zurück

Löhmannsröben über den Gegenspieler im Ost-Kracher: „Ich weiß nicht, ob er kurz einen Tagtraum hatte“

Halle – „Wenn ich einen Gegner überhole, muss schon einiges passieren. Ich glaube, er hatte kurz einen Tagtraum“, scherzte Jan Löhmannsröben (34) vom HFC schallend, als er schilderte, wie er kurz nach der Pause das mögliche 1:2 durch Zwickaus Stürmer Veron Dobruna (25) verhinderte. Bei seinem ehemaligen Klub wird man sich wohl denken: Wer den Schaden hat, braucht sich um Spott nicht zu sorgen.

Diese Szene war symptomatisch für das Spielgeschehen. Dobruna lief allein auf Torwart Sven Müller (30) zu, verlor dabei jedoch zunehmend an Tempo, sodass Löhmannsröben ihn noch abfangen konnte. „Er ist quasi eingeschlafen“, kritisierte Sportdirektor Robin Lenk (41) wenig später in der Mixed-Zone des Leuna Chemie Stadions in einem ähnlichen Tonfall wie Löhmannsröben.

Löhmannsröben selbst war nach dem Spiel richtig in Feierlaune. Auf dem Weg in die Kabine rief er lautstark „Bacardi!“. Das konnte man ihm auch gönnen, denn am Ende zeigte Halle auf beiden Spielfeldseiten mehr Wille und Durchsetzungsvermögen.

Bei Zwickau hingegen war die Leistung weder Fisch noch Fleisch und zog sich wie ein roter Faden durch die Saison 2026. „Der ein oder andere Spieler muss sich ernsthaft fragen, ob Anspruch und Wirklichkeit bei ihm übereinstimmen“, zeigte sich Lenk ziemlich enttäuscht.

Diese Kritik wollte er jedoch nicht auf eine einzelne Person beschränken. Auch Spieler wie Sandro Sengersdorf (27), Max Somnitz (22) oder Theo Martens (23) erhielten ihr Fett weg – und es hätten noch weitere genannt werden können.

„Viele Akteure schaffen es derzeit noch nicht, an ihre Form aus der Hinrunde anzuknüpfen“, erläuterte Lenk, räumte aber gleichzeitig ein, dass Halle in der aktuellen Verfassung schlichtweg stärker als Zwickau ist. Punkt.

„Wenn du in den letzten vier Spielen zehn Punkte holst, verdeckt das zwar, dass die Spielweise nicht überzeugend war. Halle hat jedoch gezeigt, dass vor uns noch viel Arbeit liegt. Vielleicht hat das den Fokus für die englische Woche mit dem Nachholspiel gegen Hertha II und dem Pokalduell in Auerbach geschärft.“

Tabelle Regionalliga Nordost

Der Meister der Saison 2026 qualifiziert sich am Ende für zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Je nach Anzahl der Absteiger aus der 3. Liga können bis zu vier Mannschaften absteigen.