Hertha feiert sensationellen Kantersieg: Nach katastrophalem Beginn glänzt Reese
Düsseldorf – Was für eine unglaublich turbulente erste Halbzeit. Hertha BSC erlebte beim 5:2 (4:1) bei Fortuna Düsseldorf zunächst einen denkbar schlechten Start, fand danach jedoch immer besser ins Spiel. Besonders Fabian Reese zeigte eine herausragende Leistung.
Bereits zu Beginn lief alles schief, was schiefgehen konnte. Mit dem allerersten vernünftigen Angriff erzielte Fortuna die Führung – allerdings durch ein Eigentor. Tjark Ernst verpasste den Ball, doch Linus Gechter, der eigentlich noch vor Cedric Itten klären wollte, traf das Spielgerät unglücklich mit der Schulter. So lagen die Berliner schon nach fünf Minuten zurück.
Und es kam noch schlimmer: Nach einem Zusammenprall musste Marton Dardai, der Innenverteidiger, angeschlagen ausgewechselt werden (9. Minute).
Frühes Gegentor, Ausfall des Abwehrchefs, ein Lattentreffer für Düsseldorf – die Vorzeichen standen alles andere als gut für Hertha. Glück hatten sie, dass kein weiteres Gegentor fiel. Auch der VAR spielte nicht zugunsten der Berliner. Obwohl Dawid Kownacki klar gefoult wurde, blieb der Pfiff für einen Elfmeter nach Prüfung aus.
Doch die Berliner ließen sich nicht verunsichern, kamen besser ins Spiel und antworteten durch Fabian Reese. Der Kapitän hob den Ball in einer Eins-gegen-eins-Situation elegant über Keeper Kastenmeier ins Tor (18.). Ein wunderschöner Ausgleich.
Nur zwei Minuten später war Reese erneut im Mittelpunkt. Zwar verhinderte der Pfosten ein echtes Traumtor, doch das störte nicht weiter. Marten Winkler setzte zum Tempo an, Kownacki legte ab, und wieder war Reese da (26.). Das Spiel war gedreht.
Wer hätte das nach diesem Albtraum-Start gedacht? Hertha hätte sogar noch höher führen können, doch Winkler vergab eine große Chance auf das dritte Tor. Die Gäste spielten weiter offensiv und setzten den Druck fort. Diesmal war Reese nicht der Torschütze, sondern der Vorbereiter: Seine präzise Flanke verwertete Kownacki per Kopf (44.).
Zunächst lief noch alles schief, doch dann klappte fast alles. Tjark Ernst verhinderte mit einer Glanzparade den Anschluss, bevor Winkler quasi im Gegenzug nach einem Sprint über das gesamte Spielfeld das 5:1 spektakulär erzielte (45.).
Im zweiten Durchgang gingen die Berliner es etwas ruhiger an, doch Fortuna gab sich noch nicht geschlagen. Cedric Itten verkürzte per Kopf (54.) – noch 2:4 und genügend Zeit, um weiter zu kämpfen.
Hertha verwaltete die Führung, während Düsseldorf weiter versuchte, heranzukommen. Ein weiterer Treffer gelang den Gastgebern jedoch nicht mehr. Stattdessen setzte Luca Schuler in der Nachspielzeit an seinem Geburtstag den Schlusspunkt.