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Gewalttat bei Junioren-Fußball: Trainer verpasst Schiedsrichter Kopfstoß und bringt ihn zu Boden

Lissabon (Portugal) – Der Nachwuchsfußball in Portugal steht nach einem brutalen Zwischenfall unter Schock.

Im Rahmen eines „U11“-Spiels des Fußballverbands von Lissabon zwischen Ponte de Frielas und Bobadelense griff ein Trainer den Schiedsrichter mit einer heftigen Gewalttat an, wie ein am Samstag auf Facebook veröffentlichtes Video zeigt.

Der Coach von Bobadelense, später als Vasco Rafael Jesus Lourenço (46) identifiziert, ist auf dem Clip zu sehen, wie er gezielt auf den Unparteiischen zuläuft und ihm dann unvermittelt einen Kopfstoß versetzt, wodurch der Schiedsrichter zu Boden geht.

Was sich im Anschluss ereignete, bleibt unklar, da das Video nur die Kopfstoß-Attacke dokumentiert und lediglich acht Sekunden lang ist.

Laut Angaben des „Record“ wurde der 46-Jährige unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls von seinem Verein entlassen. Dies bestätigte der Klub in einer offiziellen Erklärung: Der Trainer, der den Schiedsrichter attackiert hatte, wurde von seinen Aufgaben suspendiert.

„Wir sprechen unser tiefes Bedauern gegenüber dem betroffenen Schiedsrichter, Ponte de Frielas, den Spielern, deren Erziehungsberechtigten, dem Fußballverband von Lissabon sowie dem Schiedsgericht aus“, erklärte der Verein.

„Wir bekräftigen unser festes Bekenntnis zu Sicherheit, Respekt und Fairness – die Grundwerte unserer täglichen Arbeit.“

Ob und welche weiteren Maßnahmen gegen den Gewalttäter eingeleitet werden, ist derzeit nicht bekannt. Der Disziplinarausschuss des Lissaboner Fußballverbands wird den Vorfall untersuchen und entsprechende Schritte einleiten.