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Hertha BSC verpasst nach zweimaligem Rückstand gegen befreundeten KSC den Sieg

Karlsruhe – Hertha BSC kam beim befreundeten Karlsruher SC über ein 2:2 (1:2)-Unentschieden nicht hinaus und erlitt damit einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga. Der Rückstand auf den Relegationsplatz könnte am Sonntag auf sieben Punkte anwachsen.

Von wegen Freundschaftsspiel: Bereits wenige Sekunden nach Anpfiff brachte Deyovaisio Zeefuik Marvin Wanitzek mit einem harten Foul zu Fall und erhielt eine der schnellsten Gelben Karten der laufenden Saison. Diese Gelbe Karte war zugleich seine fünfte und führt dazu, dass er im wichtigen Heimspiel gegen Darmstadt 98 pausieren muss.

Nach nur sieben Minuten folgte dann der Schock für die Berliner Gäste: Fabian Schleusener traf mit einem Schuss aus etwa 18 Metern zur Führung für die Gastgeber – ein Treffer, der auf einem Fehler im Aufbauspiel der Berliner beruhte.

Zwölf Minuten später revanchierten sich die Karlsruher bei den Berlinern: Kevin Sessa schnappte sich einen unglücklichen Querpass von Wanitzek am Sechzehner und leitete den Konter über Fabian Reese ein. Der Kapitän nutzte die Gelegenheit eiskalt und erzielte aus spitzem Winkel den Ausgleich zum 1:1 in der langen Ecke.

Nur kurze Zeit danach folgte der nächste Schreckmoment für die Alte Dame: Philipp Förster setzte den Ball an den linken Pfosten. Doch der Führungstreffer für den KSC ließ nicht lange auf sich warten! Nach einer Ecke fiel Sebastian Jung der Ball vor die Füße, der in der 26. Minute aus rund 20 Metern per Direktabnahme sehenswert zum 2:1 in die linke Ecke traf.

Im weiteren Verlauf hätte Karlsruhe den Vorsprung weiter ausbauen können. Doch kurz vor der Pause scheiterte Luca Schuler im Eins-gegen-eins an Torwart Hans Christian Bernat, sodass es nach einer lebhaften ersten Halbzeit beim knappen Vorsprung der Gastgeber blieb.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel kam Hertha dann zum Ausgleich – zumindest nach Aluminium-Treffern: Reese traf aus spitzem Winkel die Latte. Auf der Gegenseite rettete Karlsruhes Torhüter Tjark Ernst mit einer starken Parade sein Team vor einem Zwei-Tore-Rückstand.

Danach ließen Intensität und Spielfluss etwas nach. Obwohl Hertha nun dominanter spielte, gelang es ihnen nicht, sich gefährliche Chancen zu erspielen. Die Karlsruher agierten vorwiegend defensiv und setzten auf schnelle Konter.

In der 78. Minute war es erneut Schuler, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte, den Ball jedoch nicht am herausstürmenden Bernat vorbeibrachte. Besser machte es schließlich Joker Jeremy Dudziak, der nach einem glänzenden Zuspiel von Reese den Ball in die linke Ecke schob.

In einer spannenden Schlussphase drängten die Berliner auf den Sieg, konnten sich jedoch keine klaren Torchancen mehr erspielen. Die letzte Möglichkeit gehörte noch einmal dem KSC, der den „Lucky Punch“ jedoch nicht setzen konnte, sodass es am Ende beim Unentschieden im ausverkauften BBBank Wildpark blieb.

2. Bundesliga, 19. Spieltag

Karlsruher SC - Hertha BSC 2:2 (2:1)

Aufstellung Karlsruher SC: Bernat – S. Jung, Franke, Scholl, Herold – Burnic (90. Opitz), A. Müller (82. Wäschenbach), Förster (76. Pinto Pedrosa), Wanitzek – Ben Farhat (75. Egloff), Schleusener (90. Ambrosius)

Aufstellung Hertha BSC: T. Ernst – Zeefuik (77. Eitschberger), Gechter, Marton Dardai, Karbownik – K. Sessa (66. Kownacki), Seguin – Winkler (66. Dudziak), Cuisance, Reese – Schuler (86. Grönning)

Schiedsrichter: Tom Bauer (Neuhofen)

Zuschauer: 33.180 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Schleusener (7.), 1:1 Reese (20.), 2:1 S. Jung (26.), 2:2 Dudziak (79.)

Gelbe Karten: Förster (2), Egloff (5), Burnic (5) / Zeefuik (5), Seguin (2)

2. Bundesliga Tabelle

Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte qualifiziert sich für die Relegation, in der gegen den Drittletzten der Bundesliga der Verbleib beziehungsweise Aufstieg in die höchste Spielklasse Deutschlands ausgespielt wird.