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Trainer-Aus in Deutschland: Ghana entlässt Coach Otto Addo nach Stuttgart-Pleite

Stuttgart – Deutschland als „Trainerkiller“! Nach der 1:2-Niederlage in Stuttgart zog Ghana die Reißleine und setzte seinen Trainer Otto Addo (50) mitten in der Nacht vor die Tür – und das weniger als drei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft. Wie der Verband in den frühen Morgenstunden bekanntgab, musste der ehemalige Bundesliga-Profi seinen Posten räumen.

In einer offiziellen Mitteilung hieß es: „Der ghanaische Fußballverband (GFA) hat mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Otto Addo, dem Cheftrainer der männlichen A-Nationalmannschaft (Black Stars), beendet.“

Man wolle zu einem späteren Zeitpunkt über die künftige sportliche Führung der Black Stars informieren. Der Verband bedankte sich zudem ausdrücklich bei Addo für seinen Einsatz und wünschte ihm für seine weitere Karriere alles Gute.

Der in Hamburg geborene Ex-Profi war in Deutschland unter anderem für Hannover 96, Borussia Dortmund, den 1. FSV Mainz 05 und den Hamburger SV aktiv. Insgesamt absolvierte er 15 Länderspiele für Ghana.

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere 2008 sammelte Addo zunächst Erfahrungen im Nachwuchsbereich des HSV, bevor er als Co-Trainer zum dänischen Klub FC Nordsjælland wechselte. Nur ein Jahr später kehrte er 2017 nach Deutschland zurück und übernahm eine Assistenzrolle bei Borussia Mönchengladbach.

Zwischen 2019 und 2024 war Otto Addo als Trainer für Nachwuchstalente sowie als Co-Trainer beim BVB tätig. Parallel dazu unterstützte er bereits die ghanaische Nationalmannschaft als Co-Trainer. Während der WM 2022 fungierte er als Interimstrainer, trat jedoch nach dem Ausscheiden in der Vorrunde zurück und konzentrierte sich wieder auf die Talentschmiede in Dortmund.

Im Jahr 2024 übernahm er schließlich die Position des Cheftrainers in Ghana. Die große Ambition stellte die Teilnahme an der WM in den USA, Mexiko und Kanada dar – doch diese wird Addo in seiner Rolle als Coach der Black Stars nicht mehr miterleben.

Die Niederlage gegen Deutschland bedeutete für Ghana bereits die vierte Pleite in Folge, weshalb der Verband zum Handeln gezwungen war.

Bei der WM trifft die Mannschaft in der Vorrunde auf England, Kroatien und Panama.