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Hertha-Coach Leitl kritisiert DFB scharf: „Völlig unrealistisch“

Von David Langenbein

Berlin – Die Unzufriedenheit ist nachvollziehbar: Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) zeigt wenig Verständnis für die lange Sperre seines Angreifers Dawid Kownacki (28).

„Dass man das als Tätlichkeit wertet, ist für mich völlig unrealistisch. Das war ein taktisches Foul“, äußerte sich der 48-Jährige vor der Begegnung gegen die SV Elversberg am Samstag (13 Uhr/Sky).

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Kownacki zuvor wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen einen Gegenspieler mit einer Sperre von drei Ligapartien belegt. Dagegen haben die Berliner Widerspruch eingelegt.

„Wir hoffen natürlich, dass die Bilder noch einmal genau analysiert werden und man die Einstufung von einer Tätlichkeit zu einem taktischen Foul ändert. Selbst wenn es dann zwei Spiele sind, fände ich das immer noch zu viel, aber zwei Spiele kann ich akzeptieren“, erklärte Leitl.

Kownacki hatte beim 2:2 von Hertha BSC gegen Darmstadt 98 am Sonntag in der 70. Minute vom Schiedsrichter Florian Lechner (34) die Rote Karte gezeigt bekommen – eine Entscheidung, die von einigen Experten als zu hart beurteilt wurde.

Kownacki hatte einen schnellen Angriff der Darmstädter durch ein Foul an Luca Marseiler (28) gestoppt. Leitl betonte, dass Marseiler dabei keine Verletzung davontrug.

„Er konnte weiterspielen, daher fällt es mir schwer, eine Sperre von drei Spielen zu akzeptieren“, so der Trainer, der den Platzverweis an sich jedoch nachvollziehen kann.

Die Sperre wäre ein herber Rückschlag für Hertha, die in letzter Zeit insbesondere bei der Chancenverwertung Schwierigkeiten hat.

In dieser Saison konnte Kownacki aufgrund von Verletzungen erst sieben Pflichtspiele von Anfang an bestreiten.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga ist wie folgt zu verstehen: Am Saisonende wird der Erstplatzierte Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse auszuspielen.