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Hertha hadert: „Woche für Woche berauben wir uns um den verdienten Lohn“

Berlin – Obwohl Hertha BSC zweimal zurückkam, reicht es wieder nicht! Die Mannschaft wollte eigentlich eine große Aufholjagd starten, doch kurz nach Beginn der Rückrunde droht der Anschluss bereits wieder verloren zu gehen. So wird es nichts mit dem Aufstieg.

Mit einem Sieg am Sonntag für Elversberg würde der Abstand auf den Relegationsplatz von aktuell vier auf sieben Punkte anwachsen. Hertha steckt weiterhin fest und schafft es einfach nicht, Boden gutzumachen.

Das 2:2 beim KSC war bereits das vierte Remis in Serie. Seit November wartet der Klub aus Berlin auf einen vollen Erfolg. Das bedeutet: Gegen Darmstadt ist für die Blau-Weißen ein Sieg Pflicht, wenn sie das Aufstiegsziel nicht frühzeitig aus den Augen verlieren wollen.

„Das reicht uns nicht. Wir hätten hier gewinnen können, vielleicht sogar müssen. Insgesamt kann ich mit dem einen Punkt nicht viel anfangen“, erklärte Stefan Leitl (48) bei Sky. „Der Druck steigt jetzt natürlich, vor allem mit Blick auf das nächste Spiel gegen Darmstadt.“

Die unzureichende Chancenverwertung war bereits unter der Woche ein Thema – und ließ die Berliner beim Gastspiel in Karlsruhe erneut im Stich. Allein Luca Schuler (26) hätte zwei Tore erzielen müssen, scheiterte aber jeweils frei vor dem Tor. Schon in der Woche zuvor gegen Schalke verhinderten fehlende Effektivität und Loris Karius (32) einen Sieg.

„Wir müssen endlich wieder regelmäßig dreifach punkten. Woche für Woche bringen wir uns selbst um den verdienten Lohn“, ärgert sich auch Fabian Reese über die vergebenen Chancen. In Karlsruhe kam zudem eine schwache Abwehrleistung hinzu.

Nach einem Ballverlust von Paul Seguin (30) gingen die Gastgeber früh in Führung (7. Minute). Zwar gelang Reese der Ausgleich, doch danach traf Jung per Volleyhammer. Hertha übernahm zwar in der zweiten Halbzeit zunehmend das Kommando und erhöhte den Druck, mehr als der verdiente Ausgleich durch Jeremy Dudziak (30) sprang aber nicht heraus.

Wirklich zufrieden war bei den Gästen niemand mit dem Punktgewinn. Statt möglicher sechs Zähler aus zwei eigentlich guten Spielen gab es nur zwei. Die Ergebniskrise setzt sich somit auch im neuen Jahr fort.

„Durch die beiden Rückrunden-Ergebnisse setzen wir uns selbst unter Druck. Am Sonntag im Heimspiel müssen wir gewinnen, wenn wir an der Spitze dranbleiben wollen“, macht Leitl die Marschroute klar.