anzutreten. Von diesem Gefühl müsse man Kraft schöpfen, um die entsprechende Leistung auf dem Feld abzurufen.

„Wenn wir alles investieren, besteht auch gegen solch ein Team die Möglichkeit, Punkte mitzunehmen“, so der Coach.

Ein Aspekt stört Polzin allerdings im Vorfeld der Partie.

Seiner Ansicht nach hätte die Ansetzung der Spiele besser geplant werden können. Denn nach der anstrengenden Partie gegen Leipzig bleiben dem HSV lediglich zwei Tage zur Regeneration und Vorbereitung auf das Spiel gegen Leverkusen. Zudem steht bereits am Samstag mit Wolfsburg (15.30 Uhr) der nächste Gegner auf dem Programm.

„Wir haben bei der DFL definitiv nachgefragt, wie es zu diesem Terminplan kommen konnte“, erklärte Polzin bedacht, fügte jedoch schnell hinzu: „Aber ich will von niemandem hören, dass er ausgelaugt ist – das spielt sich alles im Kopf ab!“

Man sei sich schließlich der Bedeutung der lang ersehnten Rückkehr in die Bundesliga bewusst – im Verein, bei den Fans und in der Stadt Hamburg.

„Innerhalb von vier Tagen zwei Spiele zu absolvieren, ist eine tolle Sache. Darauf haben alle so lange gewartet. Es wird das letzte Mal sein, dass wir uns darüber beklagen, in der Bundesliga zu spielen.“