Klare Fakten: HSV-Tor hätte nicht zählen dürfen
Mainz – Im Fußball gleichen sich die Dinge oft aus? Nach dem Abpfiff war die Frustration beim HSV aufgrund der intensiven Spielweise der Mainzer beim 1:1 im Kellerduell deutlich spürbar und lautstark. Dennoch hatten die Hamburger auch Glück: Das Ausgleichstor hätte nicht anerkannt werden dürfen.
"So eine robuste Truppe habe ich schon lange nicht mehr erlebt", äußerte sich der Hamburger Miro Muheim (27) im Sky-Interview empört. "Dass die Schiedsrichter nicht eingreifen, ist für mich unverständlich", brachte der 27-Jährige seinen Ärger zum Ausdruck.
Der linke Flügelspieler bezog sich dabei unter anderem auf den ausbleibenden Platzverweis gegen den Mainzer Dominik Kohr (32).
Auch der Winterzugang der Mainzer, Silas (27), hätte in der ersten Halbzeit wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sehen müssen.
In beiden Fällen entschied Schiedsrichter Robin Braun (30) gegen eine Gelb-Rote Karte.
In der 64. Spielminute ließ der Unparteiische außerdem einen Treffer zum Ausgleich durch einen abgefälschten Freistoß von Fábio Vieira (25) gelten – obwohl dies eine Fehlentscheidung war. Zum Zeitpunkt des Schusses stand HSV-Spieler Nicolai Remberg zusammen mit sechs Mainzer Akteuren in der Mauer, was nicht erlaubt ist.
Grundsätzlich gilt: Befinden sich drei oder mehr Verteidiger in der Mauer, müssen angreifende Spieler mindestens einen Meter Abstand davon halten.
"Wenn man sich die Bilder ansieht, steht er faktisch mitten in unserer Mauer", bewertete auch Mainzer Trainer Urs Fischer (60) das Tor als regelwidrig.
"Die Bilder sprechen für sich", betonte Fischer vor dem Sky-Mikrofon.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) zeigte sich bei der Pressekonferenz diplomatischer und hob das "gute Verhältnis" zum Schiedsrichterteam hervor.
Außerdem lobte Polzin, dass der Unparteiische bereits auf dem Weg zur Halbzeitpause "mit Urs und mir noch einmal einzelne Situationen besprochen hat".
1. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga zeigt Folgendes: Der Verein, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Rang (Position 16) qualifiziert sich für die Relegation, in der der Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Liga ausgespielt wird.