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Hertha sucht Nachfolger für Eichhorn: Kommt jetzt seine große Chance?

Berlin – Wer tritt die Nachfolge von Kennet Eichhorn (16) an? Bei Hertha BSC wächst die Sorge: Das Verletzungspech hat erneut zugeschlagen und zwingt die Berliner, vorerst auf ihr vielversprechendes Talent zu verzichten.

Wie lange der Ausfall dauern wird, ist ungewiss. Eine rasche Heilung der Sprunggelenksverletzung erscheint momentan eher unwahrscheinlich. Sogar ein vorzeitiges Saisonende wird mittlerweile in Erwägung gezogen.

Doch als wäre der Verlust von Eichhorn nicht schon schwer genug, steht auch sein Ersatz vor einem längeren Ausfall: Diego Demme (34) erlitt kurz vor dem Rückrundenstart einen erneuten Schwindelanfall und konnte daher nicht am Trainingslager teilnehmen.

Der nächste Kandidat für die Anfangsformation, Leon Jensen (28), arbeitet sich zwar allmählich zurück, wird aber am Samstag gegen den KSC vermutlich noch nicht einsatzfähig sein.

Nun sind andere Spieler gefordert – etwa Kevin Sessa (25). Mit großen Erwartungen aus der vergangenen Saison geholt, wartet er bislang vergeblich auf seinen Durchbruch. Zunächst bremsten ihn eine Knieverletzung aus der Vorbereitung, danach plagten ihn immer wieder weitere Blessuren.

Insgesamt stehen zwar 20 Einsätze in seiner Bilanz, doch unter Trainer Stefan Leitl (48) schaffte er es lediglich zweimal in die Startelf. Auch in der aktuellen Spielzeit änderte sich daran wenig. Meist kam Sessa erst in der Schlussphase zum Einsatz, so auch am Samstag, als er in der 88. Minute für den verletzten Eichhorn eingewechselt wurde. Vielleicht ist jetzt seine Stunde gekommen.

Alternativ könnte die personelle Not im Mittelfeld einen nahezu vergessenen Hertha-Profi ins Rampenlicht rücken: Gegen Schalke feierte Jeremy Dudziak (30) nach fast eineinhalb Jahren sein überraschendes Comeback und nutzte die Chance durchaus.

Trainer Leitl, der Dudziak noch aus gemeinsamen Fürther Zeiten kennt, schätzt den 30-Jährigen sehr – allerdings nicht als Linksverteidiger, sondern im zentralen Mittelfeld.

„Wenn Jerry fit ist, gehört er zu den besten Mittelfeldspielern der Liga“, betonte Leitl bereits vor einigen Monaten.

Weitere mögliche Optionen sind Pascal Klemens (20), der eigentlich wieder auf seine angestammte Position als Innenverteidiger zurückkehren sollte und nach langer Pause steht, sowie das Talent Boris Mamuzah Lum (18). Die besten Karten scheinen jedoch Sessa oder Dudziak zu haben.