Hertha BSC steht vor Spielerverkauf: Könnte Eichhorn doch günstiger zu haben sein?
Berlin – Wohin wird es Kennet Eichhorn (16) ziehen? Das vielversprechende Talent von Hertha BSC dürfte nach dem verpassten Aufstieg kaum zu halten sein, zumal der Verein dringend einen erheblichen Transfergewinn erzielen muss.
Der junge Spieler hat die Qual der Wahl: Borussia Dortmund, Bayern München, Bayer Leverkusen, RB Leipzig und auch der FC Liverpool buhlen um ihn.
Ein Nachteil für Hertha: Die Ausstiegsklausel scheint niedriger zu sein als ursprünglich angenommen. Laut Medienberichten liegt sie zwischen zehn und zwölf Millionen Euro. Doch das könnte sich als Irrtum herausstellen.
Wie die Sport Bild berichtet, beträgt die Ablösesumme für die Spitzenklubs lediglich neun Millionen Euro – und das auch nur, wenn die Vereine in der Champions League vertreten sind.
Ein Beispiel ist Bayer Leverkusen, das weiterhin am Nachwuchstalent interessiert ist: Da die Werkself nicht in der Champions League spielt, sondern „nur“ in der Europa League, müsste der Klub noch weniger zahlen.
Unterdessen scheint Borussia Dortmund aus dem Rennen ausgestiegen zu sein. Laut Bild soll dem BVB das Gesamtpaket aufgrund einer angeblichen Handgeldforderung in Höhe von zehn Millionen Euro zu teuer sein. Bayern München hingegen ist weiterhin im Rennen. Max Eberl (52) äußerte zuletzt: „Wenn du Kenny Eichhorn siehst – und der FC Bayern würde sich nicht damit beschäftigen –, dann würden wir unseren Job nicht richtig machen.“
Ohne den BVB dürfte das Konkurrenzrennen um den 16-Jährigen erst richtig Fahrt aufnehmen.
Die Zeit drängt: Nach Angaben der Berliner Morgenpost endet die Frist zur Ausübung der Klausel bereits im Juni.
Kommt bis dahin keine Einigung zustande, könnte Hertha noch einmal von einer freien Verhandlung der Ablösesumme profitieren.
Die Haltung der Berliner bleibt jedoch unverändert. Die Blau-Weißen setzen weiterhin auf einen Verbleib Eichhorns. „Wir werden alles daran setzen, ihn davon zu überzeugen, noch ein weiteres Jahr bei uns zu bleiben“, betont Sportdirektor Benjamin Weber (46).
Herthas stärkstes Argument: „Spielpraxis, ganz klar! Wir bieten ihm Sicherheit und ausreichend Zeit zur Weiterentwicklung – gerade in jungen Jahren. Das ist unser Trumpf.“ Doch die Frage bleibt, ob das ausreicht, um ihn zu halten.