HSV-Blog: Hamburger mit Interesse an Zweitliga-Talent
Hamburg – Eine Verschnaufpause für den HSV: Nach der knappen 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund können die Rothosen die bevorstehende Länderspielpause nutzen, um neue Kräfte für den Endspurt der Saison zu sammeln.
Das nächste Heimspiel der Hanseaten findet erst am 4. April um 15:30 Uhr gegen den FC Augsburg statt. Währenddessen sondieren die Verantwortlichen bereits mögliche Verstärkungen für die kommende Spielzeit.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch stets über alle Entwicklungen rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und Neuigkeiten aus dem Volksparkstadion auf dem Laufenden.
Sieben Spieltage vor Saisonende kämpfen die Hamburger noch um den Klassenerhalt. Parallel dazu arbeiten die Verantwortlichen bereits an der Zusammenstellung des Kaders für die neue Saison.
Nach Angaben der „Bild“ haben die Rothosen ein Auge auf den U20-Nationalspieler Kofi Amoako (20) von Dynamo Dresden geworfen. Der defensive Mittelfeldspieler zeigt in der Rückrunde starke Leistungen und besticht insbesondere durch seine herausragende Zweikampfstärke.
Die Ablösesumme für Amoako wird auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt, allerdings ist die Konkurrenz groß: Unter anderem soll auch Union Berlin Interesse an dem 20-Jährigen haben.
Die erste Bundesliga-Saison des HSV seit sieben Jahren neigt sich dem Ende entgegen. Für die Schlussphase hat die DFL den Hamburgern noch ein attraktives Spiel angesetzt.
Am Samstag, den 25. April, empfangen die Aufsteiger um 18:30 Uhr im Flutlichtspiel der 31. Runde die TSG Hoffenheim im heimischen Volksparkstadion.
Weitere wichtige Termine lauten:
32. Spieltag (auswärts bei Eintracht Frankfurt): Samstag, 2. Mai, 15:30 Uhr
33. Spieltag (zuhause gegen SC Freiburg): Sonntag, 10. Mai, 15:30 Uhr
34. Spieltag (auswärts bei Bayer Leverkusen): Samstag, 16. Mai, 15:30 Uhr
Der Aufwärtstrend von Luka Vuskovic (19) setzt sich fort: Im Freundschaftsspiel Kroatiens gegen Kolumbien erzielte der HSV-Verteidiger sein erstes Länderspieltor. Beim 2:1-Erfolg gelang ihm der Ausgleichstreffer.
Mit seinen 19 Jahren, einem Monat und drei Tagen ist Vuskovic nun der zweitjüngste Torschütze in der Geschichte der kroatischen Nationalmannschaft – nur Luka Ivanusec war mit 18 Jahren, einem Monat und 19 Tagen noch jünger.
Ein möglicher Transfer-Coup für den HSV? Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, dass die Hamburger kurz vor der Verpflichtung des ungarischen Nachwuchsstürmers Andrej Vasiljevic (16) vom MTK Budapest stehen.
Sportdirektor Claus Costa (41) soll sich intensiv um den Teenager bemüht haben, und die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten.
Abgesehen vom HSV, der schon Ende letzten Jahres mit Vasiljevic in Verbindung gebracht wurde, sollen auch Borussia Dortmund, Inter Mailand und weitere Top-Klubs Interesse zeigen.
In der Länderspielpause sind insgesamt neun HSV-Profis für ihre Nationalmannschaften im Einsatz.
Hier eine Übersicht der Spieler und ihre geplanten Einsätze:
Schmerzlich wiegt die Gelb-Sperre von Nicolai Remberg (25), die fast noch schwerer als die 2:3-Pleite in Dortmund wiegt. Der defensive Mittelfeldspieler erhielt seine zehnte Gelbe Karte und ist damit ligaweit der erste Spieler, der in dieser Saison diese Marke erreicht hat.
Besonders ärgerlich: Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck hatte bereits zur Halbzeitpause gepfiffen, als Remberg mit Karim Adeyemi (24) aneinandergeriet. Beide erhielten wegen des Zwischenfalls eine Verwarnung.
Remberg wird damit beim wichtigen Heimspiel gegen den FC Augsburg Anfang April fehlen. Bereits bei seiner ersten Gelbsperre im Dezember unterlagen die Rothosen Hoffenheim deutlich mit 1:4.
Für Überraschung sorgte die kurzfristige Trennung von Sebastian Kehl (46) bei Borussia Dortmund: Noch am Samstag saß der Sportdirektor beim 3:2-Heimsieg gegen den HSV auf der Bank, am nächsten Tag gaben die Dortmunder seine sofortige Entlassung bekannt.
Wie Geschäftsführer Lars Ricken (49) mitteilte, erfolgte die Entscheidung im gegenseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung. Kehl selbst betonte, dass es für ihn an der Zeit sei, neue Wege zu gehen.
Ob diese neuen Wege ihn womöglich zum HSV führen? Seit Wochen gilt der ehemalige Profi als heißer Kandidat für die vakante Sportvorstandsposition bei den Rothosen. Kehl selbst wünscht sich eine Rolle im Management, die ihm beim BVB bisher verwehrt blieb.
Im Bundesliga-Topspiel wird Dr. Matthias Jöllenbeck (39) die Partie zwischen dem BVB und dem HSV leiten.
Mit ihm als Schiedsrichter bestritten die Hamburger bislang acht Pflichtpartien, mit einer positiven Bilanz von vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.
Der BVB absolvierte bisher zehn Begegnungen unter Jöllenbecks Leitung, ebenfalls mit guter Bilanz: fünf Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen.
Nach einem nicht abgestimmten Frust-Interview von Robert Glatzel (32) ließ HSV-Trainer Merlin Polzin (35) zunächst offen, ob der Stürmer im nächsten Spiel auflaufen wird. Nun steht fest: Gegen den BVB wird Glatzel aus disziplinarischen Gründen fehlen.
Beim Abmarsch nach Dortmund am Freitag war der Angreifer laut Medienberichten nicht mit dabei. Wichtig: Die Sanktion gilt nur für die Partie beim Tabellenzweiten und nicht darüber hinaus.
Eine ungewöhnliche Maßnahme ergriff der HSV nach der Alkoholfahrt von Jean-Luc Dompé (31): Neben einer hohen Geldstrafe muss der Franzose sich auch sozial engagieren.
Wie die „BILD“ berichtet, musste Dompé 10.000 Warnwesten organisieren und selbst bezahlen, die im Straßenverkehr als Sicherheitsausrüstung genutzt werden.
Ein Teil dieser Westen soll er persönlich in Hamburger Kindertagesstätten und Grundschulen verteilen – die genauen Details darüber stehen noch aus.
Vorfreude bei Fábio Vieira (25): Nachdem er das Hinspiel gegen den BVB aufgrund einer Sperre verpasste, wird der Portugiese im Rückspiel am Samstag wieder in der Startelf stehen.
„Das ist ein riesiges Spiel! Es wird nicht einfach für uns. Wir wissen um die Qualität von Dortmund. Wenn wir uns bestmöglich vorbereiten und geschlossen auftreten, können wir Großes erreichen. Wir wollen die drei Punkte mitnehmen“, erklärte der technisch versierte Mittelfeldspieler im „Spieltagscheck“ des HSV.
Im Gespräch verriet Vieira auch, was er in Hamburg am liebsten unternimmt: „Immer wenn wir freie Tage haben, gehe ich ins Portugiesenviertel, um mich etwas heimischer zu fühlen, portugiesisches Essen zu genießen oder mich mit Landsleuten auszutauschen.“
Der HSV hat am Dienstag die Vorbereitung auf das nächste Topspiel am Samstagabend bei Borussia Dortmund (18:30 Uhr) aufgenommen. Personell gibt es einige Veränderungen.
Nicolas Capaldo (27), der bereits drei Spiele verpasste, trainiert wegen einer Bauchmuskelverletzung weiterhin individuell auf dem Platz. „Capi macht zwar Fortschritte, aber zuletzt stagniert seine Genesung. Er hat noch Schmerzen, daher rechnen wir mit einem Einsatz gegen Dortmund als Punktlandung“, so Trainer Merlin Polzin (35) skeptisch.
Außerdem fehlten im Training Philip Otele (26) und Albert Grönbaek (24). „Philip fühlt sich etwas angeschlagen, wir hoffen, dass er morgen wieder dabei ist. Albert ist noch krank und hatte Fieber, daher müssen wir abwarten, ob er morgen mehr machen kann“, erläuterte Polzin.
Bakery Jatta (27), Yussuf Poulsen (31) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) befinden sich weiterhin im Reha-Training.
Matthias Ostrzolek (35) steht aktuell noch als Spielertrainer beim Regionalligisten Schwaben Augsburg auf dem Platz, wechselt aber zur kommenden Saison als Trainer zu Wacker Burghausen und tritt dort die Nachfolge von Sven Bender (36) an.
„Ich wurde von Anfang an genau darüber informiert, welche sportlichen Ziele der Verein verfolgt, und freue mich daher sehr auf die Aufgabe“, blickte Ostrzolek voraus. „Mein Anspruch als Trainer ist es, die Mannschaft auf dem Feld weiterzuentwickeln, das vorhandene Potenzial optimal auszuschöpfen und gemeinsam mit Spielern, Staff, Umfeld und Fans die ambitionierten sportlichen Ziele konsequent zu verfolgen.“
Besonders spannend: Am 18. April treffen Schwaben Augsburg und Wacker Burghausen in der Regionalliga Bayern direkt aufeinander.
Mit starken Leistungen hat sich William Mikelbrencis (22) zuletzt in den Vordergrund gespielt. Problematisch ist jedoch, dass sein Vertrag beim HSV im Sommer ausläuft.
Wie das Portal Jeunes Footeux berichtet, hat der französische Erstligist RC Lens den Rechtsverteidiger ins Visier genommen. Lens, Tabellenzweiter in der Ligue 1 und nur einen Punkt hinter Spitzenreiter PSG, sucht einen Ersatz für Saud Abdulhamid (26), der wohl zurück zur AS Roma wechselt.
Dem Bericht zufolge passt Mikelbrencis ideal ins Profil des Klubs: jung, in Frankreich ausgebildet, vielseitig auf der rechten Seite einsetzbar und ablösefrei zu haben, sofern keine Vertragsverlängerung zustande kommt.
Ein Wechsel des Beraters deutet oft auf einen baldigen Vereinswechsel hin, doch bei HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) scheint dies eine Ausnahme zu sein.
„Im Fußball gibt es Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Ich konzentriere mich auf meine Leistungen und bin glücklich, dass ich diese Woche für Woche abrufen kann. Mein Fokus liegt darauf, alles andere wird sich mit der Zeit regeln“, erklärte der Schlussmann nach dem Unentschieden gegen Köln.
Bislang ging man davon aus, dass sein Vertrag nach dieser Saison endet. Heuer Fernandes hatte sich selbst eine Frist bis März gesetzt. „Jetzt kann ich keinen genauen Zeitpunkt mehr nennen“, sagte er mit einem Schmunzeln – was einen guten Grund haben dürfte.
Wie die Bild berichtet, verlängert sich sein Vertrag bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. So besteht aktuell weder für Heuer Fernandes noch für den HSV Eile, da die Chancen auf den Verbleib in der Bundesliga gut stehen.
Mit neun Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern auf den Relegationsrang befindet sich der HSV nach 26 Spieltagen in einer guten Ausgangslage, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.
„Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) schätzt die Chancen der Rothosen als äußerst hoch ein: Nach dem Remis gegen Köln taxierte der ehemalige Weltfußballer die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs auf „85 bis 90 Prozent“.
HSV-Trainer Merlin Polzin (35) reagierte schmunzelnd: „Ich würde Lothar Matthäus niemals widersprechen.“ Gleichzeitig machte er aber klar, dass noch ein weiter Weg vor der Mannschaft liege.
Als Spielleiter im Duell der Aufsteiger fungiert Tobias Welz (48), der am Abend das Match zwischen dem HSV und Köln pfeift.
Unter Welz haben die Hanseaten bislang 28 Pflichtspiele absolviert, mit einer leicht negativen Bilanz: acht Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen.
Für den 1. FC Köln stehen bisher 21 Spiele unter Welz’ Leitung zu Buche, mit einer noch schlechteren Bilanz: fünf Siege, vier Unentschieden und zwölf Niederlagen.
Am Samstag treffen mit HSV und Effzeh zwei ehemalige Clubs von Davie Selke (31) aufeinander – der Stürmer hätte im Sommer fast für einen anderen Bundesligisten gespielt.
Laut „Sky“ zeigte der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse und legte sogar ein konkretes Angebot für Selke vor. Ebenso suchte Celtic Glasgow den Angreifer, jedoch blieben beide Bemühungen erfolglos.
Selke ist seit letztem Sommer bei Basaksehir Istanbul unter Vertrag und hat in 15 Einsätzen bisher sieben Tore erzielt.
Ein herber Rückschlag für einen Ex-HSV-Profi: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 bei den Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht in Zwolle sprach eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten aus, davon sechs Monate auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro.
Dem Urteil zufolge soll Castelen über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. 2019 wurde er am Amsterdamer Flughafen mit 139.000 Euro Bargeld erwischt.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Der Ex-Profi kündigte bereits an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.
William Mikelbrencis (22) steht beim HSV aktuell im Fokus, da sein Vertrag im Sommer ausläuft. Seine starken Leistungen sprechen jedoch für eine positive Fortsetzung der Vertragsgespräche.
„Wenn man die Chance bekommt, muss man sie nutzen. Das hat er über die gesamte Saison hinweg getan“, lobte Trainer Merlin Polzin (35). Auch wenn Mikelbrencis manchmal auf der Bank Platz nehmen musste, lag das an taktischen Überlegungen. „Das konnte er nicht beeinflussen, aber das, was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“
In den ersten beiden Jahren beim HSV kam der Franzose nur auf zwölf Einsätze und 571 Spielminuten. In der Aufstiegssaison spielte er bereits 25 Mal, in der aktuellen Spielzeit sind es schon 19 Partien, davon neun von Beginn an.
„William kam als sehr junger Spieler zu uns, damals sprach er weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart gearbeitet und auch Phasen mit weniger Spielzeit überstanden“, beschrieb Polzin die Entwicklung.
Der Trainer sieht noch viel Potenzial: „Er weiß genau, welche Schritte als Nächstes erforderlich sind. Auf dem Platz ist er schnell und zudem ein sympathischer Typ.“
Für den HSV gibt es schlechte Nachrichten: Angreifer Yussuf Poulsen (31) fällt erneut mehrere Wochen aus. Wie Trainer Merlin Polzin (35) am Donnerstag erklärte, zog sich der Däne eine Verletzung im rechten hinteren Oberschenkel zu.
„Das ist sehr bitter“, sagte Polzin und berichtete, dass Poulsen nach der Diagnose niedergeschlagen war. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend.“ Poulsen war mit hohen Erwartungen zum HSV gekommen, wurde jedoch immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen.
„Die Saison ist noch nicht vorbei“, gab Polzin die Hoffnung nicht auf, auch wenn der genaue Ausfallzeitraum noch ungewiss ist. „Er wird weiter seinen Teil dazu beitragen, dass wir eine starke Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“
HSV-Coach Merlin Polzin (35) äußerte sich deutlich zum Ausfall von Rayan Philippe (25) beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan klar machen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen. Ich bin gespannt, wie er darauf reagiert.“
Der Trainer erwartet, dass Philippe nach einer schwächeren Phase wieder zu besseren Leistungen findet. Ein Einsatz am Samstag gegen den 1. FC Köln ist möglich, allerdings muss der Angreifer zeigen, was von ihm erwartet wird.
„Ich habe einfach höhere Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon bessere Leistungen gezeigt.“ Zwar ist Philippe mit fünf Toren gemeinsam mit Vuskovic (19) der beste Torschütze des HSV, doch er fällt immer wieder in Leistungstiefs.
„Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe bereits seit acht Monaten beim HSV – die Eingewöhnungszeit sollte vorbei sein, relativierte Polzin. „Es ist normal, mal eine Phase zu haben, in der nicht alles rund läuft. Da muss er durch.“
Der HSV plant bereits mehr oder weniger für die kommende Saison in der Bundesliga. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr in Hamburg spielt, sinkt mit jedem Spiel, da seine Leistungen zu beeindruckend sind.
Deshalb suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Ersatz. Laut dem griechischen Portal SDNA hat der HSV den Innenverteidiger Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus ins Visier genommen und ihn sogar beim vergangenen Spiel vor Ort beobachtet.
Pirola stammt aus der Jugend von Inter Mailand und hat zahlreiche Einsätze in den italienischen U-Nationalteams. Seit Sommer 2024 steht er bei Olympiakos unter Vertrag, der bis 2028 läuft. Sein Marktwert wird auf rund neun Millionen Euro geschätzt.
Der HSV startete am Dienstag die Vorbereitung auf das Topspiel am Samstagabend gegen den 1. FC Köln. Auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24) war mit dabei. „Ich freue mich, ihn im Training wiederzusehen. Er braucht noch eine Woche, um voll mitziehen zu können, ohne gelenkt zu werden. Ich hoffe, dass er bald eingreifen kann“, sagte Trainer Polzin.
Nicht am Mannschaftstraining nahmen aufgrund von Belastungssteuerung Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) teil. Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten weiterhin individuelles Reha-Training.
Capaldo könnte bereits gegen Köln zurückkehren. „Es könnte eine Punktlandung werden. Das Ziel ist, es zu schaffen“, so Polzin, schränkte jedoch ein: „Aber als Trainer ist man meist eher Träumer als Realist.“
Beim 2:1-Sieg des HSV in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler auf dem Platz. Der Abwehrspieler war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und verwandelte einen davon sogar selbst, wenn auch mit etwas Glück.
In der Sendung Sky90 bewertete der ehemalige HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) den jungen Kroaten als „Schlüsselspieler“. Er lobte die fußballerische Leidenschaft der Vuskovic-Familie.
Gleichzeitig übte Boldt Kritik an seinem Ex-Klub: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen. Er hat fünf sehr wichtige Tore erzielt. Beide Elfmeter gegen Wolfsburg entstanden durch ihn.“ Obwohl Vuskovic eigentlich Verteidiger ist, hat er eine immense Bedeutung fürs Offensivspiel des HSV. Wie Rayan Philippe (25) hat er fünf Saisontore auf dem Konto.
Der Einfluss von Vuskovic auf die Mannschaft ist enorm. Boldt ist überzeugt, dass der Aufsteiger ohne ihn nicht auf Platz zehn stehen würde: „Vor seiner Ankunft spielten wir zwei Spiele, die weit unter Bundesliga-Niveau waren. Er bringt einen riesigen Input.“
Christian Eriksen (34) hatte Wolfsburg zunächst in Führung gebracht, doch Vuskovic und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel per Elfmeter und schrieben Bundesliga-Geschichte.
Rekordhalter bei Elfmetern in einem Spiel ist die Begegnung Gladbach gegen Dortmund in der Saison 1965/66 mit fünf Strafstößen. Damals konnten aber nur vier verwandelt werden. Das Endergebnis war 5:4 für Dortmund.
Die großen Klubs stehen Schlange: Der HSV kann wohl damit rechnen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob es dort für ihn weitergeht, ist aber noch offen.
Der Kroate steht mittlerweile bei fast allen europäischen Topvereinen auf dem Zettel. Zuletzt wurde auch dem FC Barcelona Interesse nachgesagt.
Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Spekulationen: „Ich kann derzeit nichts dazu sagen. Der Spieler gehört weiter zu Hamburg und konzentriert sich voll auf diesen Verein. In genau zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihzeit und der offiziellen Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“
HSV-Profi Daniel Elfadli (28) dürfte nach dem Sieg in Wolfsburg besonders erleichtert gewesen sein – trotz einer Horror-Halbzeit.
Der Verteidiger, der gegenüber Warmed Omari (25) den Vorzug bekam, unterlief in der 18. Minute ein folgenschwerer Fehlpass, den Wolfsburg glücklicherweise nicht nutzen konnte.
Zwei Minuten später wurde Elfadli zum Unglücksraben, als er beim Versuch zu klären VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) am Kopf traf. Der daraus resultierende Elfmeter wurde von Christian Eriksen (34) zur Führung verwandelt.
Für das Foul sah Elfadli Gelb und hätte bei einem weiteren Vergehen kurz vor der Pause fast die Ampelkarte erhalten. Nach einer deutlichen Ermahnung durch Schiedsrichter Florian Exner (35) musste Trainer Merlin Polzin (35) ihn in der Halbzeit auswechseln.
Florian Exner (35) ist der Unparteiische der Partie zwischen VfL Wolfsburg und HSV.
Bislang haben die Rothosen fünf Spiele unter seiner Leitung absolviert, mit einer ansehnlichen Bilanz: drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.
Bei Wolfsburg sieht es anders aus: Nur eines von drei Spielen mit Exner gewannen die Wölfe, die anderen beiden gingen verloren.
Ungewiss bleibt, wie es mit Luka Vuskovic (19) im Sommer weitergeht: Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zusammenzuspielen? Wird er zu Tottenham zurückgerufen? Oder wechselt er zu einem anderen Verein?
Nach Informationen von Sky könnte Letzteres eintreten. Demnach beobachtet der FC Barcelona den kroatischen Innenverteidiger genauer, da sich im Sommer eine Lücke in der Abwehr der Katalanen auftut.
Besonders spannend: Vuskovic hat denselben Berater wie Barcas Trainer Hansi Flick (61), nämlich Pini Zahavi (83).
Ein herber Verlust für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den kommenden Wochen aus.
Der Klub teilte mit, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch eine Verletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen hat. Er wurde bereits in der 29. Minute ausgewechselt.
Jatta spielte lange keine Rolle unter Trainer Polzin, kämpfte sich jedoch Ende 2025 zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Spielen.
HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat die zeitgenaue Ansetzung der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. Der HSV tritt unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen an und spielt zweimal samstags um 15:30 Uhr sowie einmal sonntags um 17:30 Uhr.
Die Termine im Überblick:
Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV vs. FC Augsburg
Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart vs. HSV
Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen vs. HSV
Sören Storks (37) wird die Nachholpartie gegen Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend leiten.
Der Schiedsrichter aus Ramsdorf (NRW) pfiff bereits vor einigen Monaten ein HSV-Spiel, das die Hamburger trotz Unterzahl und hitziger Schlussphase spät für sich entschieden.
Damals zeigte Storks Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem der Norweger zu hart in einen Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) ging.
Insgesamt hat Storks erst fünf Erst- und Zweitliga-Spiele für den HSV geleitet – mit guter Statistik: Nur einmal verlor der Verein unter seiner Leitung.
Sorgen um HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33)? Nach dem Bundesliga-Aufstieg hat er sich als einer der besten Torhüter der Liga etabliert. Ein Problem bleibt jedoch: Sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Heuer Fernandes erklärte kürzlich, dass er sich bezüglich seiner Zukunft im Austausch mit dem Verein befindet. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, dass der 33-Jährige seinen Berater gewechselt hat und sich in gutem Einvernehmen von seiner bisherigen Agentur getrennt habe.
Laut dem Bericht zeigte sich der HSV von dieser Entscheidung überrascht. Was dies für die Zukunft des Keepers bedeutet, bleibt unklar. Möglicherweise möchte er seine Verhandlungsposition verbessern oder prüft einen Wechsel.
Fábio Vieira (25) trägt maßgeblich zum Erfolg des HSV bei. Nach seiner Leihe vom FC Arsenal ist er zu einem wichtigen Spieler geworden. Doch wie sieht seine Zukunft aus?
SPORT BILD berichtet, dass der Portugiese sich entschieden hat, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich bislang nicht durchsetzen.
Vieira fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und kann sich grundsätzlich vorstellen, zu bleiben. Problematisch ist jedoch die hohe Kaufoption von über 20 Millionen Euro – für den Klub zu teuer.
Dennoch hoffen die Verantwortlichen, die Ablösesumme senken zu können – vor allem wenn Vieira selbst für einen dauerhaften Wechsel plädiert. Der Ausgang bleibt offen.
Diagnose steht fest: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen, wie eine MRT-Untersuchung im Athletikum am Volkspark ergab.
Der Argentinier wird laut Mitteilung „einige Wochen“ ausfallen, nachdem er gegen RB bereits nach rund 20 Minuten ausgewechselt wurde. Anfangs wurde noch von einer Adduktorenverletzung ausgegangen.
So wenig Gästefans waren lange nicht da: Beim Spiel HSV gegen RB Leipzig war das Volksparkstadion mit 57.000 Zuschauern ausverkauft, doch nur rund 1.500 Fans aus Leipzig reisten an – die geringste Gästefan-Anzahl dieser Saison.
Selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte mit knapp 2.100 Anhängern mehr mit.
Bereits im März beim torlosen Unentschieden gegen SV Elversberg waren nur rund 1.000 Gästefans vor Ort.
Ein weiterer Rückschlag für den HSV: Nach der Niederlage gegen Leipzig fehlen am Sonntagabend auch zwei Verteidiger.
Miro Muheim (27) erhielt vom Schiedsrichter Bastian Dankert (45) wegen eines harten Fouls seine fünfte Gelbe Karte und wird das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen.
„Wir haben drei, vier Spieler, die als Ersatz infrage kommen“, kommentierte Trainer Polzin.
Besorgniserregend ist zudem der Gesundheitszustand von Nicolas Capaldo (27). Der Argentinier musste kurz nach Spielbeginn wegen Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich ausgewechselt werden und verließ den Platz sichtlich mitgenommen.
Polzin berichtete, dass Capaldo sich bei einem Sprint eine Verletzung zuzog und kündigte für Montag weitere Untersuchungen an. Ein Einsatz gegen Leverkusen erscheint fraglich, möglicherweise droht ein längerer Ausfall.
Schiedsrichter Bastian Dankert (45) muss im Volkspark einen kühlen Kopf bewahren, wenn er die Partie HSV gegen RB Leipzig leitet.
Die Hamburger spielten bisher 18 Partien unter seiner Leitung – mit einer ungünstigen Bilanz: sieben Siege, ein Unentschieden und zehn Niederlagen.
Für Leipzig sieht die Statistik besser aus: Sieben Spiele unter Dankert, darunter neun Siege, fünf Unentschieden und drei Niederlagen.
Gute Voraussetzungen für einen weiteren magischen Abend im Volksparkstadion: Beim Heimspiel gegen RB Leipzig kann der HSV fast aus dem Vollen schöpfen.
Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) fehlen laut Trainer Polzin (35). Alle anderen Spieler sind „heiß und einsatzbereit“.
Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) steht nach seinem Außenbandriss am Sprunggelenk wieder als Option zur Verfügung. Ob er rechtzeitig fit wird, wird sich spätestens eine Stunde vor Anpfiff zeigen.
Tabelle 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle am Saisonende: