HSV trifft auf Köln in richtungsweisendem Spiel: „Es geht um sehr, sehr viel“
Hamburg – Ein echtes Highlight steht im Volkspark bevor! Am Samstagabend (18.30 Uhr) will der Hamburger SV gegen den 1. FC Köln den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Dabei soll auch Kapitän Nicolas Capaldo (27) eine entscheidende Rolle spielen.
Das Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger ist von großer Bedeutung. Während der HSV mit einem Sieg die 30-Punkte-Marke überschreiten könnte, steht der Effzeh praktisch unter Zugzwang, um zu gewinnen. Die Kölner belegen nur dank der besseren Tordifferenz keinen Relegationsplatz.
„Es ist ein traditionsreiches Duell, bei dem sehr viel auf dem Spiel steht“, erklärte HSV-Coach Merlin Polzin (35), der den Fokus jedoch lieber auf sein eigenes Team legen wollte. „Wir sind auf einem guten Weg und sehen deutliche Fortschritte in vielen Bereichen“, so der Trainer, der insbesondere die Bilanz sowie die geringe Anzahl an Gegentoren in der Rückrunde hervorhob (8 – zusammen mit Leverkusen die beste Quote).
In der Vergangenheit hatte vor allem Kölns Trainer Lukas Kwasniok (44) den HSV mit seinen Teams immer wieder vor Probleme gestellt und dabei verschiedene Taktiken angewandt. „Wir schauen nicht darauf, was sie früher gemacht haben“, betonte Polzin erneut, auch wenn das 1:4 aus dem Hinspiel noch präsent sei. „Das wollen wir wieder gutmachen.“
Unterstützt werden soll die Mannschaft dabei voraussichtlich von Nicolas Capaldo, der aller Wahrscheinlichkeit nach wieder einsatzbereit ist. „Wir müssen das Risiko eingehen und für dieses wichtige Spiel alles versuchen“, räumte Polzin ein. „Wenn er meint, er kann spielen, wird er auch auflaufen. Er beißt enorm auf die Zähne.“
Im Sturm ist die Besetzung hingegen noch nicht endgültig geklärt. Damian Downs (21) wäre wohl besonders motiviert, da er gegen seinen ehemaligen Club antritt. Auf der anderen Seite wartet der Leihspieler noch auf seinen ersten Treffer.
„Er bringt viele Eigenschaften mit, die uns Erfolg versprechen. Wir beurteilen ihn nicht nur offensiv, sondern auch in der Defensive“, erklärte Polzin.
Oft geht es nicht um die Entscheidung für oder gegen einen einzelnen Spieler, sondern darum, wie das Team insgesamt am erfolgreichsten agieren kann. „Dafür benötigen wir diverse Spielertypen, die sich in bestimmten Merkmalen unterscheiden“, erläuterte der 35-Jährige. „In Bezug auf Schnelligkeit, Körpergröße sowie mit und gegen den Ball.“
Natürlich sei Polzin bewusst, dass ein Stürmer auf seine Tore wartet, doch am Ende stehe die Mannschaft im Vordergrund. Und diese zeige in den wichtigen Begegnungen momentan eine starke Leistung, so sein Fazit.