Mannschaftsbus des HFC in Flammen aufgegangen: „Dieser Angriff überschreitet jegliche Grenzen“
Frankfurt am Main/Halle (Saale) – In den frühen Morgenstunden des Sonntags stand in Frankfurt am Main ein Reisebus in Brand. Die entstehende Rauchsäule war weithin sichtbar. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem vollständig zerstörten Fahrzeug um den Mannschaftsbus der U19 des Halleschen FC. Die Polizei reagierte darauf mit der Einrichtung einer Sonderkommission.
„Wir sind tief bestürzt und fassungslos über den Anschlag auf den Mannschaftsbus unseres U19-Teams, das sich in Frankfurt aufhielt“, erklärte der Verein aus Halle an der Saale am Sonntagvormittag. „In der Nacht nach dem Freundschaftsspiel bei Eintracht Frankfurt wurde der Bus von bislang unbekannten Tätern angezündet und komplett zerstört.“
Glücklicherweise befand sich zum Zeitpunkt des Feuers niemand im Bus. Dennoch sitzt der Schock bei Spielern und Betreuern tief, so der Verein.
Man drückt sein Bedauern darüber aus, dass das junge Team „zum Ziel eines derart gewalttätigen Angriffs“ geworden sei. Der HFC fordert eine gründliche und lückenlose Untersuchung der Tat.
„Dieser Anschlag überschreitet alle Grenzen. Er richtet sich nicht nur gegen unseren Verein, sondern gegen die grundlegenden Werte des Sports und unserer Gesellschaft insgesamt. [...] Unsere Gedanken sind bei den Spielern, dem Trainerstab sowie allen Betroffenen, die diese traumatische Nacht verarbeiten müssen.“
Ein Sprecher der Feuerwehr Frankfurt berichtete, dass gegen 2:10 Uhr in der Nacht auf Sonntag mehrere Notrufe gleichzeitig bei der Leitstelle eingingen.
Zeugen hatten eine schwarze Rauchsäule am südlichen Mainufer beobachtet.
Vor Ort angekommen, fanden die Einsatzkräfte einen roten Reisebus vor, der bereits in Vollbrand stand. Das Feuer konnte erst gegen 3:30 Uhr endgültig gelöscht werden.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und eine Sonderkommission gebildet. Am Sonntagmittag lagen noch keine Angaben zum Ausmaß des entstandenen Sachschadens vor.