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Mit Tränen in den Augen und voller Zuneigung: Ehemaliger Bundesliga-Profi spricht offen über den Verlust seiner Ehefrau

St. Louis (USA) – Tief berührende Worte erreichen uns aus St. Louis: Im März verstarb Ilona, die Ehefrau des früheren Bundesliga-Spielers Eduard Löwen (29), nach langer Krankheit im Alter von nur 29 Jahren. Etwa zwei Monate später teilte der Mittelfeldspieler bei einer Pressekonferenz seine Gefühle, die schwere Zeit und die Frau, die ihm unendlich viel bedeutete.

„Kein Wort kann ausdrücken, was sie mir bedeutet hat. Die Liebe, die uns verbunden hat, war einzigartig“, sagte Löwen vor der Partie seines Vereins St. Louis City gegen Colorado.

Der ehemalige Hertha-Spieler hatte sichtlich mit der Emotion zu kämpfen, holte immer wieder tief Luft. Er betonte, dass er sich nicht verpflichtet gefühlt habe, sofort vor die Medien zu treten, sondern sich bewusst Zeit für den Abschied genommen habe.

Der ehemalige U21-Nationalspieler Deutschlands dankte allen, die ihm in den letzten Wochen Kraft gespendet haben, bevor er eindrückliche Einblicke in seine Beziehung zu Ilona gewährte.

„Sie hat sich stets für mich aufgeopfert, ihr Fokus lag immer auf mir. Selbst in ihren letzten Tagen kümmerte sie sich aufopferungsvoll um mich. (…) Ich habe nie jemanden getroffen, der so innere und äußere Schönheit vereint hat“, schwärmte der 29-Jährige.

Bereits in jungen Jahren wurde bei Ilona ein gutartiger Hirntumor entdeckt. Ab 2024 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmend, bis schließlich eine Untersuchung die tragische Krebsdiagnose bestätigte.

„Wenn so etwas passiert, trauert man den verpassten Augenblicken und Chancen nach – all den Momenten, in denen man hätte noch mehr Liebe schenken können“, erzählte Löwen weiter.

Mittlerweile ist der Ex-Profi von Augsburg, Nürnberg und Bochum wieder auf dem Spielfeld aktiv – und erzielte direkt bei seinem ersten Einsatz nach seiner Einwechslung gegen Seattle einen Treffer.

„Ich möchte diesen Moment nicht kleinreden, er war mir sehr wichtig. Doch meine Sicht auf das Leben hat sich komplett gewandelt. (...) Es ist großartig und ich bin dankbar, aber gleichzeitig fragt man sich: Was bedeutet das eigentlich?“, erklärte der aus Idar-Oberstein stammende Spieler die widersprüchliche Gefühlslage.

„Das nimmt meinen Schmerz zwar nicht, aber es hilft, wieder Fußball zu spielen“, fügte Löwen hinzu. „So ein Team hatte ich zuvor nie. Es tut gut, mit den Jungs zu trainieren, zu spielen und unterwegs zu sein. Dennoch heißt das nicht, dass es mir rundum gut geht.“

Seinen Glauben nennt der gläubige Christ als einzige Quelle des Trostes, wie er auf eine Frage eines Journalisten antwortete: „Mein größtes Leid in den vergangenen Jahren war es, meine Frau leiden zu sehen und nichts dagegen tun zu können. (…) Ich weiß, dass sie jetzt an einem besseren Ort bei Jesus ist, frei von Schmerzen und voller Glück. Das ist es, was mir am meisten Hoffnung gibt.“