Herthas Pokaltraum lebt weiter: Toni, leg noch einmal nach!
Berlin – Am Dienstagabend (20.45 Uhr/Sky) will Hertha BSC im Olympiastadion gegen den SC Freiburg einen weiteren Schritt auf dem Weg zu ihrem großen Pokaltraum machen: endlich wieder ein Endspiel vor heimischem Publikum erreichen.
Der letzte Einzug ins Finale des DFB-Pokals liegt schon lange zurück – genauer gesagt ins Jahr 1993. Damals schaffte es allerdings nicht die Profimannschaft, sondern sensationell die zweite Mannschaft, die sich im Endspiel Bayer Leverkusen nur knapp mit 0:1 geschlagen geben musste.
Auch der bislang letzte Einzug ins Halbfinale liegt mittlerweile zehn Jahre zurück. Nun soll gegen die Breisgauer die Chance beim Schopfe gepackt werden. „Die Stimmung muss kochen. Wenn wir eine Chance auf den Einzug in die nächste Runde haben wollen, muss ganz Berlin in Blau-Weiß aufgehen“, forderte Stefan Leitl (48) im Vorfeld des Spiels.
Für die Partie gegen den derzeitigen Bundesliga-Siebten werden etwa 55.000 Zuschauer erwartet. Dennoch sieht der Hertha-Trainer seine Mannschaft als „klaren Außenseiter“.
Besonders schwierig wird die Situation für die Berliner durch die aktuellen Probleme in der Defensive. Mit Marton Dardai (23) und Deyovaisio Zeefuik (27) fehlen gleich zwei wichtige Abwehrspieler.
Deshalb liegt die Verantwortung in der Innenverteidigung erneut auf den Schultern von Toni Leistner (35). Dieser erfuhr erst unmittelbar vor dem wichtigen 3:0-Erfolg gegen Elversberg auf der Toilette, dass Dardai aufgrund von Hüftbeschwerden kurzfristig ausfällt.
Der erfahrene Spieler, der nach seiner Sperre gegen Bielefeld zunächst nur auf der Bank saß, zeigte nicht nur eine starke Leistung in der Defensive, sondern erzielte auch sein erstes Tor für die Blau-Weißen.
Nach einer Ecke kam der Ball zu ihm zurück, und er „hat einfach mal draufgehalten“. Das Resultat konnte sich sehen lassen: Aus knapp 16 Metern traf der 35-Jährige sehenswert unter die Latte.
„Mach's nochmal, Toni!“ möchte man ihm zurufen – vor allem für seine solide Defensivleistung. Doch sicherlich würde niemand etwas dagegen haben, wenn Toni Leistner erneut erfolgreich wäre – denn die Stadt braucht neue Pokalhelden.