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HSV-Blog: Capaldo weiterhin unsicher, Duo fällt definitiv aus

Hamburg – Eine Atempause bietet sich an: Nach der knappen 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund kann der HSV die bevorstehende Länderspielpause nutzen, um neue Kräfte für den Saisonendspurt zu sammeln.

Das nächste Pflichtspiel der Hanseaten findet erst am 4. April um 15:30 Uhr im Volksparkstadion gegen den FC Augsburg statt. Während Nicolas Capaldo noch auf einen Einsatz hofft, steht fest, dass zwei Spieler definitiv fehlen werden.

In unserem HSV-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und weitere Geschehnisse aus dem Volkspark auf dem Laufenden.

Der HSV ist am Montag in die neue Trainingswoche gestartet. Kapitän Nicolas Capaldo (27) absolvierte dabei weiterhin individuelle Reha-Einheiten unter der Aufsicht von Sebastian Capel (40) auf einem Nebenplatz. Ob er am Ostersamstag gegen Augsburg mitwirken kann, bleibt weiter offen.

Trainer Merlin Polzin (35) äußerte dazu: „Ich hoffe nach wie vor, dass wir Capi einplanen können. Es geht ihm auf jeden Fall besser als in den vergangenen Wochen. Er sieht wieder Licht am Ende des Tunnels. Hoffentlich schaffen wir es, noch schneller herauszukommen.“ Polzin ergänzte, dass Capaldo bei bestimmten Bewegungen noch Schmerzen verspüre, aber die Beschwerden, die ihn zuletzt behinderten, inzwischen verschwunden seien.

Der Argentinier selbst sagte laut Polzin, dass es „okay“ sei, dennoch könnte ein Einsatz gegen den FC Augsburg zu früh kommen. „Er fällt bereits den gesamten März aus. Ihn einfach so zu bringen, wäre ein Risiko. Vielleicht reicht es aber noch für ihn“, so der HSV-Coach.

Deutlich schlechter sieht es bei Jean-Luc Dompé (30) und Bakery Jatta (27) aus. Polzin erklärte, „Jean-Luc kann momentan nicht auftreten und wird behandelt, aber es gibt keine wesentliche Besserung.“ Jatta macht zwar Fortschritte nach seinem Muskelfaserriss, steht aber am Wochenende noch nicht zur Verfügung.

Am Abend treffen Deutschland und Ghana in Stuttgart (20:45 Uhr) im Rahmen der WM-Vorbereitung aufeinander. Mit dabei ist auch HSV-Profi Ransford Königsdörffer (24), der große Hoffnungen auf eine Teilnahme an der WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko hat.

Ghanas Nationaltrainer und Ex-HSV-Spieler Otto Addo (50) lobte ihn im Interview mit der Funke-Mediengruppe: „Er ist ein klasse Typ und guter Spieler, dessen Entwicklung in die richtige Richtung geht – in der Rückrunde hat er auch schon ein paar Tore erzielt. Der WM-Zug ist für ihn keinesfalls abgefahren.“

Königsdörffer war letzte Woche nachnominiert worden und kam am Freitag beim 1:5 gegen Österreich in der 70. Minute ins Spiel. Bisher stehen für ihn sieben Länderspiele für Ghana, dem Heimatland seines Vaters, zu Buche. Gegen Deutschland hofft er auf weiteren Einsatz.

Addo merkte jedoch an, dass es im Sturm eine enge Konkurrenz gibt: „Wir haben dort ein Überangebot an Spielern mit ähnlichen Qualitäten wie Ransi, die teilweise knapp vorne liegen.“

Sieben Spieltage vor Saisonende steuert der HSV auf den Klassenerhalt zu. Hinter den Kulissen arbeiten die Verantwortlichen bereits am Kader für die kommende Saison.

Laut „Bild“ haben sie dabei ein Auge auf U20-Nationalspieler Kofi Amoako (20) von Zweitligist Dynamo Dresden geworfen. Der defensive Mittelfeldspieler zeigt in der Rückrunde starke Leistungen, insbesondere mit seiner Zweikampfstärke überzeugt er.

Mehr dazu gibt es im Artikel „Verträge laufen aus, Leihen enden: Bekommt Dynamo ein komplett neues Gesicht?“

Die erste Bundesliga-Saison nach sieben Jahren des HSV nähert sich dem Ende. Für den Endspurt hat die DFL den Hanseaten nochmals ein Topspiel angesetzt.

Am Samstag, den 25. April (18:30 Uhr), erwartet der HSV im heimischen Volkspark die TSG Hoffenheim zum Flutlichtspiel (31. Spieltag).

Weitere verbleibende Partien:

32. Spieltag – Auswärts bei Eintracht Frankfurt: Samstag, 2. Mai, 15:30 Uhr

33. Spieltag – Zu Hause gegen SC Freiburg: Sonntag, 10. Mai, 15:30 Uhr

34. Spieltag – Auswärts bei Bayer Leverkusen: Samstag, 16. Mai, 15:30 Uhr

Der Aufwärtstrend von Luka Vuskovic (19) setzt sich fort: Der HSV-Verteidiger erzielte im Testspiel Kroatiens gegen Kolumbien sein erstes Länderspieltor und trug mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:1-Sieg bei.

Mit 19 Jahren, einem Monat und drei Tagen ist Vuskovic nun der zweitjüngste Torschütze in der Geschichte der kroatischen Nationalmannschaft. Nur Luka Ivanusec (18 Jahre, ein Monat und 19 Tage) war noch jünger.

Ein großer Transfercoup für den HSV? Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, dass die Rothosen kurz vor der Verpflichtung des ungarischen Nachwuchstalent Andrej Vasiljevic (16) vom MTK Budapest stehen sollen.

Sportdirektor Claus Costa (41) arbeite intensiv an den Verhandlungen mit dem Teenager, die bereits weit fortgeschritten seien.

Neben dem HSV, der bereits Ende letzten Jahres Interesse zeigte, seien auch Borussia Dortmund, Inter Mailand und weitere Top-Klubs an dem jungen Angreifer dran.

In der aktuellen Länderspielpause sind gleich neun HSV-Spieler für ihre Nationalmannschaften im Einsatz.

Hier eine Übersicht der Akteure und ihrer Partien:

Philip Otele
27. März: Iran – Nigeria (Testspiel)
31. März: Jordanien – Nigeria (Testspiel)

Miro Muheim
27. März: Schweiz – Deutschland (Testspiel)
31. März: Norwegen – Schweiz (Testspiel)

Giorgi Gocholeishvili
26. März: Georgien – Israel (Testspiel)
29. März: Litauen – Georgien (Testspiel)

Luka Vuskovic
26. März: Kolumbien – Kroatien (Testspiel)
31. März: Kroatien – Brasilien (Testspiel)

Ransford Königsdörffer
27. März: Österreich – Ghana (Testspiel)
30. März: Deutschland – Ghana (Testspiel)

Damion Downs
28. März: Südkorea – USA (U21 Testspiel)
31. März: Südkorea – USA (U21 Testspiel)

Fabio Baldé
27. März: Portugal – Schweiz (U20 Elite League)
30. März: Tschechien – Portugal (U20 Elite League)

Hannes Hermann
26. März: Deutschland – Tschechien (U20 Testspiel)
31. März: Polen – Deutschland (U20 Testspiel)

Otto Stange
25. März: Deutschland – Schweden (Eliterunde zur U19-EM)
28. März: Deutschland – Griechenland (Eliterunde zur U19-EM)
31. März: Österreich – Deutschland (Eliterunde zur U19-EM)

Fast noch ärgerlicher als die Niederlage: Beim 2:3 in Dortmund sah HSV-Abwehrchef Nicolai Remberg (25) seine zehnte Gelbe Karte – als erster Spieler in der Liga in dieser Saison.

Besonders bitter: Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck pfiff bereits zur Halbzeit, nachdem sich Remberg und Karim Adeyemi (24) ein Duell geliefert hatten. Beide erhielten eine Verwarnung.

Remberg wird dem HSV deshalb beim wichtigen Heimspiel gegen Augsburg Anfang April fehlen. Bei seiner ersten Sperre im Dezember verloren die Rothosen gegen Hoffenheim klar mit 1:4.

Für Überraschung sorgte die Nachricht, dass Sebastian Kehl (46) nur einen Tag nach seinem Einsatz als BVB-Teammanager beim 3:2-Sieg gegen den HSV seinen Posten räumte.

Lars Ricken (49), Geschäftsführer Sport beim BVB, teilte mit, die Trennung sei einvernehmlich und sofort erfolgt. Kehl erklärte, es sei Zeit für einen Neuanfang.

Ob Kehl künftig beim HSV als Sportvorstand tätig wird? Seit Wochen wird der ehemalige Profi als heißer Kandidat für diese Position bei den Rothosen gehandelt. Er selbst strebt einen Karriereschritt im Management an, den er beim BVB nicht realisieren konnte.

Im Bundesliga-Topspiel zwischen dem BVB und dem HSV wird Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck (39) die Partie leiten.

Die Bilanz der Hanseaten unter seiner Leitung ist positiv: In acht Spielen gab es vier Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Dortmund absolvierte zehn Partien mit Jöllenbeck und erreichte dabei fünf Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen.

Trainer Merlin Polzin (35) ließ nach dem Frust-Interview von Robert Glatzel (32) zunächst offen, ob der Stürmer für das Spiel bei Dortmund gestrichen wird. Nun steht fest: Glatzel fehlt dem Team aus disziplinarischen Gründen.

Beim Aufbruch nach Dortmund fehlte der Angreifer laut Medienberichten, die Strafe gilt aber nur für das Spiel beim Tabellenzweiten und nicht längerfristig.

Eine ungewöhnliche Reaktion des HSV nach Jean-Luc Dompés (31) betrunkenem Vorfall: Neben einer hohen Geldstrafe muss der Franzose auch sozial tätig werden.

Wie „BILD“ berichtet, musste Dompé 10.000 Warnwesten besorgen und selbst bezahlen, die zur Verkehrssicherheit eingesetzt werden. Außerdem soll er Teile der Westen persönlich in Hamburger Kindergärten und Grundschulen verteilen – Details sind noch offen.

Fábio Vieira (25) verpasst das Hinspiel gegen Dortmund wegen Sperre, beim Rückspiel am Samstag wird er aber wieder in der Startelf stehen.

„Das ist ein Riesenspiel! Es wird nicht leicht für uns. Wir wissen um die Qualität von Dortmund. Wenn wir uns bestmöglich vorbereiten und als Team zusammenstehen, können wir Großes erreichen. Wir wollen die drei Punkte mitnehmen“, sagte der Techniker im HSV-Spieltagscheck.

Dort erklärte er auch, wie er seine freien Tage in Hamburg verbringt: „Wenn wir frei haben, gehe ich ins Portugiesenviertel, um mich heimischer zu fühlen, portugiesisches Essen zu genießen oder mich mit Landsleuten zu unterhalten.“

Am Dienstag startete der HSV mit der Vorbereitung auf das nächste Topspiel am Samstagabend (18:30 Uhr) beim BVB. Personell gab es einige Veränderungen.

Nicolas Capaldo (27), der bereits drei Spiele verpasste, trainierte weiterhin individuell wegen seiner Bauchmuskelverletzung. Polzin sagte: „Capi hat gute Fortschritte gemacht, aber zuletzt stagnierten sie. Er spürt noch Schmerzen, deshalb wird es mit seinem Einsatz bei Dortmund knapp.“

Außerdem fehlten Philip Otele (26) und Albert Grönbaek (24) im Training. Otele ist leicht angeschlagen, hofft auf eine Rückkehr am Folgetag. Grönbaek ist weiterhin krank – Fieber hatte seinen Einsatz gegen Köln verhindert.

Bakary Jatta (27), Yussuf Poulsen (31) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten weiterhin Reha-Einheiten.

Matthias Ostrzolek (35) steht aktuell noch als Spielertrainer beim Regionalligisten Schwaben Augsburg auf dem Feld, wird aber zur neuen Saison in die Trainerrolle bei Wacker Burghausen wechseln, um Sven Bender (36) abzulösen.

Ostrzolek blickte zuversichtlich: „Mir wurde von Anfang an ein klares Konzept vermittelt, wohin der Verein will, und deshalb freue ich mich sehr auf die Aufgabe. Als Trainer ist mein Ziel, die Mannschaft weiterzuentwickeln und das vorhandene Potenzial bestmöglich zu nutzen. Gemeinsam mit Spielern, Staff, Club und Fans wollen wir unsere ambitionierten Ziele verfolgen.“

Besonders spannend: Am 18. April kommt es in der Regionalliga Bayern zum direkten Duell zwischen Schwaben Augsburg und Wacker Burghausen.

William Mikelbrencis (22) hat sich in den letzten Wochen mit starken Leistungen hervorgetan. Problematisch ist, dass sein Vertrag im Sommer ausläuft.

Jeunes Footeux berichtet, dass der französische Klub RC Lens den jungen Rechtsverteidiger im Visier hat. Lens liegt in der Ligue 1 derzeit auf Platz zwei, nur einen Punkt hinter PSG, und sucht einen Ersatz für Saud Abdulhamid (26), der wohl zu AS Roma zurückkehrt.

Mikelbrencis soll gut ins Profil von Lens passen: jung, französisch ausgebildet, vielseitig auf der rechten Seite einsetzbar – und ablösefrei, falls er seinen Vertrag beim HSV nicht verlängert.

Beraterwechsel sind meist ein Indiz für einen baldigen Abgang, doch bei HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) scheint die Lage eine andere zu sein.

Er erklärte nach dem Unentschieden gegen Köln: „Im Fußball gibt es Dinge, die man nicht steuern kann. Ich konzentriere mich auf meine Leistung und bin froh, dass ich konstant gute Leistungen zeige. Die anderen Angelegenheiten werden sich in Zukunft regeln.“

Bisher galt sein Vertrag nur bis Saisonende, er selbst hatte sich eine Frist bis März gesetzt. Nun sagte Heuer Fernandes schmunzelnd, dass er keinen konkreten Zeitpunkt mehr nennen könne.

Wie die Bild berichtet, verlängert sich sein Vertrag bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. Damit haben beide Seiten Zeit, da der HSV derzeit gute Chancen hat, auch in der kommenden Saison erstklassig zu spielen.

Mit sieben Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und sechs Punkten Abstand zum Relegationsrang befindet sich der HSV nach 26 Spieltagen in einer komfortablen Position, das Ziel Klassenerhalt zu schaffen.

„Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) sieht die Rothosen bereits fast gerettet und schätzte die Wahrscheinlichkeit nach dem Remis gegen Köln auf 85 bis 90 Prozent ein.

Trainer Merlin Polzin (35) reagierte schmunzelnd: „Ich würde Lothar niemals widersprechen.“ Gleichzeitig mahnte er, dass der Weg bis zum Ende noch lang sei.

Schiedsrichter Tobias Welz (48) leitet das Aufsteiger-Duell zwischen HSV und Köln am Abend.

Die Bilanz der Hanseaten unter Welz ist negativ: Bei 28 Spielen gab es acht Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen.

Der 1. FC Köln bestritt bisher 21 Partien mit Welz und hat eine noch schlechtere Statistik: fünf Siege, vier Unentschieden und zwölf Niederlagen.

Am Samstag treffen mit HSV und 1. FC Köln zwei ehemalige Vereine von Davie Selke (31) aufeinander. Der Stürmer stand im Sommer vor einem Wechsel zu einem anderen Bundesligisten.

Laut „Sky“ zeigte Mainz 05 großes Interesse und legte ein Angebot vor. Auch Celtic Glasgow war interessiert, blieb aber ohne Erfolg.

Selke spielt seit letztem Sommer bei Basaksehir Istanbul und erzielte in 15 Einsätzen sieben Tore.

Ein herber Rückschlag für Ex-HSV-Profi Romeo Castelen (42, spielte von 2007 bis 2011 bei den Rothosen): Er wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu 18 Monaten Haft verurteilt, davon sechs Monate auf Bewährung, und einer Geldstrafe von zwei Millionen Euro.

Das Gericht in Zwolle befand, dass Castelen über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen hat. 2019 wurde er am Flughafen Amsterdam mit 139.000 Euro Bargeld ertappt.

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Castelen kündigte Berufung an.

William Mikelbrencis (22) kämpft derzeit um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine Leistungen lassen auf eine positive Vertragsverlängerung hoffen.

Trainer Merlin Polzin (35) lobte: „Wenn du die Chance bekommst, musst du sie nutzen – das hat er in der gesamten Saison getan.“ Mikelbrencis musste auch mal auf der Bank Platz nehmen. „Wir entschieden uns taktisch manchmal für seine Konkurrenten. Das konnte er nicht beeinflussen, aber was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“

In den ersten beiden Jahren absolvierte er nur zwölf Einsätze mit 571 Minuten, in der Aufstiegssaison waren es 25 Spiele, in dieser Saison bisher 19, davon neun von Beginn an.

Polzin beschrieb seine Entwicklung: „William kam als junger Spieler ohne Deutsch- oder Englischkenntnisse zu uns. Er hat hart gearbeitet und hat vielleicht weniger gespielt, als er wollte.“

Der Trainer sieht bei ihm noch viel Potenzial: „Er weiß genau, welche Schritte als nächstes kommen. Er ist schnell auf dem Platz und ein feiner Junge.“

Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) wird erneut wochenlang ausfallen. Trainer Merlin Polzin (35) berichtete von einer Verletzung in der rechten hinteren Oberschenkelmuskulatur.

„Das ist sehr bitter“, sagte Polzin. Poulsen sei nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend.“ Der Däne kam mit großen Ambitionen, wurde aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen.

Polzin blickte dennoch optimistisch: „Die Saison ist noch nicht vorbei. Er wird weiterhin seinen Teil beitragen, damit wir eine gute Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“

Trainer Polzin äußerte sich auch klar zum Fehlen von Rayan Philippe (25) beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte ihm zeigen, dass er an gewissen Dingen arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen.“

Er erwartet, dass Philippe mit besseren Leistungen zurückkommt. Ein Einsatz gegen Köln am nächsten Spieltag ist nicht ausgeschlossen, sofern er die Erwartungen erfüllt.

„Ich habe höhere Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon deutlich bessere Leistungen gezeigt.“ Philippe ist mit fünf Toren zusammen mit Luka Vuskovic (19) bester Torschütze, fällt aber immer wieder in Leistungstiefs.

Polzin sagte sogar: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Philippe ist seit acht Monaten beim HSV, die Eingewöhnungszeit sollte vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch“, fügte Polzin hinzu. „Wir wollen ihm zeigen, woran wir arbeiten. So eine Phase hat jeder mal.“

Der HSV kann die Planungen für die kommende Saison in der Bundesliga mehr oder weniger aufnehmen. Die Chance, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr in Hamburg spielt, schrumpft mit jeder Partie wegen seiner starken Leistungen.

Deshalb suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Ersatz. Laut dem griechischen Medium SDNA hat der HSV ein Auge auf Innenverteidiger Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus geworfen und soll ihn beim letzten Spiel live beobachtet haben.

Pirola stammt aus der Jugend von Inter Mailand, absolvierte viele Länderspiele für Italiens Nachwuchsteams. Seit Sommer 2024 ist er bei Olympiakos unter Vertrag, der bis Sommer 2028 läuft. Sein Marktwert wird auf neun Millionen Euro geschätzt.

Der HSV startete am Dienstag die Vorbereitung auf das Topspiel am Samstagabend gegen Köln. Mit dabei war auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich, ihn wieder im Teamtraining zu sehen. Er braucht noch eine Trainingswoche ohne Belastungssteuerung. Ich hoffe, dass er schnell voll eingreifen kann“, sagte Polzin.

Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) trainierten aus Belastungsgründen nicht mit der Mannschaft, ebenso wie Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19), die individuell in der Reha arbeiten.

Capaldo könnte gegen Köln sein Comeback geben. „Es könnte eine Punktlandung werden. Das Ziel ist, es zu schaffen“, so Polzin, fügte aber hinzu: „Als Trainer ist man oft mehr Träumer als Realist.“

Beim 2:1-Auswärtserfolg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Akteur. Er war an der Entstehung beider Strafstöße beteiligt und verwandelte einen davon – wenn auch mit etwas Glück.

Ex-HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) betonte bei Sky90: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er lobte die Fußball-Leidenschaft der Familie Vuskovic.

Boldt übte aber auch Kritik am HSV: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic erzielte fünf wichtige Tore und war an beiden Elfmetern gegen Wolfsburg unmittelbar beteiligt. Obwohl Verteidiger, hat er enormen Einfluss auf das Offensivspiel – ebenso wie Philippe, der ebenfalls fünf Saisontore hat.

Boldt ist überzeugt, dass der HSV ohne Vuskovic nicht auf dem derzeitigen zehnten Platz stehen würde. „Die zwei Spiele vor seiner Ankunft waren deutlich unter Bundesliga-Niveau. Er bringt enorm viel.“

Christian Eriksen (34) brachte Wolfsburg zunächst in Führung, doch Vuskovic und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel vom Elfmeterpunkt und schrieben Bundesliga-Geschichte.

Rekord: In der Saison 1965/66 gab es im Spiel Gladbach gegen Dortmund fünf Elfmeter, von denen vier verwandelt wurden. Das Endergebnis war 5:4 für Dortmund.

Die Top-Clubs zeigen Interesse: Der HSV muss damit rechnen, dass Luka Vuskovic im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob er dort bleibt, ist noch offen.

Der 19-jährige Kroate steht mittlerweile bei fast allen großen europäischen Klubs auf dem Zettel, zuletzt wurde auch Barcelona Interesse nachgesagt.

Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zurückhaltend: „Ich kann derzeit nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin dem HSV und konzentriert sich voll auf diesen Verein. In zwei Monaten, nach Ablauf der Leihfrist und der offiziellen Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten mitteilen.“

Nach dem Wolfsburg-Sieg war HSV-Profi Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert, nachdem er eine schwierige Halbzeit erlebte.

Der Verteidiger, der Warmed Omari (25) vorgezogen wurde, unterlief in der 18. Minute ein schwerer Fehlpass, aus dem Wolfsburg jedoch kein Kapital schlug.

Zwei Minuten später verursachte er einen Strafstoß, als er beim Klären den Kopf von Yannick Gerhardt (31) traf. Christian Eriksen verwandelte den Elfmeter zur Führung für Wolfsburg.

Elfadli erhielt Gelb und stand kurz vor der Roten Karte. Nach einer deutlichen Ermahnung durch den Schiedsrichter Florian Exner (35) musste Polzin in der Halbzeit auswechseln.

Exner leitet das Bundesliga-Spiel VfL Wolfsburg gegen HSV. Unter seiner Leitung spielte der HSV fünfmal mit einer Bilanz von drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage.

Wolfsburg hat unter Exner bisher drei Spiele bestritten, davon nur eines gewonnen und zwei verloren.

Unklar bleibt, wie es mit Luka Vuskovic im Sommer weitergeht: Bleibt er beim HSV, kehrt er zu Tottenham zurück oder wechselt er womöglich zu einem anderen Klub?

Sky berichtet, dass FC Barcelona die Entwicklung des kroatischen Innenverteidigers genau beobachtet, da bei den Katalanen im Sommer eine Lücke in der Abwehr entsteht.

Eine interessante Konstellation: Vuskovic und Barca-Trainer Hansi Flick (61) teilen sich denselben Berater, Pini Zahavi.

Schlechte Nachrichten: Der HSV muss in den nächsten Wochen auf Bakery Jatta (27) verzichten.

Der Verein gab bekannt, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung im linken hinteren Oberschenkel zuzog und bereits in der 29. Minute ausgewechselt wurde.

Jatta hatte unter Trainer Polzin lange keine Rolle gespielt, kämpfte sich Ende 2025 zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Partien.

HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 zeitgenau angesetzt. Der HSV bestreitet unter anderem das Nordderby gegen Werder Bremen und spielt zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr.

Die Spiele im Überblick:

Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV – FC Augsburg

Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart – HSV

Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen – HSV

Sören Storks (37) ist der Schiedsrichter der Nachholpartie gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend.

Der Schiedsrichter aus Nordrhein-Westfalen pfiff bereits vor einigen Monaten eine Partie des HSV – die Hamburger gewannen trotz Unterzahl spät.

Storks zeigte Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem dieser Josha Vagnoman (25) zu hart attackiert hatte.

Storks leitete bislang erst fünf Erst- und Zweitliga-Spiele mit Hamburger Beteiligung. Die Statistik spricht für den HSV: Nur einmal verloren die Rothosen unter seiner Leitung.

Sorgen um HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33)? Der Schlussmann hat sich seit dem Aufstieg als einer der Top-Torhüter etabliert, doch sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Der 33-Jährige befindet sich in Gesprächen mit dem Verein und hat kürzlich seinen Berater gewechselt, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Die Trennung von seiner langjährigen Agentur erfolgte einvernehmlich.

Der HSV zeigte sich über diese Entscheidung überrascht. Unklar ist, was das für Heuer Fernandes’ Zukunft bedeutet – ob er bessere Vertragsbedingungen anstrebt oder einen Transfer prüft.

Fábio Vieira (25) ist nach seiner Leihe vom FC Arsenal zu einem Schlüsselspieler beim HSV geworden. Wie steht es um seine Zukunft?

Laut SPORT BILD hat der Portugiese bereits entschieden, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich nach seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.

Vieira fühlt sich in Hamburg und beim HSV sehr wohl und könnte sich einen Verbleib grundsätzlich vorstellen. Problematisch sind die finanziellen Aspekte: Die Kaufoption des HSV liegt bei über 20 Millionen Euro – zu teuer.

Die Verantwortlichen hoffen, die Ablösesumme reduzieren zu können, vor allem wenn sich Vieira für einen festen Wechsel ausspricht. Die Entscheidung ist offen.

Diagnose liegt vor: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Verletzung der Bauchmuskulatur zugezogen, wie eine MRT am Montag im Athletikum am Volkspark bestätigte.

Der Argentinier wird den Rothosen mehrere Wochen fehlen, nachdem er gegen RB nach etwa 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Zunächst wurde eine Adduktorenverletzung vermutet.

So wenige Auswärtsfans wie lange nicht: Beim Spiel HSV gegen RB Leipzig war das Volksparkstadion mit 57.000 Zuschauern erneut ausverkauft, doch die Gästefans waren mit nur etwa 1.500 Anreisenden sehr schwach vertreten.

Selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte mit knapp 2.100 Fans mehr mit.

Beim torlosen Remis gegen SV Elversberg im März waren es zuletzt nur rund 1.000 Gästefans.

Bitterer Rückschlag für den HSV: Nach der Niederlage gegen Leipzig verloren die Rothosen auch noch zwei Verteidiger.

Miro Muheim (27) erhielt von Schiedsrichter Bastian Dankert (45) wegen eines groben Fouls seine fünfte Gelbe Karte und verpasst damit das Nachholspiel gegen Leverkusen.

Trainer Polzin sagte dazu: „Wir haben drei, vier Spieler als Ersatz, die infrage kommen.“

Außerdem gibt es Sorgen um Nicolas Capaldo (27), der nach wenigen Minuten mit Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich ausgewechselt wurde und den Platz sichtlich niedergeschlagen verließ.

Polzin erklärte, Capaldo habe sich bei einem Sprint verletzt. Weitere Untersuchungen seien geplant. Ein Einsatz gegen Leverkusen sei sehr fraglich, ein längerer Ausfall möglich.

Schiedsrichter Bastian Dankert (45) wird die Partie HSV gegen RB Leipzig leiten und muss im Volkspark einen kühlen Kopf bewahren.

Der HSV spielte bisher 18-mal unter Dankerts Leitung, die Bilanz ist negativ: sieben Siege, ein Unentschieden, zehn Niederlagen.

Leipzig absolvierte 17 Spiele mit Dankert und weist eine positive Bilanz auf: neun Siege, fünf Unentschieden, drei Niederlagen.

Gute Voraussetzungen für einen magischen Abend im Volkspark: Beim Heimspiel gegen RB Leipzig kann der HSV fast in Bestbesetzung antreten.

Nur Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) fallen aus, wie Trainer Polzin mitteilte. Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) kehrt nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk zurück und könnte eine Option für den Kader sein.

1. Bundesliga – Tabelle und Bedeutung

Die Bundesliga-Tabelle erklärt sich wie folgt: Der Tabellenführer am Ende der Saison wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) erhält die Möglichkeit, über die Relegation den Klassenerhalt zu sichern, wo er gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga antritt.