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„Endlich wieder Luft zum Atmen“: Haeder richtet nach CFC-Erfolg den Blick gespannt auf das OLG Dresden

Chemnitz – Nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen lastete großer Druck auf dem Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC. Umso beeindruckender fiel die Antwort des Teams aus: Ein 4:1 (1:1)-Sieg gegen den FC Carl Zeiss Jena ließ die letzten Aufstiegsträume der Thüringer in Chemnitz zerplatzen.

„Wir können wieder durchatmen. Das war vor dieser Woche ausgesprochen wichtig“, betonte CFC-Geschäftsführer Tommy Haeder (34).

Obwohl die Personalsituation angespannt war, zeigte die Mannschaft eine bemerkenswerte Reaktion.

„Diesmal hatten wir zudem auch das nötige Spielglück auf unserer Seite“, erklärte Haeder mit Blick auf die 43. Minute, als Maurice Hehne (28) Dejan Bozic (33) im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter hielt er für gerechtfertigt, die Rote Karte gegen Hehne hingegen für eine harte Entscheidung des Schiedsrichters.

Haeder ergänzte: „In Überzahl haben wir dann richtig stark gespielt. Das ist keineswegs selbstverständlich. Diesen Schwung wollen wir in den kommenden Wochen mitnehmen.“

Für Mittwoch stehen weitere wichtige Termine im Kalender des CFC-Geschäftsführers. Am Oberlandesgericht Dresden wird der vorsitzende Richter Ulf Johannes Dieker im Rechtsstreit mit der Polster Sport Catering GmbH sein Urteil verkünden.

„Dabei geht es nicht um finanzielle Schadensersatzforderungen, sondern darum, ob die Kündigung unseres Stadion-Catering-Vertrags rechtsgültig war oder nicht“, erläutert Haeder. Er selbst wird nicht anwesend sein, da er parallel auf dem etwa 500 Kilometer entfernten DFB-Campus an einer Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform teilnimmt.

Haeder erwartet keine endgültige Entscheidung am Mittwoch: „Ich hoffe, dass wir einen bedeutenden Fortschritt erzielen und uns auf Lösungen konzentrieren können. Bis ein abschließendes Konzept steht, werden sicher noch ein bis zwei weitere Treffen notwendig sein.“

Die Stellungnahme der Vereine ist eindeutig: Alle Meister der Regionalliga sollen direkt aufsteigen! Haeder, Mitinitiator und Sprecher der Initiative „Aufstiegsreform 2025“, hebt hervor: „Wir sind mit 17 Vereinen gestartet, und in dieser Woche streben wir die 80er-Marke an. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Die bundesweite Unterstützung von Vereinen und Fans verleiht unserer Initiative enorme Stärke und zeigt, wie groß der Reformwille an der Basis ist.“

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister 2026 tritt am Saisonende in zwei Aufstiegsspielen gegen den Champion der Regionalliga Bayern an. Der Gewinner steigt in die 3. Liga auf. Maximal vier Mannschaften steigen ab, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.