HSV vor großer Personalnot gegen Bayern: So soll das scheinbare Wunder dennoch gelingen
Hamburg – Nach acht Jahren kehrt der FC Bayern München am Samstag um 18.30 Uhr endlich wieder in den Volkspark zum HSV zurück. Trainer Merlin Polzin (35) setzt dabei auf die besondere Atmosphäre des Stadions, um das fast Unmögliche möglich zu machen.
„Auch wenn manche das vielleicht belächeln, ist hier schon einiges geschehen, was andernorts vielleicht nicht zustande gekommen wäre“, erklärte der Chefcoach bei der Pressekonferenz am Donnerstag.
Er betonte jedoch auch, dass seine Mannschaft einen herausragenden Tag erwischen müsse, „um überhaupt eine Chance zu haben“. Die Elf von Ex-HSV-Profi Vincent Kompany (39) gehöre ohne Zweifel zu den Spitzenmannschaften Europas, so Polzin weiter.
Zum Thema Kompany sagte der 35-Jährige, die Arbeit des Belgiers sei „äußerst beeindruckend“. Es sei für ihn etwas Besonderes gewesen, Kompany bereits beim Hinspiel in München (0:5) „ein wenig näher kennenlernen zu dürfen“.
Über einen weiteren früheren HSV-Spieler, Jonathan Tah (29), sprach der Coach ebenfalls: „Er war damals ein sehr aufmerksamer und sympathischer Junge. Seine Entwicklung ist beeindruckend, heute zählt er zu den besten Innenverteidigern Deutschlands“, lobte Polzin.
Das Duell mit Top-Teams wie dem Rekordmeister sei für den Trainer eine der wichtigsten Motivationen für den Aufstieg in die Bundesliga gewesen. „Ich gebe mein Bestes, die Mannschaft bestmöglich darauf einzustellen“, erklärte der 35-Jährige.
Dabei komme es vor allem darauf an, an das eigene Können zu glauben. „Im Hinspiel hat uns Bayern vor allem in der ersten Hälfte gezeigt, wie stark sie sind. Jetzt möchten wir beweisen, dass wir Fortschritte gemacht haben“, unterstrich Polzin.
Die Personalsituation gestaltet sich jedoch äußerst schwierig: Neben dem suspendierten Jean-Luc Dompé (30) sowie den langfristig verletzten Alexander Rössing-Lelesiit (19) und Yussuf Poulsen (31) gibt es auch bei den angeschlagenen Spielern Damion Downs (21), Fabio Baldé (20) und Robert Glatzel (32) große Zweifel an einem Einsatz.
Zusätzlich stehen Silvan Hefti (28), Guilherme Ramos (28) und Emir Sahiti (27) nicht zur Verfügung, da sie sich in Verhandlungen für einen Vereinswechsel befinden. Positiv ist zumindest die Rückkehr von Warmed Omari (25) in den Kader nach langer Verletzungspause.
1. Bundesliga Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Am Saisonende wird der Erstplatzierte Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte, also Rang 16, hat die Chance, sich in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga den Klassenerhalt zu sichern.