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HSV-Trainer Polzin: Thioune nach Wechsel zu Werder in Ruhe lassen

Von Felix Schröder

Hamburg – Merlin Polzin (35), Coach des HSV, äußerte sich äußerst wohlwollend zur Verpflichtung seines früheren Mentors Daniel Thioune (51) als neuer Cheftrainer von Werder Bremen.

„Ich verdanke Daniel sehr viel und werde diese Wertschätzung auch weiterhin zeigen. Er hat mich immer wieder unterstützt und in schwierigen Phasen geholfen. Deshalb wünsche ich ihm für sein neues Abenteuer in der Bundesliga, auf das er lange hingearbeitet hat, ganz persönlich nur das Beste“, erklärte Polzin vor dem wichtigen Abstiegsduell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Heidenheim, der sechs Punkte entfernt liegt.

Der große Nordrivale der Hamburger hatte am Mittwoch den ehemaligen HSV- und Düsseldorf-Coach als neuen Trainer von Werder vorgestellt. Bislang gab es noch keinen persönlichen Austausch zwischen Polzin und Thioune. „Natürlich habe ich ihm geschrieben und werde in den kommenden Tagen in Ruhe mit ihm sprechen“, machte Polzin deutlich.

Zunächst wolle er ihm aber etwas Raum geben. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es in solchen Situationen oft besser ist, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, anstatt von jemandem zusätzlich angerufen oder kontaktiert zu werden.“

Am 18. April könnten die beiden Trainer beim Derby erneut aufeinandertreffen. Das Aufeinandertreffen gab es bereits in der vergangenen Saison: Polzin stand dabei an der Seitenlinie des HSV, während Thioune die Fortuna Düsseldorf betreute.

„Ich bin überzeugt, dass wir beide unsere persönliche Beziehung von der sportlichen Situation trennen können. Außerdem ist das Spiel noch weit entfernt, momentan liegt unser voller Fokus auf dem Spiel gegen Heidenheim“, sagte Polzin.

Die beiden lernten sich kennen, als Polzin Anfang 20 war und Thioune als Förderer ihm die Chance gab, als Co-Trainer bei Osnabrück zu arbeiten. Im Jahr 2020 folgte Polzin Thioune nach Hamburg.

Allerdings musste der Cheftrainer Thioune noch vor dem Saisonende gehen, während Polzin unter verschiedenen Trainern als Assistent blieb.