Jetzt ist Rostock am Zug: Millionen-Poker um gebürtigen Dresdner erreicht neue Phase
Rostock/Glasgow – Wie wird die wohl spannendste Transfergeschichte des Winters enden? Hansa Rostock hat für den Stürmer Ryan Naderi (22) ein sensationelles Angebot von drei Millionen Euro von den Glasgow Rangers erhalten – und hält weiterhin an seinem Poker fest.
Sky berichtete zuerst über das beeindruckende Angebot und die hohe Ablösesumme, die auch TAG24 bestätigen konnte. Damit wäre es der höchste Transferbetrag, der jemals für einen Drittligaspieler gezahlt wurde, der nicht aus einer U23-Mannschaft wechselt.
Wie TAG24 erfuhr, ist Naderi durchaus gewillt, den Schritt nach Schottland zu wagen. Demnach werben die Rangers bereits seit mehreren Wochen intensiv um den Topstürmer von Rostock.
Bei den Rangers würde der gebürtige Dresdner nicht nur ein deutlich höheres Gehalt erhalten, sondern auch die Chance bekommen, die schottische Meisterschaft zu gewinnen und in der kommenden Saison auf internationaler Bühne zu spielen.
Natürlich möchte der aufstrebende Angreifer diese womöglich einmalige Gelegenheit in seiner Laufbahn nutzen.
Doch Rostock hält stand und Sportdirektor Amir Shapourzadeh (43) setzt weiter auf seine Taktik! Obwohl die vom Klub geforderte Ablösesumme bereits erreicht wurde, ist Stand Mittwochnachmittag noch keine Einigung in Sicht. Das birgt Konfliktpotenzial!
Fakt ist: Naderi lässt sich bisher überhaupt nicht von den Spekulationen um seinen Wechsel aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Der Angreifer steigert sich gefühlt von Woche zu Woche. Ob das so bleibt, falls Hansa seinem Wechselwunsch weiterhin eine Absage erteilt, bleibt jedoch abzuwarten.
Naderi war im Spätsommer 2024 mit dem Versprechen nach Rostock gekommen, bei einem ambitionierten Drittligisten den nächsten Karriereschritt zu machen – und mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet.
Heutzutage entscheidet dieser Vertrag jedoch weniger über die tatsächliche Zugehörigkeit zum Verein, sondern vielmehr über den Marktwert des Spielers.
Rostock steht grundsätzlich nicht unter Verkaufsdruck, hat aktuell aber die maximale Ablösesumme ausgeschöpft – und zudem einen Ruf zu verteidigen. Nämlich jenen, junge Talente weiterzuentwickeln und bei einem attraktiven Angebot ziehen zu lassen. Deshalb riskiert Shapourzadeh mit seiner Haltung auch seine Glaubwürdigkeit auf dem Transfermarkt.
Die Zeit läuft: Wenn Naderi am Samstag im Spiel gegen Ingolstadt für Hansa aufläuft, darf er sich a) nicht verletzen und müsste b) spätestens am Sonntag oder am Deadline Day am Montag den Flieger besteigen.
Eine Entscheidung im Transferpoker könnte womöglich noch vor dem Wochenende fallen. TAG24 erfuhr, dass die Kogge – entgegen anderslautender Berichte – hinter den Kulissen längst den Stürmermarkt sondiert ...