Internationaler Spitzenklub steigt ins Rennen um Ausnahmetalent Kenny Eichhorn ein
Berlin – Es bleiben wohl nur noch zwei zentrale Fragen offen: Wann verlässt Kennet Eichhorn (16) Hertha BSC und wohin zieht es ihn? Angesichts der Vielzahl renommierter Vereine, die um das junge Talent werben, scheint ein Verbleib bei Hertha BSC auf Dauer unwahrscheinlich.
Vor Kurzem hat ein weiterer großer Klub offiziell Interesse an dem 16-jährigen Spieler bekundet. Nach Informationen von Sky hat sich nun auch der englische Rekordmeister FC Liverpool in den Wettstreit um das Ausnahmetalent eingeschaltet.
Transfer-Experte Florian Plettenberg (38) berichtete auf dem Kurznachrichtendienst X, dass die Verantwortlichen der Reds dem Mittelfeldspieler bereits in persönlichen Gesprächen einen klaren Plan für seine weitere Karriere präsentiert haben sollen.
Demnach plant der LFC, die Kaufoption zu ziehen und Eichhorn unmittelbar zu verpflichten, um ihn anschließend für ein bis zwei Jahre an einen Verein auszuleihen, bei dem er idealerweise schon erste Erfahrungen in der Champions League sammeln kann. In diesem Zusammenhang sind Berichte über bereits geführte Verhandlungen bekannt geworden.
Mit dieser Vorgehensweise verfolgen die Liverpooler eine ähnliche Taktik wie Manchester City, die ebenfalls großes Interesse an Kenny haben und eine Zusammenarbeit mit Bayer Leverkusen anstreben. Dort soll der junge Spieler seine Ausbildung bis zum 18. Lebensjahr fortsetzen.
Dieser ungewöhnliche Schritt ist notwendig, da englische Klubs den Teenager erst nach Vollendung seines 18. Lebensjahres in der Premier League einsetzen dürfen – eine Folge des Brexits.
Grundsätzlich verbieten die FIFA-Regeln den Transfer minderjähriger Spieler aus dem Ausland. Ausnahmen gelten jedoch für Vereine innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes, zu dem Großbritannien nach dem Brexit nicht mehr zählt.
Innerhalb Deutschlands stellt der Transfer eines 16-Jährigen hingegen kein Problem dar. Das verschafft inländischen Interessenten wie Borussia Dortmund, Bayern München, VfB Stuttgart, RB Leipzig oder Bayer Leverkusen einen Vorteil gegenüber den englischen Klubs.
Dies gilt ebenso für spanische Topteams wie Real Madrid und den FC Barcelona, die den Spielmacher ebenfalls im Visier haben sollen. Schließlich wird Eichhorn häufig mit dem Weltmeister Toni Kroos (36) verglichen, der in Spanien sehr geschätzt wird. Alle genannten Klubs könnten die Ausstiegsklausel von zehn bis zwölf Millionen Euro problemlos bedienen.
Wollen jedoch Liverpool, Manchester City oder der neue englische Meister FC Arsenal von diesem Schnäppchen profitieren – Eichhorn wird derzeit mit einem Marktwert von rund 20 Millionen Euro gehandelt, der in naher Zukunft voraussichtlich stark ansteigen wird – ist ein einfallsreicheres Vorgehen gefragt.