HSV-Ärger nach Niederlage in Freiburg: War das wirklich ein Elfmeter und Rot?
Freiburg – Heftige Diskussionen rund um das Spiel! Der Hamburger SV musste mit einer 1:2-Pleite beim SC Freiburg ins neue Jahr starten. Besonders die beiden Gegentore sorgten für hitzige Debatten.
In der 51. Minute kam es zu einer umstrittenen Szene: Hamburgs Daniel Elfadli berührte seinen Gegenspieler Lucas Höler im Strafraum leicht an der Ferse, was diesen zu Fall brachte. Schiedsrichter Timo Gerach entschied daraufhin auf Strafstoß und zeigte Elfadli Gelb – eine höchst fragwürdige Entscheidung!
Doch damit nicht genug: Elfadli, der bereits verwarnt war, musste kurze Zeit später aufgrund der zweiten gelben Karte den Platz verlassen. Auf seinem Weg vom Feld nahm sich der HSVer auffällig viel Zeit und hoffte verständlicherweise auf eine Überprüfung durch den Videoassistenten, die jedoch ausblieb.
So trat Freiburgs Routinier Vincenzo Grifo zum Elfmeter an und verwandelte mit etwas Glück zum Ausgleich. HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes war dem Schuss zwar nahe, konnte ihn aber nicht komplett abwehren (53.).
Nur wenige Minuten zuvor hatte Luka Vuskovic die Hamburger nach einer eher ruhigen ersten Halbzeit in Führung gebracht. Sein Kopfball wurde von Höler erst hinter der Linie geklärt, sodass die Gäste jubeln durften (48.).
Mit einem Spieler weniger versuchten die Rothosen vor allem, das Unentschieden über die Zeit zu bringen – was bis kurz vor Schluss auch gelang. Doch dann schlugen die Freiburger doch noch zu.
Ausgerechnet der gebürtige Hamburger und ehemalige St.-Pauli-Profi Igor Matanovic zerstörte in der 83. Minute die Hoffnungen der mehr als 3000 mitgereisten HSV-Fans und erzielte den Siegtreffer für die Gastgeber.
Ärgerlich: Auch diesem Tor ging eine umstrittene Szene voraus. Nur Sekunden vor dem Treffer hatte ein Freiburger Jordan Torunarigha mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen – doch die Proteste der Hamburger blieben ohne Erfolg.
Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin setzte in der Folge alles daran, die Niederlage abzuwenden. Trotz einer Nachspielzeit von elf Minuten gelang es den Hanseaten jedoch nicht, den Lucky Punch zu setzen. Am Ende standen null Punkte und viel Frust zu Buche.
Bundesliga, 16. Spieltag
SC Freiburg – Hamburger SV 2:1 (0:0)
Freiburgs Aufstellung: Atubolu – Kübler, Ginter, Lienhart (46. Jung), Günter – M. Eggestein, Manzambi (90.+4 Höfler), Treu (79. Beste), Y. Suzuki, Grifo (65. Osterhage) – Höler (65. Matanovic)
HSV-Aufstellung: Heuer Fernandes – Capaldo, L. Vuskovic, Elfadli – Jatta (78. Gocholeishvili), Lokonga (90.+2 Königsdörffer), Remberg, Muheim – Fábio Vieira (78. Ramos), Downs (78. Rössing-Lelesiit), Dompé (57. Torunarigha)
Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau)
Zuschauer: 34.700 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Vuskovic (48.), 1:1 Grifo (53., Elfmeter), 2:1 Matanovic (83.)
Gelbe Karten: Lienhart (2), Treu (1), Osterhage (3) / Heuer Fernandes (2), Vuskovic (4)
Gelb-Rote Karte: Elfadli
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Am Saisonende wird der Erstplatzierte Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Gegner ist dabei der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.