HSV strebt Vorentscheidung im Abstiegskampf an: „Druck ist ein Privileg“
Hamburg – Es wird spannend! Am Samstag um 15:30 Uhr tritt der HSV im Rahmen des 32. Spieltags bei Eintracht Frankfurt an. Die Hamburger möchten im Kampf um den Klassenerhalt zumindest eine vorentscheidende Weichenstellung erzielen.
Gelänge es den Rothosen, bei der SGE drei Punkte mitzunehmen, wäre ein Abstieg kaum noch vorstellbar. Sollte zudem der FC St. Pauli sowie der VfL Wolfsburg am Sonntag jeweils nicht mehr als einen Punkt holen, wäre der Verbleib in der Liga auch rechnerisch gesichert.
HSV-Trainer Merlin Polzin (35) betonte bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel, dass er und sein Team „riesig motiviert“ für den Saison-Endspurt seien. „Druck bedeutet eine Chance und ist ein Privileg“, erklärte der jüngste Chefcoach der Bundesliga.
In Frankfurt wolle er eine Mannschaft sehen, die mit vollem Einsatz alles daran setzt, den Sieg einzufahren. Die Strategie lautet: defensiv stabil auftreten und im Angriff Lösungen finden, die dem Gegner spürbar zusetzen, so Polzin.
Obwohl Eintracht Frankfurt eine schwache Rückrunde hinlegt (nur vier Siege), dürfe seine Mannschaft keine Schwäche zeigen. „Die Frankfurter werden alles geben. Ich erwarte ein intensives Spiel in einem stimmungsvollen Stadion“, sagte der 35-Jährige.
Eine gute Nachricht für den HSV: Luka Vuskovic (19) hat seine Knieprellung überwunden und trainierte wieder, womit er zumindest eine Option für den Kader darstellt. Für die Startformation kommt er laut Polzin jedoch eher nicht infrage.
Auch Yussuf Poulsen (31) und Jean-Luc Dompé (30) sind zurück im Training. Ob sie im Kader stehen, hat der Coach aber noch nicht endgültig entschieden.
Verzichten muss der HSV weiterhin auf Miro Muheim (28), der verletzt ausfällt, sowie auf den noch gesperrten Philip Otele (27). Außerdem fällt Alexander Rössing-Lelesiit (19) aus, der nach einem Syndesmosebandriss im Training einen „kleinen Rückschlag“ erlitt, wie Polzin bekanntgab.
Die Tabelle der 1. Bundesliga im Überblick
Die Platzierungen in der Bundesliga haben folgende Konsequenzen: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte auf Rang 16 hat die Möglichkeit, durch die Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.