Enttäuschung am Deadline Day: Freundin eines Fußballprofis übt scharfe Kritik am Glasner-Club
Liverpool/London (Großbritannien) – Der sogenannte Deadline Day ist nicht nur für zahlreiche Anhänger eine nervenaufreibende Zeit, auch für viele Fußballspieler und deren Angehörige bringt er ungewisse Perspektiven mit sich. Nun hat die Partnerin von Everton-Star Dwight McNeil (26) einen emotionalen Einblick gegeben und ihre Enttäuschung in den sozialen Medien deutlich zum Ausdruck gebracht.
Unmittelbar vor Ablauf der Winter-Transferperiode stand der englische Mittelfeldspieler offenbar kurz vor einem Wechsel von den „Toffees“ zu Crystal Palace, doch der Transfer scheiterte in letzter Minute.
Im Anschluss teilte der 26-Jährige auf Instagram mehrere Stories seiner Freundin Megan Sharpley, in denen sie den Klub des ehemaligen Frankfurt-Trainers Oliver Glasner (51) unverblümt kritisierte.
„Zu sehen, wie die Fußballwelt, die du so sehr liebst, in den letzten 48 Stunden so grausam zu dir sein kann, hat mir das Herz zerrissen“, schrieb die Freundin des Premier-League-Spielers.
Sharpley erklärte weiter: „Die vielen Versprechen, die emotionale Achterbahnfahrt und das Spiel bis zur allerletzten Minute – man verspricht dir die nächsten viereinhalb Jahre deines Lebens, Hunderte von Kilometern entfernt, ärztliche Untersuchungen, Absprachen – und dann wird dir alles ohne jegliche Erklärung in letzter Sekunde genommen.“
Nach Angaben mehrerer Quellen verwandelte Crystal Palace den angeblich fixen Transfer im Wert von rund 23 Millionen Euro kurz vor Schluss in eine Leihe, was bei Everton auf Ablehnung stieß und dazu führte, dass McNeil schließlich beim Klub bleiben musste.
Sharpley betonte, dass sie sich der zahlreichen Vorteile des Lebens als Profi bewusst sei und dafür dankbar sei. Dennoch wolle sie daran erinnern, dass es sich bei den Spielern trotz allem um Menschen mit Gefühlen handele.
„Nach all dem herrschte plötzlich völlige Stille – kein Anruf, keine Kommunikation – nur das Gefühl, mit gebrochenem Herzen und voller Verwirrung zurückgelassen zu werden“, schrieb sie weiter. „Das tut mehr weh, als ich ausdrücken kann.“
„Wir leben in einer Zeit, in der jeder weiß, wie gravierend das Thema mentale Gesundheit ist. Warum akzeptieren wir es dann im Fußball, dass mit der psychischen Verfassung dieser jungen Männer gespielt wird, nur weil sie gut verdienen, und das einfach zum Job dazugehört?“, hinterfragte die Partnerin des Everton-Spielers.
Abschließend stellte sie klar, dass unabhängig vom Geld jeder Mensch es verdient, „mit Respekt, Freundlichkeit und Fairness“ behandelt zu werden.