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HSV vor dem Derby: "Wir wollen nicht reden, sondern spielen!"

Hamburg – Ein ganz besonderes Spiel steht an: Am Freitag um 20.30 Uhr tritt der HSV im Hamburger Stadtderby beim FC St. Pauli an. Nach der verdienten 0:2-Niederlage im Hinspiel haben die Rothosen im Millerntor-Stadion einiges wieder gutzumachen.

Trainer Merlin Polzin (35) wollte bei der Pressekonferenz am Mittwoch jedoch keine großen Kampfansagen machen. "Ich halte wenig davon, mit Parolen um mich zu werfen. Wir wollen nicht viel reden, sondern auf dem Platz überzeugen!", sagte er.

Dass der HSV seit März 2019 am Millerntor nicht mehr als Sieger vom Platz gegangen ist, spielte für ihn keine Rolle. "Wir haben uns intensiv vorbereitet und gehen mit viel Energie, Power und vor allem Selbstvertrauen ins Spiel. Wir wissen genau, was auf uns zukommt und was von uns verlangt wird", erklärte Polzin.

St. Pauli verfüge über eine eingespielte Mannschaft mit zahlreichen Automatismen, die kaum Chancen zulasse und von Spielern geprägt sei, die seit dem Bundesliga-Aufstieg "enorme Fortschritte" gemacht hätten. "Das wird nicht nur emotional, sondern auch sportlich eine große Herausforderung."

Im Vergleich zum Duell Ende August stehe die kommende Begegnung jedoch unter anderen Vorzeichen. "Wir haben uns klar weiterentwickelt und ich bin überzeugt, dass der HSV eine ganz andere Mannschaft sein wird als im Hinspiel", betonte der 35-Jährige.

Trotz des besonderen Charakters des Stadtderbys wolle man an den gewohnten Vorbereitungen festhalten, bekräftigte Polzin. "Wir lassen uns von der besonderen Atmosphäre nicht beeinflussen und behandeln jeden Gegner gleich sorgfältig."

Auch, dass ein Sieg den angeschlagenen Konkurrenten weiter unter Druck setzen könnte, spiele keine Rolle. "Mein Fokus liegt voll und ganz auf unseren eigenen Zielen. Für uns ist es irrelevant, gegen wen wir die Punkte holen", so der Trainer.

Positive Nachrichten für den HSV: Bis auf den verletzten Yussuf Poulsen (31) steht nur Guilherme Ramos (28) nicht zur Verfügung – der Portugiese steht kurz vor einem Abschied aus Hamburg. Albert Sambi Lokonga (26), der zuletzt angeschlagen war, ist wieder einsatzbereit.

Zum Abschluss unterstrich Polzin: "Das wird ein Spiel, auf das sich alle freuen können. Es ist ein Grund, stolz zu sein, dass Hamburg zwei Mannschaften in der Bundesliga hat. Jeder weiß: Am Freitag ist Derbyzeit!"

1. Bundesliga Tabellenübersicht

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Meister ist das Team, das am Saisonende auf Platz 1 steht. Die Mannschaften auf den letzten beiden Plätzen (17 und 18) steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Das Team auf dem 16. Rang hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft es auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.