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Bundesliga-Spieler gibt Debüt als Mannschaftskapitän: Großvater erfuhr es als Erster

Hamburg – Obwohl das Nachholspiel am Mittwochabend gegen Bayer 04 Leverkusen mit einer 0:1-Niederlage endete, stellte die Partie für einen Akteur einen ganz besonderen Moment dar. Nicolai Remberg lief erstmals mit der Kapitänsbinde auf und führte seine Mannschaft auf dem Rasen im Volksparkstadion an.

Die Verantwortung, die ihm das Trainerteam übertrug, bedeutete dem erst 25-jährigen Profi enorm viel.

„Ich bin sehr stolz und möchte mich beim gesamten Trainerstab bedanken, dass sie mir diese Aufgabe anvertraut haben“, erklärte er nach dem Spiel.

Als er erfährt, dass er bei diesem Flutlichtspiel die Ehre hat, als Kapitän aufzutreten, wollte er die Nachricht sofort mit einem besonderen Familienmitglied teilen.

„Ich habe direkt meinen Opa angerufen. Für mich war das wirklich etwas ganz Besonderes“, berichtete der Mittelfeldspieler lächelnd und fügte hinzu: „Ich habe spontan darüber nachgedacht, wie es wohl gewesen wäre, wenn mir das als Kind jemand gesagt hätte ...“

Seinem Opa fiel es zunächst schwer, die Neuigkeit zu glauben, erzählte Remberg. „Er ist dann gleich zu unserem Nachbarn gegangen. Auch für ihn ist das etwas ganz Außergewöhnliches.“

Mit der Kapitänsbinde am Arm fühlte sich der 25-Jährige zusätzlich beflügelt, wie er zugab.

„Das verleiht einem ein gutes Gefühl und gibt einem mehr Sicherheit. Dennoch versuche ich auch ohne die Binde immer, meine Mitspieler mitzureißen und anzutreiben.“

Obwohl diese zusätzliche Motivation seiner Mannschaft nicht den gewünschten Erfolg einbrachte, zeigte sich der Kapitän bemüht. Bis auf eine späte Möglichkeit durch Luka Vuskovic (19) fehlte seiner Mannschaft der nötige Schwung, um wenigstens einen Punkt zu holen.

Auch Remberg musste dies anerkennen – denn als Kapitän gehört es zu seinen Aufgaben, auch kritische Worte zu finden.

„Wir sind nicht völlig unzufrieden, doch wir hatten uns definitiv mehr vorgenommen. Wir wollten unsere Positionen halten und den Plan umsetzen, aber das ist uns nicht gelungen. Gegen Leverkusen wird es dann natürlich schwer, weil sie viel Ballbesitz haben“, resümierte der vorübergehende Spielführer.