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Hertha BSC scheitert immer wieder an Karius

Berlin – Im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga hat Hertha BSC am Samstagabend mit dem 0:0 eine wertvolle Chance verpasst, den Rückstand auf den Tabellenführer Schalke 04 zu verringern.

Zwar wurde das sogenannte Spitzenspiel durch Auseinandersetzungen zwischen Ultras und Polizei überschattet und hätte eine bessere Atmosphäre verdient gehabt, dennoch präsentierten sich die Gastgeber in einer starken Verfassung.

Vom Spitzenreiter aus Gelsenkirchen konnte man das hingegen nicht behaupten, denn die Gäste setzten voll auf ihre Defensive und beteiligten sich kaum aktiv am Spielgeschehen.

Dies spiegelte sich auch in der Chancenbilanz wider, die Sky-Experte Torsten Mattuschka (45) nach dem Spiel deutlich vor der Kamera zeigte: Während er für die Berliner zahlreiche Tormöglichkeiten auflistete, war bei den Schalkern kaum etwas zu verzeichnen.

Angesichts der Statistik der Königsblauen überrascht das wenig, denn sie haben erst 22 Tore erzielt. Mit lediglich zehn Gegentoren verfügen sie jedoch über die beste Abwehr – wohl nicht nur im deutschen Profifußball.

Einmal mehr verdanken die Schalker ihren Punkt dem herausragenden Torwart Loris Karius (32) sowie dem Pech und der mangelnden Chancenverwertung der Berliner.

Im ersten Abschnitt tauchte Marten Winkler gleich zweimal frei vor Karius auf, scheiterte jedoch jeweils am starken Keeper. Der Volley-Distanzschuss von Michael Cuisance (26), der knapp am Tor vorbeiging, wäre für den 32-Jährigen ohnehin kaum zu halten gewesen – vermutlich ein Kandidat für das Tor des Monats.

Auch in der zweiten Halbzeit scheiterte Luca Schuler zweimal am Schlussmann der Schalker, der zudem immer wieder Bälle gut antizipierte und mit seinem Timing beim Herauslaufen überzeugte.

Bis zur letzten Minute blieb Karius aufmerksam und parierte in der Nachspielzeit nach einem Freistoß den Kopfball von Linus Gechter, wodurch er den Punkt für sein Team sicherte – im wahrsten Sinne des Wortes.

Allerdings muss man auch anerkennen, dass die Alte Dame offensiv nicht zur absoluten Spitze der Liga zählt und sogar ein Tor weniger als Schalke aufweist. Hier gilt es für das Trainerteam um Stefan Leitl (48), Verbesserungen zu erzielen, wenn man tatsächlich noch um den Aufstieg mitkämpfen möchte.