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FC St. Pauli Blog: Wie Hauke Wahl mit dem Druck im Abstiegskampf umgeht

Hamburg – Der FC St. Pauli braucht im Abstiegskampf dringend Zähler, am Sonntag um 17:30 Uhr empfängt das Team den SC Freiburg am Millerntor.

Der Druck steigt von Spiel zu Spiel, doch Verteidiger Hauke Wahl sieht darin auch einen kleinen Vorteil. Außerdem wurde bekannt, welche Spieler der Kiezkicker in der kommenden Woche um die letzten WM-Tickets kämpfen.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir euch über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und die Geschehnisse im Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Mit acht verbleibenden Spielen bis zum Saisonende befindet sich der FC St. Pauli mitten im Abstiegskampf. Der Druck ist enorm, jedoch hat Abwehrspieler Hauke Wahl (31) eine etwas andere Sichtweise darauf.

„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Entspannung und Fokussierung“, beschrieb er die aktuelle Stimmung. „Ein gewisses Maß an Gelassenheit ist wichtig und hilft uns weiter. Man kann nicht ständig angespannt zu Hause sitzen, sonst verkrampft man irgendwann.“

Aus seiner Perspektive ist es ein Vorteil, dass die Kiezkicker bereits seit dem ersten Spieltag wissen, dass es einzig und allein um den Klassenerhalt geht. „Das kann uns zugutekommen. Es ist schön, dass es so eng zugeht. Wir sind nicht nervös, als Profis wissen wir, wie wir mit Druck umgehen müssen“, führte Wahl aus.

Für ihn persönlich sei dieser Druck sogar förderlich. „Nur unter Druck kann man sein volles Potenzial abrufen und 100 Prozent geben. Wenn die Anspannung nachlässt, wird es schwierig. Das haben wir im letzten Spiel der Vorsaison gegen Bochum gesehen. Die spannendsten Spiele sind doch die, bei denen es um etwas geht.“

Drei Spieler des FC St. Pauli kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalmannschaften um die letzten Tickets für die WM im Sommer, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet.

Eric Smith (29) ist einer von ihnen. Aufgrund zahlreicher Ausfälle wurde er für die schwedische Nationalmannschaft nominiert. Die Tre Kronor treffen im Play-off-Halbfinale zunächst auf die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Ein Sieg könnte zu einem spannenden internen Duell unter Kiezkickern führen.

Im anderen Halbfinale stehen Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen und Albanien (26. März, 20:45 Uhr) gegenüber.

Der dritte Kandidat ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina zunächst gegen Wales (26. März, 20:45 Uhr) antreten muss. Im Finalspiel würde dann entweder Italien oder Nordirland warten.

Fabian Hürzeler (33) feierte mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga und misst sich inzwischen in der Premier League mit den besten Spielern der Welt. Vor wenigen Wochen verlor er mit seinem Team Brighton & Hove Albion knapp mit 0:1 gegen Tabellenführer Arsenal London und kritisierte anschließend das Zeitspiel der Gunners.

Darauf reagierte Matthias Sammer (58) am Dienstagabend. Vor Bayer Leverkusens Begegnung bei Arsenal sagte er bei Amazon Prime: „Zu Arsenal wollte ich nur sagen: Alle sollen ihren Mund halten. Im Fußball gibt es keine B-Mannschaften. Es geht um Titel, und wer Titel gewinnt, hat recht.“

Anschließend nahm der Experte den früheren St.-Pauli-Trainer direkt ins Visier: „Fabi Hürzeler, den ich sehr schätze, sollte erst drei Titel gewonnen haben, bevor er so eine Mannschaft kritisiert und nicht mal mit Pauli aufgestiegen ist. Da gehört Respekt dazu.“

Bekannt wurde auch, dass Hürzeler sich erneut mit Arsenal-Trainer Mikel Arteta (43) ausgetauscht hat und dabei seine Kritik noch einmal bekräftigte.

Eigentlich arbeitet Hauke Wahl am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesligastadien. Am Montag jedoch stellte sich der Profi an die Supermarktkasse – und das alles für einen guten Zweck.

Die Erlöse, die der „Aushilfs-Kassierer“ während seiner Zeit an der Kasse bei EDEKA in der Rindermarkthalle sammelte, gehen komplett an einen guten Zweck. Die Filiale erhöhte die Summe auf insgesamt 10.000 Euro. Das Geld kommt den FC St. Pauli Rabauken zugute und ermöglicht ein Fußballcamp für Kinder aus einkommensschwachen Familien, die sich die Teilnahme sonst nicht leisten könnten.

„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kundschaft reagiert hat. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist enorm wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gern“, sagte Wahl zur Aktion.

Wie wichtig James Sands (25) für den FC St. Pauli ist, zeigte die Niederlage am Freitag in Gladbach. Der US-Amerikaner fehlte schmerzlich. Die Nachricht über seine schwere Verletzung versetzte seine Teamkollegen in Bestürzung.

„Für mich war es ein Schock. Sein Ausfall ist sehr schmerzhaft“, sagte Hauke Wahl (31). „Er war ein absoluter Stabilitätsfaktor, besonders in seinen starken Phasen. Er hat viel Kraft in den Zweikämpfen gezeigt.“

Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Zum einen läuft sein Leihvertrag zum Saisonende aus, sodass er wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli absolvieren wird, zum anderen verpasst er die Heim-WM, für die er noch Hoffnungen hegte.

„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das nicht vorstellen, weil ich viel zu weit entfernt bin – aber für ihn war es bereits ein großer Traum, dabei zu sein. Er hätte es verdient gehabt“, gestand Wahl. „Es tut uns weh, aber menschlich gesehen ist es für ihn eine enorme Enttäuschung, nicht bei der WM dabei zu sein. Es ist auch unsere Aufgabe als Mannschaft, ihn jetzt wieder aufzurichten.“

Ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20:30 Uhr) das Abstiegsspiel des FC St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach leiten. Unter ihm haben die Kiezkicker eine positive Bilanz.

Schlager, der ursprünglich Bankkaufmann ist, hat bislang sieben Spiele von St. Pauli gepfiffen, von denen vier gewonnen und nur eines verloren wurde. Zuletzt leitete er die zweite DFB-Pokalrunde der Boys in Brown, in der sie Hoffenheim im Elfmeterschießen besiegten.

Gladbach hingegen hat unter Schlager eine negative Bilanz: Von 13 Begegnungen unter seiner Leitung konnten sie nur drei gewinnen und verloren vier. In dieser Saison pfiff er das torlose Unentschieden der Fohlen am sechsten Spieltag gegen Freiburg.

In dieser Saison trafen St. Pauli und Borussia Mönchengladbach bereits zweimal aufeinander, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders Haris Tabakovic (31) fiel auf, der drei der fünf Tore für Gladbach erzielte.

„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein guter Stürmer“, urteilte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitag. Insgesamt hob er die starke individuelle Qualität der Fohlen hervor. „Wir haben aber auch schon bewiesen, dass wir sie schlagen können“, spielte er auf den Pokalerfolg an.

Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so spielen wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte Irvine. „Außerdem müssen wir mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“

Vor allem die defensive Stabilität, die St. Pauli in den letzten Spielen auszeichnete, sei entscheidend. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität besitzen, um Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitag wäre im Abstiegskampf besonders wertvoll.

Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach: James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner hatte sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt eine Verletzung zugezogen.

Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss der Mittelfeldspieler am linken Sprunggelenk operiert werden und wird mehrere Monate fehlen.

Damit ist klar: Sands wird voraussichtlich kein weiteres Spiel für St. Pauli absolvieren, da sein Leihvertrag mit Saisonende endet. Seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM sind somit stark gesunken.

Trainer Alexander Blessin (52) betonte: „Er bleibt dran, wir stehen im engen Austausch. Martijn will unbedingt wieder spielen und setzt um, was wir besprechen.“

Normalerweise wäre Kaars gegen Frankfurt eingewechselt worden, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten das, sagte Blessin. „Er lässt sich aber nicht hängen und gibt weiterhin Vollgas.“

Der Trainer weiß auch, woran es beim Stürmer hapert: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu gelangen, in denen er seine Stärken ausspielen kann.“ Vor allem fordert er mehr Körperlichkeit vom Niederländer.

Eine tolle Nachricht! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Das verkündete der 30-Jährige auf seinem Instagram-Profil. Das Mädchen kam bereits am 3. März zur Welt, der Name ist nicht bekannt.

Für die Geburt verzichtete Hartel auf ein Spiel bei seinem aktuellen Verein St. Louis FC. Sportlich läuft es für die Mannschaft noch nicht rund: Aus drei Partien gab es bisher nur einen Punkt, die Playoffs sind früh gefährdet.

Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand, blieb die Mannschaft ungeschlagen. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.

„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Platz“, erklärte Blessin. „Er ist Sprachrohr, Taktgeber und sorgt dafür, dass die Jungs ruhig bleiben, wenn es hektisch wird.“

Seine Erfahrung aus über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien macht ihn unentbehrlich. „Seine Präsenz ist enorm wichtig. Für die Mannschaft und mich als Trainer ist er ein Fixpunkt“, so Blessin.

Eric Smith (29) wurde kürzlich Vater, ein weiterer Spieler erwartet ebenfalls Nachwuchs. Am Donnerstag verkündete Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und schrieb auf Instagram, dass sie bald „in Unterzahl“ sein werden. Einen genauen Termin nannten sie nicht. Sie haben eine Tochter und einen Sohn.

Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam: Am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach können Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) wieder zum Kader gehören. „Beide werden dabei sein“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).

Besonders die Rückkehr von Hountondji lässt Hoffnungen aufkeimen. „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er eine echte Verstärkung. Im Training war er richtig gierig“, so Blessin, der einen Einsatz von rund 15 Minuten am Freitag nicht ausschließt.

Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) nach Gladbach mitreist, ist noch offen. Sicher ist, dass er am Sonntag Spielpraxis bei der U23 sammeln soll.

Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) fehlen aber definitiv wegen ihrer Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos dachte ich zunächst, alles sei ausgestanden. Aber es sieht ganz gut aus, sodass die vage Hoffnung besteht, dass er nächste Woche zurückkehrt“, sagte Blessin. Bei Sands müsse man hingegen noch abwarten.

Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli! Wie der Verein am Dienstag mitteilte, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.

Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu. Er wird in Gladbach fehlen, für das nächste Heimspiel gegen Freiburg in zwei Wochen besteht noch Hoffnung auf sein Comeback.

Bei Sands sieht es etwas schlechter aus. Nach einem Foul wurde er ausgewechselt. Diagnose: „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“. Die Ausfalldauer ist noch unklar.

St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) beim torlosen Remis voll im Griff. Nach dem Spiel lobte Burkardt ihn.

„Es ist sehr unangenehm gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt bei DAZN und führte an: „Er ist ständig in Bewegung, immer am Rücken und körperlich sehr stark. Er hat mich gut im Griff gehabt.“

Wahl revanchierte sich mit Lob: „Er ist ein unglaublicher Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“

Torwart Nikola Vasilj (30) erlebte beim 0:0 gegen Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. „Ich hatte kaum Arbeit, aber das ist das Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv großartig gearbeitet hat“, lobte der St.-Pauli-Keeper. Wenn er gefordert war, war er zur Stelle.

Am Freitag steht in Gladbach das nächste wichtige Spiel im Abstiegskampf an. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist sehr wichtig, sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich für uns jedes Spiel an wie ein Finale“, betonte Vasilj.

Mit einem weiteren Zu-Null-Spiel könnte der Torwart einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell steht er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Bestwert liegt bei 287 Minuten.

Die Rückkehr steht kurz bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Abwehrspieler David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli wieder voll ins Training eingestiegen und stehen bald wieder für Einsätze bereit.

„Andréas hatte noch eine Woche Pause, das hat ihm gutgetan, auch wenn es nur kurz war. Im Training zeigt er gute Aktionen“, so Trainer Alexander Blessin (52). Einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach schließt er nicht aus, die Rückkehr sei aber unmittelbar.

Nemeth soll zunächst Spielpraxis in der stark abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga sammeln. „Wir beobachten, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn spielen zu lassen“, erklärte Blessin.

Die Situation sah ungünstig aus! Der FC St. Pauli bangt nach dem 0:0 gegen Frankfurt um zwei Spieler.

Kurz nach der Pause musste Manolis Saliakas (29) verletzt vom Feld, er klagte nach einem Sprint über Probleme am Oberschenkel. „Ich fühle mich nicht gut, wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Beim Sprint habe ich plötzlich etwas im Oberschenkel gespürt“, sagte er nach dem Spiel.

Trainer Blessin meinte dazu: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das deutet auf mehrere Wochen Ausfall hin.

Bei James Sands (25) besteht Hoffnung auf eine schnelle Genesung. „Jimmy ist nur umgeknickt, wir müssen jedoch abwarten“, meinte Blessin vorsichtig. Sands musste nach dem Spiel von einem Betreuer gestützt in die Kabine gehen.

Ein schlechtes Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden keine guten Erinnerungen mit ihm.

Der Berliner leitete bisher 25 Spiele von St. Pauli, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung endeten für St. Pauli jeweils mit einer Niederlage, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern München.

Für Frankfurt sieht die Bilanz besser aus: Zwayer pfiff bisher 44 Spiele für die Eintracht, die 18 gewannen und nur 15 verloren. In dieser Saison kam er für die SGE noch nicht zum Einsatz.

Am Sonntag muss St. Pauli gegen Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen Trainer Alexander Blessin (52) noch drei weitere Akteure.

„Mathias Rasmussen (28) wird erneut ausfallen, er war in dieser Woche nur laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) fällt auch diese und nächste Woche aus.“

Auch Andréas Hountondji (23) wird fehlen, obwohl es ihm deutlich besser geht. „Seine Tests waren gut, wir konnten ihn sehr gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir haben ein gutes Gefühl. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir ihn wieder einsetzen können“, so Blessin.

Mit von der Partie gegen Frankfurt ist dagegen Tomoya Ando (27), der in der Vorwoche gegen Hoffenheim noch fehlte.

Eric Smith (29) fehlte in den vergangenen Tagen im Training, nun ist der Grund bekannt: Der Schwede wurde am Freitag auf Instagram Vater zum zweiten Mal. Er dürfte am Sonntag gegen Frankfurt wieder zur Verfügung stehen.

FC St. Pauli-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga genau terminiert. St. Pauli ist dabei einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags im Einsatz.

Die Termine im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Schlechte Nachricht für den FC St. Pauli! Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Beim Auswärtssieg in Hoffenheim zog sich der Abwehrspieler eine Verletzung in der linken Wade zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Besonders bitter: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne erst zu Saisonbeginn zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.

Trainer Blessin hat jedoch genügend Alternativen. Neben Lars Ritzka (27), der Mets schon im zweiten Durchgang ersetzte, stehen auch Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) als Optionen bereit.

Mit zwei Siegen in Folge hat sich der FC St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und kletterte auf Rang 15. Am Sonntag gegen Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann gelang ihnen zuletzt so eine Serie?

Drei Siege in Folge schaffte St. Pauli zuletzt in der Saison 2010/11. Damals gewannen sie gegen Köln, den HSV und Gladbach, stiegen aber dennoch am Ende ab.

Die längste Siegesserie feierte der Kiezklub 1989/90 mit vier Erfolgen hintereinander gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das war die Basis für einen zehnten Tabellenplatz.

In der Saison davor blieb St. Pauli sogar elf Spiele nacheinander ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) feierte mit dem FC St. Pauli zwei große Erfolge: Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zum SC Freiburg zurück. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte er seine Entscheidung.

„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und der stabilen Erstliga-Saison war für mich klar, dass der nächste Schritt kommt“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, eventuell bei St. Pauli zu bleiben. Aber ich wollte zu einem größeren Bundesliga-Club wechseln, der auch international spielt.“

Den Schritt nach St. Pauli bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten in die erste Liga und dann ins internationale Geschäft war mir zu groß. Daher wechselte ich zu einem ambitionierten Zweitligisten. So wie es lief, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später den Kindern erzählen. Den Klassenerhalt haben wir auch geschafft, das war etwas Besonderes.“

Inzwischen hat sich Treu beim Sportclub einen Stammplatz erkämpft und freut sich auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen in der vergangenen Woche wollte St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – das gelang eindrucksvoll.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu holen, gerade in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit dem Erfolg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie auch gegen Top-Teams mithalten können – Hoffenheim ist Tabellen-Dritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.

In der ersten Halbzeit hatte St. Pauli einige brenzlige Momente zu überstehen, kam aber immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder wehzutun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.

In Halbzeit zwei ging es dann ums Überleben. „Da haben wir es meiner Meinung nach auch nicht schlecht gemacht.“

Ein gutes Omen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie des FC St. Pauli bei Hoffenheim leiten. Unter ihm hat St. Pauli eine starke Bilanz.

Aytekin pfiff schon 17 Mal für die Boys in Brown, von denen sie zehn Siege feierten und nur drei verloren. Die letzten fünf Spiele unter ihm gewann St. Pauli in Serie, seit neun Begegnungen sind sie unter ihm ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Statistik: 14 Siege stehen 12 Niederlagen und 11 Remis gegenüber.

Beide Teams hat der gelernte Diplom-Betriebswirt zuletzt in der Saison 2023/24 gepfiffen. St. Pauli erinnert sich gerne an das letzte Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden, mit dem sich die Kiezkicker die Zweitliga-Meisterschaft sicherten.

Am Samstag (15:30 Uhr) steht ein wichtiger Einsatz für die FC St. Pauli-Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) an. Gegen die TSG Hoffenheim ist viel Arbeit angesagt, denn der Tabellendritte hat die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben viel Qualität und die passenden Spieler auf den richtigen Positionen“, sagte Mets. „Sie sind ein starkes Team und wollen das Spiel kontrollieren.“

Das bewiesen die Hoffenheimer bereits im Hinspiel am Millerntor, als sie mit 3:0 gewannen und St. Pauli kaum Chancen ließen. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli jedoch den Spieß um. „Auch da haben sie wenig falsch gemacht, trotzdem ging das Spiel zu unseren Gunsten aus.“

Laut Wahl befinden sich die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewinnen konnten, derzeit im Flow. „Sie haben viel Selbstvertrauen und die richtigen Schlüsse aus dem letzten Jahr gezogen.“

„Sie haben eine komplett andere Mannschaft und eine enorme individuelle Qualität.“

Obwohl St. Pauli Hoffenheim im Pokal schlagen konnte, wird der erneute Erfolg am Samstag eine große Herausforderung.

Taichi Hara (26) kam bislang nur zweimal für insgesamt 22 Minuten zum Einsatz. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun seine Pläne mit dem japanischen Stürmer.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete er die Entscheidung. Im Training zeigt Hara allerdings vollen Einsatz. „Er hat gute Momente, vielleicht kann man ihn bald wieder reinbringen.“

Ein Einsatz von Beginn an ist noch zu früh. „Aber als Option für die letzten 20 Minuten ist er auf jeden Fall interessant.“

Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro kam der Stürmer zum FC St. Pauli, wo er bislang in 24 Pflichtspielen fünf Tore und eine Vorlage erzielte.

„Ich beurteile ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Trainer Blessin (52), der sich kürzlich intensiv mit Kaars austauschte und Videoanalysen durchführte.

Das Hauptproblem ist offensichtlich. „Er sagt selbst, dass man als Stürmer an Toren gemessen wird. In letzter Zeit kam er aber nicht so oft in solche Situationen.“

„Wenn man seltener Chancen bekommt, fängt man an zu zögern.“

Seine Mitspieler konnten Kaars bisher noch nicht optimal in Szene setzen. „Er hat seine Stärken im Strafraum, wenn er den Ball dort bekommt, muss er die Chancen auch nutzen.“

Blessin ist überzeugt, dass Kaars mit weiterem Einsatz bald wieder glücklicher bei Interviews sein und über seine Tore sprechen wird.

Erfreuliche Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist in den letzten Tagen auch Andréas Hountondji (23) zurückgekehrt. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Trainer Blessin (52).

Der Angreifer trainierte lange individuell, nun ist er zurück. „Es geht jetzt darum, ihn weiter aufzubauen. Die ersten Schritte sind gemacht, bald sehen wir hoffentlich die nächsten.“

Nemeth ist schon etwas weiter. „Wir wollen die Intensität langsam steigern und prüfen, ob wir ihn in der zweiten Mannschaft Spielpraxis geben können.“

Außerdem wird Connor Metcalfe (26) bald wieder im Kader stehen. Der Mittelfeldspieler trainiert bereits die zweite Woche voll mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, daher freue ich mich, ihn wieder auf der Bank zu haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Es war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Bislang hatte St. Pauli gegen Bremen nur zwei Pflichtspiele gewinnen können: Das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das berühmte Pokalspiel 2006, als die Kiezkicker als Drittligist Bremen mit 3:1 ausschalteten.

Die Bilanz wurde nun leicht verbessert, steht aber mit drei Siegen weiterhin fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.

Nach dem 2:1 gegen Bremen feierten die Profis ausgelassen. „Ich werde mir ein oder zwei Bier gönnen“, gab Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, der Sieg aber verdient.“

Zu Beginn ließ die Mannschaft einige Bälle zu leicht liegen, doch nach der Pause änderte sich das. „Wir hatten viele gute Chancen. Das erste Tor fiel zwar etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, sagte Mets. Am Ende verdrängte St. Pauli Bremen vom Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war das Sonntagsspiel ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, zuvor stand er bis auf eine verletzungsbedingte Pause immer in der Startelf.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte seine Entscheidung: „Es ging auch darum, ihm Frische zu geben.“ Zudem war mit Eric Smith (29) wieder eine hochkarätige Alternative zurück.

„Es fiel mir nicht leicht, ihn draußen zu lassen. Er gibt viel Qualität im Zweikampf. James ist unauffällig, aber extrem wichtig“, so Blessin.

In den kommenden Spielen könnte Sands öfter auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei erfahrene Führungsspieler auf seiner Position spielen.

Mit einem Sieg kann St. Pauli an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist groß. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist enorm, das kann man nicht verdrängen“, sagte er vor dem Spiel bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch weitere kommen.“

Irvine weiß, wie viel ein Dreier bewirken kann. Gut, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei Schlüsselspieler zurück sind.

Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er wirkt ruhig und fokussiert.“

Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Schiedsrichter Sören Storks (37) das direkte Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmermann pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.

St. Pauli verbindet bessere Erinnerungen mit Storks, besonders an das 2:1 gegen Heidenheim im November. Unter seiner Leitung gab es zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen – trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29).

Bremen hat ebenfalls eine negative Bilanz gegen Storks: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.

Vor dem Duell zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und bestritt über 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Nach seiner aktiven Karriere trainierte er den Verein von 1971 bis 1975.

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti arbeitete Piontek auch als Trainer bei St. Pauli, wo er 39 Zweitliga-Spiele leitete.

Weitere Informationen zum Tod von Piontek findet ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Meister ist der Tabellenführer am Saisonende. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.