Hertha BSC im DFB-Pokal vom Pech verfolgt: Ein Torschütze, der künftig auf Jubel verzichtet, und der Fokus auf die Zukunft
Berlin – Am Ende war es ein enttäuschender Pokalabend für Hertha BSC, der jedoch auch Stolz weckt und Zuversicht für das nächste große Ziel, den Wiederaufstieg in die Bundesliga, gibt.
Der Traum vom Halbfinaleinzug im DFB-Pokal zerplatzte schließlich im Elfmeterschießen gegen den höherklassigen SC Freiburg. Als sechster Schütze der Berliner scheiterte Pascal Klemens (20) am starken SCF-Torwart Florian Müller (28) – im Fußball liegen Glück und Pech oft nah beieinander.
Bereits zu Beginn der Begegnung schien das Spiel für die Alte Dame unter keinem guten Stern zu stehen. Nach nur sieben Minuten erzielten die Blau-Weißen vermeintlich die Führung, doch Fabian Reese (28) ließ seinen Jubel nach seinem Abstaubertor abklingen.
Nach eigenen Angaben wird der Hertha-Kapitän künftig auf solche Jubel verzichten, da der VAR eingriff – und das nicht zum ersten Mal. „Ich weiß nicht, wie viele Tore mir diese Saison schon wegen Abseits und VAR aberkannt wurden“, beklagte Reese. Besonders präsent bleibt sein spektakuläres Nicht-Tor gegen Preußen Münster in Erinnerung.
„Mir wurde erklärt, dass Julian Eitschberger wohl den Ball berührt hat. Wenn dem so ist, handelt es sich um Abseits, weshalb das Tor nicht zählt“, erläuterte Stefan Leitl (48) auf der Pressekonferenz nach der Partie. Der Verteidiger griff aus einer Abseitsposition aktiv ins Spielgeschehen ein.
Obwohl der Hertha-Kapitän später noch sehenswert zum Ausgleich traf und somit sein Team ins Elfmeterschießen brachte, überwogen am Ende Enttäuschung und Leere – aber auch Stolz, wie der Trainer hervorhob.
„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft, dass wir ins Spiel zurückgekommen sind und es grundsätzlich offen gestalten konnten“, betonte der 48-Jährige, der bei der Medienrunde selbst erschöpft und niedergeschlagen wirkte.
„Jetzt geht es darum, den Kopf freizubekommen“, erklärte Leitl und kündigte an, seinen Spielern am Mittwoch einen freien Tag zu gewähren.
Nur drei Tage bleiben dem Team bis zum nächsten wichtigen Spiel am Samstag (13 Uhr/Sky) gegen Hannover 96, um sich sowohl körperlich als auch mental zu erholen.
Gegen die Niedersachsen, die in der Tabelle der 2. Bundesliga aktuell vier Punkte vor den Blau-Weißen rangieren, steht bereits das nächste vorentscheidende Aufstiegsduell an. Den ersten wichtigen Sieg konnte der Hauptstadtclub am vergangenen Samstag im Spiel gegen SV Elversberg feiern.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der Zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in die Relegation mit dem Drittletzten der Bundesliga, um über den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu entscheiden.