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HSV präsentiert Nachfolgerin für Kuntz: Diese Frau soll künftig das Sagen haben

Hamburg – Ein echter Überraschungscoup! Nachdem sich der Hamburger SV zu Beginn des Jahres von Sportchef Stefan Kuntz (63) getrennt hatte, steht offenbar schon eine Nachfolgerin fest.

Über längere Zeit deutete vieles auf eine prominente Lösung im Volkspark hin. Der HSV hatte eine Personalberatungsfirma beauftragt, gezielt nach einer neuen Führungskraft im Sportvorstand zu suchen. Dabei fielen unter anderem Namen wie Ex-BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl (46), Fußball-Weltmeister Stefan Reuter (59) oder der ehemalige HSV-Vorstand Dietmar Beiersdorfer (62).

Am Ende entschied man sich jedoch für eine unerwartete Kandidatin: Kathleen Krüger (40) soll die neue Sportvorständin beim HSV werden. Der Aufsichtsrat hat sich am Dienstag mehrheitlich für die 40-Jährige ausgesprochen.

Krüger, die aktuell als Leiterin für Organisation und Infrastruktur beim FC Bayern München tätig ist, soll in den nächsten Tagen ihren Vertrag im Volkspark unterschreiben. Die Gespräche über ihre Freigabe beim Champions-League-Halbfinalisten laufen derzeit noch. In München verfügt Krüger über einen unbefristeten Vertrag.

Eine Frau an der Spitze des HSV wäre keine Premiere. Bereits von 2003 bis 2011 war Katja Krauss (55) die erste Vorständin eines Bundesliga-Clubs. Gemeinsam mit Finanzchef Eric Huwer (42) soll Krüger, sofern sie das Angebot annimmt, das neue Führungsteam des HSV bilden.

Auch Sportdirektor Claus Costa (41) galt lange Zeit als möglicher Nachfolger von Kuntz, doch er soll sich weiterhin auf seine sportlichen Aufgaben konzentrieren. Beide, Costa und Krüger, kennen sich gut und absolvierten gemeinsam den Manager-Lehrgang beim DFB.

Krüger startete 2009 beim deutschen Rekordmeister als Assistentin des damaligen Sportdirektors Christian Nerlinger (53) und wurde 2012 unter Pep Guardiola (55) zur Teammanagerin befördert.

Die Stelle beim HSV wurde frei, nachdem Kuntz Anfang des Jahres aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung zurücktreten musste. Er bestreitet die Anschuldigungen, bis heute stehen seine und die Aussagen der Betroffenen im Widerspruch.