Falsche Spekulationen und besorgniserregende Aussage eines Spielers: Hansa-Anhänger nach Zaun-Sturz in „kritischem Zustand“
Saarbrücken/Rostock – Große Besorgnis um einen verletzten Fan! Das Saisonfinale von Hansa Rostock beim 1. FC Saarbrücken am Samstag wurde von einem tragischen Ereignis überschattet: Ein Anhänger der Kogge stürzte über einen Zaun etwa zwölf Meter tief hinunter. Nun hat der Drittligist ein Update zum Gesundheitszustand des Mannes veröffentlicht.
„Nach Abstimmung mit den örtlichen Behörden wurde der Fan noch am gestrigen Abend operiert. Momentan befindet er sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Unsere Gedanken sind bei ihm, seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahe stehen“, erklärte der FCH am Sonntagmorgen in einer offiziellen Stellungnahme.
Rund 15 Minuten vor Spielende kam es beim 4:3-Auswärtserfolg der Mecklenburger laut der Ostsee-Zeitung zu Provokationen zwischen den Fangruppen. Dabei kletterte ein Zuschauer auf den Zaun, verlor jedoch im Anschluss den Halt.
Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, erlitt der Anhänger schwere Kopfverletzungen. Sofort nach dem Sturz wurde er von Sanitätern vor Ort medizinisch versorgt, während die übrigen Hansa-Fans das Geschehen mit einer Fahne abschirmten. Anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Im Nachgang verbreiteten sich in den sozialen Medien Gerüchte über einen angeblichen Tod des Mannes. Die Polizei in Saarbrücken wies diese Meldungen jedoch zurück und erklärte, sein Zustand sei „weiterhin unverändert“.
In diesem Zusammenhang appellierte der Verein aus Rostock eindringlich, „keine Gerüchte zu verbreiten und unbestätigten Informationen keinen Glauben zu schenken“.
„Bitte respektiert die Privatsphäre der Angehörigen und vertraut ausschließlich auf offizielle Mitteilungen des Klubs und der zuständigen Behörden“, wurde in der Erklärung weiter betont.
Der Verein dankte zudem den Einsatzkräften sowie allen Helfern vor Ort für ihr „schnelles und engagiertes Eingreifen“.
Auch die Trainer beider Mannschaften richteten in der Pressekonferenz nach dem Spiel Genesungswünsche an den Verletzten. Hansa-Coach Daniel Brinkmann (40) sagte: „Wir drücken alle fest die Daumen. Hoffentlich geht alles gut aus.“
FCS-Spieler Philip Fahrner (23) beobachtete den Vorfall laut „Bild“ sogar live mit. Seine Aussage könnte eine wichtige Rolle in den polizeilichen Ermittlungen spielen.
Der Rechtsverteidiger berichtete demnach: „Ich habe genau hingeschaut, als er runtergefallen ist. Er ist auf den Zaun geklettert, dann hat ihn jemand heruntergestoßen. So habe ich es gesehen, danach ist er nach hinten gestürzt.“