FCSP-Blog: Hauke Wahl übernimmt die Kasse bei Edeka – deshalb sitzt der Verteidiger an der Supermarktkasse
Hamburg – Mit der 0:2-Pleite bei Borussia Mönchengladbach musste der FC St. Pauli im Kampf gegen den Abstieg einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Besonders die Art der Niederlage wirft einige Fragen auf.
Im Anschluss zeigte sich Hauke Wahl sehr emotional.
In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr alle aktuellen Infos zum Team, möglichen Transfers und sonstigen Neuigkeiten rund um das Millerntor-Stadion.
Normalerweise arbeitet Hauke Wahl auf dem Rasen des Millerntor-Stadions, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Arenen bundesweit. Doch am Montag saß der Profi-Fußballer ausnahmsweise an der Kasse eines Supermarktes – und das aus einem guten Grund.
Der gesamte Betrag, den der „Aushilfskassierer“ während seiner Schicht bei EDEKA in der Rindermarkthalle einnahm, wird einem wohltätigen Zweck zugutekommen. Die Filiale erhöhte die Summe auf insgesamt 10.000 Euro. Das Geld fließt an die FC St. Pauli Rabauken und soll Kindern aus Familien zugutekommen, die sich die Teilnahme an einem Fußballcamp sonst nicht leisten könnten.
„Es war beeindruckend, wie positiv die Kundschaft reagiert hat. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist mir enorm wichtig. Wenn ich dabei auch nur einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gern“, erklärte Wahl zu der Aktion.
Wie bedeutend James Sands (25) für den FC St. Pauli ist, wurde durch die Niederlage am vergangenen Freitag in Gladbach deutlich. Der US-Amerikaner fehlte überall. Die Nachricht von seiner schweren Verletzung löste bei seinen Teamkollegen große Bestürzung aus.
„Für mich war das ein Schock. Sein Ausfall schmerzt uns sehr“, sagte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Rückhalt, besonders in den starken Phasen, die er auch hatte. Im Zweikampf hatte er enorme Durchschlagskraft.“
Die Verletzung trifft Sands doppelt hart. Zum einen läuft sein Leihvertrag am Saisonende aus, sodass er vermutlich keine weiteren Spiele für die Kiezkicker bestreiten wird. Zum anderen verpasst er auch die Heim-Weltmeisterschaft, für die er noch Hoffnungen hatte.
„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das kaum vorstellen, weil ich zu weit weg bin –, aber für ihn war es ein großer Traum, dabei zu sein. Das hätte er sich wirklich verdient“, gestand Wahl. „Es tut uns weh, aber menschlich ist das eine enorme Enttäuschung für ihn, nicht bei der WM dabei zu sein. Als Mannschaft ist es auch unsere Aufgabe, ihn wieder aufzurichten.“
Gibt es ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20.30 Uhr) das wichtige Abstiegsduell zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach leiten. Unter seiner Leitung haben die Kiezkicker eine positive Bilanz.
Bislang pfiff der ausgebildete Bankkaufmann sieben Begegnungen von St. Pauli, von denen vier gewonnen wurden und nur eine verloren ging. Zuletzt leitete Schlager die zweite Runde im DFB-Pokal, bei der sich die Boys in Brown im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim durchsetzten.
Borussia Mönchengladbach hingegen hat unter Schlager eine negative Bilanz. Von 13 geleiteten Spielen konnte die Borussia nur drei gewinnen, vier gingen verloren. In dieser Saison pfiff er das torlose Remis der Fohlen am sechsten Spieltag gegen den SC Freiburg.
In dieser Spielzeit trafen der FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach bereits zweimal aufeinander, mit unterschiedlichen Resultaten. Besonders auffällig war Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Tore für die Fohlen erzielte.
„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein starker Stürmer“, sagte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend. Generell bescheinigte er der Borussia eine hohe individuelle Qualität. „Wir haben aber auch schon bewiesen, dass wir sie schlagen können“, spielte er auf den Pokalsieg an.
Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut einen Sieg einfahren. „Wenn wir defensiv so auftreten wie gegen Frankfurt und beim Spiel mit dem Ball an die Leistung gegen Hoffenheim anknüpfen, haben wir gute Chancen auf den Sieg“, erklärte er. „Außerdem müssen wir mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“
Im Vordergrund steht jedoch die defensive Stabilität, die St. Pauli in den letzten Spielen ausgezeichnet hat. „Wenn das klappt, wissen wir, dass wir die Qualität haben, um Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitagabend wäre im Abstiegskampf besonders wertvoll.
Für die Kiezkicker gibt es vor der Auswärtspartie bei Borussia Mönchengladbach äußerst schlechte Nachrichten. James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner erlitt bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt eine Verletzung durch ein Foul.
Der Verein gab am Freitag bekannt, dass der Mittelfeldspieler aufgrund einer Verletzung am linken Sprunggelenk operiert werden muss und somit mehrere Monate pausieren wird.
Somit steht fest, dass Sands vermutlich kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird, da sein Leihvertrag am Saisonende endet. Zudem schwinden seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM gegen Null.
„Er bleibt engagiert, und wir stehen in engem Austausch“, betonte Trainer Alexander Blessin (52) und fügte hinzu: „Martijn brennt auf seinen Einsatz und versucht, das umzusetzen, was wir besprechen.“
Normalerweise wäre Kaars vermutlich auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, wie der 52-Jährige zugab, doch die verletzungsbedingten Wechsel verhinderten seinen Einsatz. „Er lässt sich jedoch nicht hängen und gibt weiterhin Vollgas.“
Blessin weiß genau, woran es bei seinem Stürmer hakt. „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erläuterte er und forderte vor allem mehr Körperlichkeit vom Niederländer.
Eine wunderbare Nachricht! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Dies teilte der 30-Jährige über sein Instagram-Profil mit. Das Mädchen, dessen Name nicht bekannt ist, erblickte bereits am 3. März das Licht der Welt.
Für die Geburt verzichtete Hartel auf ein Spiel bei seinem aktuellen Verein St. Louis FC. Sportlich läuft es jedoch noch nicht rund: Aus drei Partien holte das Team lediglich einen Punkt, die Play-offs sind somit schon früh in Gefahr.
Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Wenn der australische Mittelfeldspieler die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, verlor das Team kein einziges Spiel. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.
„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Feld“, erklärte Blessin. „Er ist Sprachrohr und Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“
Dabei hilft Irvine seine Erfahrung aus über 430 Vereins-Partien sowie 79 Länderspielen für Australien. „Seine Präsenz ist extrem wichtig. Für die Mannschaft und für mich als Trainer ist er ein Fixpunkt“, unterstrich Blessin.
Eric Smith (29) ist vor Kurzem Vater geworden, ein weiterer Spieler wird bald erneut Papa. Am Donnerstag verkündete Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki.
Die beiden haben bereits zwei Kinder und scherzten auf Instagram, dass sie bald „in Unterzahl“ sein werden. Wann genau das Baby erwartet wird, bleibt offen. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.
Das Lazarett lichtet sich langsam! Für das Auswärtsspiel am Freitag bei Borussia Mönchengladbach kann der FC St. Pauli wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide werden im Kader stehen“, kündigte Trainer Alexander Blessin (52) an.
Vor allem die Rückkehr von Hountondji macht Hoffnung. „Seine Dynamik und Schnelligkeit sind eine echte Stärke. Er war im Training sehr motiviert“, so Blessin, der einen kurzes Einsatz des Angreifers von etwa 15 Minuten in Betracht zieht.
Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist, ist noch unklar. Auf jeden Fall soll er am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln.
Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach ihren Verletzungen im Spiel gegen Frankfurt. „Bei Manos hatte ich gehofft, dass alles durch ist, aber es sieht ganz gut aus. Es besteht eine kleine Chance, dass er nächste Woche wieder spielbereit ist“, blickte der Trainer nach vorne. Bei Sands müsse man hingegen weiter abwarten.
Schlechte Nachrichten gab es am Dienstagmittag vom FC St. Pauli: Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) fallen vorerst aus. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.
Saliakas zog sich unmittelbar nach dem Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu. Er wird deshalb bei der Partie in Gladbach fehlen, für das Heimspiel gegen den SC Freiburg in zwei Wochen besteht aber noch Hoffnung auf seine Rückkehr.
Bei Sands sieht es etwas schlimmer aus. Der Mittelfeldspieler musste nach einem Foul ausgewechselt werden. Bei ihm wurde eine „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ diagnostiziert. Wie lange er ausfallen wird, ist noch unklar.
FC St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte gegen Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) beim 0:0 alles im Griff. Nach dem Spiel fand der Eintracht-Star lobende Worte.
„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, erklärte Burkardt am DAZN-Mikrofon und nannte verschiedene Gründe: „Er ist immer präsent, immer im Rücken, körperlich sehr stark. Er hatte mich sehr gut im Griff.“
Wahl revanchierte sich sofort: „Er ist ein unglaublicher Stürmer. Ich glaube, einer der besten deutschen Angreifer, die wir haben. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“
Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt einen eher ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viele Einsätze, aber das ist das Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv sehr stark gearbeitet hat“, lobte der St.-Pauli-Keeper seine Vorderleute. Und wenn der 30-Jährige doch gefordert war, war er zur Stelle.
Am Freitag folgt mit dem Spiel in Gladbach der nächste wichtige Abstiegskampf. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten. Besonders das kommende Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist entscheidend. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist für uns jedes Spiel ein Finale“, betonte er.
Vasilj kann mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell liegt er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein Bestwert liegt bei 287 Minuten.
Sie nähern sich der Rückkehr! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Abwehrspieler David Nemeth (24) sind auf dem Trainingsplatz des FC St. Pauli wieder aktiv und könnten bald wieder Spielzeit erhalten.
„Andréas hat noch eine Woche vor sich, die ihm gut tut, auch wenn es nur eine kurze Woche ist. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen“, berichtete Trainer Alexander Blessin (52). Einen kurzen Einsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, eine baldige Rückkehr ist wahrscheinlich.
Ähnliches gilt für Nemeth, der zunächst Spielpraxis bei der stark abstiegsgefährdeten U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn spielen zu lassen“, so Blessin.
Die Situation sah nicht gut aus! Nach dem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei wichtige Spieler.
Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) vom Feld, nachdem er sich bei einem Sprint am Oberschenkel verletzt hatte. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Beim Sprint habe ich plötzlich etwas im Oberschenkel gespürt“, erklärte er nach dem Spiel.
Trainer Alexander Blessin (52) äußerte sich dazu: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde mehrere Wochen Ausfall bedeuten.
Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten, was genau vorliegt“, sagte Blessin zurückhaltend. Sands musste nach dem Spiel von einem Betreuer gestützt in die Kabine gebracht werden.
Ein möglicherweise schlechtes Omen: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit ihm keine guten Erinnerungen.
Der gebürtige Berliner hat bisher 25 Partien von St. Pauli gepfiffen, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung endeten mit Niederlagen für St. Pauli, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern München.
Bei Eintracht Frankfurt sieht es etwas anders aus: Zwayer leitete dort 44 Spiele, was die zweitmeisten in seiner Karriere sind. Von diesen konnte die Eintracht 18 gewinnen, verlor 15 und spielte elfmal unentschieden. In dieser Saison stand er bisher aber noch nicht bei der SGE im Einsatz.
Am Sonntag muss der FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen dem Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure.
„Mathias Rasmussen (28) wird erneut ausfallen, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) wird diese und auch die nächste Woche noch nicht einsatzbereit sein.“
Auch Andréas Hountondji (23) fehlt weiterhin, obwohl seine Genesung bereits gute Fortschritte macht. „Die Tests verliefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir haben ein gutes Gefühl. Ich bin überzeugt, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir auf ihn zurückgreifen können“, so Blessin.
Im Kader gegen Frankfurt steht wieder Tomoya Ando (27), der in der Vorwoche gegen Hoffenheim noch fehlte.
Eric Smith (29) fehlte in den vergangenen Tagen beim Training, der Grund ist nun bekannt: Der Schwede verkündete am Freitagnachmittag auf Instagram, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Wahrscheinlich wird er am Sonntag gegen Frankfurt wieder dabei sein.
FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die zeitgenaue Ansetzung der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 veröffentlicht. St. Pauli bestreitet jeweils ein Spiel am Freitag, Samstag und Sonntag.
Die Partien im Überblick:
Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Bitterer Rückschlag für den FC St. Pauli! Die Kiezkicker müssen vorerst auf Karol Mets (33) verzichten. Der Verein gab bekannt, dass sich der Abwehrspieler beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zugezogen hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt.
Besonders ärgerlich: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne gerade erst zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.
Trainer Alexander Blessin (52) stehen jedoch ausreichend Alternativen zur Verfügung. Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, können auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) auf dieser Position aushelfen.
Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und befindet sich nun auf dem 15. Tabellenplatz. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann war ihnen das zuletzt so gelungen?
Die letzte Serie von drei Siegen in Folge gelang St. Pauli in der Saison 2010/11. Damals gewannen sie gegen Köln, den HSV und Gladbach, stiegen jedoch trotz der Erfolge am Ende ab.
Die längste Siegesserie feierten die Kiezkicker mit vier aufeinanderfolgenden Erfolgen in der Saison 1989/90. Gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg gelang der Sprung auf den zehnten Tabellenplatz.
Eine Saison zuvor schaffte St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ohne Niederlage – mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) feierte mit dem FC St. Pauli zwei große Erfolge: den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt in der Folgesaison. Trotzdem wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte der 25-Jährige seine Entscheidung.
„Nach dem sehr guten Jahr in der 2. Liga und der stabilen Saison in der 1. Liga war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt folgen“, erklärte Treu. „Ich habe auch darüber nachgedacht, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben. Doch ich wollte zu einem größeren Bundesliga-Klub mit internationalen Ambitionen wechseln.“
Seine Zeit bei den Kiezkickern bereut er jedoch nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der 3. Liga in die Bundesliga und ins internationale Geschäft war mir zu groß. Deshalb wechselte ich zu einem ambitionierten Zweitligisten. Der Aufstieg mit St. Pauli bleibt eine besondere Erinnerung, ebenso wie der Klassenerhalt.“
Inzwischen hat sich Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich sicherlich besonders auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.
Nach dem Sieg gegen Werder Bremen in der vergangenen Woche wollte der FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das ist ihnen gelungen.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war extrem wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs einzufahren, besonders in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit dem Erfolg bewies St. Pauli erneut, dass sie auch gegen Topteams der Liga mithalten können. Die TSG, Tabellendritter, hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
Zwar überstand St. Pauli in der ersten Halbzeit einige brenzlige Situationen, kam aber immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir konnten ihnen immer wieder wehtun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, berichtete der 31-Jährige.
In der zweiten Halbzeit ging es dann vor allem ums Überleben. „Da ging es nur noch ums Verteidigen, und das haben wir, glaube ich, ganz gut gemacht.“
Ein gutes Omen: Deniz Aytekin (47) wird das Spiel des FC St. Pauli am Samstag bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter ihm hat St. Pauli eine beachtliche Bilanz.
Aytekin pfiff bislang 17 Partien der Boys in Brown, von denen zehn gewonnen wurden und nur drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter seiner Leitung gewannen die Kiezkicker, unter seiner Leitung sind sie seit neun Spielen ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege stehen zwölf Niederlagen und elf Unentschieden gegenüber.
Beide Teams hat der Diplom-Betriebswirt zuletzt in der Saison 2023/24 gepfiffen. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen: das letzte Spiel bei Wehen Wiesbaden, in dem sie die Zweitliga-Meisterschaft perfekt machten.
Besonders gefragt sind am Samstag (15:30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim die Verteidiger Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32). Denn der Tabellendritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler auf den passenden Positionen“, erklärte Mets. „Es ist ein starkes Team und sie wollen das Spiel kontrollieren.“
Das bewies die TSG im Hinspiel am Millerntor, als sie St. Pauli mit 3:0 klar dominierten. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal konnten die Kiezkicker allerdings überraschen und gewannen. „Auch da machte die TSG wenig falsch, trotzdem kippte das Spiel auf unsere Seite.“
Aus seiner Sicht befinden sich die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele alle gewannen, in einem Aufwärtstrend. „Sie haben viel Selbstvertrauen und aus dem letzten Jahr gelernt“, erklärte der 31-Jährige. „Sie sind eine komplett andere Mannschaft, und über die individuelle Qualität müssen wir nicht diskutieren.“
Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewies das Team im Pokal. Eine Wiederholung am Samstag wird aber extrem schwer.
Taichi Hara (26) kam bisher nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Minuten Spielzeit. St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie der Plan mit dem japanischen Stürmer aussieht.
„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht“, erläuterte er seine Entscheidung. Er habe sich in dem Moment nicht wohlgefühlt.
Im Training zeigt Hara allerdings Einsatzbereitschaft. „Er gibt Vollgas und hat gute Momente. Vielleicht bekommt er bald wieder eine Chance.“
Ein Startelfeinsatz sei aber noch zu früh. „Als Option für die letzten 20 Minuten ist er auf jeden Fall denkbar.“
Martijn Kaars (26) hat es schwer. Trotz seiner Empfehlung von 19 Zweitliga-Toren wurde der Angreifer für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro zum FC St. Pauli geholt. Der Durchbruch blieb bislang aus: In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Tore und bereitete eine vor.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft“, sagte Trainer Alexander Blessin (52), der erst kürzlich intensive Gespräche mit Kaars führte und Videoanalysen erstellte.
Das Grundproblem ist offensichtlich. „Er sagt selbst: Als Stürmer misst du dich an Toren und Chancen. In letzter Zeit hatte er nicht viele davon. Wenn du weniger in solche Situationen kommst, wirst du unsicher.“
Seine Mitspieler konnten Kaars bislang kaum gut in Szene setzen, dabei hat er eindeutig Qualitäten, so Blessin: „Seine Stärke liegt im Strafraum, wenn er dort den Ball bekommt, muss er Chancen erhalten. Da müssen wir ihn unterstützen, aber er muss auch selbst liefern.“
Blessin ist sicher, dass Kaars bei weiterem Fleiß bald wieder glücklicher in Interviews sein und über seine Tore sprechen wird.
Positive Nachrichten vom Trainingsplatz des FC St. Pauli: Nachdem David Nemeth (24) letzte Woche zurückkehrte, ist nun auch Andréas Hountondji (23) wieder auf dem Rasen aktiv. „Er hat Lauftraining absolviert“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).
Der Angreifer war lange Zeit vom Team getrennt und musste individuell arbeiten, jetzt ist er zurück. „Es geht jetzt um die nächsten Schritte der Heranführung. Das waren die ersten Fortschritte, bald sehen wir hoffentlich die nächsten.“
Nemeth ist schon ein Stück weiter: „Wir steigern sukzessive die Intensität und wollen ihn dann in der zweiten Mannschaft einsetzen, damit er wieder Spielpraxis bekommt“, erläuterte Blessin.
Zudem wird auch Connor Metcalfe (26) wieder in den Kader zurückkehren. Der Mittelfeldspieler trainierte nun schon die zweite Woche komplett mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, deshalb freue ich mich, dass wir ihn auf die Bank nehmen können.“
Der Erfolg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Vorher hatten die Kiezkicker gegen Werder nur zwei Pflichtspiele gewonnen – das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen ausschaltete (3:1).
Die Bilanz wurde dadurch etwas verbessert. Neben den drei Siegen stehen allerdings weiterhin fünf Unentschieden und 13 Niederlagen.
Nach dem 2:1-Erfolg über Werder war die Erleichterung bei St. Pauli groß, es wurde auch gefeiert.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zunächst agierten die Kiezkicker aus Mets Sicht zu unkonzentriert und verloren viele Bälle, doch nach der Pause zeigte sich das Team verbessert. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, so Mets. Am Ende zog St. Pauli an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, zuvor stand er fast immer in der Startelf.
Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte seine Entscheidung nach dem Spiel: „Es hat auch mit einer gewissen Frische zu tun.“ Zudem war mit Eric Smith (29) wieder eine starke Alternative zurück.
Dennoch fiel die Entscheidung nicht leicht. „Er bringt uns viel Qualität im Zweikampf. James ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen“, ergänzte Blessin.
In den kommenden Spielen könnte Sands öfter auf der Bank Platz nehmen müssen, denn mit Smith und Jackson Irvine (32) sind zwei Führungsspieler auf seiner Position.
Ein Sieg am Sonntag könnte den FC St. Pauli am Abstiegskonkurrenten Werder Bremen vorbeiführen – die Bedeutung der Partie ist groß. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
„Der Druck ist enorm, den kann man nicht ignorieren“, erklärte der Australier vor dem Spiel im DAZN-Interview. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere bevorstehen.“
Irvine ist sich bewusst, dass ein Sieg einen großen Schritt nach vorne bedeutet. Gut ist, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.
Auch Trainer Alexander Blessin (52) macht einen guten Eindruck, so Irvine. „Er wirkt ruhig und fokussiert.“
Ein seltenes Ereignis: Sören Storks (37) wird am Sonntag (17:30 Uhr) das Abstiegsspiel zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmermann pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das die Grün-Weißen mit 1:0 für sich entschieden.
St. Pauli verbindet mit Storks bessere Erinnerungen an das Spiel gegen Heidenheim im November, das sie mit 2:1 gewannen, trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es außerdem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen am Sonntag erreichte beide Teams eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte zwischen 1960 und 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele für Grün-Weiß. Nach seiner aktiven Karriere war er von 1971 bis 1975 Trainer bei Werder.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti war Piontek auch für St. Pauli tätig und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zum Tod von Piontek findet Ihr in unserem Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
1. Bundesliga Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein auf Platz 1 am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.